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"Die Kunst des Liebens" Inhaltsangabe & Interpretation (Erich Fromm)

Inhaltsverzeichnis

Diese Inhaltsangabe ist auch als Referat bzw Vortrag verwendbar! Ebenso kann hieraus auch sehr deutlich eine Interpretation und Analyse zur "Kunst des Liebens" abgeleitet werden.

Fromm geht in seiner Einführung, „Ist Lieben eine Kunst“ zu diesem Buch davon aus, dass die Liebe eine Kunst ist, welche man wie jede andere auch erlernen muß.
Das den Menschen dieses so schwer fällt beruht auf der Grundannahme, dass man selber geliebt werden möchte und die Fähigkeit des Liebens nicht erst erlernen muß. Ursachen für diese Einstellung sind in der Kultur und ihrer Veränderung im Laufe der Zeit zu sehen und darin, dass der Zustand des Verliebtseins mit der Liebe verwechselt wird.
Diese Sichtweise von der Liebe führt dazu, dass man sich zu wenig Gedanken über die Liebe macht, sie als selbstverständlich betrachtet und sich somit nicht damit auseinandersetzt, was man als Mensch dazu beitragen kann, dass die Liebe gelingt. Aber man kann einen Lernprozeß beschreiben, der die Möglichkeit eröffnet das Lieben zu erlernen: Dieses geschieht in einer gewissen Reihenfolge:
1. Das Lieben muß in der Theorie erlernt und beherrscht werden.
2. Das Lieben muß in der Praxis erlernt und beherrscht werden.
3. Wir müssen tief in unserem Innern wirklich die Kunst des Liebens erlernen wollen.
An dem letztem Punkt jedoch scheitern die meisten Menschen, denn für viele ist das Geld, das Prestige und die Macht wichtiger als die Liebe.

Liebe als Antwort auf das Problem der menschlichen Existenz

In dem zweiten Kapitel „Die Theorie der Liebe“, welches er in drei Abschnitte unterteilt, berichtet Fromm im ersten Teilabschnitt „Liebe als Antwort auf das Problem der menschlichen Existenz“ darüber, warum es für Menschen so wichtig ist, nicht das Gefühl zu bekommen abgetrennt zu sein. Nach Fromm nämlich braucht der Mensch schon von Geburt an Liebe und Zuneigung. Dieses liegt daran, dass er sehr schnell erkennt, dass er alleine ist. Dieses Bewußtsein führt dazu, ein Bedürfnis nach Liebe zu entwickeln, um die Angst vor dem Alleinsein zu bekämpfen. Ein kleines Kind sucht diese Befriedigung zuerst bei seiner Mutter. Später reicht ihm diese nicht mehr und es sucht andere Wege um Zuneigung zu erlangen. Einige Menschen suchen diese innerliche Befriedigung nicht durch Zuneigung, sondern durch Drogen und Alkohol. Auch ist Fromm der Meinung, dass der Geschlechtsverkehr zweier Menschen für eine gewisse Zeit nach diesem dasselbe befriedigende Gefühl in ihnen auslöst wie Drogen und Alkohol.
Das Verlangen nach Vereinigung mit anderen Menschen zeigt sich in der heutigen Gesellschaft darin, mit der Gruppe zu der man gehört, konform (gleich) zu gehen. Individuelle Unterschiede zeigen sich nur in Kleinigkeiten. Gleichzeitig bedeutet der Begriff der Gleichheit in der gegenwärtigen kapitalistischen Gesellschaft eine Standardisierung der Menschen. Ursache dafür ist, dass in unserem System möglichst alle Menschen gleich einsetzbar sein sollten. Damit schwindet allerdings auch die Gegensätzlichkeit zwischen Mann und Frau. Sie werden sich gleich und sind nicht gleichberechtigt. Das hat zur Folge, dass auch die erotische Liebe schwindet, die nämlich auf dieser Polarität beruht.
Dieser Wunsch nach Konformität dient dazu, die aus dem Abgetrenntsein entspringende Angst zu mildern. Auch die Arbeits- und Vergnügungsroutine dient diesem Zweck. In diesem Prozeß ist der Mensch nur eine Nummer, egal ob er oben oder weiter unten in der Hierachie steht.. Eine Chance zur Individualität zu gelangen liegt im schöpferischen Tätigsein. Aber auch diese Arbeit ist nicht zwischenmenschlicher Art. Aber gerade der Wusch nach einer Beziehung zu anderen Menschen, einer Vereinigung, ist das intensivste Streben. Befriedigung findet der Mensch also nur in der Liebe. Dies ist die Kraft, welche die Menschen zusammenhält.
Spricht man von Liebe, so muß man sich klar darüber werden, welche Art von Einheit man meint:
1. eine symbiotische Vereinigung bei der ein Mensch den anderen beherrscht oder sich ein Mensch dem anderen unterwirft. Immer schafft diese Form der Liebe eine Abhängigkeit,
2. eine reife Liebe, bei deren Vereinigung die eigene Integrität und Individualität bewahrt bleibt.
Liebe sollte also etwas sein, das man in sich selbst verwirklicht, nicht etwas, dem man verfällt. Somit ist Liebe eine Aktivität, in der man in erster Linie etwas gibt und nicht empfängt. Hier kommt die eigene Lebendigkeit zum Ausdruck, z. B. beim Geschlechtsakt, in der Beziehung zum Säugling, in bezug auf das materielle Geben und vor allem im zwischenmenschlichen Bereich. Beide: Geber und Nehmer haben ihre Freude. Fazit aus diesen Überlegungen ist: Liebe ist ein Akt des Gebens, sie ist eine Macht, die Liebe erzeugt.
Über das Geben hinaus hat die Liebe folgende Grundelemente:
1. Fürsorge, d. h. tätige Sorge für das, was wir lieben (z. B. Kinder, Blumen)
2. Verantwortungsgefühl, d. h. freiwillig auf die Bedürfnisse anderer reagieren
3. Achtung vor dem Anderen, d. h. den anderen Menschen in seiner Persönlichkeit wahrnehmen, ihn ernst zu nehmen
4. Erkenntnis, d. h. den anderen so zu sehen, wie er wirklich ist, die Hintergründe für sein Verhalten zu erforschen.
Im negativen Sinne macht der Mensch den Versuch der Erkenntnis über Formen der Gewalt, im positiven Sinne versucht er es mit dem Liebesakt.
Liebe ist also der existentielle Wunsch nach Vereinigung mit anderen Menschen, nicht nur bezogen auf den sexuellen Akt, sondern auf den ganzen Menschen.

