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"Die Beiden" Gedichtinterpretation

Inhaltsverzeichnis

"Die Beiden"  (Hugo von Hofmannsthal) - Gedichtinterpretation mit Stilmittel- und Inhaltsangabe. Diese Gedichtanalyse des Werkes "Die Beiden" von Hugo von Hofmannsthal gibt den Inhalt in Form einer Inhaltsangabe wieder und schildert neben den  verwendeten Stilmitteln samt Interpretation und Bedeutung auch die Wirkung der stilistischen Elemente.

Das Gedicht "Die Beiden" ist von Hugo von Hofmannsthal (*1874-'1929) verfasst und im Jahre 1896 veröffentlicht worden. Es geht um eine Begegnung von zwei Personen. Eine Frau, die einem Mann, der gerade sein Pferd zum stehen bringt, einen Becher mit Wein reicht, welcher jedoch auf den Boden fällt. Wahrscheinlich will Hofmannsthal mit diesem Gedicht sagen, dass die beiden in der Gegenwart des anderen ihre Selbstsicherheit und die Kontrolle über sich selbst verlieren.

Äußerlich ist das Gedicht ist in 3 Strophen eingeteilt. Die ersten beiden Strophen bestehen jeweils aus 4 Versen und die letzte Strophe aus 6 Versen. Hofmannsthal benutzt durchgehend den 4-hebigen Jambus und in jeder Strophe ein anderes Reimschema. In der ersten Strophe verwendet er den Paarreim, in der zweiten Strophe den Umarmenden Reim und in der dritten Strophe den Paarreim, welcher von einem Kreuzreim umgriffen wird. Die Kadenzen sind überwiegend männlich, jedoch werden 4 Verse am Ende weiblich betont (II; 2+3 / III; 2+6). Der innere Aufbau des Gedichts unterteilt sich in zwei Teile. In den ersten beiden Strophen werden die Frau und der Mann einzeln dargestellt und in der dritten Strophe wird das Zusammentreffen der beiden geschildert.

In der ersten Strophe wird zunächst die Schönheit und die Selbstsicherheit der Frau beschrieben. Ihre Schönheit wird durch Vers 2 deutlich: "-Ihr Kinn und Mund glich seinem Rand-". Die Selbstsicherheit und das Selbstbewusstsein der Frau wird in den beiden folgenden Versen dargestellt und wird vor allem durch die Benutzung der Adjektive "leicht" (I;3) und "sicher" (I;3) hervorgehoben. Außerdem fällt die Personifikation in Vers 4 auf, da Tropfen normalerweise nicht aus Bechern springen. Wahrscheinlich soll damit die Kontrolle die sie über sich hat und die Selbstsicherheit von ihr noch deutlicher werden, die auch durch die männlichen Kadenzen unterstrichen werden.

In Strophe 2 wird ebenfalls die Selbstsicherheit des Mannes und seine lässige Art wie er sein Pferd zum stehen bringt, beschrieben. Die Selbstsicherheit wird wie in Strophe 1 durch Adjektive dargestellt: "So leicht und fest war seine Hand;" (II; 1). Auch der Umgang mit seinem Pferd wird wieder mit Adjektiven beschrieben. Durch die nachlässige Bewegung, mit der er sein Pferd zitternd zum halten bringt (II; 3+4), wird ein weiteres Mal sein Selbstbewusstsein und sein lockeres Auftreten ausgedrückt.

Der Wendepunkt des Gedichts ist in Strophe 3, welcher durch „Jedoch“ (III;1) deutlich wird. Dort treffen der Mann und die Frau nämlich aufeinander und verlieren ihre Selbstsicherheit und die Kontrolle über sich, da sie einen Becher Wein auf den Boden fallen lassen. Das wird besonders in Vers 4 durch die (zweifache?) Alliteration zum Ausdruck gebracht. Durch "Denn beide bebten sie so sehr," (III;4) kann man auch darauf schließen, dass eventuell Liebe im Spiel ist. Im Allgemeinen ist es auch so, dass zwei Personen, die mehr als nur Freundschaft für einander empfinden, öfters die Kontrolle über sich verlieren. Im letzten Vers befindet sich eine Personifikation, „Und dunkler Wein am Boden rollte.“, welcher durch die eher dunklen Konsonanten noch stärker betont wird.

Wenn man sich das Gedicht nun noch einmal anschaut, wird einem die Beziehung zwischen dem Mann und der Frau deutlicher. Zwar wurde in dem Gedicht nicht von Liebe gesprochen, aber durch die Tatsache, dass die beiden einen Becher Wein fallen lassen, wird einem klar, dass zwischen den beiden eine gewisse Anziehung herrscht. Heute kommt so etwas auch ganz oft vor, zwar nicht in so einer Szenerie wie in diesem Gedicht, aber das sich Menschen in Gegenwart anderer Personen anders verhalten, ob nun Liebe im Spiel ist, oder nicht. Meiner Meinung nach ist das Gedicht Hofmannsthal gut gelungen, da ich finde, dass er die Szenen gut, kurz und präzise beschrieben hat und man sich mit der Situation in der sich die beiden befinden auch gut mit identifizieren kann.

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4.1 / 5 Sternen (37 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: 11. Klasse
  • Erstellt: 2001
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 16.07.16

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  • justin schrieb am 27.03.2014:

    Danke leute ihr habt mir den arsch gerettet

  • limu schrieb am 15.08.2011:

    gute sache aber iwie check ich die frage net: mache in wenigen sätzen deutlich inweifern sich aufbau reimschema und ihnalt des gedichs aufeinander beziehen

  • DanielX schrieb am 02.12.2010:

    Dies ist in moment die beste intepretation die ich gefunden habe ich danke dir ;)

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