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"Das Karussell" Interpretation

Inhaltsverzeichnis

Zuerst folgt noch einmal das komplette Gedicht "Das Karussell" von Rainer Maria Rilke , ehe die Interpretation und Analyse beginnt. Wer noch nicht weiß wie man eine Analyse oder Interpretation vom Aufbau her zu schreiben hat, sollte einfach die Links klicken und durchlesen um mindestens eine 2 zu schreiben in zukünftigen Deutschklausuren!

Das Karussell Interpretation

Gedichtinterpretation

Das Gedicht „Das Karussell“ gehört in die berühmte Sammlung von Dinggedichten Rilkes, die in den Jahren 1907 - 1908 entstanden und in der Sammlung „Neue Gedichte“ erschienen sind.
Durch Titel und Untertitel ist der Leser bereits auf den Gegenstand des Gedichts eingestimmt - es geht um ein Karussell, das zu einem Pariser Kinderspielplatz gehört. Das Gedicht beginnt am Anfang des Satzes, mit zwei Attributen ("Mit einem Dach und seinem Schatten") – Der Betrachter sieht zunächst das Dach (vielleicht über eine Menschenmenge hinweg), bevor er den Inhalt des Spielgeräts genauer in Augenschein nehmen kann.

Das Karussell Analyse - Dann aber folgt das eigentliche Objekt - aber auch damit wird es hier nicht "normal" und langweilig, Rilke bleibt nicht einfach bei den "bunten Pferden" stehen - Wenn man etwas über diese Formulierung „alle aus dem Land, das lange zögert ehe es untergeht.“ nachgedacht hat, kommt man sicher schnell auf den Sinn: es handelt sich hierbei nicht um normale Pferde, sie sind Bestandteile aus der Kinderwelt.
Die nächsten beiden Zeilen sind aus der Kinderperspektive geschrieben, nach dem "zwar" denkt man erst, dass es sich nur um Spielgeräte handelt, aber nein, es geht nur darum, dass nicht alle Pferde frei laufen können, sondern eben "an Wagen angespannt" sind. Es wird sehr viel Wert auf die Mimik und die Emotionen der einzelnen Karussellbestandteile gelegt: Die Pferde " haben Mut in ihren Mienen", der Löwe, der auch zu den Reitelementen gehört, ist ein "böser roter Löwe", womit etwas Spannung aufkommt. Es folgt die berühmte Schlüsselzeile dieses Gedichts: "und dann und wann ein weißer Elefant." Sie macht schon deutlich, dass sich das Karussell, aus der Sicht des Betrachters, dreht.
In der zweiten Versgruppe werden noch mehr Spielgeräte erwähnt. Das Karussell Textanalyse Muster wird fortgesetzt:
In der dritten Versgruppe wird wieder der Löwe erwähnt, auf dem ein kleiner Junge reitet. Die Spannung die aus dem ersten Vers wiederholt wird, soll nicht irrtümlicherweise Angst hervorrufen.

Die vierte Versgruppe wiederholt die Schlusszeile der ersten Versgruppe, nur steht sie hier allein.

Die fünfte Versgruppe kehrt zu den Pferden zurück, wendet sich aber jetzt genauer den Reiterinnen zu. Dem Betrachter erscheinen sie "diesem Pferdesprunge" "fast schon entwachsen" - wobei nicht klar wird, wie sehr das auch die Auffassung der Mädchen selbst ist - vielleicht kommt hier eher der trauernde Rückblick des Erwachsenen durch. Was der Schluss der fünften Versgruppe bedeuten soll, ist nicht ganz klar: Das Karussell Interpretation Vielleicht wird hier einfach nur aufgenommen, dass Kinder in einem Karussell sich nach einer Zeit der Eingewöhnung anfangen für die Außenwelt außerhalb des Spielgeräts zu interessieren. Vielleicht suchen die Kinder ihre Eltern. "Und das geht hin und eilt sich, dass es endet" - hier hat man als Leser den Eindruck, als das Karussell sich aufhören zu drehen oder es hört auf sich zu drehen. Die zweite Zeile deutet dann aber an, das es nicht aufhört sich zu drehen: "kein Ziel".
In den nächsten Zeilen erkennt der Betrachter nur noch Farben und Umrisse, jedoch keine ganzen Bestandteile mehr.

Durch den Vers „und manchesmal ein Lächeln“, soll das Glück, welches die Kinder empfinden, dargestellt werden.

Quelle und Tipps:

Wir empfehlen außerdem einfach mal unsere Dialoganalyse Aufbau oder auch Szenenanalyse Aufbau nachzuschauen um gute Noten zu schreiben, versprochen!

Das Karussell - Gedicht im Original
Jardin du Luxembourg
01 Mit einem Dach und seinem Schatten dreht
sich eine kleine Weile der Bestand
von bunten Pferden, alle aus dem Land,
das lange zögert, eh es untergeht.
05 Zwar manche sind an Wagen angespannt,
doch alle haben Mut in ihren Mienen;
ein böser roter Löwe geht mit ihnen
und dann und wann ein weißer Elefant.
Sogar ein Hirsch ist da ganz wie im Wald,
10 nur dass er einen Sattel trägt und drüber
ein kleines blaues Mädchen aufgeschnallt.
Und auf dem Löwen reitet weiß ein Junge
und hält sich mit der kleinen heißen Hand,
dieweil der Löwe Zähne zeigt und Zunge.
15 Und dann und wann ein weißer Elefant.
Und auf den Pferden kommen sie vorüber,
auch Mädchen, helle, diesem Pferdesprunge
fast schon entwachsen; mitten in dem Schwunge
schauen sie auf, irgendwohin, herüber -
20 Und dann und wann ein weißer Elefant.
Und das geht hin und eilt sich, dass es endet,
und kreist und dreht sich nur und hat kein Ziel.
Ein Rot, ein Grün, ein Grau vorbeigesendet,
ein kleines, kaum begonnenes Profil -.
25 Und manchesmal ein Lächeln, hergewendet,
ein seliges, das blendet und verschwendet
an dieses atemlose blinde Spiel...
Rainer Maria Rilke

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4.2 / 5 Sternen (5 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: Keine Angabe
  • Erstellt: 2005
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 06.12.16

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