Schulzeux.de > Deutsch

Gedicht-Interpretation "Verwandlung" (Christine Busta)

Inhaltsverzeichnis


Gedichtanalyse „Verwandlung“ von Christine Busta (1915-1987)

Entsprechend dem Titel dieses Werkes wird ein Prozess der Verwandlung beschrieben, welcher mit dem öden, tristen und depressiven Erscheinen des Regens beginnt, am Schluss aber im sonnigen Optimismus sein Ende findet.  Das Gedicht befasst sich mit der Frage nach dem Sinn des Lebens, welche sich das lyrische Ich, abseits und zurückgezogen, stellt.

Das lyrische Subjekt des Werkes ist ein lyrisches Ich, welches in der ersten und zweiten Strophe sehr häufig auftritt, da es in jedem Vers mit einem Pronomen vertreten ist.
Dies zeigt die hohe Bedeutung die dem Subjekt zu Anfang des Gedichtes zukommt.
Im vierten Vers ist das lyrische Ich um eine Antwort bemüht, welche ihm seine Wichtigkeit und Bedeutung schildert. Es fragt, „... sing’ ich denn noch? Es singt ja nur der Baum.“ (1.Strophe; Zeile 4)
In den folgenden Zeilen tritt es nur noch indirekt auf, bis dann in der letzten Strophe schließlich ganz verschwindet, und nur noch als Beobachter fungiert.
Das lyrische Ich verwandelte sich von seinem tristen individuellem Dasein zu einem Teil der Gesellschaft, welcher seinen Optimismus wiedergefunden hat.

Die ersten zwei Strophen, in denen der Regen als Depressives dominiert, und die letzte Strophe mit einem sonnigen optimistischen Ende, teilen das Gedicht in zwei Teile.
Die 14 Verse und ihre Endreime lassen den Schluss zu, dass es sich hier um ein Gedicht in der Form eines Sonettes handelt. Dies wird dadurch belegt, dass die Endreime in den Quartetten umfassende Reime sind. Außerdem besitzt die letzte Strophe, welche aus zwei Terzetten zusammengefasst ist einen Schweifreim.
Auch der Inhalt ändert sich, im Laufe des Werkes, nicht komplett.
Dadurch verdeutlicht das sich eine Reimform durch das gesamte Gedicht zieht.
Die Kadenzen der Reime wechseln ständig zwischen männlich und weiblich. Dieser Wechsel legt den unaufhaltsamen Prozess der Verwandlung dar, der erst, wenn „die Sonne scheint“ beendet sein wird.
Ein regelmäßiger fünf hebiger Jambus zieht sich durch fast das gesamte Werk. Bis zum 13.Vers ist er kontinuierlich und fällt mit der natürlichen Betonung zusammen. Wider ein Zeichen für eine ständigen Prozess der Verwandlung.
Der Betonungsumbruch im 14. Vers zeigt möglicherweise, dass der Prozess da, mit einem positivem Ausgang zu Ende geht.

Eine Anhäufung von Stilfiguren verdeutlichen den Gedichtsinhalt.
Die öde und triste Stimmung am Anfang wird durch „Regen“-Metapher verdeutlicht (z.B.: Regentraum, Regenbaum, Regenzweig, Regenwurzelraum). Der alt Sonnenvogel steht für die Sonne, welche den Regen und somit die betrückende Stimmung zurück trängt. Insgesamt werden zu Ende des Gedichts mehr Symbole für die Sonne verwendet um eine nettere wärmere Atmosphäre zu erzeugen und um das positive Ende, welches das lyrische Ich findet darzustellen.

Für mich auf den ersten Blick kein sehr ansprechendes Werk, auf den zweiten jedoch ein Gedicht mit interrasanten Aspekten, die durchaus auch zum nachdenken anregen sollten.
Dieses Sonett ist zwar eines der Kategorie „Ende gut – Alles gut“ lässt aber trotz dem einige betrachtungswürdige kritische Aspekte im Raum stehen.

Hilf uns und deinen Freunden, indem du diese Seite teilst, verlinkst und bewertest

4 / 5 Sternen (3 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: 11. Klasse
  • Erstellt: 2010
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 26.06.16

Schreibe jetzt deine Meinung

    Was ist 3 mal 1? Ergebnis:  
Wähle dein Bild:

Mitmachen

Drag & Drop oder: Durchsuchen... Endungen: .doc(x) .xls(x) .ppt(x) .pdf .txt .rtf .jpg .gif .png .bmp

Danke für deinen Besuch bei Schulzeux.de

Zeig diese Seite deinen Freunden

Mithelfen ist ganz einfach

Du hast sicher auch noch Hausarbeiten, Vorträge etc. auf deinem PC. Veröffentliche sie in wenigen Sekunden und hilf damit tausenden Mitschülern.

Mehr Infos

Schulzeux.de auf Facebook

Schulzeux.de bei Google+