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"Frühlingserwachen" Kapitel-Zusammenfassung und Charakterisierung

Inhaltsverzeichnis

Folgend Frank Wedekind: "Frühlingserwachen" Kapitel-Zusammenfassung als ausführliche Inhaltsangabe sowie unten eine Charakterisierung gleich einer Interpretation des Frühlingserwachens.

Alle Kapitel komplett zusammengefasst (Szenarium)

Frühlings Erwachen
Von Frank Wedekind
Akt1, Szene 1-5

Akt1, Szene 1/5
Pubertät


Frau Bergmann und ihre Tochter Wendla sind im Wohnzimmer.
Wendla beschwert sich über das neue, lange Kleid, das ihre Mutter für sie gemacht
hat und das sie nun tragen soll, weil sie vierzehn Jahre alt wird.
Wendla bittet ihre Mutter, ihr zu erlauben, ihr altes „Prinzesskleidchen“ noch einen
Sommer lang zu tragen. Obwohl Frau Bergmann ihr zuerst sagt, sie dürfe sich doch
nicht als voll ausgewachsenes Mädchen“ mit einem Prinzesskleidchen anderen
Leuten zeigen, gestattet sie Wendla, noch einen Sommer das kurze Kleid zu tragen.
Dann erzählt Wendla ihrer Mutter von nächtlichen Träumen, in denen sie tot ist.
Diese Aussage schockiert Frau Bergmann und Wendla tröstet sie daraufhin.

Akt1, Szene 2/5
Die männliche Regung


Die Gymnasiasten stehen zusammen, spielen und unterhalten sich über die Schule.
Dann gehen alle bis auf Moritz und Melchior. Sie beginnen ein Gespräch über die
Sexualität. Moritz fragt sich, ob das Schamgefühl, zum Beispiel beim Ausziehen vor
jemand anderem, nur das Produkt seiner Erziehung sei. Er hat deshalb die Idee,
später, wenn er einmal Kinder hat, Mädchen und Jungen, diese im selben Bett
schlafen zu lassen. Sie sollen sich auch beim An- und Ausziehen behilflich sein und
so dieses Schamgefühl verlieren. Melchior bestätigt zwar seine Vermutung, wirft
aber ein, es sei sehr wahrscheinlich, dass das Mädchen, früher oder später
schwanger werde. Moritz stimmt Melchior nach einer kurzen Erklärung von ihm zu.
Dann lenkt er aber vom Thema ab und spricht wieder die Schule an.
Ihm ist die ganze Unterhaltung sichtlich peinlich.
Nun kommen sie auf die männliche Regung zu sprechen. Dabei kommt heraus,
dass Melchior, obwohl er fast ein Jahr jünger ist als Moritz, seine erste männliche
Regung wesentlich früher hatte als er. Melchior versichert Moritz aber, über das Alter
brauche er sich keine Sorgen zu machen und nennt als Beispiel den Lämmermeier,
der drei Jahre älter ist als Melchior und noch immer von nichts als Sandtorte träumt.
Moritz erzählt von von den Qualen, die seit dem Eintreten dieser Regungen
durchlitten hat. Melchior dagegen war darauf vorbereitet und schämte sich nur ein
wenig. Melchior weiß insgesamt wesentlich mehr als Moritz über die Sexualität. Sein
Wissen hat er aus Büchern, Illustrationen und von Beobachtungen aus der Natur.
Moritz bittet ihn, seine Ganzen Erfahrungen und Erkenntnisse für ihn
aufzuschreiben, um sie ihm in der Schule unauffällig in die Tasche zu schieben.
Melchior verspricht es für ihn zu tun.

