Schulzeux.de > Deutsch

Interpretation "Draußen vor der Tür" als Gedichtvergleich (Borchert)

Inhaltsverzeichnis


AUFGABE:
Erläutere anhand des kurzen Gedichtes und des Werkes "Draußen vor der Tür" welche Zeichen Borchert für zukünftige Generationen setzten wollte

LÖSUNG:
Borcherts Gedicht als Grundlage der Interpretation:

„Ich möchte ein Leuchtturm sein
in Nacht und Wind-
für Dorsch und Stint,
für jedes Boot-
und bin doch selbst
ein Schiff in Not!“
von Wolfgang Borchert

Interpretation "Draußen vor der Tür"

Wolfgang Borchert gehört zu den wichtigsten Vertretern der deutschen Trümmerliteratur und mit „Draußen vor der Tür“ schrieb er das zentrale Drama dieser Literaturströmung. Das Werk erzählt die Geschichte des Kriegsheimkehrers Beckmann, der mit dem Leben und dem menschlichen Verhalten nach dem Krieg konfrontiert wird. Mit diesem Drama will er den Menschen die Leiden und Schrecken des Krieges und seine Folgen aufzeigen. Er will verdeutlichen, was dieser Krieg angerichtet hat und verurteilt diejenigen, die diesen Krieg nicht verhindert oder ihn gar gewollt haben. „Draußen vor der Tür“ soll an die Tragödien der Kriegs- und Nachkriegszeit erinnern und davor warnen, den Krieg zu schnell zu vergessen.

In dem Drama symbolisiert Beckmanns Brille die Vorfälle des Krieges und jeder fragt ihn, warum er die Brille auch noch nach dem Krieg trägt (S. 21, das 2. Mal Oberst, S. 29 Direktor„Wozu laufen Sie eigentlich mit diesem nahezu grotesken Brillengestell herum?“ S. 37 „Sagen Sie mal...“ bis Ende Frau Kramer).
In dem er Gott als einen alten Greis darstellt, an den keiner mehr glaubt, versucht er die Menschen wieder zu dem Glauben an Gott zu bringen. Der alte Mann sagt, dass er den Krieg nicht verhindern konnte, weil keiner an ihn glaubte (S. 42 „Ich bin der Gott, an den keiner mehr glaubt. Ihr habt euch von mir gewandt.“ „Ich kann es nicht ändern! Ich kann es doch nicht ändern!“).
Außerdem zeigt er in seinem Werk den Menschen, dass sie selbst, vielleicht ohne es zu merken, mit ihrem Handeln andere Menschen leiden lassen, obwohl sie selber leiden. In „Draußen vor der Tür“ denkt nicht nur Beckmann, dass kein Platz mehr für ihn ist. Auch er lässt mit seiner Anwesenheit bei dem Mädchen das gleiche Gefühl bei einem anderen Menschen entstehen (S. 52 Der Einbeinige).

Schlussteil der Interpretation beginnt:

Aber Borchert wollte nicht nur an den Krieg erinnern. Er schrieb ein Gedicht, mit dem er der zukünftigen Generation Hoffnung machte und eine Aufgabe auferlegte. Die Menschen sollen die Hoffnung nicht verlieren und trotz des eigenen Schicksals und Leidens anderen Menschen versuchen eine Hilfe zu sein und sich selber helfen lassen. In dem Gedicht symbolisiert der Leuchtturm die Hilfe und gleichzeitig auch die Hoffnung. Er weist Schiffen den Weg und zeigt den Menschen, dass das Land nicht mehr weit entfernt ist. Das Schiff in der Not steht für das eigene Leiden. Im Gedicht will das Schiff, welches eigentlich selber Hilfe benötigte, den anderen Schiffen noch helfen. Meiner Meinung nach versucht Wolfgang Borchert, die Menschen dazu anzuhalten, den Krieg nicht zu vergessen. Sie sollen jetzt zwar Kriegsgeschädigten helfen, aber auch erkennen, dass sie selber Hilfe brauchen.

Hilf uns und deinen Freunden, indem du diese Seite teilst, verlinkst und bewertest

- Noch keine Bewertung -
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: 12. Klasse
  • Erstellt: 2013
  • Note: 1-
  • Aktualisiert: 17.11.16

Schreibe jetzt deine Meinung

    Was ist 2 mal 1? Ergebnis:  
Wähle dein Bild:

Mitmachen

Drag & Drop oder: Durchsuchen... Endungen: .doc(x) .xls(x) .ppt(x) .pdf .txt .rtf .jpg .gif .png .bmp

Danke für deinen Besuch bei Schulzeux.de

Zeig diese Seite deinen Freunden

Mithelfen ist ganz einfach

Du hast sicher auch noch Hausarbeiten, Vorträge etc. auf deinem PC. Veröffentliche sie in wenigen Sekunden und hilf damit tausenden Mitschülern.

Mehr Infos

Schulzeux.de auf Facebook

Schulzeux.de bei Google+