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"Die Jury" Interpretation, Zusammenfassung & Charakterisierung

Inhaltsverzeichnis

Folgend eine Interpretation und Charakterisierung des Romans "Die Jury" (geschrieben von John Grisham). Eine genaue Inhaltsangabe findet eher zwischen den Zeilen  indirekt statt, jedoch ergibt sich eine Zusammenfassung des Inhalts beim Lesen dieser Hausaufgabe ganz von selbst, weil das Wichtigste geschildert wird.

Charakterisierung der Personen  aus "Die Jury"


Charakterisierung Jake Brigance

Jake Brigance ist ein 32 jähriger Anwalt aus Clanton.Ursprünglich stammt er aus Karaway, ein kleiner Ort mit 2500 Einwohnern, etwa 30 km von Clanton entfernt. Er ist verheiratet mit Carla und hat mir ihr eine 4-jährige Tochter Hanna. Ausserdem haben sie einen Hund: Max. Er ist ein attraktiver Mann mit glatten braunen Haaren.
Er arbeitet sehr hart und zwingt sich zur Selbstdisziplin, so steht er jeden Morgen spätestens um halb 6 auf, um dann in sein Stammcafé zu gehen und anschließend mit der Arbeit zu beginnen. Er ist ein gutgelaunter, optimistischer Mensch und kein Morgenmuffel.

In seinem Stammcafé verkehren hauptsächliche Schwarze, er ist einer der wenigen White Colars (Kopf- bzw Büroarbeiter) die dort geduldet werden. Viele der Gäste dort haben schon seine Dienste als Anwalt in Anspruch genommen. So hat er auch schon den Bruder von Carl Lee Hailey vor Gericht vertreten, daher leidet er auch mit der Familie als er von der Vergewaltigung von Tonya erfährt.

Er ist redlich, konservativ und gläubiger Presbyterianer. Er arbeitet geordnet und systematisch, er achtet streng darauf keine Zeit zu verlieren, ausserdem arbeitet er allein. Er ist der Meinung, dass keiner seiner Kollegen kompetent genug ist um sein Partner zu sein. Er ist stolz darauf ein Straßenanwalt im Alleingang zu sein. Ozzie Walls, der Sheriff von Clanton, ist ein guter Bekannter von ihm, er vertraut ihm und sie mögen und respektieren sich. Als der Prozess beginnt weckt das Jakes Liebe zu den Kameras, er verurteilt zwar den Staatsanwalt dafür, dass er im Mittelpunkt stehen will, ist aber selbst nicht anders. Er ist clever, er gibt strategisch Interviews, denn durch die Presse versucht er schon vor Prozessbeginn die Meinung der Bevölkerung zu beeinflussen. Er versucht für Carl Lee Mitleid zu erregen.

Er gibt sich cool, er macht sich wegen den anonymen Anrufen Sorgen, gibt es jedoch nicht zu. Er verspricht seiner Frau den Fall niederzulegen falls es ernst wird und eine ernsthafte Gefahr besteht,er macht sich anscheinend Sorgen um die Familie. Als dann aber wirklich ein Anschlag auf ihn und seine Familie verübt wird, schickt er lediglich seine Frau und Hanna zu Carlas Eltern, bricht aber sein Versprechen und arbeitet weiter an dem Fall. Er ist schon fast besessen von dem Kampf um einen Freispruch für Carl Lee. Er ignoriert seine anderen Klienten, macht sich keine Gedanken um die Rechnungen und ist Tag und Nacht mit dem Fall beschäftigt. Das Verfahren macht ihn körperlich und geistig kaputt.

Er schläft kaum noch, fängt wieder an zu Trinken, ist enormem Stress ausgestetzt und muss zusätzlich zu jeder Minute um sein Leben fürchten. In der Endphase des Prozesses verfällt der Anwalt für kurze Zeit in ein tief und ist der Überzeugung, dass sein ganzes Leben und seine Existenz gefährdet ist. Er merkt dass ihn dieser Fall kaputt macht, als er aber die Möglichkeit hat unbeschadet seine Pflichten als Anwalt zu übergehen, indem er von einem anderen Anwalt ersetzt wird, will er das nicht. Er kämpft mit allen Mitteln um diesen Fall wiederzubekommen. An dieser Stelle wird auch deutlich welche Ausdauer Jake bei dem Kampf um das Verfahren beweist.

