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Buddhismus Referat

Inhaltsverzeichnis

Der Buddhismus ist eine hochinteressante Weltreligion und sehr leicht verständlich. Du hast offensichtlich die freudvolle Aufgabe zugeteilt bekommen, ein Buddhismus Referat anzufertigen. Im Grunde genommen erklärt sich der Buddhismus in Buddhas erster Lehrrede nach seiner Erleuchtung komplett selbst in zwei unterscheidbaren Teilen:

  1. die edlen vier Wahrheiten
  2. der edle achtfache Pfad

Diese beiden Erkenntnisse sind der Grundstein des Buddhismus und beschreiben ihn bereits in seiner Gänze. Wir wollen uns in diesem Referat deshalb besonders diesem Aspekt widmen, da man erst nach Verständnis dieser Lehre ihre Tiefgründigkeit und damit „den“ Buddhismus in seiner Konsequenz erfährt.

Dennoch sollte man auch etwas zur Person Buddhas wissen, weshalb unsere Gliederung wie folgt gestaltet ist:

Gliederung des Buddhismusreferats:

1.)    die historische Person Buddhas

2.)    Kern des Buddhismus –die erste Lehrrede

2.1  die edlen vier Wahrheiten

2.2  der edle achtfache Pfad

2.3  weitere Ausführungen

3.)    Buddhismus heute

 

Diese Gliederung ist recht allgemeingültig, könnte natürlich noch mit bspw. Einleitung oder Fazit ergänzt werden. Vor allem aber dient sie einem Buddhismus Handout als wunderbare Vorlage!

1. Buddha als historisch reale Person

Steckbrief

- Geburtsdatum: ca. 563 v. Chr.

- Todesdatum: ca. 483 v. Chr.

- Geburtsname: Siddhartha Gautama

- Geburtsort: Nord-Indien / Nepal

Buddha Lebenslauf

Der verwöhnte Königssohn Siddhartha sollte die Mauern des väterlichen Palastes nie verlassen, da er einer Prophezeiung zufolge sonst kein weltlicher Herrscher, sondern hoher Geistiger werden würde. Er wuchs also in perfekten, fast leidfreien Bedingungen auf. Eines Tages ritt er aus Neugier heimlich mit einem treuen Diener in die Stadt und traute seinen Augen nicht. Vier Begegnungen prägten ihn dabei besonders, und zwar die mit einem:

  • verkrüppelten Greis
  • Fieberkranken
  • verwesenden Leichnam
  • Asketen (= an ihre körperlichen Grenzen gehende Mönche)

Siddharta erkannte, dass diese sog. „Vier Zeichen“ einer jeweiligen Realität entsprachen (nämlich hier der Reihenfolge nach Altern, Krankheit, Tod und Schmerz) und untrennbar mit dem Leben verbunden sind, sodass auch Wohlstand und Reichtum kein dauerhaftes Glück versprechen. Er verließ daraufhin mit 26 Jahren seine Familie, Frau, Kind und jeglichen Besitz um Ausweg aus diesem Dilemma zu finden. An dieser Stelle im Referat könnte man bereits andeuten, was für eine Konsequenz sich in ihm verbirgt, s.a. 2.3.)

Nach der Weltentsagung und mehreren gescheiterten Extremversuchen findet der 35 Jahre alte Königssohn Siddhartha Gautama unter einer Pappelfeige während tiefer Meditation die Erleuchtung "bodhi" und erreicht Nirvana "Erlöschung". Der Erwachte ("Buddha") zieht nun durch Süd-Wes-Asien und lehrt das Dharma - die buddhistische Lehre. Seine erste Predigt nach der Erleuchtung/ "dem Begriffenhaben" hielt er vor seinen ehemaligen Wanderasket-Weggefährten. Es gäbe vier edle Wahrheiten:

2.) Kern des Buddhismus – die erste Lehrrede

2.1 Die vier edlen Wahrheiten

Würde ich ein Buddhismus Kurzreferat halten müssen, so würde mich AUSSCHLIESSLICH auf die 4 edlen Wahrheiten konzentrieren! Sie sind der zentrale Bestandteil des Buddhismus – einmal verinnerlicht, ist auch der Buddhismus verinnerlicht. Besonders günstig bietet sich hierbei eine Powerpoint-Präsentation an, die die Wahrheiten schön übersichtlich präsentiert.

