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"Die drei dunklen Könige" Interpretation & Inhaltsangabe

Inhaltsverzeichnis

Wolfgang Borchert: "Die drei dunklen Könige" Interpretation & Inhaltsangabe.

In der Kurzgeschichte 'Die drei dunklen Könige' von Wolfgang Borchert geht es um eine kleine, hungrige Familie, die an Weihnachten von drei Männern Besuch bekommt. Die Handlung, an der die Familie (Mann, Frau, neugeborenes Kind) und die drei Männer beteiligt sind, spielt höchstwahrscheinlich im Krieg oder kurz danach. Das ist daran zu erkennen, dass die drei Männer Uniformen tragen (Z.37). Außerdem heißt es am Anfang: 'Die Häuser standen abgebrochen gegen den Himmel' (Z.1). Damit könnten kaputte, niederbobadierte Häuser geimeint sein.
Der Text ist nicht besonders gegliedert. Es gibt zwar wörtliche Rede, aber diese ist nicht besonders gekennzeichnet. Am Anfang überwiegen dunklere, unheilbringende Wörter, z.B. 'dunkel', érschrocken', aufseufzte'. Es gibt keinen Mond, keine Sterne...keine Hoffnung. Im Laufe des Textes ändert sich das und es kommen am Schluss fast nur hoffnungsvolle Wörter vor, z.B. 'lachen, hell, süß, schlafendes Gesicht, Licht'. Ein bzw. zwei Wörter werden öfter genannt: mürbe und süß: 'Das Holz roch mürbe und süß' (Z.3/4). Sie passen zum Anfang wie auch zum Schluß: dieser süße Duft, Hoffnung und irgendwie auch Tod.

Die Hauptperson ist der Mann, da man vom ihm am meisten erfährt. Ihn begleitet der Leser durch die ganze Geschichte und erfährt seine Gedanken und Sorgen. Er sorgt sich um seine Frau und sein Kind. Als er nach Hause kommt und seine Frau mit dem Kind frieren sieht, packt ihn die Wut und er denkt: 'Nun hat sie ihr Kind gekriegt und muss frieren.' (Z.17/18). Er möchte jemandem 'dafür die Fäuste ins Gesicht schlagen!' (Z.18). Dieses 'fäuste ins Gesicht schlagen' wiederholt sich noch zweimal (Z.21 und 46). Immer geht es dann um die Hilflosigkeit, dass er seiner Familie nicht helfen kann, z.B. ihnen richtiges Essen zu beschaffen (außer Haferflocken) oder ihnen Wärme zu geben. Als die drei Männer an seine Tür klopfen, will er sie zuerst nicht herreinlassen, da er Angst um das Kind hat: 'Aber wir haben ein Kind, sagte der Mann zu ihnen.' (Z.13). Die drei Männer sind uniformiert. Einer hat keine Hände, der andere hat Wasser in den Füßen vom Hungern und der dritte zittert die ganze Zeit, weil er es mit den Nerven hat.

Sie müssen schon viel erlebt haben. Sie schenken dem Jungen einen Esel aus Holz und der Frau zwei gelbe Bonbons. Bonbons, wie auch Tabak, waren in Kriegszeiten sehr selten und daher etwas ganz besonderes und eine selbstlose Gabe für die Familie. Über die Männer erfährt man fast nichts. Man weiß nicht woher sie kommen, was sie wollen oder wohin sie gehen. Sie werden als dunkle und tiefgründige Personen beschrieben. Andererseits geben sie jedoch Hoffnung, da sie gute Menschen sind, weil sie der Familie Geschenke bringen. Das Kind wird als Hilflose kleine Person beschrieben. Es ist zwar erst eine Stunde alt, jedoch ist es schon ziemlich stark: 'Aber da stemmte das Kind seine Beine gegen ihre Brust und schrie so kräftig, dass die drei Dunklen die Füße aufhoben und zur Tür schlichen.' (Z.41/42). Das Kind ist ein Hoffnungsträger, da es ein Neugeborenes am Ende des Krieges ist. Es wehrt sich gegen die Dunkelheit.

Die ganze Geschichte ähnelt ein wenig der von Jesus und den drei Königen. Vorallem, weil es gerade Weihnachten ist. Jesus wurde auch an Weihnachten geboren, wie das kleine Kind, und die drei Könige bringen dem Kind auch Geschenke, wie die drei Männer. Vielleicht soll das Kind ein Neuanfang sein, so wie Jesus.

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4.2 / 5 Sternen (5 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: Keine Angabe
  • Erstellt: 2014
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 28.07.16

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