Ebenfalls wir deutlich, dass er sehr stolz und kein guter Verlierer ist. Nachdem er ersetzt worden ist fühlt er sich gedemütigt und in seinem Stolz verletzt. Ihm ist das so peinlich, dass er sich nicht mehr draussen blicken lässt, weder in der Kirche, in seinem Stammcafé noch im Gerichtsgebäude. Ein weiterer Grund warum er das Verfahren weiter führen will ist, dass ihm eine Niederlage peinlich ist, besonders im Bezug auf den Staatsanwalt. Er verabscheut Buckley, den Staatsanwalt.Vor Gericht führen sie eine Art Kleinkreig und versuchen sich gegenseitig so oft es geht zu demütigen. Jake hasst Buckleys überschwengliche und arrogante Art. Doch obwohl er mitbekommt, dass Buckley mit illegalen Mitteln wie Bestechung arbeitet, verletzt er seine ethnischen Grundsätze nicht. Er arbeitet sehr hart und ist stolz darauf länger zu arbeiten als alle anderen Anwälte der Fort County. Sein Ziel besteht darin vor Sonnenaufgang die Arbeit zu beginnen und erst nach Sonnenuntergang zu beenden.
Er liebt seine Frau und seine Tochter über alles. Als sie nach dem Anschlag bis zum Ende des Prozesses zu Carlas Eltern ziehen vermisst er sie. Er ist auch sonst familiär gebunden, er fährt gerne zu seinen Eltern und in seinem Elternhaus kommen in ihm Erinnerungen von früher auf. Während des Prozesses vermisst er auch seine Eltern.

Charakterisierung Carl Lee Hailey

Carl Lee Hailey ist ein 37-jähriger, schwarzer Arbeiter in einer Papierfabrik.
Er ist ein treusorgender Familienvater und würde alles für seine Familie tun. Ganz besonders liebt er seine Tochter, die etwas besonderes für ihn ist. Als er von der Vergewaltigung erfährt kann er es gar nicht glauben. Für ihn gibt es nur noch ein Ziel, er muss die Peiniger seiner Tochter umbringen. Er meint das wäre er seiner Tochter und seiner Familie schuldig. Durch einen kriminellen Freund, Cat Bruster, dem er einmal im Vietnamkrieg das Leben gerettet hat, kommt er an eine passende Waffe für den Mord. Ausserdem bekommt er Unterstützung von seinem Bruder, der selbst vor einigen Jahren jemanden getötet hatte, Carl Lee Hailey bringt die Täter um, als die nach einer Anhörung den Gerichtssaal verlassen.

Er schießt auf sie und lacht wie ein „Irrer“. Auch wenn er nun mit dem Tod in der Gaskammer rechnen muss fühlt er sich nach dem Mord erleichtert. Er unterschätzt jedoch die Situation, er denk es wäre relativ einfach für Jake, seinen Verteidiger, einen Freispruch herauszuholen. Jake muss ihn eines besseren belehren. Vor dem Mord war er sich sicher das Richtige zu tun, auch nach de Mord bereut er nichts, er muss aber einsehen, dass nicht alles glatt läuft. Er hat seinen Beruf in der Papierfabrik verloren, so kann sich seine Familie kein Essen mehr kaufen und ist auf die Hilfe von anderen angewiesen. Auch wird er unruhig wegen der langen Zeit im Gefängnis, den Anwälten, die sich um ihn reißen und den Psychiatern die alle viel zu teuer sind. Das einzige warum er aber den ord wirklich bereuen könnte, ist die Tatsache, das er einen Unschuldigen, Deputy Looney angeschossen, und er damit einen Teil seines Peines verloren hat.

Er hat großes Vertrauen zu seinem Bruder und fühlt sich ihm eng verbunden. Trotzdem will er, als es um die Frage geht, wen er als Anwalt nun letztendlich engagiert, dass niemand, nicht mal Lester, versucht in seine Entscheidung einzugreifen. Er ist der Angeklagte und es ist seine Sache.