1. edle Wahrheit

Das Leben ist dukkha (Leid) - der Mensch ist ständig auf der Suche nach dauerhaftem Glück, wird dieses aber nie erreichen. Der Erwachte sagt hierzu:

 „Das (unerleuchtete) Leben im Daseinskreislauf ist leidvoll: Geburt ist Leiden, Altern ist Leiden, Tod ist Leiden; Kummer, Lamentieren, Schmerz und Verzweiflung sind Leiden. Gesellschaft mit dem Ungeliebten ist Leiden, das Gewünschte nicht zu bekommen ist Leiden. Kurz, die fünf Aneignungen (skandha, khandhah) sind Leiden.“

2. edle Wahrheit

Die Ursachen des Leidens sind Gier, Hass und Verblendung (Verblendung im Sinne von Nichtwissen über die Natur des Leidens). Der Erwachte sagt hierzu:

„Die Ursachen des Leidens sind Begehren, Abneigung (negatives Begehren) und Unwissenheit (über die Natur des Leidens): Das Verlangen/Durst (pali: tanh?), - begleitet von Leidenschaft bzw. Wonne, genossen eben hier und eben da - nämlich das Verlangen nach Sinneslust, das Verlangen nach Werden, das Verlangen nach Nicht-Werden.“

3. edle Wahrheit

Erlischt die Ursache, erlischt das Leid (= Nirvana). Der Erwachte sagt hierzu:

„Durch das Erlöschen (nirodha) der Ursachen erlischt das Leiden: Das restlose Vergehen bzw. Enden, Abkehren, Abtreten, Aufgeben und Loslassen genau dieses Verlangens (tanha).“

4. edle Wahrheit

Der zur Aufhebung des Leidens führende Pfad setzt sich aus 8 Tugenden zusammen. Der Erwachte sagt hierzu:

„Erlöschen des Begehrens (und damit des Leidens) ist möglich. Zu diesem Erwachen führt der 'Edle Achtfache Pfad': Rechte Sicht, rechte Entschlossenheit, rechtes Reden, rechtes Handeln, rechter Lebensunterhalt/-erwerb, rechtes Bemühen, rechte Aufmerksamkeit/Achtsamkeit, rechte Konzentration.“

Wie gesagt: diese 4 edlen Wahrheiten sind so wichtig, dass Schüler der jüngeren Klasse, die diese Religion schon relativ frühzeitig im Schulfach Ethik durchnehmen, sich darauf besonders konzentrieren sollten. Das gleiche gilt für Vorträge in englischer Sprache: einfach die „four noble truthes“ in den Vordergrund stellen und begründen, dass das der Kern des Buddhismus ist.

2.2. der edle achtfache Pfad

An dieser Referatsstelle könnte man jetzt den Pfad detaillierter erklären und mit Beispielen versehen. Buddha zieht ja oft genug in seinen Lehrreden Vergleiche und erklärt ganz genau, was gutes Handeln ist. Im Prinzip bedeutet der edle achtfache Pfad: denke gut, handle gut, rede gut, übe Dich darin und in Meditation und Dir wird Weisheit widerfahren. Im Referat würde ich noch ausführlicher auf jede einzelne Tugend eingehen.

2.3 weitere Ausführungen zum Buddhismus

Laut Buddhismus wird "man" - beeinflusst durch seine guten und schlechten Taten (Karma) - solange wiedergeboren (Reinkarnation), bis "man" zur "Erleuchtung" gelangt und diesen Leidenskreislauf durchbricht, aufhebt (Nirvana).

