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Charakterisierung "Wallfried Känsterle"

Inhaltsverzeichnis

Hier ist auch eine allgemeinere Känsterle Interpretation zu finden.

Rainer Brambach: Wallfried Känsterle  INTERPRETATION bzw. Charakterisierung:

Wallfried Känsterle ist ein eher zurückgezogen lebender Mensch, der gerne seinen Gewohnheiten nachgeht. Das verdeutlicht das Zitat,,Wallfried Känsterle, der einfache Schlosser, sitzt nach Feierabend vor dem Fernsehschirm. Wo den sonst?" (Z. 1 f.).

Seine Frau Rosa hat eindeutig die dominante Rolle in der Beziehung, sie versucht mit Wallfried ein Gespräch zu führen, obgleich dieser lieber seine Ruhe haben möchte und nur mit einem genervten,,Ja, ja" (Z. 16) antwortet. Sie versucht ihre eigenen Interessen dadurch durchzusetzen, indem sie ihrem Mann mit anderen vergleicht und ihm dadurch ein schlechtes Gewissen einredet. Symbolisch für die Beziehung der Beiden steht auch,,überall bröckelt der Kitt!" (Z.12 f.). Damit ist nicht nur gemeint, dass der Kitt an den Fenstern bröckelt sondern auch, dass die Ehe langsam zerbröckelt.

Wallfried wird dann von seiner Frau gezwungen, den Nikolaus für die Kinder zu spielen, obwohl sie weiß, dass er der Rolle nicht gewachsen ist. Doch sie beschimpft ihren Mann und macht ihm ein schlechtes Gewissen indem sie,,Vermaledeiter Stockfisch!" nennt und behauptet, dass er "nicht einmal den eigenen Buben" diese Freude machen will (vgl. Z. 50 f.).
Känsterle fürchtet sich vor der im aufgezwungenen Aufgabe. Das Ziatat,,die Kutte (...) ist dem gedrungenen Känsterle viel zu geräumig" (Z. 58 ff.) zeigt symbolisch mit dem zu weiten Kostüm, dass Känsterle mit der ihm gestellten Aufgabe überfordert ist. Ebenso dokumentiert die Textstelle,,der Abstieg beginnt" (Z. 68), dass er an seiner Aufgabe scheitern wird.
Als nun seine Aufgabe schief läuft und seine Frau kein Mitleid hat, bricht die ganze Wut aus ihm heraus, die Spannung gipfelt in diesem Abschnitt und löst sich, als er seine Frau schlägt und beginnt, die Einrichtung zu zerstören.

In diesem Moment reagiert Rosa völlig panisch und verbreitet sogar eine Lüge, um ihren Mann schlecht zu machen und das ganze Haus an dem Familien-Desaster teilhaben zu lassen. Das zeigt die Textstelle "er schlachtet die Buben ab!" (Z. 91).
,,Als erster wagt sich Herr Hansmann in die Stube (...) und er sagt: Mein lieber Känsterle, ist das alles?" (Z. 95 ff.), damit könnte gemeint sein, dass Herr Hansmann als eine vertraute Person von den Problemen weiß und sich nicht über den Ausbruch wundert, sondern eher noch mehr erwartet hätte oder aber, dass er das ganze Geschehen als eine Nichtigkeit sieht und damit Känsterles Ausbruch als völlig unbegründet ansieht.
Am Ende der Geschichte wird noch "ein kalter Wind" (Z. 101) erwähnt, der die Gefühlskälte zwischen Rosa und Wallfried symbolisieren soll.
Man kann also zusammenfassend sagen, dass beide Personen nicht aufeinander eingehen und dadurch dass Rosa über ihren Mann bestimmt und ihn unterdrückt letztendlich ihre Beziehung scheitert.

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4.1 / 5 Sternen (22 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: Keine Angabe
  • Erstellt: 2009
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 30.06.16

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