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"Der Attentäter aus dem Volke" Zusammenfassung & Interpretation

Inhaltsverzeichnis

Folgend von Georg Elser "Der Attentäter aus dem Volke" (Buchvorstellung), sodass dessen Inhaltsangabe wie Interpretation etc. enthalten ist.

„GRUNDLEGENDE INFOS"

Zentrale Fragen: Auftraggeber? (höchstwahrscheinlich nicht) „Darauf werde ich später noch genauer eingehen"

außerdem: (6): H. kam pünktlich, ging pünktlich!

· Das Buch befasst sich mit dem Attentat auf Hitler im Bürgerbräukeller in München im November 1939
· als Täter steht eindeutig Georg Elser fest, der letztendlich auch ein Geständnis ablegte (dazu komme ich später)
· die zentrale Frage im Buch ist die, ob Elser Auftraggeber oder Hintermänner hatte; höchstwahrscheinlich aber nicht (dazu komme ich auch später)

· (Lebensweg Elsers)
· geboren in Hermaringen (Krs. Heidenheim), Baden-Würtemberg?
· 3 Schwestern, 1 Bruder
· Eltern: besaßen eine kleine Landwirtschaft in Königsbronn
(...)
· war von Beruf Schreiner, nannte sich „Kunsttischler"
· arbeitete am liebsten selbstständig zu Hause in seiner eigenen kleinen Werkstatt
· er war Einzelgänger, fühlte sich niemandem freundschaftlich verbunden, war aber auch nicht unbeliebt

· E. stand den politischen und sozialen Verhältnissen seiner Zeit sehr kritisch gegenüber
· vor 1933 wählte er die KPD, weil sie mehr Lohn und bessere Wohnungen versprach
· angeblich war er dort nicht Mitglied, und auch nicht anderweitig für die Partei tätig
· 1928 oder 1929 trat er dem Rotfrontkämpferbund bei
· E. hat sich für pol. Dinge nicht besonders interessiert, kaum Zeitung gelesen
· lehnte Nationalsozialismus (und das neue Regime) ab
· war weder Mitglied der NSDAP, noch der SS oder SA

evtl.: genaueres zu seiner pol. Einstellung S.22/23

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Aus dem Protokoll der Vernehmungen Elsers der Gestapo vom 19.-23. Nov. 1939:

PLANUNG DES ATTENTATS
· im Herbst 1938 entschloss sich Elser, ein Attentat auf Hitler zu verüben
· eine Gelegenheit hierzu sah er bei dem jährlichen Erinnerungstreffen am 8. Nov. (im Bürgerbräukeller in München), bei dem Hitler seine traditionelle Rede hielt
· Elser fuhr nach München, sah sich den Saal genau an (dort hatte jeder Zutritt, es fand keine Kontrolle oder Bewachung statt)
· er plante, die Bombe in der Säule hinter dem Rednerpult anzubringen
· entwendete über Monate hinweg den benötigten Sprengstoff bei der Firma Waldenmaier, bei der er arbeitete
· (nachdem er seine Stelle dort gekündigt hatte,) versuchte er, die Anstellung als „Hausbursche" im BBK zu bekommen; dies gelang ihm nicht
· wurde Hilfsarbeiter im Steinbruch in Königsbronn, wo er sich Sprengpatronen und Sprengkapseln besorgte

Wie konnte er aber die Bombe konstruieren?
· E. nahm die Hilfe von Handwerkern in Anspruch, die er jeweils nur Teilstücke bauen ließ (also: eher unwahrscheinlich: Auftraggeber/Hintermänner)

evtl.: „Höllenmaschine trug die Handschrift Elsers" (also selbstgebaut, keine Auftraggeber (?))

· konstruierte mehrere Bomben und testete sie im abgelegenen Obstgarten seiner Eltern

evtl.: siehe S. (4), oben

(Wohin?)
· E. wohnte in München nacheinander bei zwei Familien, die aussagten, dass er weder mehrere Tage abwesend war noch Besuch empfangen hatte (also: keine Auftraggeber)

DURCHFÜHRUNG DES ATTENTATS
· Elser „arbeitete" zwecks Installation seiner Bombe ca. 30-35 Nächte lang im BBK
· er hielt sich abends, wenn irgendeine Veranstaltung stattfand, dort auf und wartete solange in seinem Versteck, bis alles ruhig war
· von ca. 22.00 bis 3.00 Uhr ging er seiner „Arbeit" nach: er sägte an der Säule in der Nähe des Rednerpultes einen Teil der Holzverkleidung aus und bastelte sich eine Art Klappe, die er mühelos öffnen und schließen konnte
· anschließend brach er einige Ziegel heraus, dabei umwickelte er seine Werkzeuge mit einem Lappen (Geräusche abgedämpft)
· den anfallenden Schutt fing er in einem Sack auf
· sobald der Saal wieder geöffnet wurde, verließ er ihn durch den Hinterausgang
· dabei wurde Elser nur einmal ertappt, ließ sich aber eine Ausrede einfallen und wurde laufen gelassen

(Bombe 6 Tage früher auf ¼ Stunde genau eingestellt!)