"Karma, ihr Mönche, so nenne ich die Absicht." sagte Buddha und gibt damit eine grundsätzliche Interpretation von Karma vor. Es ist also der eigene Wille, die (egoistische) Motivation als universale Ursache jeder Wirkung– alles was Du denkst und tust kommt lehrend aber reflektiert wi(e)der. Dadurch trägt jeder selbst die absolute Verantwortung auf Basis des absolut freien Willens für alles was ihm widerfährt. Demnach ist ein Lottogewinn nicht das glückliche Ergebnis mathematischer Wahrscheinlichkeit, sondern die Ernte einer einst selbstgesäten Saat. Dieser Logik nach gäbe es auch keinen „Zufall“, „Glück“ oder „Pech“ sondern nur selbstbedingte/-gewählte Erfahrungen im Daseinskreislauf (Samsara). Dieses Gedankensystem bedingt einerseits den universalkosmischen Charakter dieses Ursache-Wirkungs-Prinzips „Karma“ und bringt andererseits eine unglaubliche Komplexität mit sich: wann wessen Karma wo wie wirkt ist einfach nicht nachvollziehbar – der 6er im Lotto  könnte „aus dem vorletzten Leben“ oder im hiesigen „angestaut“ worden sein. Im engeren Sinne gibt es auch kein "gutes" oder "schlechtes" Karma - jegliche Polarität ist abzulehnen und nur Bestandteil des Erfahrungsprozess hin zur Erwachung, Bewertungen wie "gut" oder "böse" sind nur geistige Produkte der steten Anhaftung am Sinnlichen, am Sein. Letztlich ist das Ziel, kein Karma, somit keine Wiedergeburt und kein Leid mehr hervorzurufen.

Buddha ist kein Gott und wird auch nicht als solcher verehrt - viel mehr ist er ein "normaler Mensch" wie wir alle und zeigt auf, dass jeder die Fähigkeit zur Erwachung in sich tragen kann. Nirwana selbst wird häufig mit das Nichts übersetzt, ist aber für uns unerleuchteten Wesen (aus buddhistischer Sicht) nicht greifbar. Es gab übrigens schon vor Siddhartha andere Buddhas („Erleuchtete, Erwachte“) und wird es auch nach ihm geben. Alles ist vergänglich, nichts ist ewig, alles in Bewegung.

Radikal ist der Buddhismus in seiner Konsequenz: einmal erkannt, dass alles „normale“ Leben Leid ist, man sich eigentlich von Leben zu Leben im Kreis dreht, müsste man es Buddha gleichtun und in die Hauslosigkeit, ins Kloster einkehren - dies würde ich in jedem Buddhismus-Referat als erwähnenswert einstufen.

Folgend wird außerdem verständlich, welch weitere Konsequenz die buddhistische Lehre nach sich zieht. In buddhistischer Logik "darf" bzw. sollte man nämlich lernen, das Essen nicht geschmackvoll zu finden, sich nicht am Geschmack ergötzen und womöglich auf die Mahlzeiten zwecks Geschmackserlebnis hinzufiebern! Der Buddhist hat zu lernen, dass er den Geschmack von Speisen und Getränken nicht an sich heran lässt, sich nicht von ihnen vereinnahmen lässt, da der Genuss nur Leid erzeugt. Er isst um zu überleben, nicht um daran sinnlich anzuhaften.

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3.) Buddhismus heute

Heute ist der Buddhismus vor allem hierzulande und im westlichen Kulturkreis zu einer Modeerscheinung geworden, der so kaum mehr richtig ernst genommen bzw. „richtig“ verstanden wird. Als Referatshinweis würde ich an dieser Stelle Zeitungsausschnitte über etwas Buddhistisches heraussuchen und damit einleiten, wie viele Buddhisten in Deutschland leben, nämlich rund 250.000. Danach zeigt ihr eine Weltkarte mit der Verteilung aller Weltreligionen und sagt, dass der Buddhismus wie andere Religionen auch verschiedene Ausrichtungen hat (gibt aber kaum signifikante Unterschiede) und zeigt noch, wo er geographisch am meisten vorkommt (Süd-Ost-Asien) sowie dass es weltweit ca. 400 Millionen Buddhisten gibt.

PS: ich habe dieses Buddhismus Referat überweigend frei aus dem Kopf geschrieben - etwaige Fehler bitte ich zu verzeihen. Ergänzungen, Kritik und Anmerkungen zu diesem "buddhistischen Vortrag" sind gerne gesehen.

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4.1 / 5 Sternen (16 Bewertungen)
  • Autor: T.Z.
  • Fach: fächerübergreifend
  • Stufe: Keine Angabe
  • Erstellt: 2012
  • Note: 1
  • Aktualisiert: 24.11.16

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  • EliHerzchen schrieb am 10.09.2015:

    Es ist gut es hilft mir auch sehr viel weiter :-)

  • Renata schrieb am 12.03.2015:

    das ist voll gut, also es hat mir echt weitergeholfen und weitere Recherchen für mein Kurzreferat erspart

  • hassan schrieb am 30.05.2014:

    es ist so ki

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