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"Der Richter und sein Henker" Facharbeit

Inhaltsverzeichnis

Folgend von Friedrich Dürrenmatt: Der Richter und sein Henker als Facharbeit, in der Zusammenfassung, Interpretation, Charakterisierungen etc. zu finden sind.

Inhaltsverzeichnis

1. Inhaltsangabe S. 2 und 3

2. Aufgaben und Fragen zum Text S. 4-9

2.1. Beschreibung der Hauptpersonen S. 4-6

2.1.1. Beschreibung von Bärlach S. 4

2.1.2. Beschreibung von Gastmann S. 5

2.1.3. Beschreibung von Tschanz S. 6

2.2. Auswirkungen der Wette S. 7 und 8

2.2.1. Auswirkungen auf das momentane Geschehen,
auf das der Vergangenheit und auf das der Zukunft S. 7

2.2.2. Auswirkungen auf die Hauptpersonen S. 8

2.3. Wer hat die Wette gewonnen, Bärlach oder Gastmann? S. 9

3. Der Autor Friedrich Dürrenmatt S. 10-12

4. Der Kriminalroman als literarische Gattung S. 13-15

5. Quellenangaben S. 16

1. Inhaltsangabe

Am Morgen des 3. November 1948 findet Alphons Clenin, der Polizist von Twann, Ulrich Schmied, den Polizeileutnanten aus Bern, erschossen in seinem Wagen an der Strasse von Lamboing auf. Schmieds Vorgesetztem Bärlach wird der Fall übertragen. Da dieser aber unter Magenkrebs leidet, wird ihm Tschanz als Stellvertreter zur Seite gestellt. Seinem Vorgesetzten Lutz sagt er, dass er einen Verdacht habe, ihn aber nicht äußern wolle. Bärlach geht zu Schmieds Wohnung und findet dort eine Mappe. Als Bärlach zum Tatort kommt, entdeckt er dort eine Kugel aus einem Armeerevolver. Abends fahren Tschanz und Bärlach zur Strasse nach Lamboing, da sie in Schmieds Kalender oft ein G gefunden haben und sie vermuten, dass er dorthin gefahren ist. Nach zwanzigminütigem Warten, sehen Bärlach und Tschanz auf einmal Lichter herannahen. Es sind Limousinen, die zu einem Haus fahren, an dessen Tor ein G steht. Dieses kann laut Telefonbuch nur Gastmann oder Gendarmerie heißen. Die beiden schleichen um das Haus herum, als Bärlach auf einmal von einem Hund angegriffen wird. Tschanz erschießt den Hund aus Notwehr. Die Gesellschaft im Haus hört den Schuss und schaut aus den Fenstern. Da tritt Nationalrat, Oberst und Advokat von Schwendi auf den Plan. Es dauert etwas, bis er glaubt dass Bärlach und Tschanz wirklich von der Polizei sind. Er erklärt, dass Gastmann wichtigen und berühmten Besuch habe und er wolle daher nicht gestört werden. Er verspricht am nächsten Tag zu Bärlach ins Büro zu kommen. Bärlach geht in eine Gaststätte und Tschanz zu Charnel, dem Polizisten von Lamboing und Clenin. Dort erfährt er, dass Gastmann für das ganze Dorf Steuern bezahlt und daher sehr beliebt ist. Tschanz will nun Bärlach aus der Gaststätte holen. Vorher hält er aber noch bei Gastmann und bemerkt, dass der Hund weg ist. Die Gaststätte hat Bärlach aber vor einer halben Stunde verlassen. Als Tschanz die Strasse hinunter fährt, hat er das gleiche Erlebnis wie Schmied kurz vor seinem Tod, nur das er nicht erschossen wird. Da bemerkt er, dass es Bärlach ist, der am Straßenrand steht.

