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"Der Verdacht" Inhaltsangabe & Interpretation (F. Dürrenmatt)

Inhaltsverzeichnis

Dürrenmatt, Friedrich: "Der Verdacht" INHALTSANGABE und Zusammenfassung in Kürze. Unten ist eine 2. Version zu finden!

Der Kriminalroman "Der Verdacht" wurde von Freidrich Dürrenmatt geschrieben.

Anfang November 1948 wird Kommissär Bärlach in das "Salem" Spital in Bern eingeliefert. Er muß sich einer lebensgefährlichen Operation unterziehen. Diese verläuft unter der Aufsicht des Freundes Dr. Hungertobels ohne Probleme.

Dann findet Kommissär Bärlach ein mysteriöses Bild über einen "Dr. Nehle", der in der NS-Zeit Operationen ohne Narkose im Konzentrationslager Stutthof durchführte, in einer alten "Live". Dr. Hungertobel identifiziert ihn aber als Dr. Emmenberger, der früher ein Studienkollege des Arztes gewesen war und nun die Nobelklinik Sonnenstein in Zürich leitet. Er erinnert sich auch noch an einen dringenden Eingriff ohne Narkose, den Emmenberger in Anwesenheit Hungertobels durchführte. Nun hat Bärlach den Verdacht, dass Nehle sich in Chile befand, während Emmenberger unter dem Namen Nehle als SS-Arzt in einem Lager arbeitete.

Bald darauf erfährt Bärlach, dass er in Pension gehen müsse, läßt jedoch weiterhin nicht ab von dem Fall. In der selben Nacht bekommt Kommissär Bärlach Besuch von "Gulliver", einem Juden, der das Lager in Stutthof überlebte. Dieser liefert ihm wertvolle Informationen über Emmenbeger.
Um weitere Ermittlungen zu führen, läßt sich Bärlach unter dem Decknamen "Kramer" in Sonnenstein einliefern.

Dort wird er Dr. Emmenberger zugeteilt, der inzwischen Bärlachs Plan durchschaut hat und nun nichts
Gutes im Schilde führt. Mit Drogen hält Emmenberger Kommissär Bärlach fest, in der Absicht, ihn zu ohne Narkose zu operieren. Bärlach versucht verschiedene Personen für sich zu gewinnen, jedoch ohne Erfolg.

Nachdem Fortschig, Inhaber der Zeitung "Apfelschuß", und Freund Bärlachs einen gefährdenden Bericht über Emmenberger veröffentlicht, wird er im Auftrag des Arztes von einem Zwerg umgebracht.
Hungertobel sollte das nächste Opfer sein. Doch Gulliver, der seit dem letzten Besuch bei Kommissär Bärlach diesen nicht mehr aus den Augen gelassen hat, rettet den Kommissär und auch Hungertobel.

2. Version einer Zusammenfassung und Interpretation "Der Verdacht"

Nun eine weitere Hausarbeit zu Friedrich Dürrenmatt - Der Verdacht

1. Kommissär Bärlach hat in diesem Kriminalroman eine zentrale Rolle. Stellt dar, inwieweit er dem typischen Detektiv entspricht.

Bärlach ermittelt immer auf eigene Faust, und das nicht immer legal. In der "Richter und sein Henker", benutzt er Tschanz um Gastmann zu töten, da er sonst keine andere Möglichkeit sieht Gastmann seiner gerechten Strafe zu zuführen. Er benutzt solche Mittel, damit nach seinem Befinden, alle schuldigen ihre gerechte Strafe bekommen. Er versucht seinen Gegner durch ein Katz- und Mausspiel in seinem fein gesponnenen Netz gefangen zu nehmen. Bärlach versucht im "Verdacht" trotz seiner Krankheit, vom Krankenbett aus der Gerechtigkeit genüge zu tun, indem er durch ein Verhör mit Dr. Hungertobel versuchte alles über seinen Gegner zu erfahren. Dazu kommt noch, dass er legal recherchiert, indem er sich Akten von einem Kollegen bringen lässt, aber auch illegal, da er einen alten Freund zu sich bittet, der eigentlich im Gefängnis sitzen müsste.

Bärlach hat einen scharfen Verstand, den er einsetzt um die Verbrecher auf seine Art, mit seinen Methoden zu überführen, da er denkt, dass die bürgerliche Weltordnung auch nicht mehr das Wahre sei, da man die große Schurken laufen lässt und nur die kleinen Verhaftet. Er denkt zwar, dass er für den Staatsdienst nicht mehr geeignet ist, aber dass er noch zu jung ist um ganz auf zu hören (S.16-17), da er meint, dass auch eine "Alte Katze das Mausern nicht lassen kann". Doch als er merkt, dass er dieses mal zu verlieren droht, bricht er innerlich zusammen. (S.144 "Kroch er zur Tür..., fiel zurück, blieb liegen,... Er kratzte an der Tür..."). Daran merkt man, dass Bärlach sich genauso Verrechnen kann wie ein normaler Mensch, was ihn auch gleichzeitig menschlicher macht und zeigt, dass man immer mit mehreren Möglichkeiten rechnen soll, was Bärlach in seinem Eifer nach der Gerechtigkeit, seiner Gerechtigkeit, vergisst und so in Lebensgefahr gerät.

