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Inhaltsangabe "Spiegelgeschichte" von Ilse Aichinger

Inhaltsverzeichnis

Aichinger, Ilse: Spiegelgeschichte Inhaltsangabe und kurze Interpretation

Ilse Aichinger :
östererreichische Schriftstellerin
geboren am 1. November 1921 in Wien

Inhaltsangabe "Spiegelgeschichte"

Die Geschichte beginnt mit dem Tod - der eigentlich das Ende bedeutet - einer jungen Frau. In diesem Fall wird der Tod allerdings nicht als Ende sondern als Anfang der Geschichte gesehen. Wie durch einen Spiegel sieht der Leser ihr ganzes Leben im Rücklauf, wie folgendes Beispiel zeigt:
Bald kommt der Sommer mit den langen Tagen. Bald stirbt deine Mutter. Du und dein Vater, ihr beide holt sie vom Friedhof ab. Drei Tage liegt sie noch zwischen den knisternden Kerzen, wie damals du. Blast alle Kerzen aus, eh sie erwacht! Aber sie riecht das Wachs und hebt sich auf die Arme und klagt leise über die Verschwendung. Dann
steht sie auf und wechselt ihre Kleider.3
Einzelne Schlüsselerlebnisse, wie der Krankenhausaufenthalt und die von ihrem Freund erzwungene Abtreibung, das Kennenlernen ihres Liebhabers, der Tod der Mutter und ihre Kindheit und Geburt, wurden dazu herausgenommen.
Parallel zu dieser Geschichte kommentiert das Krankenhauspersonal den Todeskampf der
Patientin. Diese Kommentare beginnen allerdings erst nach der mißlungenen Abtreibung beziehungsweise bei der Einlieferung der Patientin ins Krankenhaus mit der Bemerkung:
,,Die Fieberkrämpfe lassen nach der Todeskampf beginnt!"
Thematik
Einen wichtigen Stellenwert in dieser Geschichte nimmt der Tod ein. Ilse Aichinger hat auch gesagt: „Schreiben ist sterben lernen.“
Es scheint aber, das der Tod in der Geschichte nicht akzeptiert wird, da nach dem letzten Kommentar des Krankenhauspersonals:,,Es ist zu Ende -... sie ist tot!" der Erzähler,,Still! Laß sie reden!" sagt, und damit die Worte des Krankenhauspersonals als bloßes Gerede abtut. Auch am Beginn der Geschichte fordert der Erzähler die junge Tote auf, aufzustehen.

Meine Interpretation:

Es ist eine eher schwierige und, so scheint es, am Anfang unlogische Erzählweise, die man aber im laufe der Geschichte versteht. Ansonsten finde ich es eine sehr interessante Geschichte, die sich endlich einmal von diesen, zum teil blödsinnigen, und schon Langweiligen, Erzählschemen eine gute Abwechslung bietet.

Kurzbiografie Ilse Aichinger:

Zitat von ihr: Aber die größte Begabung ist doch die, auf der Welt sein zu können und
es auszuhalten, mit einem gewissen Frohsinn.
Ilse Aichinger Biographie
Ilse Aichinger und ihre Zwillingsschwester Helga Aichinger werden in Wien als Töchter eines Lehrers und einer jüdischen Ärztin am
1. November 1921 geboren.
1626
lassen sich die Eltern scheiden, Ilse Aichinger lebt bei Ihrer Mutter in Wien.
1938-1945
Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Die Mutter verliert ihre Stellung als Ärztin. Viele Familienangehörige der Mutter werden ermordet.
Nach Abschluß des Gymnasiums bekommt Ilse Aichinger keinen Studienplatz, weil sie Halbjüdin ist.
Im Zweiten Weltkrieg wird sie dienstverpflichtet.

1945
Ilse Aichinger beginnt ein Medizinstudium, bricht es aber ab, weil sie erkannt hat, dass sie Schriftstellerin ist. Sie schreibt an ihrem ersten Roman.
September 1945
Mit "Das vierte Tor" wird das erste Mal in Österreich etwas über Konzentrationslager veröffentlicht.

1948
Der Roman "Die größere Hoffnung" wird veröffentlicht.
Hier schildert Ilse Aichinger das Schicksal einer jungen Halbjüdin
unter dem Nationalsozialismus. Die Zustände zwischen Traum und Realität werden in einer feinsinnigen Weise beschrieben.
Das Werk trägt autobiographische Züge.

Danach schreibt sie keine Romane mehr.

1949 - 1950
Ilse Aichinger im Lektorat des S. - Fischer - Verlages tätig.
1950 -1951
arbeitet Ilse Aichinger als Assistentin bei Inge Aicher-Scholl
an der Ulmer Hochschule für Gestaltung.
1952
Der Erzählband "Rede unter dem Galgen""erscheint. Er wird in der Öffentlichkeit stark beachtet. 1953 wird der Band neu
aufgelegt unter dem Titel Der Gefesselte.

Ab 1951
hatte Ilse Aichinger Verbindung zur "Gruppe 47", wo sieihren späteren Mann Günter Eich kennenlernt.
Seit 1953 war Ilse Aichinger mit Günter Eich verheiratet
Ilse Aichinger bringt den Sohn Clemens
1954 und die Tochter Mirjam
1957 zur Welt.
Der Sohn Clemens Eich
(ebenfalls Schriftsteller, " Das steinerne Meer ") verunglückte 1998.
1963
zieht Ilse Aichinger zieht mit ihrer Familie nach Groß-Gmain bei Salzburg. Sie schreibt dort "Wo ich wohne"- ein Werk mit Traumerfahrungen.
1971
Tod ihres Mannes Günter Eich
1976
Der Sammelband "Schlechte Wörter" zeigt eine Veränderung in Ilse Aichingers Schreibstil. Dominierte einst die Wahrheitssuche, gelangt sie jetzt zur subversiven Sprachkritik.
1984
Umzug nach Frankfurt/Main.
1996
Uraufführung der dramatischen Fassung von "Zu keiner Stunde"
am Wiener Volkstheater.

Ilse Aichinger Preise

wurde mit vielen Literaturpreisen ausgezeichnet:

1952
Preisträgerin des jährlich vergebenen Literaturpreises der Gruppe 47
1955
Auszeichnung mit dem Immermann- Preis der Stadt Düsseldorf,
1957
Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen.
1971
Auszeichnung mit dem Nelly- Sachs- Preis.
1982
Ilse Aichinger erhält den Petrarca- Preis.
1983
Auszeichnung mit dem Franz-Kafka-Preis.
1884
Ilse Aichinger wird der Marie- Luise- Kaschnitz- Preis verliehen.
1987
wird der Europalia-Literatur-Preis der EG an Ilse Aichinger verliehen.
1991
Verleihung des Großen Literaturpreises der Bayerischen Akademie
der Schönen Künste an Ilse Aichinger.
1995
Ilse Aichinger erhält für ihr Lebenswerk den Großen Österrreichischen Staatspreis für Literatur.

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4 / 5 Sternen (1 Bewertung)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: Keine Angabe
  • Erstellt: 2004
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 22.09.16

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  • vali schrieb am 29.09.2015:

    Die Interpretation ist nicht deine eigene Meinung zu der Kurzprosa :D !

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