Als Bärlach daheim den Mantel auszieht, sieht man dass er dick mit Handtüchern umwickelt ist. Am nächsten Morgen, Samstag, ist die Beerdigung von Schmied. Vorher spricht von Schwendi jedoch bei Lutz vor. Da sie sich kennen, kann er Lutz davon überzeugen, das Gastmann von den Untersuchungen ausgeschlossen wird. Auch erklärt er ihm, dass Schmied unter dem Namen Doktor Prantl bei Gastmann anwesend war. Von von Schwendi bekommt er eine Liste auf der die Namen der Gäste Gastmanns aufgeführt sind. Es werde bei Gastmann verhandelt über wichtige politische Dinge, sagt von Schwendi. Auf der Beerdigung kommen die Diener Gastmanns angetorkelt und legen einen Kranz nieder, auf dem steht: “Unserem Lieben Doktor Prantl“. Als Bärlach nach der Beerdigung nach Hause kommt, sitzt an seinem Schreibtisch Gastmann und blättert in der Mappe, während er mit dem türkischen Messer spielt. Sie reden über die Wette die sie vor über vierzig Jahren geschlossen haben und dass es Bärlachs letzte Gelegenheit ist sie zu gewinnen, da er nur noch ein Jahr zu leben hat, wenn er sich jetzt operieren lässt. In der Wette geht es darum, dass Bärlach Gastmann nie ein Verbrechen beweisen könne, auch wenn er es vor seinen Augen beginge. Gastmann nimmt Schmieds Mappe mit. Als Gastmann weg ist hat Bärlach einen Anfall, nachdem es ihm aber erstaunlich gut geht. Später erfährt Bärlach von Lutz, dass man über Gastmann keine Untersuchungen anstellen solle. Er reagiert gleichgültig, ganz anders als Lutz es erwartet hatte. Tschanz und Bärlach fahren gegen Tschanzs Willen zu einem Schriftsteller, der oft bei Gastmann war. Dieser meint über Gastmann, dass er zwar zu jedem Verbrechen fähig sei, aber er glaubt nicht, dass er den Mord an Schmied begangen habe. Als sie wieder im Auto sind und Tschanz immer noch zu Gastmann will sagt Bärlach ihm, dass Lutz nicht will, dass man über Gastmann Untersuchungen anstellt. Tschanz wird darauf sehr wütend. Bärlach entscheidet sich zur Erholung nach Grindelwald zu gehen. Am Abend geht Bärlach zu seinem Arzt, Samuel Hungertobel. Als er ihn darauf anspricht ob bei ihm eingebrochen wurde, gibt dieser wiederwillig zu, dass sein Schreibtisch einmal durcheinander gewesen sei. Mitten in der Nacht wacht Bärlach auf. Er schiebt sein Aufwachen auf das Mittel das er genommen hat. Er bemerkt erst nach Kurzem, dass noch jemand im Haus ist und dieser das Schlangenmesser hat. Sie müssen im Dunklen kämpfen, da die Sicherung kaputt ist. Bärlach muss handeln, damit irgend etwas passiert. Er schießt eine Scheibe ein und schon steckt das Messer über ihm in der Wand. Als Tschanz eintrifft kann er ihm nur erklären, dass der Täter braune Lederhandschuhe trug. Als Bärlach am nächsten Morgen zum Bahnhof will sitzt Gastmann im Taxi und Bärlach erklärt ihm, er habe nie geglaubt, dass er Schmied umgebracht habe. Aber wenn er ihn nicht eines Verbrechens überführen könne das er begangen habe, dann eben eines Verbrechens, das er nicht begangen habe. Er sagt ihm auch, dass er ihm noch heute einen Henker schicken wird. Etwas später läuft Tschanz mit Anna, Schmieds Freundin, in der Stadt herum. Er sagt ihr, dass er Schmieds Mörder heute stellen wird und hält um ihre Hand an. Sie stimmt zu. Als Tschanz bei Gastmann auftaucht stehen dieser und seine Diener mit gepackten Koffern im Haus. Sie stehen sich gegenüber, als einer der Diener schießt. Tschanz schießt darauf dreimal und trifft alle drei. Bei Gastmann findet man die Mappe Schmieds. Es sind alle Straftaten Gastmanns darin enthalten. Als Lutz die Mappe gelesen hat, stellt er fest, dass er es verdient habe zu sterben. Bärlach deckt den Mittleren der drei Toten auf. Es ist Gastmann. Dies ist ihr letztes Treffen. Am selben Abend lädt Bärlach Tschanz zum Abendessen ein. Bärlach isst und isst trotz seiner Krankheit. Er feiert, dass er Schmieds Mörder gestellt hat. Bärlach legt ihm in allen Einzelheiten dar, warum er weiß, dass er der Mörder ist. Jetzt weiß er auch, dass er Bärlachs Henker war. Bärlach sagt er wolle ihn nicht mehr sehen und verrate ihn auch nicht, aber er solle gehen. Später erfährt Bärlach, dass Tschanz auf der Flucht gestorben ist. Daraufhin ruft Bärlach Hungertobel an und teilt ihm mit, dass er jetzt operiert werden könne.

2. Aufgaben und Fragen zum Text S. 4-9
2.1.
2.1.1. Sein voller Name ist Hans Bärlach. Er wohnt in Bern im Altenberg an der Aare (S.24). Er hat zehn Jahre in Konstantinopel in türkischen Diensten gestanden. Zuletzt war er in Frankfurt am Main bei der Kriminalpolizei. Er kehrte aber schon 1933 nach Bern zurück, da er einem hohen Beamten der damaligen deutschen Regierung eine Ohrfeige gegeben hatte (S.8). Nun ist er Vorgesetzter von dem ermordeten Schmied (S.6). Bärlach mag keine Toten und keine Protokolle, weshalb er auch nicht weiß, dass Schmied einen Anzug trug (S.20). Bärlach schließt seine Haustüre nie ab, da er es amüsant findet zu sehen, ob etwas gestohlen wurde (S.25). Er ist sehr krank und hat immer Schmerzen wegen dem Magenkrebs. Bärlach mag stille Menschen wie Blatter (S.15), ganz im Gegensatz zu Ärzten, die er überhaupt nicht leiden kann (S.18). Aber trotzdem ist er mit seinem Arzt Samuel Hungertobel befreundet (S.88). Von Gastmann weiß er, dass wenn er sich jetzt operieren ließe, er noch ein Jahr zu leben hätte (S.64). Bärlach hat von Anfang an einen Verdacht, den er aber nicht äußern will (S.14). Er trägt selten eine Waffe bei sich, auch wenn er manchmal eine gebrauchen könnte (S.33). Er isst gewöhnlich in der Schmiedstube zu Mittag. Nur selten macht er eine Ausnahme (S.13). Er beschreibt sich als großen alten Kater, der gern Mäuse frisst (S.21). Bärlach besitzt ein Schlangenmesser, das er aus der Türkei mitgebracht hat (S.25). Er mag es nicht gern, wenn Tschanz wieder mal zu schnell fährt (S.26). Als ihn der Hund angreift, verliert er auch hier nicht die Kühle der Vernunft. Das Böse zieht Bärlach immer wieder in seinen Bann (S.33). Er hat immer ein Leben unter Vorgesetzten und in muffigen Amtsstuben geführt, wie Gastmann es beschreibt (S.70). Der Oberst bezeichnet ihn als Separatisten (S.36). Als er abends plötzlich aufwacht, ist er wie immer außergewöhnlich hellsichtig (S.91). Er erkennt den Einbrecher sofort am Schnaufen, wie er Tschanz sagt (S.97). Bärlach hat sein halbes Leben damit verbracht Gastmann zu jagen, wie er selbst zugibt (S.116). Er ist in der Nacht schuldig geworden als er die Wette angenommen hat, wie er es Gastmann gegenüber selbst zugibt (S.99). Als sie zum Bahnhof fahren, droht er Gastmann ihm den Henker zu schicken (S.100). Zum letzten mal sieht er ihn im Leichenschauhaus (S.109). Er stellt Tschanz immer Fallen, die diesen schließlich überführen. Er war sein Ersatz für Schmied, der für ihn Untersuchungen über Gastmann angestellt hat. Er war sein Waffe (S.116). Bärlach ist wirklich nicht die Art Person, die man sich als Detektiv vorstellt.