Liebe zwischen Eltern und Kind

Das Kind macht im Laufe seines Lebens unterschiedliche Erfahrungen. Zunächst ist es hilflos und braucht die allumfassende Liebe der Mutter, die darin mündet, dass es weiß: Ich werde geliebt, weil ich bin. Diese Liebe ist an keine Bedingungen gebunden. Dann wendet es sich dem Vater zu. Er wird neuer Mittelpunkt seiner Zuneigung. Dabei wird es von dem Bedürfnis motiviert, sich das Lob des Vaters zu erwerben und möglichst nicht seinen Unwillen zu erregen. Diese Liebe ist an Bedingungen geknüpft. Aber das Kind kann aktiv zu dieser Beziehung beitragen. Später befreit es sich von der beschützenden Mutter und dem befehlenden Vater. Es wird selber Vater und Mutter.
Wichtig in der Beziehung zwischen Eltern und Kind ist, es unabhängig zu machen und ihm das Gefühl eigener Kompetenz zu geben. Bei Fehlentwicklung in der Vater-Mutter-Bindung kann es zu Neurosen kommen.

Objekte der Liebe

Liebe kann sich nicht auf einen einzelnen Menschen beziehen, sondern muß gleichzeitig die Fähigkeit haben, sich sowohl auf viele Menschen, auf die Welt und auch auf sich selbst zu beziehen. Wer sich nicht selbst lieben kann, kann auch anderen keine Liebe geben. Trotzdem hängt die Art der Liebe vom Objekt ab:

1. Die fundamentalste Art der Liebe ist die Nächstenliebe

Sie entwickelt sich aus dem
Mitleid, erfüllt keinen Zweck für eine selbst, sondern beruht auf der Wahrnehmung der
Bedürfnisse anderer Menschen und der Erkenntnis, dass jeder einmal auf Hilfe angewiesen
Sein kann. Es ist eine Liebe unter Gleichen.

