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"Die drei dunklen Könige" Inhaltsangabe & Interpretation (Wolfgang Borchert)

Inhaltsverzeichnis

Folgend 2 verschiedene Aufsätze zu Wolfgang Borcherts "Die drei dunkelen Könige" als Zusammenfassung und Analyse der Kurzgeschichte.

1. Inhaltsangabe und Interpretation "Die drei dunklen Könige" (Wolfgang Borchert)

Die Kurzgeschichte,, Die drei dunklen Könige’’ von Wolfgang Borchert, spielt in der Nachkriegszeit. Es geht um eine kleine Familie die an Weihnachten von drei Männern besucht werden. Der Mann sammelt auf den zerstörten Straßen Holz, für den heimischen Ofen. Als er zu Hause ankommt sieht er seine Frau ganz erschöpf. Sie hat vor einer Stunde einen Jungen zur Welt gebraucht. Der Mann macht den Ofen an um die Familie zu wärmen. Drei Männer in Uniform kommen des Weges. Sie sehen das flackern vom Kamin und wollen sich kurz aufwärmen. Sie besitzen selber nicht viel, dennoch schenken sie jedem aus der Familie etwas. Dem Mann Tabak, der Frau zwei Bonbons und dem baby einen Holzesel. Nach einer Weile gehen sie wieder ihres Weges.

Diese Geschichte lässt auf die Heiligen drei Könige schließen. Genau wie die Heiligen drei Könige gingen die Männer zu einem hellen fleck in der dunklen Nacht. Sie gaben jeder etwas von ihren Habseligkeiten ab, obwohl sie selber kaum etwas hatten. Die drei Männer kommen ebenfalls zu einem Neugeborenen, dass der Geschichte nach genau wie Jesus an Weihnachten geboren wurde.

Zeile 1-7,, Die Suche nach Holz’’, der Mann geht durch die Straßen um Brennholz zu sammeln.
Zeile 8-5,, Der Sohn'’, die Frau des Mannes hat den gemeinsamen Sohn zur Welt gebracht.
Zeile 5-38,, Die Kriegsheimkehrer ’’, dort kommen drei Männer ins Zimmer um siech aufzuwärmen. Jeder aus der kleinen Familie erhält ein Geschenk von den drei Männern.
Zeile 38-46,, Sonderbare Heilige ’’, sie [die Familie] bemerken, dass die Männer, Haferflocken gestohlen haben.
Zeile 46-53,, Weihnachten ’’ Sie [die Familie] bemerken erst jetzt dass Weihnachten ist. In ihrer großen Verzweiflung und Sorge um das Kind haben sie dieses noch nicht bemerkt.

Die Geschichte ist teilweise ein Erzählerbericht, der jedoch auch autorial ist. Es wird berichtet wo der Mann hingeht was er tut, wie die Umgebung aussieht das die drei Männer zu der Familie kommen, was sie ihnen für Geschenke machen und wie lebendig das Baby ist.

In der Kurzgeschichte gibt es einige Personifikationen. In Zeile 2-3... das Pflaster war erschrocken über den späten Schritt.
In Zeile 4-5 Da trat er mit dem Fuß gegen, bis eine Laterne Morsch aufseufzte und losbrach.
Zeile 10... ihr Atem hing weiß im Zimmer.
Zeile 12 Das Holz seufzte.

Die Kurzgeschichte enthält außerdem Epipher. In Zeile 10-11... und hoben die Füße hoch (und hoben die Füße hoch)
In Zeile 49... wie Kuchen (wie Kuchen)

Außerdem enthält die Geschichte Metaphern. In Zeile 36... die Füße aufheben.
In Zeile 37... stiegen sie in die Nacht hinein.

Die Hauptperson in der Geschichte ist der Mann, über ihn erfährt man am meisten und er ist an jeder Situation in der Geschichte beteiligt. Er sorgt sich um seine Frau und den eben erst geborenen Sohn. Der Mann kann jedoch nicht viel tun, da durch den Krieg alles zerstört ist.
Er sagt mehrmals in der Geschichte, dass er jemandem für seine Wut die Fäuste ins Gesicht schlagen will. Doch dafür ist keiner da. Er kann ihnen jedoch wenigsten wärme geben, durch das gesammelte Brennholz. Als die drei Männer an seiner Tür klopfen, ist er erst misstrauisch und besorgt um das Kind.

