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Die neuen Leiden des jungen W. Inhaltsangabe & Analyse

Inhaltsverzeichnis

Plenzdorf Ulrich: Die neuen Leiden des jungen W.  Analyse und Inhaltsangabe

Zusammenfassung "Die neuen Leiden des jungen Werther"

Ulrich Plenzdorf, ein zeitgenössischer Schriftsteller der ehemaligen DDR, ist der Autor dieses Romans, der 1973 mit diesem Werk auf sich aufmerksam machte. Seine außerordentliche Resonanz ist auf die aufmüpfig- kritische Darstellung des Verhältnisses von Individuum und Gesellschaft in einer von Jargonausdrücken, Übertreibungen und Paradoxa durchsetzten Bühnensprache sowie auf die Einbeziehung des berühmten Romans von Johann Wolfgang von Goethe als Podium für die Darstellung von Gegenwartsproblemen. Inzwischen wurden ‚Die neuen Leiden des jungen W.‘  Analyse dramatisiert und an verschiedenen Bühnen erfolgreich aufgeführt.

Edgar Wibeau ist ein Musterschüler, der nach einem Konflikt mit einem seiner Ausbildner, demissioniert, und sich nach Berlin durchschlägt. Er genießt die neugewonnene Freiheit, die ihm auf Grund seiner vielbeschäftigten und ihn doch noch als unmündiges Kind behandelnden Mutter, bis dato neu war. Ausdruck seiner Rebellion sind lange Haare, Popmusik, und (echte) Jeans.

"Mein größtes Vorbild ist Edgar Wibeau. Ich möchte so werden, wie er einmal wird."

Seine Idole sind Daniel Defoes Robinson Crusoe und
der gegen die Erwachsenen aufbegehrende Held aus J.D. Salingers Erzählungen "The Catcher in the Rye".
Nachdem Edgars Berufswunsch des Kunstmalers gescheitert ist, bezieht er eine alte, zum Abriß bestimmte Gartenlaube am Stadtrand. Auf der Toilette entdeckt er Johann Wolfgang von Goethes "Die Leiden des jungen Werther" Zuerst zeigt sich Edgar von diesem Werk nicht sehr begeistert,

"Leute, das kann wirklich kein Schwein lesen. Beim besten Willen nicht."

als er sich jedoch in Charlie, eine Kindergärtnerin, verliebt, beginnt er eine Beziehung zu von Goethes Romanfigur aufzubauen.
Er beginnt Willi, seinem in Mittenberg zurückgebliebenen Freund, Tonbandaufzeichnungen und Briefe zu schicken, zu denen er immer, seiner Stimmung angepasste Zitate des Werthers hinzufügt. Er benützt den Roman in ironisch, kritischer Weise als Ausdruck seiner eigenen Leiden. Die des Die neuen Leiden des jungen W.  Analyse stehen hier krass als gutes Beispiel vorangestellt.
Je unglücklicher seine Beziehung zu Charlie wird, desto mehr versteht Edgar Werthers Leiden als Spiegelung seiner eigenen Situation und identifiziert sich mit von Goethes Figur.

"Der Mann wußte Bescheid!"

Die Beziehung endet mit dem Auftreten Dieters, Charlies Verlobtem. Edgar sucht eine Arbeit, ist aber keinesfalls bereit, seine individuelle Eigenart aufzugeben und sich kritiklos an Vorgefertigtes anzupassen.

"Ich hatte nichts gegen Arbeit. Meine Meinung dazu war: Wenn ich arbeite dann arbeite ich, und wenn ich gammle, dann gammle ich"

Im Kontext seiner konfliktgeladenen Tätigkeit in einer Anstreicherbrigarde unternimmt Edgar den Versuch, sich der Gesellschaft als nützlich zu erweisen. Im analyse-Eigenbau entwickelt er ein nebelloses Farbspritzgerät. Bei der Erprobung seiner Erfindung geht Edgar "über den Jordan".

Das Stück wechselt ständig zwischen der Ebene der Handlung und der des Kommentars, die ein Edgar "aus dem Jenseits, aus seiner Sicht der Dinge, erläutert und vieles aus seinem Leben relativiert und als bloße Provokation bagatellisiert. Edgars jugendlicher Protest gegen die "spießige" Welt der phantasielosen und überangepaßten Erwachsenen, gegen eine die individuelle Kreativität vernachlässigende langweilige Ausbildung und gegen unnötige Zwänge in puncto Sexualität, Kleidung, und Musikgeschmack propagiert die radikale Selbstwahrnehmung und Selbstverwirklichung des Individuums in einer sich als sozialistisch verstehenden Analyse-Gesellschaft, aus der sich Edgar durchaus nicht völlig zurückziehen möchte und der er keineswegs ablehnend gegenübersteht.

"Ich hatte nichts gegen den Kommunismus und das. Die Abschaffung der Ausbeutung auf der ganzen Welt. Dagegen war ich nicht. Aber gegen alles andere."

Plenzdorf projiziert damit seine eigene Meinung dem System gegenüber, auf seine Romanfigur. Edgar erfährt die Leiden des Werthers auf eine seiner Zeit entsprechenden Art und Weise.

Was hat mich an dem Text gefesselt? Edgars Kommentare
Was hat mich an dem Text gelangweilt? Der Anfang.
An welcher Stelle wollte ich das Buch weglegen? Am Anfang, da sich die Handlung für meinen Geschmack zu träge entwickelte.
Welche Stelle war am spannendsten und wodurch?  Die Briefe/Tonbandaufnahmen an Willi, da sie sehr viel über den Gemütszustand Edgars aussagten. Die neuen Leiden des jungen W.  Analyse schon ausreichend vollendet? Welche Gefühle und welche Stimmung hat der Text ausgelöst? Keine.
Welche Erinnerung hat der Text ausgelöst? Keine.

eigene Interpretation:

Identifikation:
4

regt zum Nachdenken an:
3

Spannung:
4

gut verständlich
2

unvorhersehbares Ende
1

interessant

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4.2 / 5 Sternen (21 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: 12. Klasse
  • Erstellt: 2005
  • Note: 2
  • Aktualisiert: 05.08.16

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  • kdojxn schrieb am 26.11.2012:

    Zwar eine Wiedergabe des Inhalts, verfügt aber nicht über die formalen Bedingungen einer Inhaltsangabe. In diesem Fall wäre die richtigeÜberschrift wohl eher "inhalt"... Und wo ist die Analyse ?

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