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"Bretislav und Jutta" Zusammenfassung

Inhaltsverzeichnis

Bretislaw und Jutta Zusammenfassung aller Akte als Inhaltsangabe.


Im Jahr 1828 verfasste Karl Egon von Ebert das Drama „Bretislaw und Jutta“, welches erst 1835 gedruckt erschien. Dieses Schauspiel erfreute sich bei den Zuschauern des deutschen wie auch des tschechischen Theaters grosser Beliebtheit. Es wurde häufig gespielt, zum letzten Mal 1871 zu Eberts 70. Geburtstag.
Ebert schöpfte das Thema aus der böhmischen Geschichte des 11. Jhdts., genau des Jahres 1026, als der böhmische Prinz die Gräfin Jutta entführte und damit den deutschen Kaiser Konrad beleidigte. Das Schauspiel ist in fünf Akte gegliedert. Die Handlung spielt teilweise in Regensburg, und dann in Böhmen.
Der erste Akt bildet die Entwicklung des Dramas, wobei die Hauptpersonen vorgestellt werden. Die Handlung spielt in Regensburg.

Der weisse Graf Otto, kaiserlicher Rat, gibt dem Kaiser seine Tochter Jutta als Geschenk. Eigentlich sollte er sich um sie sorgen, unter anderem einen passenden Mann für sie finden.
So nebenbei erscheint Preslaw – ein Werschowez aus Böhmen -, in Regensburg, der gemeinsam mit seinem Diener Stibor den Prinzen Bretislaw beim Kaiser verleumdet und ihn als des Kaisers Feind bezeichnet.
Ctibor (erzählt über Bretislaw und sein Verhalten dem Kaiser gegenüber):
Drei Wochen sind es, dass im Eulenberg
die Knappen einen Schatz an Gold gefunden....
Dort angekommen, legten wir das Gold
dem Herzog zu den Füssen, freundlich lacht’ er,
Doch Bretislaw, der ihm zu Seite stand,
erfasst den schweren Klumpen, hebt ihn auf
mit leichter Müh’, und ruft, indess sein Auge
entsetzlich flammt, und dunkle Funken sprüht;
„Nun, Boleslaw, mein Ahn, der du dein Knie
vor Kaiser Otto schimpflich beugen musstest,
nun räch’ ich dich, und ende Böhmens Schmach,
die seine Fürsten an das Reich noch kettet.
Verheere Deutschland, und erorb’ es, stürze
den Kaiserstuhl, und führ’ den stolzen Konrad
zum Wyssehrad gefangen hinter mir.“

Der böhmische Prinz befindet sich gerade auch in Regensburg. Zwei seiner Diener werden von Dienern des Grafen Ottos gefangen genommen und geschlagen, was unter dem Balkon Juttas geschieht. Auf Juttas Befehl werden beide Diener freigelassen. In diesem Augenblick kommt auch Bretislaw und er und Jutta treffen sich zum ersten Mal. Ein Diener Bretislaws Lubomir fragt ihn:
Lubomir
was ist dir, Bretislaw? Du stehst ja starr,
indess dein Auge lodert.

Bretislaw
Lubomir, mich hat ein Blitz getroffen
Lubomir
Ja, ich sah es. Der Blitz kam dort von Söller.

Bretislaw
Sahst du sie?...
Dort standest du, o anmuthvolles Bild,
dort standest du, nach der die Brust mir schwillt
noch seh’ ich dich! – ich muss dich sprechen, kennen,
Dir all mein hoffen, all mein Sehnen nennen,
und – täuschte mich mein Traum nicht – du allein
sollst dann am Tron mir einst zu Seite sein!

Der zweite Akt in derselben Nacht. Bretislaw trifft zum zweiten Mal die schöne Gräfin und sie entscheiden sich zu heiraten. Er geht zum Kaiser, um sich um Juttas Hand zu bewerben. Im kaiserlichen Palast erfährt er, dass sein Gegener Preslaw, der inzwischen zum Günstling des Kaisers avancierte, ihn verleumdete und deshalb Jutta Preslaw zugesprochen wurde. Der Kaiser gibt dem Prinzen darüber Bescheid:
Konrad:
Der Gräfin Hand – ist bereits vergeben....
Der Mann ist mir doch teuer – ein Böhm’ wie ihr,
Ein edler Ritter, jetzt ein deutscher Graf
sein Name? Preslaw Werschowez

Bretislaw
wie? den Verruchten, diesen Schändlichen,
den Ränkespinner, der an deinem Hof
sich unsrer Rach’ entzieht’, den nennst du mir?
Gib ihn heraus, den Glenden! im Namen
des Herzogs und des Volkes fordr’ich ihn,
denn wisse, dies ist meiner Sendung Zweck,
dies jene Forderung, die ich nun est nenne.
Dieser Akt endet mit dem Streit zwischen Kaiser und Bretislaw.

Der dritte Akt. Bretislaw kann sich natürlich nicht damit abfinden, weiter ohne Jutta zu sein. Gegen den Willen des Kaisers entführt er sie aus dem Kloster, wo sie vor ihm versteckt wurde. Die Entführung wird ihm dadurch erleichtert, dass ein kirchliches Fest stattfindet, und alle Fremden freien Zutritt ins Kloster haben.

Der vierte Akt spielt sich bereits in der herzoglichen Burg Wyssehrad ab. Bretislaw Vater Ulbarich empfängt beide herzlich, dem Prinzen verleiht er den Titel „mährischer Markgraf“ und warnt ihn vor Kaisers Rache. Kurz danach erscheint der kaiserliche Herold mit Konrads’ Auftrag: „Tribut, die Busse und Jutta oder Krieg“. Das böhmische Volk wählt den Krieg.

Der fünfte Akt. Beide Heere haben ihre Lager in der Nähe voneinander, bald soll es zum Kampf kommen. Jutta, die dabei sein will, entscheidet sich dafür, gegen diesen Krieg etwas zu unternehmen. Sie fährt zum kaiserlichen Lager, wo sie mit ihrem Vater spricht. Schliesslich kommen auch Konrad und Bretislaw. Alle gemeinsam stellen fest, dass Preslaw hinter allem Bösen steckt und dass er auch der einzige Verräter ist.
Das Drama endet mit Eberts Gedanken zur Verständigung zwischen beiden Völkern:

Konrad:
So lasst uns stehn, dass allem Volk erscheine,
wie wir uns herzlichen Gefühle weihn,
und künftig sollen, treulich im Vereine,
Die Böhmen und die Deutschen Brüder sein!

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  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: Keine Angabe
  • Erstellt: 2014
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 30.11.16

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