Über die drei Uniformierten Männer erfährt man nicht viel. Man kann nur vermuten dass sie Kriegsheimkehrer sind. Der eine hat keine Hände, der andere zittert die ganze Zeit und der letzte hat Wasser in den Beinen vom hungern. Sie sind jedoch sehr großzügig, auch wenn sie selber nicht viel haben machen sie jedem aus der Familie eine Freude. Indem sie Bonbons, Tabak und einen Holzesel verschenken. Für die Nachkriegszeit waren dieses schon sehr Kostbare Geschenke.

Das Kind wird als Hilfslose kleine Person beschrieben, die jedoch sehr aufgeweckt ist. Was die Mutter wiederum sehr stolz macht. Es ist jedoch schon sehr stark, da es in den Augen der Mutter, durch das Schreien die Männer vertrieben hat.

Das Kind ist vielleicht ein Lichtblick für die dunklen Tage in Armut, Hunger und Kälte. Es könnte für einen Neuanfang stehen. Die Eltern haben wieder Hoffnung nach dem bitteren Krieg. Dieser Vorgang ist sicherlich in vielen Familien nach dem Krieg abgelaufen, auch heute noch verändert sich das Leben der Menschen die ein Kind bekommen sehr. Es ist für viele ein freudiges Ereignis, mit dem sie Glücklicher werden wollen.
(Merkmale einer Kurzgeschichte)

2. Interpretation "Die drei dunklen Könige" (Wolfgang Borchert)

Wolfgang Borchert , Die drei dunklen Könige (1946/47)

Die Kurzgeschichte „Die drei dunklen Könige“ von Wolfgang Borchert, die Ende des Jahres 1946 bis Anfang des Jahres 1947 geschrieben wurde, spielt zu Weihnachten kurz nach dem 2. Weltkrieg und handelt von einem Mann und seiner Frau, die in ärmlichsten Verhältnissen gerade ein Kind geboren hat.
Drei Männer in Uniformen kommen sie besuchen, um sich kurz auszuruhen, und bringen für jeden ein Geschenk mit. Nach kurzer Zeit ziehen sie weiter.

Bei der Geschichte von Borchert handelt es sich auf jeden Fall um eine Kurzgeschichte, was der unvermittelte Einstieg („Er tappte durch die dunkle Vorstadt…“) sowie der lineare Handlungsverlauf zeigen. Die Geschichte ist nur ein kurzer, aber ebenfalls sehr wichtiger Ausschnitt aus dem Leben der jungen Familie.
Auch das Ende ist weitestgehend offen, denn man erfährt nicht, wie es der Familie weiter ergeht.
Es gibt einige Hinweise darauf, dass die Geschichte nach dem Krieg spielt:
Die Häuser der Vorstadt stehen „abgebrochen gegen den Himmel“ (Z. 1-2), was darauf hindeutet, dass sie zerbombt wurden. Auch die „drei dunklen Könige“, die die Familie besuchen scheinen aus dem Krieg zu kommen. Sie tragen alte Uniformen (Z. 54) und haben typische Kriegsverletzungen, wie z.B. erfrorenen Gliedmaßen (Hände), Wasser in den Beinen oder Füßen vom Hungern und psychisch bedingte Nervenprobleme, weil man unter großer Angst litt.
Borchert bringt die Männer als Hoffnungsträger in die Geschichte ein. Er will zeigen, wie wichtig es ist in schweren Zeiten für einander da zu sein, um neue Hoffnung zu schöpfen. Am Anfang der Geschichte ist noch keine Hoffnung da. Es ist dunkel, da die Sterne und der Mond nicht am Himmel stehen, und der Mann muss auf seiner Suche nach Holz durch die Vorstadt „tappen“. „Tappen“ deutet immer darauf hin, dass man nichts sieht („Im Dunkeln tappen“). Diese Dunkelheit soll sie Hoffnungslosigkeit des Mannes ausdrücken. Auch andere Hinweise, wie die Kälte, die im Zimmer herrscht, wo seine Frau und sein Kind sich aufhalten, und die Müdigkeit in ihrem Gesicht machen dies deutlich.
Die Hilflosigkeit, die der Mann erkennt, als er seine Frau frieren sieht, machen ihn wütend, aber er hat keinem, dem er dafür „die Fäuste ins Gesicht schlagen kann“ (Z. 37). Seine Wut wird auch noch einmal in Zeile 43/44 zum Ausdruck gebracht.
Borchert arbeitet auch noch mit anderen Wiederholungen: das Holz, das der Mann für den Ofen in dem Zimmer seiner Frau sammelt, beschreibt er als „mürbe und süß“. Er benutzt das Holz als Metapher für das süße Leben, aber ebenso weist der mürbe Geruch eher auf Tod hin. Das Süße überwiegt jedoch (5x) gegenüber dem Mürben (3x). Der süße Geruch erinnert den Mann ebenfalls an Kuchen, den sie vermutlich essen konnten, bevor der Krieg kam. Das scheint der erste Hoffnungsschimmer zu sein (Z. 18), der in dem Mann aufkommt, und auch einer der letzten (Z.103).
Doch die größte Hoffnung verbreitet das Kind. Es steht für neues Leben und neue Kraft („Aber da stemmte das Kind seine Beine gegen ihre Brust und schrie so kräftig… [Z. 84-86]; ganz stark hat es geschrien [Z. 96]).
Es verbreitet auch eine sehr friedliche Atmosphäre, während es schläft.
Durch das Kind nimmt die ganze Geschichte eine Wendung. Überwiegen am Anfang noch dunkle Beschreibungen, wird es durch das Kind heller. Worte wie „warmes Licht“, „hell“ oder auch „rot“, „lachen“ und „Leben“ überwiegen jetzt. Wenn das Licht auf das Gesicht des Kindes fällt, wirkt es wie ein Heiligenschein (Z. 41/42).
Als die drei Männer in die Handlung eintreten, begegnet der Vater, der wohl der Protagonist der Geschichte ist, da wir über ihn am meisten erfahren, ihnen erst mal mit Misstrauen. Er scheint Angst um sein Kind, die neu entstehende Hoffnung, zu haben. Doch als die Männer eintreten und ihre Geschenke verteilen, traut er ihnen und hat eher etwas Mitleid wegen ihrer Kriegsverletzungen. Die drei Männer schenken Bonbons und Tabak. Diese Waren waren in der Nachkriegszeit nicht nur rar, sondern auch teuer.
Der Esel, den der eine Mann geschnitzt hat, ist ein Zeichen für Liebe. Er hat sich dafür viel Mühe gegeben und schenkt es nun weiter.
Als die „Heiligen“ wieder gehen, findet der Mann sie immer noch sonderbar, aber trotzdem nett, da sie sehr selbstlos gehandelt haben. Sie haben selber kaum etwas und geben trotzdem noch etwas von dem ab, was sie haben.