2.1.2. Henri Gastmann wohnt in Lamboing in einem Haus im Feld, das von Pappeln umrahmt ist. Um das Haus herum ist eine niedrige Mauer mit einem rostigen Tor (S.30). Der Garten macht einen öden Eindruck (S.31). An dem Tor ist ein großes G befestigt (S.31).Gastmann ist eine fast bäuerische Gestalt mit tiefliegenden Augen in einem knochigen, aber runden Gesicht. Seine Haare sind kurz. Er ist ein ruhiger und verschlossener Mensch (S.64). Er ist von Beruf Philosoph, worunter Charnel versteht, dass er viel denkt und nichts tut. Gastmann verdient kein Geld. Er hat Geld. Er ist sehr reich und bezahlt für die ganzen Dorfbewohner Steuern, weshalb er für sie der sympathischste Mensch im ganzen Kanton ist (S. 41). Gastmann wurde in Lamboing geboren, nicht wie Lutz behauptet in Pockau. Mit 13 Jahren ist er von zu Hause abgehauen (S. 70). Er ist der Sohn eines Großkaufmanns in Lederwaren. Zuerst war er Argentinier und deren Gesandter in China. Dann war er Franzose, meist auf ausgedehnten Reisen. Er trägt das Kreuz der Ehrenlegion und ist durch Publikationen über biologische Fragen bekannt geworden (S.74). Gastmann lehnte es ab in die französische Akademie gewählt zu werden (S.53). Sein Freund, ein Schriftsteller, wohnt in Schernelz über Ligerz (S.40). Dessen Meinung nach kann Gastmann herrlich kochen (S.74). Auch meint dieser, dass er ein Nihilist ist (S.82). Der Schriftsteller hält Gastmann zu jedem Verbrechen fähig. Den Mord an Schmied habe er aber nicht begangen (S.81). Gastmann tut das Schlechte ebenso aus einer Laune heraus, wie das Gute. Aber er tut es nicht um sich zu bereichern (S.82). Bei ihm ist das Böse vielmehr Ausdruck seiner Freiheit (S.83). Bei Gastmanns Zusammenkünften kommen viele Persönlichkeiten, Künstler, industrielle Männer mit Klang und Angehörige fremder Gesandtschaften (S.49). Das alles wird bei Gastmann abgehalten da er das nötige Format dafür besitzt. Gastmann war ehemaliger Verwaltungspräsident des Blechtrusts (S.53). Er hat Schmied zur Beerdigung einen Kranz mit der Schrift: „Unserem Lieben Doktor Prandtl“ geschickt (S.61), was wohl seine Art ist Witze zu machen (S.74). Der Schriftsteller meint, dass man ein Leben draufgeben könnte, diesen Mann zu studieren (S.83). Gastmann ist damals schuldig geworden als er Bärlach die Wette angeboten hat (S.99). Er hat vor dessen Augen einen deutschen Kaufmann von der Brücke gestoßen und Bärlach konnte ihm nichts beweisen (S.69). Als sie zum Bahnhof fahren merkt Gastmann, dass er Bärlach unterschätzt hat (S.100). Gastmann hat Schmieds Mappe mit den ganzen Unterlagen gestohlen (S.107). Gastmann muss Bärlach unter einem anderen Namen bekannt sein, denn dieser ist darüber verwundert, dass er jetzt Gastmann heißt (S.64).