Akt1, Szene 3/5
Strenge Erziehung


Die Mädchen kommen die Straße herauf und reden.
Zuerst sprechen sie über das Kinderkriegen, doch dann kommen sie auf Martha zu
sprechen, die von ihren Eltern geschlagen wird, für Dinge, die für die anderen
Mädchen normal sind.
Sie darf ihre Haare weder offen tragen, oder sie kürzer schneiden.
Ihre Eltern verbieten es ihr auch, sich etwas „aufreitzender“ zu kleiden, wie es die
anderen Mädchen auch tun. Wenn ihre Eltern sie bestrafen möchten, dann muss sie
in einem Sack, oder im Kohlenloch schlafen und wenn es besonders hart sein muss,
dann wird sie von ihrem Vater im sack liegend geschlagen, mit allem was sich zum
schlagen eignet. Da vor allem ihre Mutter sehr viele Dinge für unanständig hält,
kommt es sehr oft vor, dass Martha im Sack und/oder im Kohlenloch schlafen muss.
Ihre Mutter ist zum Beispiel gegen das Essen von Brot, abends im Bett.
Martha scheint sich mit ihrem Schicksal abgefunden zu haben, denn sie beklagt sich
nicht und nimmt es mit Humor. Sie sagt auch, dass wenn sie einmal Kinder hat, sie
diese wie Unkraut aufwachsen lässt, also im krassen Gegenteil zu ihr selbst. Ihre
Freundinnen tun das Verhalten ihrer Eltern aber nicht so einfach ab. Wendla
wünscht sich sogar, einmal in Marthas Stelle im Sack zu schlafen.

Akt1, Szene 4/5
Promoviert auf Probe


Die Gymnasiasten warten im Park auf Moritz, der ins Lehrerzimmer eingebrochen
sein soll. Dann kommt Moritz dazu. Er ist aufgeregt und blass und erzählt den
anderen, er wisse nun davon, versetzt zu werden. Mit ihm zusammen sei auch Ernst
Röbel promoviert worden, sagt er, beide allerdings nur auf Probe. Einer der Beiden
wird dem jeweils anderen Platz machen müssen.
Die Gymnasiasten sind misstrauisch, als Moritz behauptet, er hätte sich erschossen,
wenn er nicht promoviert worden wäre und fangen an, ihn zu verspotten.
Doch Melchior greift ein, indem er einen der spottenden schlägt und geht dann mit
Moritz zum Försterhaus. Während sie den Park verlassen, gehen die Professoren
Knochenbruch und Hungergurt vorüber. Knochenbruch sagt, es sei ihm
unbegreiflich, dass sich der beste Schüler (Melchior) sich zum schlechtesten (Moritz)
hingezogen fühle.

Akt1, Szene 5/5
Der Masochistische Drang Wendlas\'


Melchior trifft Wendla im Wald. Melchior geht seinen Gedanken nach, Wendla sucht
Waldmeister. Sie kommen ins Gespräch. Wendla erzählt, sie gehe gern zu armen
Leuten. Melchior kann nicht verstehen, warum sie das tut. Dabei kommt heraus,
dass er nicht an Gott, Himmel und Hölle glaubt und sich auch nicht konfirmieren
lassen will. Wendla sagt, sie träume manchmal, sie sei ein armes Bettelkind, das für
seinen Lebensunterhalt betteln müsse. Und wenn es nicht genug Geld mit nach
Hause brächte, dann würde es geschlagen. Dann macht sie einen Bezug auf
Martha, die ja auch geschlagen wird. Melchior meint, man solle ihren Vater, für das
was er tut verklagen. Doch Wendla beklagt sich bei Melchior, sie sei noch nie
geschlagen worden und bittet ihn um Schläge mit einer Gerte. Melchior reagiert
überrascht und zornig. Dann schlägt er sie aber doch. Zuerst nur ganz leicht, doch
Wendla provoziert ihn solange, bis er die Gerte wegwirft und sie mit bloßen Fäusten
verprügelt. Wendla fällt unter lautem Geschrei zu Boden und Melchior rennt weinend
davon.

