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"Der Spinnerin Nachtlied" Gedicht-Analyse

Inhaltsverzeichnis

Folgend eine Gedichtinterpretation von Clemens Brentanos "Der Spinnerin Nachtlied". Zum besseren Erkennen und Deuten von Stilmitteln einfach diese Stilmittel Liste hier anklicken und durchgehen - dann wisst ihr auch, was beispielsweise Allegorien sind. Zuerst geht’s los mit einer kurzen Biografie von Clemens Brentano (1778 – 1842), da das Einbinden dieser in jeder Analyse wichtig ist und eventuell sogar Inspirationen für ein Referat über ihn bieten kann. Danach wird das Gedicht als solches interpretiert.

Clemens Brentano wurde 1778 bei Koblenz geboren. Nach einer kurzen Kaufmannslehre studierte er ab 1797 in Halle und Jena Kameralwissenschaft und Medizin. Er gab jedoch diese berufliche Ausbildung auf und Lebte vom väterlichen Vermögen. 1803 heiratete er die Schriftstellerin Sophie Mereau (1770 – 1806). Nach deren Tod dann die sechzehnjährige Auguste Bußmann, von der er sich nach kurzer Zeit wieder trennte. 1809 wurde er in Berlin Mitglied der „Christlich Teuflischen Tischgesellschaft“. Von 1811 – 1813 verwaltete er zusammen mit seinem Bruder das Familiengut in Böhmen. Clemens Brentano wendete sich 1814 in Berlin dem Katholizismus zu und hatte eine Bekanntschaft mit der protestantischen Pfarrerstochter Luise Hensel, die 1818 zum Katholizismus konvertierte. 1819 - 1924 zeichnete er in Dülmen die Visionen einer stigmatisierten Nonne auf. 1825 – 1830 lebte er in Koblenz, später dann in Frankfurt, Regensburg und München. Weitere bekannte Werke von ihm sind zum Beispiel „Das Knaben Wunderhorns“ (1806).

In dem Gedicht "Der Spinnerin Nachtlied", was 1818 erschienen ist, vermittelt Clemens Brentano das Gefühl der Sehnsucht und der Einsamkeit, die vermutlich auf die Sehnsucht nach seiner verstorbenen Frau zurückzuführen ist. In der ersten Strophe beschreibt er wie schön die Nachtigall singt und das er nicht allein ist. In der zweiten Strophe umschreibt er das Gefühl der Einsamkeit und dass er nicht sein wahres Gefühl ausdrücken kann („Ich singe und kann nicht weinen,...“). In der dritten Strophe meint er allerdings nun, dass die Stimme der Nachtigall ein Mahnruf war, den er gehört hat als er nicht alleine war. Außerdem sagt er nun, dass die Person weg gefahren ist, woraufhin man die These aufstellen könnte, dass das Gedicht auf seine erste Frau Bezug nimmt und bekräftig, sie sei in den Himmel „gefahren“.

In der vierten Strophe meint er, dass sie wieder zusammen kommen da Gott sie wieder zusammenführt, weil sein Herz rein ist ohne irgendwelche Sünden. In der fünften Strophe schreibt er, dass die Nachtigall immer noch singt und zurückdenkt wie es einst war als sie noch zusammen waren. In der sechsten Strophe wird meiner Meinung klar, dass es sich wirklich um seine Frau handelt, da wieder das Schlüsselwort „Gott“ betont wird und er sich wieder wünscht, dass er sie vereinen solle. Außerdem bringt er wieder sein Gefühl deutlich hervor, sodass er am liebsten weinen möchte.

Das Gedicht „Der Spinnerin Nachtlied“ ist in 6 Strophen zu jeweils 4 Versen unterteilt. Erkennbar das Reimschema abba: 
„Es sang vor langen Jahren 
Wohl auch die Nachtigall, 
Das war wohl süßer Schall, 
Da wir zusammen waren.“

In dem Gedicht findet sich ein Enjambement und der Zeilenstil vor (?). Er benutzt auch als rhetorische Figur das Wort „Gott“ als Symbol für den Christlichen Glauben. Ebenfalls kann man in der dritten Strophe eine Metapher erkennen:
„... Da sang die Nachtigall 
Nun mahnet mich der Schall...“

Die Nachtigall als ein wunderschöner Vogel, der eine bezaubernde Stimme hat, doch nun mahnt ihn die Stimme und hat etwas Drohendes an sich. Man erkennt auch, dass er ein Romantiker war, da er sehr viel umher gereist ist, was er idyllisch einbaut und sich auch nicht der Öffentlichkeit zugewandt hat. Außerdem bringt er das Gefühl der Liebe sehr deutlich rüber.

Clemens Brentanos Gedicht „Der Spinnerin Nachtlied“ als Analyse ist hiermit beendet; gerne nehmen wir ergiebige Kommentare sowie vor allem Verbesserungen entgegen!

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4.1 / 5 Sternen (7 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: 11. Klasse
  • Erstellt: 2014
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 03.12.16

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  • Dr. Robert Koch schrieb am 21.01.2015:

    Man sollte dich wegen Verunglimpfung der deutschen Sprache anklagen. Dein Fehlerquotient liegt bei 80%. Grausam. Die Nachtigall als Symbol der Christen?

    ANTWORT SCHULZEUX:
    Vielen Dank für den kritischen Kommentar. Diese Arbeit wurde bei Einreichung noch nicht inhaltlichgenauer geprüft. Nun wurde versucht, das Gröbste zu korrigieren. Gerne kannst Du Dich daran beteiligen :)

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