2.1.3. Tschanz ist bei der Berner Polizei angestellt. Als er aus den Ferien gerufen wird um bei dem Fall zu helfen, ist sein Benehmen von Anfang an ziemlich seltsam. Lutz meint, dass er immer bemüht ist kriminalistisch auf der Höhe zu bleiben (S.15). Als er bei Bärlach nach dem Urlaub vorspricht, meint dieser zuerst, dass Schmied vor ihm stehe, da er den gleichen Mantel und einen ähnlichen Filzhut trägt. Nur das Gesicht ist anders. Es ist ein gutmütiges und volles Antlitz (S.18). Als Bärlach ihm die Kugel zeigt, weiß Tschanz sofort, dass sie aus einem Armeerevolver stammt. Er kann außergewöhnlich gut erklären, wie Schmied gestorben ist (S.19). Auch ist er sehr neugierig, wen Bärlach im Verdacht hat. Als dieser es Tschanz nicht sagt, macht er ihm schwere Vorwürfe (S.21). Tschanz war wohl schon immer eifersüchtig auf Schmied, weil dieser gebildet war und Erfolg hatte (S.26). Sofort nachdem Schmied gestorben war, wollte Tschanz, dass Anna ihm das wird, was sie Schmied war (S.102). Um von sich abzulenken, verdächtigt Tschanz sehr häufig Gastmann. Er lenkt die Spur immer wieder auf ihn. Tschanz selber bekommt immer Fallen von Bärlach gestellt. Er bemerkt das aber nicht. Als Tschanz zu Gastmann geht ist er unbeirrbar und verzweifelt, was wahrscheinlich auch der Grund ist, warum er alle drei erschießt (S.105). Erst beim Abendessen wird er sich seiner Funktion als Henker bewusst und ist total verblüfft als er das begreift (S.117). Beim Abendessen glaubt er, dass Bärlach ihm seine Krankheit die ganze Zeit nur vorgespielt hat (S.111) und auf einmal versteht er, dass Bärlach die ganze Zeit wusste, dass er der Mörder ist (S.115). In seiner Not äußert er, einer der Diener hätte die Tatwaffe doch in der Hand gehalten (S.112). Am Ende fährt er mit seinem Auto, in der Panik von Bärlach wegzukommen, vor den Zug und stirbt (S.118). Er hat Schmied wohl nur deshalb umgebracht, weil er auf dessen Erfolg neidisch war (S.116).

2.2.1. In der Gegenwart müssen wegen dieser Wette sehr viele unschuldige Menschen sterben. Der Tod Schmieds hat indirekt etwas mit der Wette zu tun. Der Tod Gastmanns hat direkt etwas mit der Wette zu tun, da er ja von Bärlachs Henker umgebracht wird, den Bärlach ihm ja noch an diesem Tag schicken wollte. Tschanz ist wohl, weil er vor Bärlach, der alles von ihm weiß, geflüchtet ist, entweder aus Unvorsichtigkeit oder absichtlich unter den Zug gekommen. Die Diener Gastmanns haben mit dem Mord überhaupt nichts zu tun und werden trotzdem von Tschanz umgebracht. An der Beerdigung bringen die Diener den Kranz mit Der Aufschrift „Unserem lieben Doktor Prantl“. Ohne die Wette wäre Schmied ja nie bei Gastmann gewesen. Auch wäre bei Hungertobel nie eingebrochen worden und Bärlach hätte es wahrscheinlich erst ziemlich spät erfahren, dass er nur noch ein Jahr zu leben hat.
In der Vergangenheit musste der deutsche Kaufmann sterben, zu Gunsten Gastmanns, damit dieser die Wette zu dieser Zeit gewinnen konnte, auch wenn am Schluss Bärlach triumphiert hat.
Meiner Meinung nach gibt es keine zukünftigen Auswirkungen, da alle die damit zu tun haben, außer Bärlach der erst in einem Jahr sterben wird, auch wenn er sich jetzt operieren lässt, bereits tot sind.

2.2.2. Seit Bärlach und Gastmann vor über 40 Jahren die Wette abgeschlossen haben, ist es Bärlachs einziges Lebensziel gewesen, Gastmann eines Verbrechens zu überführen. Er hat sein ganzes Leben hingegeben um ihn zu jagen. Als Bärlach Tschanz benützt um Gastmann zu töten, bewegt er sich im Rahmen des Ungesetzlichen. Die Unvernunft hat sein Denken und Handeln zu sehr beeinflusst. Das ist wohl auch der Grund, warum er Tschanz laufen lässt und dieser unter den Zug kommt. Bärlach erfährt erst durch seinen Gegenspieler Gastmann, dass er nur noch ein Jahr zu leben hat. Bärlach muss handeln, wenn er Gastmann überführen will. Erst nachdem Gastmann tot ist, kann Bärlach sein Leben beruhigt angehen.
Die Wette hat Gastmann dazu gebracht sein erstes Verbrechen zu begehen und er ist danach zu einem richtigen Verbrecher geworden. Gastmann wäre wahrscheinlich ohne die Wette nie in diesem Roman aufgetreten und wäre vielleicht gar kein Verbrecher geworden. Gastmann wird eigentlich durch die Wette getötet.
Tschanz wird wegen dieser Wette zum Mörder Gastmanns. Er war gewissermaßen der Henker Bärlachs.
Die Leben von Bärlach und Gastmann sind seit der Wette miteinander verbunden. Wen sie diese Wette nicht geschlossen hätten, wären die Leben von Gastmann, Bärlach und Tschanz mit Sicherheit anders verlaufen.

