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Das Eiserne Kreuz - Interpretation und Inhaltsangabe - Heiner Müller

Inhaltsverzeichnis

Interpretation und Inhaltsangabe Aufbau zur Kurzgeschichte „Das Eiserne Kreuz“ von Heiner Müller

Die Kurzgeschichte „Das Eiserne Kreuz“ von Heiner Müller befasst sich mit dem Führerkult des Dritten Reiches. Besonders hervorgehoben wird dabei die Tatsache, dass viele fanatische Anhänger Hitlers nach dessen Selbstmord am 29. April 1945 sich ebenfalls das Leben nahmen.

Die Geschichte handelt von einem Papierhändler aus Stargrad/Mecklenburg, der sich, seine Frau und seine vierzehnjährige Tochter umbringen will, nach dem er von Hitlers Hochzeit und seinem Selbstmord, einem Tag danach, gehört hatte. Da er Reserveoffizier im Ersten Weltkrieg war besaß er neben einem Eisernen Kreuz auch einen Revolver und etwas Munition. Der Mann beschloß das sie sich im Wald töten sollten, um Aufsehen zu vermeiden. Während seine Frau und seine Tochter vorausgingen wurde dem Mann klar, dass er Angst hatte; Angst das seine Familie weglaufen könnte, aber auch Angst selbst wegzulaufen. Insgeheim wünschte der sich, seine Familie für fortlaufen, damit er es einfacherer hätte.
Nachdem sie im mitten im Wald waren und er erst seine Tochter und dann seine verängstigte Frau getötet hatte wurde dem Mann bewusst, dass niemand ihm befahl sich umzubringen.
Er lief weg, warf den Revolver und das Eiserne Kreuz fort und beschloß in einer Großstadt unter falschen Namen unterzutauchen.

Dieser Text zeigt fast alle signifikanten Merkmale seiner Gattung. Zum einen wäre dort die Verallgemeinerbarkeit der Personen und des Ortes. Zwar wird ein konkreter Ort und Lebenslauf der Personen genannt, aber dennoch bleibt die Handlung vollkommen übertragbar auf andere Schicksale in jener Zeit. Allerdings lässt sich das Motiv und der Hintergrund der Handlung nicht ganz auf die heutige Zeit übertragen, dennoch bleiben gewisse Parallelen, z.B. Massenselbstmorde bei Sekten etc.
Die Handlungsträger der Geschichte sind typische Mitglieder der damaligen Gesellschaft.

Obwohl der Text zur Gattung der Kurzgeschichte gehört weißt der zwar einen abrupten Schluss auf, aber keinen unvermittelten Anfang. Der Text beginnt nämlich mit einem vollständigen Einleitungssatz, welcher ein konkretes Datum und eine akzeptable Kurzbeschreibung des Hauptdarstellers.
Hingegen endet der mit einem, nur drei Wörter umfassenden, Aussagesatz („Er tat es.“).
Chronologisch gesehen läuft die Handlung ohne Unregelmäßigkeiten oder Zeitsprünge ab.

Dafür kennzeichnet sie aber die Brüchigkeit einer gesellschaftlichen Norm.
Zwar fassten viele Hitleranhänger den Entschluss es ihrem Führer gleich zutun, aber nachdem sie ihre Verwandten umgebracht hatten, brachten sie es nicht fertig sich ebenfalls zu töten. Ihnen allen wurde klar, dass sie an ihrem Leben hinge und dass ihnen nur möglich war andere zu überzeugen, z.B. der NSDAP beizutreten, sich freiwillig für den Krieg zu melden oder Selbstmord zu begehen. Sie selbst hingegen machte es meist nur „Spaß“ andere ins Verderben zu stoßen oder zu töten.

Die Ironie des Textes ist, dass der Papierhändler im vorhergehenden Weltkrieg ein Eisernes Kreuz erhalten hatte, d.h. für seine Tapferkeit und seinen Einsatz fürs Vaterland geehrt wurde.

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4.2 / 5 Sternen (79 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: 11. Klasse
  • Erstellt: 2001
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 19.07.16

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  • Meiner Hüller schrieb am 08.10.2015:

    Liebe Schüler,

    bitte lasst euch von der Stern-Bewertung nicht in die Irre führen: Diese Interpretation ist hundserbärmlich:
    * Sie ist voller Rechtschreibfehler.
    * Die Inhaltsangabe gibt den Text wortwörtlich statt in eigenen Worten wieder und verwendet das Präteritum statt des Präsens.
    * Die Deutungshypothese ist unzureichend ausgeführt: Sie sollte mindestens erwähnen, was der behauptete "Führerkult des Dritten Reiches" mit der eigentlichen Kurzgeschichte zu tun hat.
    * Der Hauptteil der Interpretation beschäftigt sich _kaum bis gar nicht_ mit dem Text. Er geht auf Gattungsmerkmale (im Allgemeinen) ein und referiert brav recherchiertes historisches Hintergrundwissen.
    * Wichtig wäre aber zunächst aber einmal eine _inhaltliche Besprechung des Textes_, bevor man auf das "Drumherum" (Gattungsmerkmale, historischer Hintergrund) eingeht, insbesondere: Die Figuren, ihre Merkmale und Beziehungen (Was motiviert sie, den irrsinnigen Plan des Vaters umzusetzen und sich seinem Willen zu beugen?), den Handlungsverlauf und dessen Aussage (Feigheit!), Dingsymbolik und Titel ("Eisernes Kreuz").
    * Ein Schluss mit Rückbezug zur Deutungshypothese fehlt vollständig.

    Daher bitte, bitte, bitte: _Nicht_ als "gutes Beispiel" eines Interpretationsaufsatzes verwenden und erst Recht _nicht_ kopieren.

    Gruß,
    ein Deutschlehrer,
    dem die Haare zu Berge stehen. ;)

  • unknown schrieb am 24.10.2013:

    "Insgeheim wünschte der sich, seine Familie für fortlaufen, damit er es einfacherer hätte. "

    4,4 von 5?
    würde definitiv so keine gute note geben. auch weil in der inhaltsangabe vergangenheit benutzt wird.

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