Interpretation "Die Jury" (von John Grisham)

Folgend wird aus dem Werk "Die Jury" versucht werden, das Hauptproblem herauszulesen, zu deuten, zu hinterfragen, zu erläutern und schließlich zu interpretieren und zu analysieren, worum es denn nun wirklich geht, was der "point" wäre: In dem Roman „Die Jury“ von John Grisham besteht das Hauptproblem im Rassismus.
Als erstes möchte ich versuchen nähe darauf einzugehen, was Rassisnmus eigentlich ist. In meinem Lexikon steht, „Rassismus sei eine diskriminierende Abqualifizierung anderer Rassen, bei gleichzeitiger Aufwertung der eigenen Rasse.“ In einem anderen Lexikon kann man lesen, „dass Rassismus die Auffassung sei, dass die verschiedenen Menschenrassen einen unterschiedlich hohen Wert haben, und dass häufig gewaltsame Vertreter dieser Auffassung, besonders in Gebieten, wo durch das Nebeneinander verschiedener Rassen soziale und politische Spannungen, Rassenprobleme, entstanden sind.“
Bis vor kurzem wurden rassistische Denkrichtungen wissenschaftlich unterstützt, mit der Begründung, dass die verschiedenen Menschenrassen charakteristische Genkombinationen besitzen würden. Doch neueste Forschungsergebnisse entziehen nun solchen Behauptungen jegliche Grundlage.
Demzufolge lässt sich darauf schließen, dass der Rassismus auf Vorurteilen und das nicht- respektieren der verschiedenen kulturellen Lebensweisen basiert.

Überall dort, wo sich Menschen verschiedener Hautfarbe, Religion, Sprachen und Lebensauffassung begegnen, treten Gegensätze auf, die ausgeglichen und Spannungen die entschärft werden müssen. Die Verschiedenheit der Menschen gibt Probleme auf, die im Alltag, in der Schule, im Beruf und in der Freizeit immer wieder zu spüren sind.
Vorschnell gefaßte Urteile hemmen oder zerstören gar jeglichen zwischenmenschlichen
Kontakt. Sie betreffen die schwarze Frau in Amerika ebenso wie den alten Mann aus den
Schweizer Alpen oder Modedesigner in Deutschland.
Vorurteile sind keine modernen Zeiterscheinungen. Sie gibt es seit Jahrtausenden. Seit die Menschen existieren, die sich nach eben diesen Merkmalen wie Rassen und Religion unterscheiden, haben sich die Menschen über andere Menschen mit anderen Gewohnheiten Meinungen gebildet. Fehlurteile und irrige Ansichten sind dabei immer wieder entstanden. Viele dieser falschen Urteile blieben nicht nur auf ein Zeitalter beschränkt, sondern haben sich von Generation zu Generation weitervererbt.

Die Eltern und Großeltern geben tief verwurzelte Meinungen und „Erfahrungen“ an die Kinder weiter ohne dabei zu bedenken, wie sehr sich die Welt und die Menschen gewandelt haben. Diese Tatsache findet man auch in dem Roman wieder, wo ein Vetter, von einem der beiden Vergewaltiger, sich daran erinnert wie sein Großvater, der Mitglied des Ku-Klux-Klan gewesen war, ihnen Geschichten über „aufgehängte Nigger“ u.ä. erzählte. Die Ansichten, dass Schwarze keine Rechte haben, wurde auch in dieser Familie von Generation zu Generation weiter gegeben. In der Geschichte gab es schon immer gesellschaftliche Unterschiede. Die Weißen hatten schon immer eine höhere Stellung in der Gesellschaft als die Schwarzen, die als verschlagen, faul und nachlässig galten. Zitat: "Deshalb sind die Neger Sklaven der anderen Menschen. Man kann sagen, dass ihre Intelligenz nicht einfach andersgeartet ist als die unsrige, sie ist ihr weit unterlegen:"
In Amerika, wird deutlich, welche Rechte Schwarzen vor gar nicht so langer Zeit verwehrt wurden. Martin Luther King ist wohl der bekannteste Mann, der sich für die Rechte der Schwarzen eingestzt hat.Während seines Studiums begann sich King für Mohandas K. Gandhi zu interessieren, dessen Lehren zum Kern seiner eigenen Philosophie des gewaltlosen Widerstandes werden sollten.

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Ein erster Erfolg der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung wurde 1954 erzielt, als der Oberste Gerichtshof ein Verbot der Rassentrennung an öffentlichen Schulen aussprach..
1955 wurde King gebeten, einen Boykott der Omnibusse in Montgomery anzuführen. Die schwarzen Führer der Stadt hatten den Boykott organisiert, um gegen Rassentrennung in öffentlichen Verkehrsmitteln zu protestieren. Unmittelbarer Anlass war die Festnahme von Rosa Parks, einer Schwarzen, die sich geweigert hatte, einem weißen Fahrgast ihren Sitzplatz zu überlassen. Im Lauf der 381 Tage dauernden Aktion wurde King festgenommen und inhaftiert, sein Haus wurde in die Luft gesprengt, und er bekam mehrere Morddrohungen. Der Boykott endete 1956 mit einem Erlass des Obersten Gerichtshofes, der jegliche Art von Rassentrennung in öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt für gesetzwidrig erklärte. Der Montgomery-Boykott war ein klarer Sieg des gewaltlosen Widerstandes, und King ging aus ihm als hoch angesehener Führer der Schwarzen hervor.