2.3. Meiner Meinung nach hat Bärlach die Wette gewonnen. Als Gastmann und Bärlach sich zum ersten mal in einer Judenschenke am Bosporus trafen, schlossen sie eine Wette. Sie wetteten, dass Bärlach es nicht schaffen würde Gastmann ein Verbrechen zu beweisen, auch wenn er es vor seinen Augen beginge. Sie schlossen diese Wette, da Bärlach behauptete, dass jedes Verbrechen durch den Zufall aufgeklärt werden könne und dass es eine Dummheit sei ein Verbrechen zu begehen. Gastmann dagegen vertrat die These, dass eben dieser Zufall die meisten Verbrechen ungesühnt, ja sogar ungeahndet lassen würde. Lange Zeit sah es auch so aus, als würde Gastmann die Wette gewinnen, da er einen Kaufmann vor Bärlachs Augen von einer Brücke stieß und Bärlach ihm nichts beweisen konnte, da der Kaufmann finanzielle Probleme hatte. Aber schließlich denke ich, dass doch Bärlach diese Wette gewonnen hat. Nach dem Tod Gastmanns fand man bei ihm die Mappe Schmieds. In dieser Mappe sind das Leben und die Vermutungen über seine Verbrechen enthalten. Dass Bärlach die Wette gewonnen hat wird durch eine Aussage von Lutz besiegelt. Dieser sagt nämlich, dass es bewiesen ist, dass Gastmann Schmied umbringen ließ. Einer der Diener hielt die Tatwaffe in der Hand und das Motiv ist auch klar, nämlich die Tatsache, dass Schmied Gastmann hätte entlarven können. Da Gastmann jetzt nun tot ist, kann er das Ergebnis nicht mehr anfechten. Bärlach hat ihm, wie angekündigt, ein Verbrechen nachgewiesen, das er gar nicht begangen hat. Jetzt hat sich der Spieß umgedreht, jetzt kann er nicht mehr das Gegenteil beweisen, da er einen guten Grund hatte Schmied umzubringen.

3. Friedrich Dürrenmatt wird am 5.Januar 1921 in Konolfingen, Kanton Bern, geboren. Sein Vater, Reinhold Dürrenmatt, ist der protestantische Pfarrer des Dorfes. Sein Großvater, Ulrich Dürrenmatt, ist Berner Nationalrat, Redakteur einer Zeitung und Verfasser satirischer Gedichte. 1924 wird seine Schwester Vroni geboren. Von 1933 an besucht Dürrenmatt zwei Jahre lang die Sekundarschule im Nachbardorf Großhöchstetten. 1935 zieht die Familie nach Bern, vermutlich aus finanziellen Gründen. Dort besucht er 2 ½ Jahre ein freies Gymnasium, danach das Humboldtianum, wo er 1941 die Maturitätsprüfung ablegt. Er ist kein besonders guter Schüler. Von 1941 bis 1946 studiert er Philosophie und Literatur in Bern und Zürich. Er studiert vor allem Kant, Platon und Kierkegaard. Schon während des Studiums entstehen erste schriftstellerische Versuche, „Der Sohn“, „Die Wurst“, „Weihnacht“ und „Der Folterknecht“. Sie werden 1980 unter dem Titel “Untergang und neues Leben“ veröffentlicht. „Der Alte“ ist 1945 seine erste Publikation in der Berner Tageszeitung „Der Bund“. 1946 heiratet er die Schauspielerin Lotti Geißler. 1947 ziehen sie nach Bern, wo im gleichen Jahr sein Sohn Peter geboren wird. Zwei Jahre später wird seine Tochter Barbara geboren.
Am 19. April 1947 findet die Uraufführung seines ersten Theaterstücks „Es steht geschrieben“ statt. Am 10. Januar 1948 ist die Uraufführung von der „Der Blinde“. Er arbeitet an der Komödie „Romulus der Große“. 1950 beginnt er wegen finanziellen Problemen, die bedingt sind durch seine Zuckerkrankheit, die Geburt des zweiten Kindes und einigen Misserfolgen, in Fortsetzungen seinen ersten Kriminalroman „Der Richter und sein Henker“ für die Zeitschrift „Der schweizerische Beobachter“ zu schreiben. Da das Buch kurz nach dem Zweiten Weltkrieg geschrieben ist und die Schweiz in dieser Zeit Neutralität bewart hat, beeinflusst das den Roman doch sehr. Das kann man gleich zu Anfang des Buches auf Seite 8 feststellen. Dürrenmatt beklagt in diesem Abschnitt indirekt, dass die Schweiz immer nur unter ihr Vorteil bringenden Gesichtspunkten gehandelt habe. Sie habe sich jeweils der günstigsten Lage angepasst.