Akt1, Brief von Moritz an Frau Gabor

Sehr geehrte Frau Gabor.
Ich fühle mich hilflos und appelliere nun an ihre großherzige Hilfe.
Mir ist das Ganze zwar sehr unangenehm, doch mir bleibt wohl keine andere Wahl,
als Sie zu fragen, ob sie mir die Überfahrt nach Amerika finanzieren könnten.
Wegen meinen Eltern und wegen meiner finanziellen Lage wäre mir ansonsten eine
Überfahrt unmöglich. Doch um eines muss ich Sie bitte. Bitte benachrichtigen Sie in
keinem Falle meine Eltern, ob Sie mich nun unterstützen, oder nicht.
Ihre Reaktionen wären furchtbar. Wenn mein Vater von meinen schlechten
Leistungen in der Schule erfährt, wird er brutale Maßnahmen ergreifen und meine
Mutter kommt ins Irrenhaus. Sie dürfen es niemals erfahren.
Mein Vater hat mir schon oft gedroht und ich glaube, er würde seine Drohungen
wahr machen. Es liegt nun in ihrer Hand. Falls Sie mir allerdings nicht helfen
möchten, sehe ich mich gezwungen, den Schlussstriche zu ziehen, und mir das
Leben zu entreißen. Ich sehe dort sonst keinen anderen Ausweg mehr.
Ich hoffe, Sie können mich verstehen.
Moritz Stiefel

Akt 3, Szene 1-7

Akt3, Szene 1/7
Verhör ohne Chance auf Verteidigung


Im Konferenzzimmer sitzt auf einem erhöhten Sessel Rektor Sonnenstich und um
einen großen, grünen Tisch herum, die Lehrer und Pedell Habebald.
Anfangs hält Rektor Sonnenstich eine Rede über die Gefahr, das Kultusministerium
könne dem Rektor die Schuld für Moritz\' Selbstmord und die eventuell daraus
resultierende Selbstmordepedemie geben, wenn er Melchior, der für den Selbstmord
von Moritz verantwortlich gemacht wird, nicht von der Schule verweist. Er erkundigt
sich zwar noch nach der Meinung der Lehrer dazu, diese Frage ist allerdings nicht
allzu ernst gemeint, denn die Lehrer interessieren sich wesentlich mehr für die
Frage, ob ein Fenster geöffnet werden solle, oder nicht. Da der Rektor also Angst
um seine Stellung hat, steht der Ausgang der Anhörung von Melchior schon von
Anfang an fest. Anschließend wird Melchior von Pedell Habebald in den Raum
geführt. Grund für Moritz\' Selbstmord soll der Brief „Der Beischlaf“ sein, den Melchior
Moritz in der Schule zugesteckt hat. Der betreffenden Brief wurde von Rentier Stiefel
in den Büchern von Moritz gefunden. Das Verhör von Melchior erfolgt sehr einseitig.
Der Rektor stellt die Fragen und Melchior hat diese mit „Ja“ und „Nein“ zu
beantworten. Jeder Versuch von Melchior, sich zu verteidigen, oder zu rechtfertigen,
wird von Rektor Sonnenstich mit Empörung und Beschimpfung verboten.
Melchior hat damit keinerlei Einfluss auf sein Schicksal und ist der Macht des
Rektors und der Lehrer schutzlos ausgeliefert. Die Szene endet mit der Verweisung
Melchiors von der Schule.

Akt3, Szene 2/7
Ein Begräbnis ohne Ehre


Pastor Kahlbauch, Rentier Stiefel, Freund Ziegenmelker, Onkel Probst, Rektor
Sonnenstich, Professor Knochenbruch und die Gymnasiasten stehen in einem Kreis
um Moritz\' Grab. Pastor Kahlbauch hält eine Predigt, in der er Moritz wegen seines
Selbstmordes als sündhaft und frevelhaft bezeichnet.
Rentier Stiefel, der Vater von Moritz schämt sich für die Tat seines Sohnes und sagt,
Moritz sei nicht sein Sohn und er habe ihm von klein auf nicht gefallen. Nach der
Predigt verabschieden sich die Lehrer, Onkel Probst und Freund Ziegenmelker von
Herrn Stiefel und sagen jeweils noch etwas schlechtes über Moritz, wohl um Rentier
Stiefel etwas aufzubauen und verweisen ihn auf seine Pflicht als Familienvater,
wobei er jedesmal wieder seine Vaterschaft zu Moritz verleugnet. Danach verlassen
sie den Friedhof. Die Gymnasiasten verbleiben am Grab und unterhalten sich
darüber, wie Moritz zu Tode gekommen sei. Sie sind sich nicht einig, ob Moritz sich
erhängt, oder erschossen hat, denn eine Pistole wurde nicht gefunden. Ob er sich
erhängt hat, ist auch nicht sicher, zwar sagt Robert, er habe den Strick selbst in den
Händen gehabt, doch es kursiert auch das Gerücht, Moritz hab gar keinen Kopf
mehr gehabt.
Nach dieser Diskussion scheren sich die Gymnasiasten nicht mehr um den Toten
und reden wieder über die Schule. Dann verlassen die Gymnasiasten den Friedhof
und Martha und Ilse kommen zum Grab und werfen Blumen hinein. Dann spricht Ilse
an, sie habe den Knall von Moritz\' Selbstmord gehört und zeigt Martha die Pistole,
die sie nach Moritz\' Tod aus seiner Hand genommen hat.