Schwarze Kirchenmänner aus dem ganzen Süden organisierten in Reaktion auf den Erfolg des Boykotts in Montgomery, 1957 die Southern Christian Leadership Conference (SCLC) mit King als ihrem Präsidenten. Im Mai 1957 rief Martin zu einem Sternmarsch nach Washington auf, um den Forderung, das Wahlrecht für die Schwarzen, Nachdruck zu verleihen.
1958 entrann Martin nur knapp dem Tod, als Izola Curry ihn, zum Auftakt seiner Buchpremiere in Harlem, erstechen wollte.
Bei einem Besuch in Indien 1959 konnte King intensiv Ghandis Prinzip des Satyagraha studieren, des gewaltlosen Widerstandes, das King seinem sozialen Protest zugrunde gelegt hatte.
1960 wird King zum Kopastoren an der Ebenezer Baptist Church gewählt. Er, seine Frau und seine Kinder ziehen nach Atlanta. Am 1. Februar begannen die sogenannten Sit-ins. Weiße und Schwarze Jugendliche besetzen öffentliche Gebäude um die Desegregation zu erreichen. Im Herbst wurde Atlanta der Schauplatz einer solchen Sit-in-Auktion. Der Zweitpastor erschien wie die anderen Demonstranten mit Protestplakaten und landete im Gefängnis. Durch die Hilfe von Kennedy gelangte King im Oktober wieder an die Freiheit.
1961 wollen schwarze und weiße Studenten die Aufhebungstrennungsbestimmungen bei den zwischenstaatlichen Verkehrsbetrieben der USA erzwingen. Martin Luther King wollte nicht mehr länger warten. Er suchte nach einem geeigneten Schauplatz für eine öffentliche Konfrontation mit dem rassistischen System und fand ihn in Albany. Dort rief er zum Boykott der segregierten öffentlichen Einrichtungen auf.
1963 führt King eine Bürgerrechtskampagne in Birmingham (Alabama) an und organisiert Aktionen für die Aufnahme von Schwarzen in die Wählerlisten, gegen Rassentrennung, für bessere Schulbildung und Wohnungen. Während dieser gewaltlosen Kampagnen wurde er mehrmals festgenommen. Am 28. August 1963 sollte ein weiterer Höhepunkt in der Lebensgeschichte Martin Luther Kings und der Bürgerrechtsbewegung stattfinden: der "Marsch auf Washington". Etwas ähnliches hatte bis dahin niemals zuvor stattgefunden: 200.000 Schwarze und Weiße marschierten gemeinsam in die Hauptstadt ein, um vor dem Denkmal Abraham Lincolns, zu demonstrieren. Den größten Eindruck jedoch hinterließ Dr. Martin Luther King. Im Time Magazine wurde King zum "Mann des Jahres" erklärt und es war zu lesen: "Nach 1963 wird der Neger dank der Hilfe Martin Luther King Jr. nie wieder sein, wo er vorher war."
Was sicherlich jedem am stärksten in Erinnerung blieb, war Martin Luther Kings berühmte Rede "I have a dream".
1964 wurde das bislang weitreichendste Gesetz gegen die Benachteiligung der Schwarzamerikaner von Johnson unterschrieben. Auch in diesem Jahr waren wieder Rassenunruhen in Harlem, New Jersey, Illinois und Pennsylvania. Im September besuchte King Berlin und wird in Rom vom Papst empfangen. Martin Luther King Jr. wurde in diesem Jahr der Friedensnobelpreis für seine Arbeit in der Bürgerrechtsbewegung verliehen.
1965 aber auch in den darauffolgenden Jahren kam es in den Schwarzenvierteln von Los Angeles unter dem Schlagwort „Black Power“ zu Unruhen, doch die Bemühungen Kings diese zu mäßigen schlugen fehl. Er hatte eine starke Ablehnung gegen Kernwaffen.
Martin Luther King schloss sich am Anfang des Jahres 1967 der Bewegung gegen den Vietnamkrieg an. King zog im selben Jahr noch in die Slums und begann mit der Anti-Ghettokampagne. Am 4. April 1967 präsentiert Martin in der Riverside -Church New Yorks seine Forderungen an die Regierung wie z. B. Beendigung der Bombardierung von Nord- und Südvietnam; Verminderung der amerikanischen Militärpräsenz in ganz Südostasien... Der „Marsch der Armen“ nach Washington und verschiedene Rassenunruhen in Newark, New Jersey und Detroit gefährdeten seine Führungsposition.