Danach beginnt er an der Komödie „Die Ehe des Herrn Mississippi“ zu schreiben. 1951 folgt sein zweiter Kriminalroman „Der Verdacht“. Er schreibt die Erzählung „Der Hund“, das Hörspiel „Der Prozess um des Esels Schatten“ und dann bis 1953 Theaterkritiken für die „Züricher Woche“. 1951 wird seine Tochter Ruth geboren. 1952 bezieht die Familie das eigene Haus in Neuchâtel. In diesem Jahr erscheinen neun seiner Stücke als Sammelband unter dem Titel „Die Stadt“, die Erzählung „Der Tunnel“, die Hörspiele „Stranitzky und der Nationalheld“ und „Nächtliches Gespräch mit einem verachteten Menschen“. In diesem Jahr erscheint „Der Richter und sein Henker“ in Buchform. 1953 entsteht „Ein Engel kommt nach Babylon“. 1954 erhält er dafür den Literaturpreis der Stadt Bern. Er arbeitet an den Hörspielen „Herkules und der Stall der Augias“ und „Das Unternehmen der Wega“. 1955 schreibt er an dem Roman „Grieche sucht Griechin“ und der Komödie „Der Besuch der alten Dame“. 1956 entstehen die Hörspiele „Die Panne“ und „Abendstunde im Spätherbst“, die Neufassung von „Die Ehe des Herrn Mississippi“ und der Vortrag „Vom Sinn der Dichtung in unserer Zeit“. 1957 beginnt er den Roman „Justiz“. Auch bekommt er 1957 den Hörspielpreis der Kriegsblinden für „Die Panne“. Er schreibt die Erzählung „Mister X macht Ferien“. 1958 erhält er den Prix Italia für „Abendstunde im Spätherbst“ und den Literaturpreis der „Tribune de Lausanne“ für „Die Panne“. Er arbeitet an der Oper einer Privatbank „Frank V“. 1959 bekommt er den Preis der New Yorker Theaterkritiker für „Der Besuch der alten Dame“, den Schillerpreis in Mannheim und den Preis zur Förderung Bernischen Schrifttums für „Das Versprechen“. Im April und Mai dieses Jahres ist er auf einer Reise in New York.1960 macht er eine Reise nach London. Am 4. Dezember 1960 erhält er den Großen Preis der schweizerischen Schillerstiftung. Er arbeitet an der Komödie „Die Physiker“, die auf das Atombombenzeitalter anspricht und entwickelt aus seinem Hörspiel „Herkules und der Stall der Augias“ eine Komödie. Er schreibt für die Kabarettisten Voli Geiler und Walter Morath den Text zur szenischen Kantate „Die Hochzeit der Helvetia mit dem Merkur“ und „Die Heimat im Plakat“, ein Band mit satirischen Zeichnungen über die Schweiz, erscheint. Im Juni 1964 reist Dürrenmatt in die UdSSR. Er beginnt an der Komödie „Der Meteor“ zu arbeiten.1965 setzt er seine Arbeit an „Der Meteor“ fort. Im Mai 1967 reist er zum 4. sowjetischen Schriftstellerkongress in Moskau. Er schreibt den Vortrag „Israel“, den Essay „Persönliches über Sprache“ und beginnt am Stück „Portrait eines Planeten“ zu arbeiten. 1968 hält er im Januar den „Monstervortrag über Gerechtigkeit und Recht“ vor Studenten in Mainz. Er schreibt den ersten Entwurf von „Stoffe“ und „Zur Geschichte meiner Schriftstellerei“. Am 8. September hält er die „Rede Tschechoslowakei 1968“. Er beginnt die Theaterarbeit in Basel mit Düggelin. Im April 1969 gibt es Unstimmigkeiten mit der Theaterdirektion und Dürrenmatt ist schwer krank. Im Oktober beendet er die Zusammenarbeit.

Am 24. Oktober erhält er den großen Literaturpreis des Kantons Bern und im November den Ehrendoktor der Temple University, Philadelphia. Von November bis Januar 1970 reist er nach Philadelphia, Florida, zu den Maya-Ausgrabungsstätten in Yukatan, Jamaika, Puerto Rico und nach New York. Er zeichnet als Mitherausgeber der neuen Züricher Wochenzeitung „Sonntags-Journal“ und arbeitet am 1970 erscheinenden Essay „Sätze aus Amerika“. 1971 erscheint die Erzählung „Der Sturz“. 1972 arbeitet er an der Komödie „Der Mitmacher“. Er lehnt die Berufung zum Direktor des Züricher Schauspielhauses ab. 1974 bekommt er die Ehrenmitgliedschaft der Ben-Gurion- Unversität, Beerschewa (Israel), er bedankt sich mit der Rede „Zusammenhänge“. 1975 beginnt er an der Komödie „Die Frist“ zu arbeiten. 1976 erscheint „Der Mitmacher. Ein Komplex“. Er reist nach Wales zur Entgegennahme des Welsh Arts Council International Writer’s Prize 1976. Am 6. März 1977 findet die Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille des deutschen Koordinationsrats der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in der Paulskirche, Frankfurt a.M. statt. Am 17. November erhält er den Ehrendoktor der Université de Nice. Am 26. November den der Hebräischen Universität Jerusalem.1979 hält er den Vortrag „Albert Einstein“ anlässlich dessen 100. Geburtstags. Dieser Vortrag erscheint daraufhin als Buch. Am 19. Juni erhält er den Literaturpreis der Stadt Bern. 1980 erscheinen „Friedrich Dürrenmatt über F.D., Interview über dessen Komödien“, „Dichterdämmerung. Eine Komödie“ und „Nachgedanken“ bei Diogenes. Am 5. Januar 1981 feiert er seinen 60. Geburtstag und erhält den Ehrendoktor der Universität Neuchâtel. Am 10. Januar findet der Festakt im Schauspielhaus Zürich statt. Von März bis Juni ist er „Writer in Residence“ an der University of Southern California, Los Angeles. Vom 2. September bis zum 16. Oktober findet eine Ausstellung seiner Bilder und Zeichnungen in Bern statt. Im September erscheint das autobiographische Werk „Stoffe I-III“. Auch erscheinen „Der Winterkrieg in Tibet“, „Mondfinsternis“ und „Der Rebell“ bei Diogenes. Im November erhält er den Weinpreis für Literatur der Edition Text + Kritik, Göttingen. 1982 beginnt er an der Komödie „Achterloo“ zu arbeiten. Am 16. Januar 1983 stirbt seine Frau Lotti. Im April erhält er die Ehrendoktorwürde der Universität Zürich. Im November reist er nach Griechenland. Von Dezember bis Januar 1984 bereist er Südamerika. Im Februar erhält er die Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland- Pfalz, im März den österreichischen Staatspreis für europäische Literatur 1983. Am 8. Mai 1984 heiratet er die Schauspielerin, Filmemacherin und Journalistin Charlotte Kerr. Im Mai und Juni schreibt er „Minotaurus. Eine Ballade“ nieder, von August bis Dezember verfasst er „Achterloo“ neu. Am 16. November hält er den Vortrag „Kunst und Wissenschaft“. 1985 arbeitet er an dem Roman „Justiz“ weiter, den er bereits 1957 begonnen hat. Von September bis Januar 1986 ist die Ausstellung „Das zeichnerische Werk“ von Friedrich Dürrenmatt in Neuchâtel. Am 4.Oktober erhält er den Bayrischen Literaturpreis. Im selben Monat erscheint „Justiz“. Das Buch „Der Auftrag oder vom Beobachten des Beobachters der Beobachter“ erscheint. Im November reist er nach Ägypten.1989 erscheint der Kriminalroman „Das Durcheinandertal“.
Friedrich Dürrenmatt stirbt am 14. 12.1990 zu Hause in Neuchâtel an den Folgen eines Herzinfarkts.