Akt3, Szene 3/7
Elterliche Kriesensitzung

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Herr und Frau Gabor sind zusammen im Zimmer und reden über ihren Sohn, seine
Erziehung und seine Zukunft.
Frau Gabor ist der Überzeugung, ihr Sohn sei nur ein Sündenbock für die Schule
und habe einfach nur Pech gehabt. Herr Gabor dagegen gibt ihr die Schuld für die
„Missetat“ Melchiors. Er kritisiert ihre „geistvolle Erziehungsmethode“ und möchte die
Fehler in der Erziehung wieder gut machen. Dazu zieht er auch die
Korrektionsanstalt
in Betracht. Frau Gabor ist allerdings strikt gegen diesen Weg und behauptet, die
Anstalt würde ihrem Sohn eher schaden als helfen. Auch denkt sie nicht, Melchior
sein „innerlich angefault“,wie es Herr Gabor sagt, wegen des Briefes an Moritz.
Da Herr Gabor Jurist ist, bezeichnet er es auch als „moralischer Irrsinn“.
Seine Frau steht jedoch weiterhin auf der Seite von Melchior, bis Herr Gabor ihr von
einem Brief erzählt, den er von einer Frau bekommen hat. Sie hatte den Brief in dem
Zimmer von einem fünfzehnjährigen Mädchen gefunden und geöffnet. In dem Brief,
den allem Anschein nach Melchior geschrieben hat steht, er habe sich an dem
Mädchen versündigt, es solle sich aber nicht grämen, wenn es die Folgen spüre.
Nachdem auch Frau Gabor eingesehen hat, dass der Brief echt ist, hat sie nur noch
eines für Melchior übrig: Die Korrektionsanstalt.

Akt3, Szene 4/7
Sexueller Wettstreit in der Korrektionsanstalt


Diethelm, Reinhold, Ruprecht, Helmut, Gaston und Melchior stehen auf einem
Korridor der Korrektionsanstalt. Alle außer Melchior wollen ein Spiel machen, bei
dem versucht werden muss, ein Geldstück mit dem eigenen Ejakulat zu treffen. Wer
es trifft, der hat es. Deswegen fangen die anderen an, sich über Melchior lustig zu
machen. Da Melchior es nicht für klug hält, sich von den übrigen zu „separieren“,
macht er dann doch mit. Ruprecht trifft es als Erster, doch auch die anderen wollen
das Geld haben. So bricht eine Prügelei aus, bei der nur Melchior unbeteiligt bleibt.
Bei einem Blick aus dem Fenster denkt Melchior über Moritz und Wendla nach und
macht sich Vorwürfe wegen der Vergewaltigung. Dann sieht er den Blitzableiter und
schmiedet einen Ausbruchsplan. Kurz darauf kommen Dr. Prokrustes und der
Schlossermeister vorbei und reden darüber, vor die Fenster Stahlgitter zu machen,
was Melchiors Ausbruchspläne vereiteln würde.

