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"Der Gasmann" Inhaltsangabe & Interpretation

Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung Heinrich Spörl: Der Gasmann als Inhalsangabe und unten auch mit kurzer Interpretation vom Gasmann. Zudem auch sehr geeignet für ein Spörl Referat da eine kurzer LEbenslauf enthalten ist.

kurze Biographie des Autors Heinrich Spörl als Lebenslauf
Heinrich Spörl wurde am 8. Februar 1887 in Düsseldorf geboren. Er war deutscher Schriftsteller, hatte aber ursprünglich Jura studiert.
Spörl schrieb humorvolle, zum Teil zeit- und gesellschaftskritische Romane und Erzählungen. Sein bekanntestes Werk ist,,Die Feuerzangenbowle", die 1933 in der Zeitung,,Der Mittag" zum ersten Mal veröffentlicht wurde. Weitere Werke Spörls sind unter anderem,,Die Hochzeitsreise",,,Man kann ruhig darüber sprechen",,,Der Gasmann" und,,Wenn wir alle Engel wären".
Spörls Sohn Alexander wurde 1917 geboren und starb 1978 in Rottach-Egern. Dieser war ebenfalls Schriftsteller und schrieb zusammen mit seinem Vater das Werk,,Der eiserne Besen".
Spörl starb am 25. August 1955 in Rottach-Egern (MGTL 1995, Bd. 21, S. 33).

Personencharakteristik:

  • die Hauptperson, der aufrechte und gut angesehene Gasmann Hermann Knittel,
  • seine Frau Erika,
  • ihre Kinder Lottchen und Bübchen,
  • der ehrenwerte und berühmte Justizrat Fabricius, der als "Mann im Pyjama" auftritt,
  • Erikas Bruder Onkel Alfred der Besitzer eines Beerdigungsinstitutes,
  • die hellblonde Elisabeth-Charlotte, die Gefährdung Knittels Ehe,
  • der ungläubige Richter und
  • die auffallend schöne und elegante Zeugin.

Inhaltsangabe und Zusammenfassung "Der Gasmann" von Heinrich Spörl

In einem Zug begegnet der Gasmann, Hermann Knittel einem nervösen und aufgelösten Mann, der mit einem Pyjama bekleidet durch die Wagons irrt. Nach anfänglichem Zögern einigen sich beide die Kleidung zu wechseln. Als Entschädigung für die Schmach den Heimweg in einem Pyjama antreten zu müssen, erhält Herr Knittel von Justizrat Fabricius einen Scheck über  10.000 DM. Unmittelbar nach dem erfolgten, ungewöhnlichen Tauschhandel, verschwindet der ehemalige Pyjamaträger im neuen Outfit. Während der verdutzte Herr Knittel noch überlegt, ob der Scheck gefälscht oder nicht gedeckt sein könnte, erreicht der Zug den Zielbahnhof unserer Hauptperson. Auf dem Weg vom Bahnhof bis zu seiner Wohnung treten seine Befürchtungen sich zu blamieren, nicht ein. Es beachtet ihn keiner, d.h. es entsteht der Eindruck, als ob er ortsübliche Strassenkleidung trüge. In Seinem Heim angekommen, entledigt er sich sofort des peinlichen Pyjamas.
Obwohl er von der Echtheit des Wertpapiers in seinem Besitz nicht überzeugt ist und sich daher betrogen fühlt, geht er zu einer Bank um den Scheck zu präsentieren. Zu seinem Erstaunen wird dieser akzeptiert und der Bankier überreicht im 10.000 DM in großen Scheinen.