2. Angenommen, Dr. Emmenberger wäre vor der Operation an Bärlach noch rechtzeitig von der Polizei fest genommen worden und es wäre gegen ihn zum Prozess gekommen. Die Prozessakte "Der Fall Dr. Emmenberger" enthält die gegen ihn verfasste Anklageschrift "Im Namen der Menschlichkeit"! Formuliert eine solche Anklageschrift in einem zusammenhängenden Text, in dem die ihm zur Last gelegten Verbrechen zum Ausdruck gebracht werden un in einem begründeten Plädoyer seine Schuld bewiesen wird. Setzt euch dabei intensiv mit den komplexen Inhalten der Tätermonologe im Kapitel "Die Uhr" auseinander und versucht durch Gegenargumentation die Selbstbestimmtheit und das Eigenverständnis dieses Täterprofils zu widerlegen! Berücksichtigt in diesem Zusammenhang auch die Frage nach Wert un Sinn von Begriffen wie "Moral" und "Leben"!
"Im Namen der Menschlichkeit!"

Dr. Fritz Emmenberger werden schwerwiegende Vergehen der Körperverletzung mit vorsätzlichem Mord in mehreren Fällen zur Last gelegt. Durch einen Unfall um das Jahr 1908 herum, als fünf Mediziner Bergsteigen waren, merkte Dr. Emmenberger, dass er Gefallen daran findet Menschen zu quälen. Als einer der Medizinstudenten von einer Leiter fiel und sich unglücklich die Kehle auf einen vorspringenden Balken in der Mauer stieß und stöhnend liegen blieb, operiert Dr. Emmenberger ihn ohne Narkose, was Grauenhaft war. An Dr. Emmenbergers Gesichtsausdruck konnte man sehen, dass es ihm Spaß machte. Dies kann nicht als Anklage gerechnet werden, da er helfen wollte, doch es ist wichtig für die weiteren Anklagen.

Dr. Emmenberger wird zur Last gelegt, dass er mit Dr. Nehle aus ihren zwei Identitäten eine gemeinsame gemacht haben. Sie haben ihr Äußeres so verändert, dass niemand den Unterschied bemerkte, was wiederum zur zweiten Anklage führt, da Nehle und Emmenberger ihre Rollen getauscht haben und Nehle als Emmenberger nach Chile und Emmenberger als Nehle nach Stutthof gefahren ist. Und Emmenberger so weiterhin seine Vorliebe Menschen zu quälen ausleben konnte, ohne dass einer wirklich wusste, wer er ist.

Er brauchte Menschen dazu sich von ihm operieren zu lassen, indem er ihnen sagte, dass sie in ein besseres Konzentrationslager kommen würden und überredete sie vorher noch ihm all ihren Besitz zu vermachen, was auch zur Anklage kommt. Die dritte Anklage ist, dass Dr. Emmenberger in seiner Privatklinik Sonnenstein weiter mit diesen Operationen Menschen quälen. Er hat sozusagen "Die Hölle der Reichen" geschaffen. Auch hier operiert er mit falschen Versprechungen reiche Leute, die ihm im Fall des Todes, ihr ganzes Geld geben. Weiterhin wird ihm zur Last gelegt, dass er versuchte den gerade pensionierten Kommissär Bärlach zu ermorden. Ihm genau denselben grauenhaften schmerzen auszusetzen wie seinen unzähligen anderen Opfern. Im Gespräch mit Bärlach gab Dr. Emmenberger zu Dr. Nehle am zehnten August 1945 in Hamburg Umgebracht zu haben, was wieder zu einer Anklage wegen Mordes führt.

Dr. Emmenberger glaubt nicht an Gott, sondern nur an den Zufall, es liegt alles im Zufall, ob etwas Böses oder ob etwas Gutes passiert. Dr. Emmenberger glaubt an die Materie, die gleichzeitig Kraft und Masse ist, und verhöhnt Gott. Er sieht sich selbst als Teilhaber der Materie und hat somit keinen Respekt vor dem Leben der anderen. Er sagt, " die Freiheit sei der Mut ein Verbrechen zu begehen, so wie die Freiheit selbst ein Verbrechen ist". Somit glaubt er an nichts als an das Recht, Menschen zu foltern. Er sagt, dass es den Mut hatte, er selbst zu sein, doch, wo würden wir hinkommen, wenn wir alle einfach das machen würden, was wir wollen? Dr. Emmenberger stellt sich außerhalb der Menschenordnung, da er denkt, dass diese unsere Schwäche errichtet, und er will frei sein, zwar nur für den Augenblick, doch das ist es ihm wert, gegen jede Moral, die uns beigebracht wurde, zu Verstoßen. Er wollte von Kommissär Bärlach einen gleich großen Glauben für das Gute hören, als Bedingung für sein Leben, doch dieser antwortet nicht, da er genau wusste, dass es Emmenberger nur belustigen würde und ihn trotzdem nicht am Leben lassen würde. Diese Grausamkeit ist das Schlimmste, was je gemacht wurde, und das nur so aus Spaß.

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4 / 5 Sternen (1 Bewertung)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: Keine Angabe
  • Erstellt: 2013
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 21.11.16

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