Akt3, Szene 5/7
Vertuschte Schwangerschaft


Um das Bett im Schlafgemach, in dem Wendla liegt, stehen Dr. von Brausepulver,
Frau Bergmann und Ina Müller. Dr. von Brausepulver ist wohl gerade mit der
Untersuchung Wendlas fertig und berichtet nun ausgiebig von seinen Erfahrungen
mit den Pillen, die er Wendla verschrieben hat. Dann verabschiedet er sich von den
Damen und wird von Frau Bergamann heraus begleitet. Ina fragt Wendla etwas
belangloses und sagt ihr dann, sie müsse nun bald gehen. Wendla antwortet zwar,
scheint aber zu phantasieren und sagt, wenn sie aufwache, dann sehe sie ihre
Mutter weinen. Darauf verabschiedet sich Ina von Wendla und geht.
Frau Bergmann kommt wieder dazu und beantwortet die Frage Wendlas, ob Dr. von
Brausepulver noch etwas gesagt hätte nur ablenkend, mit weiteren Zitaten aus den
banalen Erfahrungen des Arztes. Bis zum Ende verleugnet sie Wendla auch, dass
sie nicht krank, sondern schwanger ist. Diese Tatsache räumt sie allerdings am Ende doch ein und macht Wendla Vorwürfe, für das, was sie ihr mit ihrer
Schwangerschaft
angetan hat. Dann klopft die „Engelmacherin“ Mutter Schmidtin an der Tür. Sie wird
bei Wendla die Abtreibung durchführen, die Wendla letztendlich töten wird.

Akt3, Szene 6/7
Männliche Regung zum selben Geschlecht


Ernst Röbel und Hänschen Rilow sind mit anderen Winzern und Winzerinnen am
Weinberg. Die beiden machen eine Pause und reden, zum Teil in zweideutiger
Sprache über ihre Zukunft und andere, teils belanglose Dinge. Dann beginnen sie
sich zu küssen und beteuern sich gegenseitig ihre homosexuellen Gefühle für
einander.

Akt3, Szene 7/7
Das Wiedersehen auf dem Friedhof


Melchior klettert in einer hellen Novembernacht über die Friedhofsmauer um das
Grab von Moritz zu suchen. Dabei stößt er auf das Grab von Wendla und fängt
sofort an, sich große Vorwürfe für ihren Tod zu machen. Da er die Verzweiflung nicht
ertragen kann, entfernt er sich von ihrer Grabstelle. Dabei fängt ihn Moritz ab.
Moritz trägt seinen Kopf unter dem Arm und fordert Melchior auf, ihm die Hand zu
reichen. Dadurch würde Melchior auch sterben und in die wunderbare Welt der
Toten gelangen, von der Moritz so begeistert berichtet. Moritz erzählt, dass sich die
toten Geister die ganze zeit vergnügen und über die lebenden lachen. Melchior ist
fast bereit, auf das Angebot von Moritz einzugehen. Das täte er dann aber nur aus
Selbstverachtung für sich selbst, wegen der Vergewaltigung von Wendla.
Die Versuche von Moritz, Melchior zum Einschlagen zu bewegen, werden immer
dreister „Was zauderst du...?“ Doch dann tritt der Vermummte Herr auf. Er zweifelt
an Melchiors Urteilfähigkeit und schickt Moritz weg. Moritz bettelt jedoch, bleiben zu
dürfen. Er macht Melchior den Vorschlag, statt mit Moritz in das Reich des Todes zu
gehen, was sich dann doch als schrecklicher herausstellt, als Moritz behauptet hat,
doch die Identität des Vermummten Herrn bleibt bis zum Ende ungeklärt.
Melchior und der Herr streiten sich eine Weile um Moritz, lassen es aber dann doch
auf bitte von Moritz sein. Der Vermummte Herr kann Melchior von Moritz\' bösem
Willen, den er selbst hinterher auch eingesteht, überzeugen, gewinnt Melchiors
Vertrauen und verlässt mit ihm zusammen, ohne Moritz, den Friedhof.

Akt 3, Charakterisierung "Frühlingserwachen"