EINBAU DER BOMBE
· am 1. Nov. brachte E. den Zündapparat u. den Sprengstoffbehälter in der Aushöhlung unter
· nächste Nacht: schichtete das übrige Schwarzpulver, die Sprengpatronen, die Sprengkapseln und Gewehrmunition hinzu
· 3.+4. Nov.: E. wollte die Uhrwerke einsetzen, aber: Hinterausgang des BBKs war verschlossen
· 5. Nov.: Platz für die beiden Uhren zu eng, musste Uhrenkasten entsprechend verändern
· nun konnte E. die Bombe vervollständigen

(„Nummer sicher")
· E. baute 2 Uhrwerke, mehrere Zünder etc. in seine Bombe ein, um sicher zu gehen, dass sie auf jeden Fall explodiert
· (außerdem verwendete er eine 1cm starke Korkeinlage, um zu vermeiden, damit man das Ticken der Bombe später nicht hören würde)

ABREISE
· E. fuhr zu seiner Schwester und seinem Schwager nach Stuttgart, vermachte ihnen sein letztes Hab und Gut
· erzählte ihnen nichts von seiner Tat, meinte nur, er müsse „über den Zaun" (in die Schweiz)
· kehrte nach München zurück und überprüfte die Uhren (übernachtete erneut BBK)

evtl.: Überwachung des BBKs (S.31/32) WOHIN?

GRENZÜBERTRITT
· Elser kam am 8. Nov. gegen 20 Uhr in Konstanz an, näherte sich der Grenze (wollte in die Schweiz)
· weil er im Radio die Rede von Hitler hörte, bemerkte er nicht die beiden Zöllner, die ihn ca. 20.45 Uhr festnahmen und mit auf die Wache nahmen
· man fand bei ihm belastende Gegenstände:
· einige Zünderteile
· Notizblätter mit Aufzeichnungen über Munitionsherstellung
· Abzeichen des Rotkämpferbundes
· Ansichtskarte des Bürgerbräukellers
· Blätter mit Eintragungen aus seiner Tätigkeit bei der Firma Waldenmaier
· nur wenig Geld (entgegen irgendwelchen Behauptungen)
Warum trug er dies alles bei sich? (wollte gefasst werden?, leichtsinnig?)

REDE HITLERS:
· pünktlich um 20.00 Uhr: Hitler erschien im BBK
· 20.10 Uhr: Beginn der Rede
· 21.07 Uhr: Ende der Rede, unmittelbar danach verließ Hitler den Saal
· Explosion: 21.20

· in den vorhergehenden Jahren fing die Versammlung gewöhnlich später an, Hitler hatte länger gesprochen und war anschließend immer noch einige Zeit bei seinen Anhängern geblieben

Frage: Warum hatte es Hitler diesmal so eilig?
· Begründung: Zug nach Berlin kriegen, „dringende Staatsgeschäfte", die sich allerdings nicht beweisen ließen

„ERMITTLUNG" (o.ä.)
· 1. Elser hat in der Nacht vom 13. zum 14. Nov. ein Geständnis abgelegt, dass er Alleintäter sei
· 2. E. wurde bei der Vernehmung „unmenschlich verprügelt", blieb aber bei seiner Aussage
· 3. bei allen Ermittlungen konnten Elser keine Auftraggeber nachgewiesen werden (so gut könnten die Spuren unmöglich verwischt worden sein!)
· trotzdem wollte niemand, nicht mal Hitler, glauben, dass er das Attentat ohne Hintermänner verübt hatte
· (Hitler war fest davon überzeugt, dass „englische Mittelsmänner" im Spiel waren)

· Elser musste als Sonderhäftling Hitlers ins KZ, wo er bevorzugt behandelt wurde, weil man ihn noch hätte „brauchen" können
· gegen Kriegsende, als der Ausgang des Krieges klar war, wurde Elser am 9.4.1945 umgebracht, weil er nun nicht mehr benötigt wurde

Fragen zur Verständniskontrolle:
1. Was hielt Georg Elser von den politischen Verhältnissen seiner Zeit und wie stand er dem Nationalsozialismus gegenüber?
2. Wohin fuhr Elser unmittelbar nach dem Einbau seiner Bombe und was wollte er dort?
3. Wodurch fiel der Verdacht, das Attentat verübt zu haben, auf Elser?

„Merksätze":
Im November 1939 installierte Johann Georg Elser im Münchner Bürgerbräukeller eine Zeitbombe in der Nähe des Rednerpultes, an dem Hitler später eine Rede hielt.
Wenige Minuten vor der Detonation verließ Hitler außergewöhnlich pünktlich den Saal.
Später gestand Elser seine Tat. Auftraggeber konnten ihm nie nachgewiesen werden.

Am 8. November 1939 detonierte auf der Traditionsfeier der Nationalsozialisten im Münchner Bürgerbräukeller eine Zeitbombe, die Hitler gelten sollte. Ca. 13 Minuten, nachdem Hitler den Saal verlassen hatte, explodierte sie. Später gestand Elser seine Tat. Wahrscheinlich hatte er keine Auftraggeber gehabt.

Im November 1939 installierte Johann Georg Elser im Münchner Bürgerbräukeller eine Bombe in der Nähe des Rednerpultes, an dem Hitler später eine Rede halten sollte. Ca. 13 Minuten, nachdem Hitler den Saal verlassen hatte, explodierte sie. Später gestand Elser seine Tat. Wahrscheinlich hatte er keine Auftraggeber gehabt.

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  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: Keine Angabe
  • Erstellt: 2014
  • Note: 1
  • Aktualisiert: 05.07.16

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