2. Mütterliche Liebe ist bejahend und hat zwei Aspekte:

einerseits die Fürsorge, andererseits
Die Vermittlung einer positiven Einstellung zum Leben. (Es ist gut zu leben!) Da diese
Liebe eine Ungleichheits-Beziehung ist, besteht die Kunst für die Mutter darin, das Kind
Nicht nur so lange zu lieben wie sie es versorgt, sondern vor allem dann, wenn sich das
Kind von ihr entfernt. Aber Mutterliebe kann nur echt sein, wenn sie auch andere Kinder
Lieben kann, grundsätzlich bereit ist, Menschen zu lieben.

3. Erotische Liebe

ist verbunden mit dem Verlangen sich mit einer Person zu vereinen. Die Nähe, die einerseits durch die körperliche Vereinigung, andererseits aber auch durch die Offenbarung über das eigene Leben entsteht, führt scheinbar zu Überwindung der Getrenntheit. Aber diese Art Nähe ist nicht von Dauer und kann dazu führen sich einem anderen Menschen zu zuwenden. Da das sexuelle Begehren meist mit Liebe in Verbindung gebracht wird, kommt es zu den Irrungen, Liebe sei gleich sexuelle Vereinigung. Aber echte Liebe ist ohne Gier, ist Zärtlichkeit. Es muß also zuerst die Liebe generell, auch die Liebe zum Nächsten dasein, bevor es zur körperlichen Liebe kommt. Liebe ist zwar ein unwiderstehliches Gefühl, aber auch mit einer Entscheidung, einem Urteil, einem Versprechen für den anderen Menschen zu verbinden.

4. Die Liebe zu sich selbst

ist untrennbar mit der Liebe zu anderen Menschen verbunden,
denn „Liebe ist grundsätzlich unteilbar“. Kann man sich nicht selber lieben, kann man
auch keinen anderen lieben. Selbstsucht bedeutet, dass man nur Freude am Nehmen, nicht aber am Geben hat.
„Selbstsucht und Selbstliebe sind keineswegs identisch, sondern in Wirklichkeit Gegensätze.“

5. Auch die Liebe zu Gott

entspringt dem existentiellen Verlangen das Getrenntsein zu
Überwinden und zur Einheit zu gelangen.. Dies wird auch in der Entwicklung der menschlichen Rasse deutlich, die auf jeder Stufe eine Form der Gottesverehrung entwickelt. Dabei zeigen sich Unterschiede in der matriarchalischen Religion, in der die Mutter verherrlicht wird und der patriarchalischen Form, in der der Vater zum höchsten Wesen wird. In unseren beiden großen Religionen (ev. und kath.) spielt das matriarchalische als auch das patriarchalische Element eine Rolle. Somit ist der mütterliche und der väterliche Aspekt ein Faktor bei der Wesensbestimmung der Liebe zu Gott. Der andere Faktor ist die Fähigkeit, sich eine Vorstellung von Gott zu machen. Die Art der Vorstellung hängt von der menschlichen Reife ab.. Bis heute haben sich die meisten Menschen eine kindliche Vorstellung von Gott als helfenden Vater bewahrt. Eine andere Denkweise des Menschen schließt Gott in einer personifizierten Vorstellung aus. Sie vertraut auf die Prinzipien, die Gott vertritt: er denkt die Wahrheit, lebt die Liebe und Gerechtigkeit und hofft auf die Entfaltung seiner menschlichen Kraft.
Fromm selbst hält die Gottesvorstellung für historisch bedingt, in der der Mensch seine Sehnsucht nach Wahrheit und Einheit zum Ausdruck gebracht hat. Weiter setzt er sich mit verschiedenen Religionen auseinander, um Unterschiede in der Gottesliebe zu verdeutlichen. Dabei kommt er zu dem Schluß:
- Die Möglichkeit, die Welt zu erfassen liegt nicht im Denken, sondern im Erleben von
Einssein. Darum dient jede richtige Handlung der Erkenntnis Gottes. Dieses Prinzip findet sich auch in der neueren Geschichte im Denken von Marx, Freud und Spinoza, die auf die richtige Lebensführung hinweisen und nicht auf den Glauben als Basis des Handelns. Konsequenz hieraus sind Toleranz und die Fähigkeit des Menschen sich zu verändern, z. B. durch Meditation. Diese Lebensweise findet sich hauptsächlich im östlichen Lebenskreis.
- Im Westen verlief die Entwicklung anders. Hier erwartete man durch richtiges Denken
die Wahrheit zu ergründen. Konsequenzen hieraus sind: Formulierung von Dogmen, wissenschaftliches Denken, Zuwendung zur kath. Kirche und Entdeckung der Atomenergie.
Zusammenfassend heißt das: In westlichen Religionssystemen ist die Gottesliebe ein Denkerlebnis, in den östlichen Religionen ein intensives Gefühlserlebnis, das in jeder Handlung im Leben zum Ausdruck kommt.
Es lassen sich auch Parallelen zwischen der Entwicklung elterlichen Liebe und der Gottesliebe feststellen.. Denn wenn sich ein Kind nicht aus der abhängigen Beziehung zu den Eltern löst, wird es nicht selbständig. Bleibt der Mensch in der kindlichen Gottesvorstellung verhaftet, kann er auch keine reife Liebe, eine Liebe die nicht abhängig macht, zu Gott entwickeln. Damit wird deutlich: die menschliche Art der Gottesliebe entspricht seiner Art, Menschen zu lieben und wird weitgehend durch die Struktur der Gesellschaft mitbestimmt.