Charakterisierung von Melchior Gabor


Melchior Gabor ist 14 Jahre alt und besucht das Gymnasium. Er ist die Hauptfigur in
dem Drama „Frühlings Erwachen“ von Frank Wedekind. In der Schule hat er
keinerlei Probleme. Seine Versetzung ist zu keiner Zeit gefährdet und die
Hausaufgaben, die z.B. Moritz Kopfzerbrechen bereiten, machen ihm keine
Probleme. Die Beziehung zu seinen Eltern beschränkt sich meist auf die Beziehung
zu seiner Mutter, die sehr gut ist. Seine Mutter kümmert sich viel um ihn und möchte
auch Moritz gerne helfen.
Im Gegensatz dazu ist das Verhältnis zu seinem Vater nicht so gut. Er kümmert sich
kaum um Melchior und ist bei der Entscheidung, ob Melchior in die
Korrektionsanstalt solle oder nicht (Akt 3, Szene 3) sofort für die Korrektionsanstalt.
Die Erziehung von Frau Gabor ist nicht sehr streng. Herr Gabor kritisiert dies aber
erst, als es im Grunde schon zu spät ist.
Melchior ist nicht gläubig, also Atheist. Dies unterscheidet ihn von allen anderen.
Melchior ist sexuell sehr aufgeklärt. Dies erkennt man an dem Ausspruch:„Ich kenne
das schon lang“. Ganz im Gegenteil zu seinem besten Freund Moritz, der immer
noch an den Storch glaubt. Sein Wissen hat er sich allerdings selbst aus Büchern,
Illustrationen und Beobachtungen in der Natur angeeignet.
Melchior führt eine sehr gut freundschaftliche Beziehung mit Moritz. Sie verbringen
viel Zeit zusammen und können über alles reden. Diese Freundschaft wird ihm
allerdings zum Verhängnis, als er Moritz einen Aufklärungsbrief schreibt. Nach dem
Selbstmord von Moritz findet dessen Vater diesen Brief und macht Melchior für den
Tod seines Sohnes verantwortlich. Melchior ist allerdings dafür nicht verantwortlich,
da Moritz aus angst vor seinen Eltern, weil er nicht versetzt worden ist, Selbstmord
begeht.
Zu Wendla Bergmann hat er auch ein gutes Verhältnis. Er redet oft mit ihr, wobei
jedoch deutlich wird, dass sie genauso wenig aufgeklärt ist, wie Moritz. Das macht er
sich auf dem Heuboden zu nutze, als er sie, ohne dass sie es wirklich realisiert,
vergewaltigt. An seinem Ausspruch:“Es ist keine Liebe, alles Eigennutz“, wird
deutlich, dass er sich sehr wohl über das was er tut im Klaren ist und Wendlas
Unwissenheit ausnutzt, denn Wendla glaubt wegen ihrer Mutter, man müsse einen
Mann lieben, um schwanger zu werden.
Wendla stirbt später an den Folgen der Abtreibungsversuche von Mutter Schmidtin
sterben. Allerdings macht man Melchior für ihren Tod verantwortlich, da es einen
Sündenbock geben muss, um die Abtreibung zu vertuschen. Auch Melchior macht
sich Vorwürfe deswegen und bereut seine Tat. Diese Selbstvorwürfe versucht ihm
erst der vermummte Herr zu nehmen.

Letzter Absatz der "Frühlingserwachen" Kapitel-Zusammenfassung und Charakterisierung folgt:
Zu den anderen Jugendlichen ist sein Verhältnis allerdings nicht so gut.
Er schlägt einen Mitschüler, als dieser schlecht über Moritz redet und in der
Korrektionsanstalt hegt er eine große Abneigung gegen die anderen. An seinem
Ausspruch: „Er hat die verunglückteste Physiognomie auf der Abteilung“, wird
deutlich, dass Melchior sich für besser hält als es die anderen sind.
Während Melchior die beiden Todesfälle äußerlich völlig kalt lassen, kommt in der
letzten Szene, auf dem Friedhof sein wahres Ich ans Licht. Er ist zwar auf der Suche
nach dem Grab von Moritz, findet aber zuerst Wendlas Grab. Nun kommen ihm alle
aufgestauten Schuldgefühle hoch. An seinem Ausspruch: „Warum sie um
meinetwillen! - Ich hätte Steine geklopft und gehungert...!“, wird deutlich, dass er
sich für seine Schuld eine Strafe oder sogar den Tod wünscht. Als er dann den toten
Moritz auf dem Friedhof trifft bietet ihm sich die Möglichkeit mit Moritz\' Hilfe aus dem
Leben zu scheiden. Er wird aber noch von dem vermummten Herrn aufgehalten.
Dieser ist der erste, der Melchior Mut zuspricht. So ermutigt und überredet vertrat
sich Melchior dem unbekannten an und verlässt mit ihm Moritz.

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4.1 / 5 Sternen (22 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: 12. Klasse
  • Erstellt: 2012
  • Note: 1-
  • Aktualisiert: 20.07.16

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