Er war jedoch keineswegs entmutigt, denn wie er am 3. April 1968 sagte, habe er „the Promised Land“ (das Gelobte Land) gesehen. Einen Tag später wurde King in Memphis (Tennessee) erschossen. Mehrere hunderttausend Menschen kamen zu seiner Beerdigung in Atlanta. Ein weißer entflohener Häftling, James Earl Ray, wurde wegen des Mordes festgenommen, er erklärte sich schuldig und wurde im März 1969 zu 99 Jahren Gefängnis verurteilt.
1983 wurde der dritte Montag im Januar zu Ehren Martin Luther Kings zum Nationalfeiertag erklärt. Sein Geburtshaus und sein Grab in Atlanta gehören zu den nationalen Denkmälern der USA.
Das neue Selbstbewusstsein, das mit Hilfe von Martin Luther King entstanden war, zeigte sich besonders im Sport. Der Schwergewichtsboxer Muhammad Ali wurde zur Symbolfigur des neuen „schwarzen“ Selbstbewusstseins. Er verweigerte sich konsequent den Rollen, die den Afroamerikanern von der dominanten euroamerikanischen Gesellschaft zugewiesen wurden.

Der „Größte“, wie er sich nannte, stieg als erster Afroamerikaner zum Medienstar auf und wurde für die euroamerikanische Bevölkerungsmehrheit zum meistgehassten Mann der sechziger Jahre. Die Bürgerrechtsbewegung der sechziger Jahre wirkte sich auf das soziale und kulturelle Leben der Afroamerikaner aus. Wie in den zwanziger Jahren entwickelte sich bei der schwarzen Bevölkerung ein zunehmendes Interesse an afrikanischer und afroamerikanischer Geschichte.
In den siebziger Jahren gewannen bei der afroamerikanischen Bevölkerung zunehmend Führungspersönlichkeiten an Bedeutung, die mit ihren Ideen nicht auf eine radikale Änderung der sozialen Ordnung Amerikas zielten. Thurgood Marshall war der erste Schwarze, der in den Obersten US-Gerichtshof berufen wurde.
Die wirtschaftliche Lage der Afroamerikaner hat sich in den letzten 20 Jahren allgemein verschlechtert. In den siebziger und Anfang der achtziger Jahre stieg zunächst der Anteil der afroamerikanischen Akademiker, wodurch sich die schwarze Mittelschicht vergrößerte. Ende der achtziger Jahre begann für viele aus diesen Mittelschichten bereits wieder der soziale Abstieg.

1980 waren an amerikanischen Hochschulen 9,2 Prozent Afroamerikaner eingeschrieben. Diese Zahl ging 1990 auf 8,9 Prozent und 1992 auf sechs Prozent zurück. Einige der wichtigsten Industriezweige der USA haben begonnen, statt ungelernter Afroamerikaner ausländische Arbeitskräfte zu beschäftigen, die meist nicht gewerkschaftlich organisiert sind und unter dem Mindestlohn arbeiten. Ohne ihre Arbeitsplätze in der Industrie sind die Ghettobewohner in wirtschaftlich notleidenden Gebieten meist auf staatliche Fürsorge angewiesen. Fast die Hälfte aller Sozialhilfeempfänger sind Afroamerikaner, die meisten von diesen alleinerziehende Mütter. Ein Drittel der Afroamerikaner lebt unter der Armutsgrenze. Ihre durchschnittliche Lebenserwartung liegt sechs Jahre unter der der Euroamerikaner, die Sterblichkeitsrate afroamerikanischer Kinder ist doppelt, die von Müttern während der Geburt sogar dreimal so hoch wie bei Euroamerikanern. Jeder dritte männliche Afroamerikaner im Alter zwischen 14 und 35 Jahren ist eines Verbrechens angeklagt, sitzt in Untersuchungshaft oder im Gefängnis. Die Zahl der jungen afroamerikanischen Männer, die Haftstrafen verbüßen, ist größer als die Zahl afroamerikanischer Studenten.