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Die Liebe und der Verfall in der heutigen westliche Gesellschaft

Liebe hängt ab vom Charakter und dem Einfluß der Kultur auf diesen. Darum muß man sich mit der Gesellschaftsstruktur in der westlichen Kultur beschäftigen, um zu sehen, ob diese die Liebe fördert oder hemmt. Zu diesem Zweck beschäftigt sich Fromm mit den Formen des Kapitalismus mit folgendem Ergebnis:
- Auf dem Gebiet des Kapitals als auch des Arbeitsmarktes ist die Initiative vom Einzelnen
auf die Bürokratie übergegangen. Somit ist der Mensch abhängig geworden.
- Spezifische Formen der Arbeitsorganisation bei der Arbeitsteilung haben dazu geführt,
dass der Einzelne seine Individualität einbüßt und austauschbar wird.
Konsequenz daraus ist, dass der Mensch möglichst problemlos funktionieren muß, berechenbar sein sollte und sich führen lassen muß ohne Gewaltanwendung. Das hat zur Folge, dass der Mensch sich selbst, seinen Mitmenschen und der Natur entfremdet wird und sich darum zur Sicherheit möglichst angepaßt verhält. Aber in dieser Anpassung bleibt er allein, hat das Gefühl getrennt zu sein. Es entwickelt sich Angst, Unsicherheit, Schuld, die er mit den Möglichkeiten der modernen Gesellschaft zu betäuben versucht. (Computer, Disco. Drogen, Einkaufssucht usw.).
Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen auf die Liebe. Auch diese muß funktionieren wie ein Team durch oberflächliche und äußerliche Bestätigung und Anpassung. Aber man geht diese Beziehung ein, um sich vor der Einsamkeit zu schützen, bleibt sich aber letztendlich fremd. Damit sind wesentliche Gründe für den Verfall der Liebe genannt
Auch das Zusammenspiel im sexuellen Bereich ist nicht Liebe, wenn es ursächlich um einen technischen Vorgang geht, den man nur möglichst perfekt beherrschen muß. Wahrnehmung des Anderen, Verständnis, Zärtlichkeit, die Liebe zum Nächsten ist die Voraussetzung für sexuelles Glück. Diese Aussage von Fromm steht im Gegensatz zu den Freudschen Theorien, die vor allem in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts die Beziehungen der Menschen beeinflußt haben.
Ein weiterer Problemkreis, der sich durch die heutige Gesellschaft ergibt ist die neurotische Liebe, die aus einer Abhängigkeit zu anderen Menschen entsteht, z.. b einer extremen Mutterbindung des Mannes, einer überstarken Vaterbindung oder einer Elternkonstellation, die Gefühle nicht zuläßt.
Weiter Probleme ergeben sich aus der Pseudoliebe, die dann entsteht, wenn der Mensch noch keine hinreichende Ich-Identität entwickelt hat und seine Wünsche, Vorstellungen in einen anderen Menschen projiziert oder wenn eine Beziehung nur in der Phantasie besteht.
Eine weitere Form der Projektion von Liebe ist die auf die eigenen Kinder. Auch hier muß der Mensch scheitern, weil er Kinder dann nicht loslasssen kann in ein eigenes Leben.
Ein weiterer Fehler in unserer Gesellschaft ist die Vorstellung, dass Liebe konfliktfreies Zusammenleben bedeutet. Aber Liebe bedeutet eine ständige Herausforderung, bedeutet sich ständig zu bewegen, zusammenzuarbeiten und sich auseinanderzusetzen auf der Basis der eigenen Persönlichkeit. Nur wenn man mit sich selber klar kommt, kann man auch eine Beziehung zu anderen Menschen aufbauen. Alle diese Überlegungen machen eine echte Liebe in unserer heutigen Gesellschaft so schwer.
Nach Fromm hat der Verfall der Gottesliebe die gleichen Ausmaße angenommen wie die Menschenliebe. Gott wird benutzt, um in dieser Gesellschaft ein möglichst gutes Geschäft zu machen, Erfolg zu haben, konsumieren zu können In dieses Weltbild paßt Gott als Chef, der den Laden schmeißt. Aber man braucht ihn nicht, um mit ihm eins zu werden in Liebe, Gerechtigkeit und Wahrheit.

