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"Die Pest" Zusammenfassung & Interpretation (Albert Camus)

Inhaltsverzeichnis

Camus, Albert - Die Pest wird folgend analysiert, sodass eine Inhaltsangabe ebenso vorkommt wie Charakterisierung und ein Kurzreferat zum Autor Albert Camus.

Albert Camus "Die Pest" Zusammenfassung & Interpretation

Inhalt:
Seite 1 | Inhalt
Seite 2 | Über den Autoren
Seite 3 | Kritik und Charakteristik
Seite 4 | Klappentext
Seite 5 | Inhaltsangabe
Seite 6 | Über das Buch


Albert Camus, als Sohn eines Elsässers und einer Spanierin am 7. November 1913 geboren, studierte von 1933 bis 1936 Philosophie an der Universität Algier. Im Jahre 1934 trat er der KP Algeriens bei, jedoch verlies er die Kommunistische Partei schon 1937. Zwei Jahre nach seinem Umzug nach Paris, 1942, erschienen mit seinem Roman „Der Fremde“ und dem Essay „Der Mythos von Sisyphos“ die Werke, die Camus’ literarisches Ansehen begründeten. Mit 44 Jahren, 1957, erhielt Albert Camus die höchste literarische Auszeichnung, den Nobelpreis für Literatur. Er engagierte sich für die Rechte der Algerier und als Chefredakteur des „Le Combat“ gehörte Camus zur Résistance gegen die Nazis. Seine Werke waren von einer Hoffnung bestimmt, die sich der Maßlosigkeit der Macht ebenso entgegen stellte, wie der Zerstörung der Welt. Am 4. Januar 1960 kam Albert Camus bei einem Autounfall ums Leben.
(Quele: Albert Camus, Die Pest, erschienen im Rowohlt Taschenbuch Verlag)

Die Pest schrieb Camus 1947.

Kritik & Charakteristik

Das Buch beginnt ganz harmlos. Camus beschreibt zu Anfang nur eine phlegmatische Stadt, die Bürger und ihre konventionellen Gewohnheiten. Schon da ahnt man, was langsam kommen wird und auch kommen muß, nämlich ein Erwachen. Camus lässt die Einwohner sich - trotz der Pest - nicht gänzlich ändern, und bleibt so größtenteils realistisch. So gibt es immer noch einige, die sich weiter treiben lassen und nicht auf ihre Gewohnheiten verzichten oder andere die die Pest schlichtweg ignorieren (wollen).
Andere wiederum erwachen. So auch die Figur des Tarrou, der später nicht nur ein guter Freund des unermüdlich gegen die Pest kämpfenden Arztes Rieux wird, sondern sich und seine innere Introvertiertheit ändert, sich öffnet, seine Ängste zeigt und seinem Freunde die Geschichte seiner Eltern erzählt.
Auch der Reporter Rambert, der zunächst illegal aus der Stadt flüchten will, erfährt eine Bewusstseinsveränderung und bleibt schließlich doch, um - Seite an Seite - dem Arzt und Tarrou zu helfen.
Packend geschildert ist natürlich der Charakter des Dr. Bernard Rieux. Nicht nur kämpft er - meist völlig erschöpft und übermüdet - gegen die Pest, sondern auch gegen die Angst, dass seine Frau, die sich außerhalb der Stadt befindet, stirbt, ohne dass er sie noch einmal sieht.
Albert Camus hat es hier geschafft, einen leidenden Charakter zu erschaffen, der seine Ängste meist für sich behält. Auch als er von einem Priester über seinen Glauben an Gott angesprochen wird, äußert er sich zuerst nur sehr vage, wobei mann an einem weiteren Kernpunkt des Romans angelangt: Den Glauben an Gott. Trotz der flammenden Rede des Pfarrers für Gott, verlieren die Menschen ihren Glauben an Gott, weil er nicht in der Lage ist, die Pest zu verhindern. Als dann die Leichen immer mehr werden, hält Paneloux eine Rede, doch ist es diesmal eine andere und - wie Tarrou bemerkt - "fast ketzerische Rede".

