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"Andere Erde" Gedichtinterpretation (Christoph Meckel)

Inhaltsverzeichnis

Andere Erde von Christoph Meckel (Gedicht-Interpretation und Gedichtanalyse).

Vorab: Wenn ihr nicht ganz sicher seid, wie man ein Gedicht bzw. Text überhaupt analysiert, interpretiert und als fertigen Aufsatz niederschreibt, so schaut doch hier in unserer beliebten Interpretationsanleitung vorbei.

GLIEDERUNG der Gedichtanalyse:
1.Hinführung zum Thema
2.Die allmähliche Zerstörung der Natur durch den Menschen
2.1.Thema
2.1.2.Inhalt
2.2. Textaufbau
2.3.Spracheform

In dem Gedicht „Andere Erde“ von Christoph Meckel geht es um die langsam, aber stetige Zerstörung der Erde durch die Umweltverschmutzung des Menschen. Es beschreibt wie die Erde ist, oder besser gesagt war und wie er, Christoph Merckel, sie sich in der Zukunft vorstellt.

Schon durch die Überschrift „Andere Erde“ können wir uns wage Vorstellungen machen welches Thema der Autor ansprechen will. Es wirkt wie ein Stichwort, das den Leser auffordern will sich näher mit dem Text zu beschäftigen, vielleicht auch Phantasien hervorrufen.

Der Text ist durch die relativ einfache, leicht bildhafte Sprache anfangs sehr gut zu verstehen. Er schreibt, dass das Laub, die einzelnen Blätter gesammelt werden, wie etwas sehr wertvolles. Auch könnte man die Blätter mit Geld vergleichen da er schreibt, „Wenn erst die Bäume gezählt sind und das Laub...,werden wir wissen, was die Erde wert war.“ (Z.1-3)

Des weiteren betont er, dass die Flüsse voll Wasser sind (Z.4) und in der Zukunft zum Beispiel, das Ernten und Essen von Kirschen ein Privileg, nur für wenige sein wird. (Z.5f.) Der Text an sich beschreibt ganz alltägliche Situationen die für uns ganz selbstverständlich sind - wir sie somit nicht mehr richtig zur Kenntnis nehmen und bewusst erleben. Der Teil des Textes der in Klammern steht (Z12ff) klingt wie die Beschreibung einer Fotografie.
Die letzten beiden Zeilen, die für sich stehe, abgetrennt von den anderen, drücken die gewollte Blindheit - die Einstellung der Bevölkerung aus. Sie Wollen damit nichts zu tun haben, nach dem Motto: „Das geht mich nichts an!“ Aber andererseits wollen sie eine zweite Chance, „Eine andere Erde, ein anderes Haus.“ (Z15)

Das Gedicht ist als Blocktext geschrieben, der durch den linksbündigen Flattertext und die zwei letzten Zeilen, die vom Block abgesetzt sind, etwas aufgelockert wird. Der Text besitzt keine offensichtliche chronologische Zeitabfolge, er ist eher eine logische Aneinanderreiung der Gedanken des Autors. Das Gedicht ist in Versen geschrieben, durch den Zeilensprung und das nicht vorhandene Reimschema lässt es sich bei der ersten Lektüre nicht leicht lesen. Im zweiten Anlauf kommt man aber zu der Einsicht, das der Zeilensprung, die immerwährende Gefahr des Fortschreitens der unaufhaltsamen Zerstörung darstellen soll. Der Text besitzt kein Reimschema, da es leicht den Anschein von Harmonie wecken könnte und das sicher nicht die Absicht des Autors ist, der ein kritisches Werk verfasst hat.

Das Gedicht ist hypotaktisch der erste Block besteht aus 14 Zeilen zu nur drei Sätzen. Durch den hypotaktischen Satzbau kommen die Gedanken des Autors, durch die Einschiebungen, besser zum Ausdruch als durch die Verwendung des parataktischen Stils. Es tauchen auch Inversionen auf „Einzutauchen in Flüsse...“ (Z 4), was verdeutlichen soll, dass es sich um keinen „gewöhnlichen“ Text, wie wir in der Zeitung lesen handelt.Sehr schön sind auch die unvollständigen Sätze wie zum Beispiel „Eine andere Erde, ein anderes Haus.“ (Z15), was auf den Leser wie Gedankenfetzen wirkt. Auch ist das Gedicht voller Bilder und Metaphern die es dem Leser erleichtern sich in den Text zu denken und sich die richtigen Vorstellungen zu machen. „Wenn erst die Bäume gezählt sind und das Laub Blatt für Blatt auf die Ämter gebracht wird...“ (Z1f). Diese Technik lässt das Gedicht erst richtig wirken. Der Autor redet in der wir-Haltung, er bezieht sich dadurch selbst mit ein. Und durch die Aufforderung, den Befehl in der vorletzten Zeile „Shut up.“ (Z15), könnte er zum Beispiel ausdrücken, dass er selbst nicht mehr hören will und kann was er denkt, da es sehr negativ aber, leider realistisch ist!

Alles in allem ist dies ein sehr ansprechender Text, der radikal auf die Probleme unserer Zeit hinweist obwohl er schon über zwanzig Jahre „alt“ ist. Er zeigt die Gedanken eines Menschen auf der seine Umwelt wahr nimmt, vielleicht auch ein bisschen Angst, vor dem „später“ hat und uns, den Lesern, die Augen öffnen möchte.

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4.1 / 5 Sternen (8 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: 12. Klasse
  • Erstellt: 2013
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 17.09.16

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  • eNZY schrieb am 26.05.2015:

    Gibt einen kleinen Fehler am Anfang bei der Hinführung zum Text.
    Der Autor Name ist Meckel nicht Merckel :)

  • L. schrieb am 24.05.2015:

    ganz okay, sollte mehr am text gearbeitet werden und auch die metaphern erklärt werden

  • alexander marcus schrieb am 14.03.2013:

    echt coole seite merciiiiiiiii :*

  • rike schrieb am 27.08.2012:

    Dankeschön hat mir gut geholfen. =)

  • er schrieb am 01.10.2011:

    sehr gut (1-)

  • ich schrieb am 08.05.2011:

    super

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