Die Praxis der Liebe

Liebe läßt sich nicht rezepthaft erlernen, Liebe ist eine persönliche Erfahrung, bei der man nur die Wege, die hinführen erörtern kann. Fromm tut dies auf eine generelle und spezielle Art.
Die allgemeinen Voraussetzungen zu r Ausübung einer Kunst sieht er in der Disziplin, der Konzentration, der Geduld und der Wichigkeit, Meister in dieser Kunst zu werden.
Von spezieller Bedeutung für die Fähigkeit zu lieben hält Fromm die Überwindung des Narzißmus (Verliebtheit in den eigen Körper, das Ich). Da die Fähigkeit zu lieben davon abhängt, dass unser Narzißmus relativ gering ist, verlangt die Kunst zu lieben die Entwicklung von Demut, Objektivität und Vernunft.. Demut und Objektivität sind ebenso unteilbar wie die Liebe und bezieht sich somit auf alle Menschen.
Weiter erfordert die Kunst des Liebens die Praxis des Glaubens, und zwar des rationalen Glaubens, der im eigenen Denken und Fühlen begründet liegt. In menschlichen Beziehungen
ist Glaube ein unentbehrlicher Bestandteil jeder echten Freundschaft oder Liebe. Vor allem der Glaube an sich selbst ist hier die Basis. Nur wer an sich glaubt, kann anderen treu sein.
Der Höhepunkt des Glaubens an andere wird im Glauben an die Menschheit erreicht., die dazu führen soll, Grundsätze wie Gleichheit, Gerechtigkeit und Liebe zu einer Gesellschaftsordnung hinzuführen.
Desweiteren erfordert Glauben Mut, Mut ein Risiko einzugehen und Enttäuschungen hinzunehmen.
Wichtig ist zu erkenne, dass Glauben und Mut geübt werden muß im Alltag. Dazu gehört auch, dass wir uns dem anderen Menschen hingeben in der Hoffnung, dass unsere Liebe seine Liebe erwecken wird.
Ausdrücklich muß noch erwähnt werden, dass Liebe Aktivität bedeutet in der Weise, dass man sich ständig mit der geliebten Person beschäftigt.
Liebe hängt aber nicht nur mit dem persönlichen Bereich zusammen, sondern ist auch untrennbar mit den gesellschaftlichen Bedingungen verbunden. Unser heutiges System ist deer Liebe nicht förderlich, da es zum Ziel Produktorientiertheit, Konsum hat. Nicht der Mensch steht an erster Stelle, sondern der Wirtschaftsapparat. Um also Liebe praktizieren zu können, müßten die gesellschaftlichen Bedingungen verändert werden. Trotzdem sollte der Glaube an die Möglichkeiten der Liebe aufrecht erhalten werden, um zu neuen Einsichten zu gelangen, die helfen, Liebe als das tiefste, realste Bedürfnis eines jeden Menschen auch in unserer Welt erlebbar zu machen.

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5 / 5 Sternen (4 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: 12. Klasse
  • Erstellt: 2003
  • Note: 1-
  • Aktualisiert: 05.07.16

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  • The First schrieb am 30.05.2011:

    cool.
    Fünf seiten !?!?!?!
    Echt hammer.

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