Dass Camus ein Philosoph ist, merkt man nur allzuoft. Zwar treibt er die Story spannend voran, hält aber auch oft inne, um seine persönliche Meinung (oder, wenn man so will, die des Ich-Erzählers, der übrigens eine der handelnden Personen ist, nämlich Rieux selbst) zu äußern. An manchen Stellen wird er zu philosophisch, was die Story etwas hemmt. Gerade, wenn es ihm gelingt eine dichte Atmosphäre zu erzeugen, fängt er wieder damit an, seine Weltansichten wiederzugeben, was ja annehmbar ist, wenn es nur ein wenig wäre, doch erstrecken sich diese Beschreibungen das eine oder andere mal über mehrere Seiten hinweg.
Alles in allem ein lesenwertes, aber teils etwas „zähes“ Buch, da es sich an einiegen
Stellen zu schwer liest.


Klappentext

In der Stadt Oran leben die Bürger ihr ruhiges, träges und friedliches Leben. Doch eines Tages entdeckt Dr. Bernard Rieux auf dem Treppenabsatz eine tote Ratte. Schlimmer wird es, als der alte Concierge Michel plötzlich krank wird. Nach einer Untersuchung entdeckt Dr. Rieux eitrige Beulen auf seinem Körper, die ihn das ahnen lassen, was zunächst jeder verschweigen will: Die Pest lauert unter ihnen!

Inhaltsangabe


Eines Tages tauchen die Ratten auf in Oran, einer beliebigen, nichtssagenden Stadt an der algerischen Küste.

Erst wird dieses Phänomen nicht ernst genommen. Doch täglich kommen mehr dieser großen Nager an die Oberfläche - einzig, um dort zu sterben. Die Stadt kommt kaum noch nach, sie alle wegzuschaffen und zu verbrennen.

Doch dies ist nur das erste Anzeichen; plötzlich erkranken Menschen an hohem Fieber, begleitet von schmerzhaften Beulen - und sterben innerhalb kurzer Zeit.

Die Pest, von allen totgeglaubt, hat in Oran Einzug gehalten. Als feststeht, dass es sich tatsächlich um diese höchst ansteckende Seuche handelt, wird die Stadt von der Außenwelt abgeriegelt, Wachposten sorgen dafür, dass niemand die Krankheit in die restliche Welt trägt.

Der Arzt Rieux, dessen Frau kurz zuvor zur Auskurierung ihrer Lungenkrankheit weggefahren war, kümmert sich aufopfernd um die Kranken. Als einer der ersten hatte er den Ernst der Lage erkannt und für die Ausrufung des Pestzustandes plädiert.

Andere hingegen stellen all ihr Streben nur danach, aus der Stadt hinauszugelangen. Rambert, der eigentlich nur zufällig zu diesem Zeitpunkt in Oran war, empfindet sich als nicht zugehörig; zumindest ihm, so ist er der Meinung, sollte die Ausnahmegenehmigung erteilt werden, nach Paris zurückzukehren.

Grand, der kleine Beamte, der ewig benachteiligte, leistet treu und redlich auch hier seine Dienste, führt die Statistiken - und flüchtet danach zurück zu seiner eigentlichen Berufung, dem Buch das er schreiben will, das jedoch über den ersten Satz nicht hinausgewachsen ist. Auch er erkrankt eines Tages - doch an ihm ist die Wende bemerkbar, sein Fall ist der Erste, der einen Sieg über die Pest bedeutet.

Ueber das Buch:

rororo (Rowohlt Taschenbuch Verlag)
350 Seiten
ISBN: 3-499-22661-8
DM 10,- € 7,50
Ersch. 1947 unter dem Titel "La Peste"

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5 / 5 Sternen (1 Bewertung)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: 11. Klasse
  • Erstellt: 2011
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 02.12.16

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