4. Der Wechsel zwischen spannenden Erzählabschnitten und Handlungssegmenten ist ein Merkmal der Gattung des Kriminalromans. „Der Richter und sein Henker“ beginnt mit einer für einen Kriminalroman typischen Einführung in das Geschehen. Das eigentliche Geschehen wird in drei gegen einander abgegrenzten Erzählphasen entwickelt, wie sie in den meisten Kriminalromanen vorkommen. Jede dieser Phasen enthält eine Zuspitzung in der Handlung mit einem Höhepunkt in der Spannung. Diese Handlungen werden durch Zwischenspiele unterbrochen, in denen der Autor weitere Aspekte der Handlung einführt. Der Roman beginnt, mit einer für einen Kriminalroman typischen Einführung, welche die Kapitel 1-3 umfasst. Die gesamte Handlung spielt in einem Zeitraum von vier Tagen.
Gleich am Anfang wird das Mordrätsel beschrieben: Der Polizeileutnant Schmied wird erschossen in seinem Wagen aufgefunden. Während in fast allen Kriminalromanen der Mord vorbedacht und geplant ist, sind in der Realität Auseinandersetzungen und unbedachte Handlungen die Hauptursache, wie in diesem Kriminalroman. Clenin fährt, zum Erstaunen der Leser, ohne Spurensicherung mit dem Wagen weg (S.6). Auch Bärlach verhält sich komisch. Er lobt Clenin sogar dafür, dass er die Leiche entfernt hat (S.16). Bei einer Besichtigung des Tatorts findet Bärlach, wie er sagt durch Zufall, eine Revolverkugel. Charakteristisch für den weiteren Verlauf der Handlung ist es, dass Bärlach Tschanz als Mitarbeiter willI. Schon in dieser Einführung werden erste Abweichungen vom Schema deutlich: Bärlach entspricht nicht gerade dem Modell einer kriminalistischen Größe. Man hat das Gefühl von Inkompetenz. Er ist alt und krank und scheint wenig Interesse an der Aufklärung des Mordes zu haben. Bärlach macht sich über Frau Schönler (S.10) und Lutz (S.14) in einem gewissen Maß lustig.
Die erste Erzählphase umfasst die Kapitel 4-7. Tschanz und Bärlach wollen etwas über die Tätigkeiten von Schmied erfahren und müssen dazu nach Lamboing. Die von Tschanz gewählte Route soll für Bärlach ein Hinweis sein (S.26). Als Bärlach bei Gastmann von dem Hund angegriffen wird ergibt sich ein erster Höhepunkt, wie es sich für einen richtigen Kriminalroman gehört. Bärlach betont extra, dass Tschanz ihm das Leben gerettet hat (S.33-34). Das Nachspiel dient der “Beschwichtigung“ des Lesers.
Ein weiterer Höhepunkt wird in Kapitel 7 erreicht. Die Rekonstruktion des Mordhergangs auf der nächtlichen Straße, lässt den Leser eine Verwicklung Tschanzs in den Mordfall erahnen. Dies wird bei der Rückkehr Bärlachs verstärkt. Der Zwischenfall mit dem Hund war geplant. Der Leser wird nun langsam auf die Fährte des Täters gebracht.
Das erste Zwischenspiel findet in den Kapiteln 8-10 statt. Am Samstag ereignet sich das Nachspiel der Besuchsaktion bei Gastmann zwischen Lutz und von Schwendi. Bei diesem Gespräch gerät Lutz ziemlich in Verlegenheit, da er sich gegen von Schwendi nicht durchsetzen kann (ab S.45). Die Aufmerksamkeit wird wieder auf Gastmann gelenkt, der eine zentrale Stellung haben muss.
Schmieds Beerdigung wird von einem düsteren Schauspiel begleitet, welches von Gastmann als Rache inszeniert wurde (S.61). Ein solches Zwischenspiel ist in den meisten Kriminalromanen zu finden. Es dient dazu, die Spannung wieder zu senken.
Die zweite Erzählphase, welche die Kapitel 11 und 12 umfasst, hat eine zentrale Stellung im Roman, da sie eine Zuspitzung der Handlung, sowie entscheidende Hinweise für die Deutung und den Zusammenhang des Romans enthält, die von größter Wichtigkeit sind. Nun werden dem Leser sehr viele wichtige Informationen übermittelt.
Hier erfährt der Leser, dass Bärlach nur noch ein Jahr zu leben hat, was seine Handlung in ein ganz anderes Licht rückt (S.64) und dass Bärlach und Gastmann vor vierzig Jahren eine Wette abgeschlossen haben (S.65).
Gastmann verschwindet mit der Beweismappe und fordert den Kommissar auf das Spiel aufzugeben (S.72). Hier wird klar, dass Bärlach zwei Ziele verfolgt: die Aufklärung des Mordfalls und den Gewinn der Wette.
Das zweite Zwischenspiel in den Kapiteln 13-15, findet bei einem Schriftsteller statt, den Gastmann kennt. Er ist nicht von großer Bedeutung (S.76). Auf der Rückfahrt gibt Tschanz seine Eifersucht gegenüber Schmied preis (S.84). Bärlach hetzt ihn nun auf Gastmann.

