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"Die Wiederholung" - Inhaltsangabe und kleine Interpretation (Peter Handke)

Inhaltsverzeichnis

Kleine Biographie und Leben des Autor

Peter Handke wurde am 6. 12. 1942 in Griffen bei Völkermarkt geboren. Das Hauptthema seiner Werke ist seit seinen frühen Sprechstücken (u. a. „Publikumsbeschimpfungen”, 1966) die Sprache beziehungsweise die durch sie wiedergegebene Wirklichkeit.
Handke versteht das Schreiben als Möglichkeit des Auffindens von Lebensstrukturen.
Peter Handke schreibt auch Filmbücher, wie zum Beispiel „Falsche Bewegung” (1974; Regie: W. Wenders).
Im Jahre 1973 wurde ihm der GEORG-BÜCHNER-PREIS verliehen.
Einige Werke sind „Die Angst der Tormanns vor dem Elfmeter” (Erzählung,1970); „Der kurze Brief zum langen Abschied” (Roman,1972) und „Die linkshändige Frau” (Erzählung, 1976; 1977 von P.H. verfilmt); „Die Wiederholung” (Erzählung, 1986).

Inhaltsangabe und Zusammenfassung

Der Roman „Die Wiederholung” ist dreigeteilt. Im ersten Teil geht es darum, dass Filip Kobal sich auf die Suche nach seinem im Krieg verschollenen Bruder Georg Kobal macht. Dazu geht er von seiner Heimat in Kärnten weg und reist ins nahegelegene Slovenien. In seinem Heimatdorf fühlte er, wegen seiner slovenischen Herkunft, immer eine Andersartigkeit. Die Kobals leben als Nachfahren eines slovenischen Freiheitshelden aus dem 18. Jahrhundert, seit Generationen als „Sippe von Knechten” in der Verbannung, wegen dieser Verbannung unterband der Vater der Familie die slovenische Sprache trotzdem bleibt die deutsche Sprache, die außerdem auch die Sprache der Mutter ist, „die Sprache der feindlichen Volkes”. Filip fühlt sich in der Schule isoliert („allein die Tatsache, dass ich dichtete, ließ die Mitschüler von mir abrücken”) und so verzichtete er auf die Maturareise nach Griechenland, um sich allein auf die Suche nach seinen Ahnen zu machen.
Im zweiten Teil fühlt sich Filip Kobal in Slovenien immer mehr wie ein „Eingeborener”. Er studiert die zwei „Bruderbüchlein, die er in seinem Seesack mitgenommen hat. Das eine dieser Büchlein ist ein Schleibheft seines Bruders, und beinhaltet die „Anleitung” zu einem ertragreichen Obstgarten (nach diesem Büchlein wurde einst der Obstgarten, der für ihn ein sehr prägender Ort war, in seiner Heimat, Rinkenberg, von seinem Bruder angelegt).
Das zweite Büchlein ist ein deutsch-slovenisches Wörterbuch. Filip studiert die darin angestrichenen Wörter, dabei wird die slovenische Sprache zum Inbegriff der Geborgenheit.
Im Sinnieren über das letzte angestrichene Wort, bemerkt er e leere Viehsteige, die für ihn zu Symbole der „Leerformen” werden. Da erkennt er seine Bestimmung, ein Dichter zu werden. Filip schneidet einen Haselstab ab und ritzt Ort und Jahr dieses Ereignisses („Dobrawa, Slovenija, Jugoslavija 1960”) ein.
Im dritten Teil gelangt Filip zu Fuß über das Gebirge in das Isonzotal über die Ortschaft Kobarik in den Karst, die Hochfläche über den Golf von Tries. In der Dolinenlandschaft lernt er Urbilder und Elementarformen zu sehen, zu unterscheiden und deren Ineinandergreifen zu erkennen. Eine große von Menschen kultivierte Doline scheint ihm als könnten hier die Überlebenden einer atomaren Katastrophe einen neuen Anfang finden.
An der Wand der Schulkapelle in Maribor entdeckt er eine Namens-Inschrift seines Bruders. Im Karst endet die Suche nach den Spuren seines Bruders.

Interpretation

Dieses Werk stellt die Suche nach den eigenen Wurzeln dar. Es zeigt, dass das Land (das Dorf) in dem man aufgewachsen ist nicht immer die wahre Heimat ist.  Die Interpretation ist also stets auf das eigene Wirken und Denken zurückzuführen!

Kreative Bearbeitung:

Die Heimat der innersten Seele
Ist der wahre Ort an dem ich lebe

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4.2 / 5 Sternen (14 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: 10. Klasse
  • Erstellt: 2012
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 05.09.16

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  • f.ruhwandl schrieb am 18.05.2015:

    see WG Seballd's reading of Die Wiederholung, (...) the protagonist Filip Kobal's journey from Austria and Yugoslavia and back again contains a "dialectische Vermittlung zwischen Metaphysik und Politik ...> a deutliches Ressentiment gegen Österreich; cf. Helen Finch, Die Irdische Erfüllung, in A. Fuchs & J.J.Long,: "W.G.Sebald and the History of Writing", p.185, Königshausen & Neumann, Würzberg, 2007
    Ferdinand Ruhwandl, Amsterdam, 18.5.2015

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