Nach dem ersten Schock beschließt er, seiner stets besorgten Gemahlin Erika nichts von dem unerwarteten Reichtum zu erzählen. Nach einiger Zeit will er jedoch einen Teil seiner neuen Barschaft zum persönlichen Vergnügen verwenden. Um sich nicht gegenüber seiner Frau zu verraten behauptet er, neben seinem Beruf einer Zweitbeschäftigung nachzugehen. Dadurch bekommt er Gelegenheit regelmäßig abends das Haus verlassen zu können. Diese Zeit nutzt er um sich in zwielichtigen Etablissements mit leichten Mädchen seine Zeit zu vertreiben. Durch Zufall entdeckt Erika die nächtlichen Umtriebe ihres Gatten. Alle Versuche ihn davon abzuhalten und zu Hause bleiben zu lassen schlagen fehl. Es entstehen massive Probleme zwischen den Partnern, wodurch die Ehe beinahe zu Bruch geht. Als Herr Knittel keinen Ausweg mehr sieht, setzt er seine Gemahlin davon in Kenntnis, dass er eine nicht unerhebliche Menge Geldes besitzt, was die unmittelbare Nachbarschaft jedoch nicht wissen solle. Er lässt sich breitschlagen, Erika sein gesamtes Geld zur Verwahrung zu überlassen. Diese will ihn überraschen und tätigt eine Unmenge von teuren Einkäufen zwecks Verschönerung der gemeinsamen Wohnung. Dadurch wird in der unmittelbaren Nachbarschaft der ungewöhnliche Reichtum der Knittels publik. Die Polizei wird ebenfalls auf diesen Umstand aufmerksam und stellt Erhebungen an. Schlußendlich kommt es zur Vorladung und Gerichtsverhandlung. Nach anfänglichem Leugnen entschließt er sich endlich zu gestehen und in allen Einzelheiten zu berichten, wie er zu seiner unerwarteten Budgeterhöhung gekommen ist. Niemand will ihm die Geschichte vom unbekannten Gönner glauben. Der ehrenwerte und berühmte Justizrat Fabricius, als Rechtsanwalt des Angeklagten, ruft eine Zeugin auf. Diese kann bestätigen, dass sie in besagtem Zug, von dem Herr Klittel berichtet, einen Mann im Pyjama gesehen habe. Des weiteren erkennt sie in der Krawatte des Angeklagten den selben Stoff wie im gesehenen Pyjama. Hiermit ist der vorsitzende Richter von der Unschuld des Delinquenten überzeugt und spricht diesen frei. Das kleine peinliche Geheimnis des berühmten Justizrates Fabricius bleibt somit gewahrt.

Leseprobe "Der Gasmann":

„Wieso ich“, mault Erika, „wärste mir mit dem blödsinnigen Geld lieber vom Leibe geblieben!“
Siehste wärste hättste kannste! Im Handumdrehen entwickelt sich daraus jener beliebte Dialog, bei dem man sich wechselseitig mit den Fehlern beschäftigt, mit den gemachten natürlich, denn vorher weiß man nicht, ob es welche sind. Und selbstverständlich mit den Fehlern des anderen, die eigenen zu erörtern überläßt man dem Gegner. Mit Siehste-hättste-wärste-kannste kann man geräuschvoll, wenn auch unfruchtbar, das Leben und die Weltgeschichte rückwärts korrigieren bis auf Adam und Eva und den Apfel.
Bei Knittel kommt es nicht soweit. Er gibt plötzlich keine Antwort mehr und läßt seine Erika ins Leere reden, er krempelt die Hemdsärmel herunter und zieht seinen Rock an, nimmt Hut und Mantel vom Haken und geht.
„Hermann! — Männe, wo willst du hin?“

Interpretation "Der Gasmann"

Der heitere Roman von Heinrich Spörl „Der Gasmann“ ist vorwiegend im Präsens und in der direkten Rede gehalten, wodurch ein unmittelbarer Zugang zum Geschehen und eine besondere Nähe zu den handelnden Personen vermittelt wird. Der Autor schreibt leicht verständlich. Der Roman handelt von einer Begebenheit aus dem täglichen Leben, welche jedermann zugestoßen zustoßen hätte können. Die Sorgen und Nöte des einfachen Volkes werden anschaulich dargestellt. Das einfache, bescheidene aber glückliche Leben eines Ehepaares, kommt durch unerwarteten Geldsegen erheblich in Bedrängnis. Die Ohnmacht des kleinen Mannes gegenüber dem Staatsapparat wird offensichtlich. Das heile Leben des Hermann Knittel scheint an der übermächtigen Gerichtsbarkeit zu zerbrechen, bevor sich am Ende alles noch in Wohlgefallen auflöst. Dadurch wird der Glaube an das Gute im Menschen bestärkt.

Den meisten Leuten fällt es leicht sich mit der Person, des ständig sich bemühenden Gasmanns zu identifizieren, da sie meist mit ihrem Gehalt nicht zufrieden sind und ihnen die gehobene Gesellschaft verhasst ist. Den Leuten wäre es nur recht, wenn die betuchte Bevölkerungsschicht ihnen einen Teil ihres Vermögens abgeben würde. Die Eskapaden des berühmten und wohlhabenden Fabricius bleiben unentdeckt weil er über genügend Macht, Ansehen und nicht zuletzt über einen großen Geldbeutel verfügt. Ihm ist allerdings anzurechnen, dass er den von ihm ins Unglück gestürzten Gasmann nicht im Regen stehen lässt, sondern in Form seines Erscheinens bei Gericht und durch eine von ihm aufgetriebene Zeugin aus der misslichen Lage hilft.

Ende der Zusammenfassung Heinrich Spörls "Der Gasmann" und kurzer Interpretation.

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4.3 / 5 Sternen (3 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: Keine Angabe
  • Erstellt: 2001
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 17.11.16

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