1994 waren siebenmal so viele afroamerikanische wie euroamerikanische Bürger inhaftiert. In diesen Zahlen schlägt sich allerdings nicht nur die sozial bedingte hohe Kriminalitätsrate unter Afroamerikanern nieder, sondern sie werden auch, nicht nur von Bürgerrechtlern, als Indiz für eine nach wie vor rassistische Rechtsprechung in den Vereinigten Staaten interpretiert.
Die gespannte soziale Lage entlud sich u. a. in den gewalttätigen Aufständen, den riots afroamerikanischer, hispanischer und weißer Jugendlicher in Los Angeles 1992, die nach dem Freispruch von Polizisten, die den Afroamerikaner Rodney King brutal zusammengeschlagen hatten, ausbrachen. In den neunziger Jahren haben der Rap und die Figur des Malcolm X sich als wichtigste Bezugspunkte afroamerikanischer Jugendkultur etabliert. In der Rap-Szene gibt es politisch gegenläufige Tendenzen. Musiker versuchen mit sozialkritischen Songs auf Missstände auch in den afroamerikanischen Gemeinden hinzuweisen.
Für die neunziger Jahre zeichnet sich zum einen eine politische und religiöse Radikalisierung der afroamerikanischen Bevölkerung ab, zum anderen vergrößern sich erneut politische und kulturelle Differenzen zwischen afroamerikanischen und euroamerikanischen Bürgern

Kritik und persönliche/ Schüler-Rezension zum Buch "Die Jury"


Meiner Meinung nach ist der Roman „Die Jury“ von John Grisham gut lesbar. Alle Situationen sind ausführlich geschildert und so gut verständlich.Der Roman ist aktuell, da das Hauptproblem, der Rassismus, leider immer noch besteht, nicht nur in Amerika sondern auf der ganzen Welt. Ich denke aber, bei dem Lesen des Buches vergisst man sehr schnell, was Rassismus für uns eigentlich heißt.In dem Buch nimmt es riesen Ausmaße an, riesen Gruppen aus Schwarzen kämpfen gegen die Anhänger des Ku-Klux-Klan, oder es werden Anschläge auf Farbige oder „Verbündete“ der Farbigen verübt. Dabei vergisst man schnell, dass Rassismus schon im kleinen anfängt, und jeder ist täglich mit solchen Situationen konfrontiert. Während des Lesens ergreift an Partei für Carl Lee, den armen, schwarzen, treusorgenden Familienvater, der nur seine Tochter beschützen will und verurteilt alle, die ihm dieses Recht nehmen wollen, nur weil er schwarz ist. Dabei sollte sich jeder selbst fragen wie er sich im Alltag entscheidet wenn er beispielsweise in einen Bus einsteigt und zwei freie Sitzplätze sieht, einer neben einem Deutschen, einer neben einem Ausländer. Dort fängt der Rassismus an. Schnell ist gesagt, ich bin nicht rassistisch, doch dieses Denken ist fest in unserer Gesellschaft verankert. Die verschiedensten Völkergruppen sind mit eigenen Vorurteilen gebranntmarkt und es ist schwer so etwas aus dem Kopf zu bekommen.
Die Hauptpersonen sind ausführlich geschildert, so kann man sich leicht in die Situationen und Gefühlslagen hineinversetzten.

Ich kann das Buch nur weiter empfehlen, besonders an Menschen, die sich für den „Anwalts-Beruf“ interessieren, da man tiefe Einblicke in diesen Anstrengenden aber auch interessanten Beruf bekommt.
„Im Blickpunkt des Romans steht der sensationelle Prozeß um einen Vater – einen Schwarzen -, der die brutalen Vergewaltiger seiner Tochter – zwei Weiße – hinrichtet. Aber der Leser erlebt diesen Mordprozeß nicht aus der Perspektive des Gerichtssaals. John Grisham fürht ihn hinter die Kulissen und deckt die inneren und äußeren Verflechtungen auf, die den Prozessverlauf in entscheidender Weise bestimmen. Da stehen sich die persönlichen Interessen von Richterm Staatsanwalt und Verteidiger entgegen. Die Machenschaften der Presse spielen eine Rolle, und nicht zuletzt der Rassenkonflikt. John Grisham durchleuchtet die skandalöse Methoden einer Rechtspraxis, dir mit dem geschriebenen Recht nur wenig zu tun hat, mit schonungslosem Realismus.“ 

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5 / 5 Sternen (1 Bewertung)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: 12. Klasse
  • Erstellt: 2014
  • Note: 1-
  • Aktualisiert: 22.07.16

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