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Die dritte Erzählphase umfasst die Kapitel 16-18. Der nächtliche Kampf mit dem Mörder Schmieds ist die dritte lebensgefährliche Situation für Bärlach und bringt einen neuen Höhepunkt (S.91). Einem Kriminalroman entsprechend entkommt der Attentäter und hinterlässt einen Fingerzeig: Er trägt braune Handschuhe (S.97). Zum Erstaunen des Lesers trägt Gastmann am Sonntag braune Handschuhe. Nachdem Bärlach Gastmann sagt, dass er ihm heute einen Henker schicken wird (S.98), nimmt die Handlung einen neuen Lauf.
Tschanz spricht mit Anna, der Verlobten von Schmied und vertraut ihr an, dass er Schmieds Mörder heute stellen wird und hält gleichzeitig um ihre Hand an (S.101). Nun offenbart sich Tschanzs ganze Eifersucht und man weiß eigentlich wer Schmieds Mörder ist und wer der Henker sein wird.
Wie bei jedem Kriminalroman denkt man nach dem ersten Schluss, dass alles aufgeklärt ist. Dies stellt sich aber als falsch heraus. Hier ist der erste Schluss nur das Kapitel 19. Tschanz hat überlebt und der Leser fühlt sich getäuscht, da einer der Diener die Tatwaffe in der Hand hielt. Alles scheint sich jetzt zum Guten zu wenden. Bärlach scheint die Wette gewonnen zu haben und sieht seinen Gegenspieler ein letztes Mal (S.105). Der Fall scheint abgeschlossen.
Der zweite Schluss ist das Kapitel 20. Dort setzt ein Überraschungseffekt ein, der die vorige Lösung als Trugschluss darstellt. Das gehört zum Instrumentarium des Kriminalromans. Der Schluss ist geradezu theatralisch.
Die Handlungen Bärlachs waren keineswegs unplanmäßig, denn er hat einen geringeren Verbrecher benutzt, um einen noch größeren zu richten. Hier wird der Verdacht, dass Tschanz doch der Mörder ist, bestätigt. Es kommt noch einmal Spannung auf, da Tschanz seinen Mitwisser natürlich töten möchte. Bärlach behauptet Lutz wisse von dem Treffen. Nach dem Kriminalklischee müsste der Roman nach der Entlarvung eigentlich so weiter gehen, dass Tschanz gejagt wird und eventuell als Bösewicht während der Verfolgungsjagd getötet wird. Er jagt ihn aber, mit dem Versprechen ihn nicht zu verraten, in die Nacht hinaus (S.110).Bärlach kann ihn ja auch gar nicht jagen, da sonst herauskommen würde, was Bärlach Ungesetzliches getan hat, nämlich dass er Tschanz als seine schlimmste Waffe benützt hat (S.116).
In dem Nachspiel, das in Kriminalromanen dazu verwendet wird die Leser über das Geschehen nach dem Ende aufzuklären, erscheint morgens Lutz und erzählt, dass Tschanz unter die Eisenbahn gekommen sei. Nun ist Bärlach beruhigt und kann sich in Ruhe operieren lassen (S.118). Nun ist der Gerechtigkeit genüge getan.
Ich finde, dass dieser Kriminalroman sehr gelungen ist, da er sehr spannend zu lesen ist und man bis zum Ende nicht sicher weiß wer der Mörder Schmieds ist. Auch durch die vielen falschen Fährten die man gelegt bekommt wird es sehr spannend. Die Wette hat die ganze Sache noch undurchschaubarer gemacht, da man sich nie sicher sein konnte wer jetzt eigentlich der Mörder von Schmied ist. Der Kriminalroman wurde auch sehr interessant durch die vielen verschiedenen Persönlichkeiten die Dürrenmatt beschreibt, wahrscheinlich auch deswegen, weil Bärlach nicht dem Klischee des perfekten Kommissars entspricht. Auch finde ich Dürrenmatts Art zu schreiben sehr interessant. Allerdings haben mich diese Zwischenspiele etwas gelangweilt, da keine Spannung aufkam.

5. Text:

Friedrich Dürrenmatt „Der Richter und sein Henker“ von rororo

Internet

Microsoft Encarta Enzyklopädie 2000

„Play Dürrenmatt“ vom SF DRS

Bilder:

Bild 1 Microsoft Encarta Enzyklopädie 2000

Bilder 2-9 „Play Dürrenmatt“ vom SF DRS

Bildbeschreibungen:

1. Friedrich Dürrenmatt
2. Bärlach am Totenbett von Gastmann
3. Bärlach und Gastmann im Taxi
4. Das Haus von Gastmann
5. Die Gesellschaft bei Gastmann
6. Tschanz und Bärlach beim Abendessen
7. Friedrich Dürrenmatt
8. Friedrich Dürrenmatt
9. Bärlach in seiner Bibliothek

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5 / 5 Sternen (1 Bewertung)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: Keine Angabe
  • Erstellt: 2014
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 07.08.16

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