Die Frau verbindet diese Selbstlosigkeit mit der Tatsache, dass an dem Tag Weihnachten ist. Da der Mann diese Worte wiederholt, bringt er den Leser dazu selbst über die Bedeutung von Weihnachten nach zu denken.
Außerdem hat die Geschichte Ähnlichkeit und viele Parallelen zu der Weihnachtsgeschichte in der Bibel. Das Kind, das geboren wird, steht für das Christkind, welches zu seiner Zeit auch Hoffnung verbreitet hat. Die drei Männer stehen für die heiligen drei Könige und Vater und Mutter für Maria und Joseph. Auch die ärmlichen Verhältnisse sind übertragbar.


Aber Borchert arbeitet nicht nur mit den Stilmitteln des Vergleiches und der Wiederholung sowie mit Metaphern, sondern auch mit Personifizierungen. Im ersten Abschnitt schreibt er, dass der Boden erschrocken war, die Latte aufseufzte, die Tür weinte und das Holz seufzte. Diese Personifizierungen zeigen ebenfalls, wie erwähnt, die Hilflosigkeit und Trauer des Mannes. Von dem Startpunkt aus beschreibt Borchert gut die entstehende Hoffnung, die in einer solch schweren Zeit auch notwendig ist.
Borchert will zeigen, wie wichtig es gerade zu Weihnachten ist, anderen Menschen Hoffnung zu geben und dass immer Hoffnung vorhanden ist, egal wie schwer die Situation auch scheint.
Er schreibt die Hoffnung groß und bringt so den Leser dazu, selbst darüber nachzudenken und eventuell selbst Gutes zu Weihnachten zu tun.

Lehrerkommentar: Auf die Metaphorik sollte noch differenzierter eingegangen werden.

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4.1 / 5 Sternen (59 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: 13. Klasse
  • Erstellt: 2013
  • Note: 2+
  • Aktualisiert: 04.07.16

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  • Dogan schrieb am 17.03.2015:

    @Julian ... da kann man nur sagen DAU ..
    Vielleicht sollte man da mal drüber lesen und alles überprüfen.
    Selber schuld würde ich mal sagen..

  • Jakob schrieb am 15.01.2015:

    Ja des is dann natürlich Dummheit den vollkommen zu kopieren

  • Julian schrieb am 29.09.2014:

    Es steht da ich bekomme eine 2+, habe aber eine 6 bekommen weil ich die Text eins zu eins markiert habe und ihn dann mit quelle versehen abgegeben habe. Fake!!!!

  • Julian Friedrich schrieb am 26.09.2014:

    Ist ziemlich rofl coopter

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