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Joseph von Eichendorff Referat

Inhaltsverzeichnis

Es folgt nun nicht nur ein Joseph von Eichendorff Referat, sondern gleich vier! Dabei sind Kurzreferate ebenso dabei wie ausführliche Biographien mit Lebenslauf und vielen Eckdaten. Sucht euch das passende Eichendorff-Referat aus oder kombiniert alle zu einem neuen!

Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff Referat (1. Version)


Biographie und Lebenslauf:

10. März 1788: auf Schloß Lubowitz in Oberschlesien geboren

1801: Eintritt Matthias – Gymnasium in Breslau
1805: Studiert Jura in Halle
1807: Studium in Heidelberg, Kolleg bei Görres
1808: Abschluss des Studiums mit der Tour (Reise nach Wien &Paris),
Heimreise nach Lubowitz

1809: 1. Prosadichtung (die Zauberei im Herbste), lernt Brentano,
Arnim etc. kennen

1810: Studium in Wien
1811: Bekanntschaft mit Familie Schlegel, Referendarprüfung

1813: Nimmt an Befreiungskriegen Teil (Leutnant)
1814: Entlassung, Sucht sich in Berlin einen Job, erhält Stelle beim
Oberkriegskommissariat
1815: Heirat, wiederum bei den Befreiungskriegen, Sohn Hermann
geboren

1816: Rückkehr nach Schlesien, wird Referendar bei der Breslauer
Regierung bis Dezember 1819
1817: Sohn Rudolf geboren... ein Jahr später (1818) stirbt sein Vater.
1819: Besteht Assessorprüfung; wird Assessor in Breslau; Tochter Therese geboren.

1821: Regierungsrat in Danzig
1822: Mutter stirbt; verliert alle Güter in Schlesien (seiner Heimat)

1824: wird nach Königsberg versetzt und schreibt „Krieg den Phili-
stern“. Will aber nicht in Königsberg bleiben. Taugenichts vollständig

1831: Wird ans Kultusministerium in Berlin versetzt.
1841: Wird zum geheimen Regierungsrat ernannt; schreibt “die
Glücksritter“
1843: Erkrankt schwer und wir für die Dauer seiner Krankheit beur-
laubt. Scheidet ein Jahr später aus dem Staatsdienst aus.

Die letzten Jahre
1846/47: Aufenthalt in Wien und trifft sich oft mit Stifter Grillparzer

1848: Wohnt in Köthen und Dresden

1853: Erste und letzte Auszeichnung (Maximilians Orden für Wissen-
schaft und Kunst)

Am 26. November gestorben (am 3. Dezember 1855 seine Frau)

2. Version eines Eichendorffs Referats


Eichendorff - Biographie  und Lebenslauf

Am 10 März 1788 wird Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff als Sohn von Adolf und Karoline von Eichendorff auf schloss Lubowitz bei Ratibor in Oberschlesien geboren. Folie Schloss

Folie Karte
Die Bevölkerung Oberschlesiens war damals historischen Zeugnissen zufolge nur zu einem Teil deutsch sprechend, zu einem anderen, wohl grösseren Teil sprach sie polnisch.
Eichendorff selbst, dessen Muttersprache natürlich deutsch war, konnte wie seine Eltern und Groseltern auch fliessend polnisch sprechen.

Die Eichendorffs waren bis zum 17 jhdt. Eine ziemlich verzweigte Familie gewesen, die dem Ritterstand seit langem angehörte, sie waren also adelige. Eichendorff wächst auf schloss Lubowitz mit seinem Bruder Wilhelm Josef auf. Die 4 jüngeren Geschwister sterben früh, lediglich Louise, seine unverheiratete Schwester erreichte ein stattliches Alter. Das schloss zu Lubowitz war der stete Mittelpunkt eines steten Verkehrs, wo viele feste gefeiert wurden und Gäste aus nah und fern zusammenkamen. Die fröhliche Stimmung solcher feste wiederspiegeln sich in vielen späteren Erzählungen Eichendorffs.

Zu den Wesenszügen des Hauses gehörte eine besondere Freiheitlichkeit. Es herrschte Grosherzigkeit in der Anerkennung anderer Wege und Weltanschauungen, was im preussischen Adel damals selten war. Die streng religiöse Geistesart der Grossmutter, ihre pedantische und überkorrekte art, blieb ohne Einfluss auf die Mitbewohner.

Die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts waren ungünstig für Grundbesitz. Eichendorffs Vater war ursprünglich reich, Besitzer einer Anzahl von Gütern, hatte offensichtlich keine glückliche Hand in geschäftlichen dingen. Er war ein guter Ökonom, aber ein ungeschickter Geschäftsmann. So drohte schon früh der bankrott.

Textstelle: Beschreibung der Eltern s.30 u.: Folie Eltern

Sein Vater war ein Mann, von gediegener doch mehr praktischer Ausbildung, klarem, ruhigem verstand...mitten im Luxus eines oft verschwenderischen reichen Lebens für seine eigene Person bis zur Sonderbarkeit einfach und anspruchslos und von einer Herzensgüte die vielleicht nur zu oft missbraucht worden ist...empfänglich für alles hohe und schöne...und nicht selten überraschend genial in seinem Urteil, blieb er einer begeisterten Auffassung doch in gewisser Befangenheit durchaus fremd, alles aussergewöhnliche im Leben, insbesondere auch die Dichtkunst, mehr achtend als begreifend

Seine Mutter war eine geistvolle, lebendige, überall entschieden und tätig eingreifende Dame, von bedeutender Schönheit, die Geselligkeit und heiteren Glanz gern um sich sah und zu verbreiten wusste, wenn gleich auch ihr eine eigentlich poetisch idealistische Richtung, die hervorragende Gabe ihrer sämtlichen Kinder, versagt war. Das Elternpaar hatte wenig übrig für die Literarischen Neigungen der beiden dichtenden und musizierenden Söhne. Sie fanden, dass sich die Söhne mit solcher Beschäftigung unstandesgemäss benahmen. Diese Meinung entsprach der damaligen Denkweise des Adels jener Zeit.

Ab 14 November 1800, mit 12 Jahren, begannen die regelmässigen Tagebucheintragungen Eichendorffs, welcher bereits sehr früh schreiben konnte, sehr spät aber erst dialektfrei und orthographisch. Folie schrift
Sein Tagebuch beinhaltet eine Masse kindlicher Eintragungen ohne Einmischung eigener Gedanken und Empfindungen. Der halbwüchsige registrierte scharfäugig und humorvoll. Bemerkenswert bei Eichendorffs Tagebuch ist, dass es sich als Eigentum und Werk der beiden Brüder Joseph und Wilhelm gibt, die ein Herz und eine Seele waren.
Der innigste Freund der beiden Brüder in ihren Kindertagen in Lubowitz war der Priester Paul Ciupke.Er verbrachte die Freizeit mit ihnen, wurde später im Tagebuch oftmals als Vertrauter erwähnt. Die beiden Brüder wurden von Hofmeister Heinke erzogen. Dieser Priester wohnte im Elternhaus und war mit der Familie freundschaftlich verbunden. Die Söhne blieben noch lange über die Jugend hinaus mit ihm in Kontakt.

Folie Brüder
Die beiden Brüder wurden mit 13 und 14 Jahren auf das Gymnasium nach Breslau geschickt welches sie 3 Jahre besuchten. Seiner musikalischen Ausbildung und seinem Engagement im Schultheater verdankte er unendlich viel. Nach dem Abschlussexamen erachteten die Eltern und der Hofmeister die Brüder für noch nicht universitätsreif. Deshalb blieben sie noch ein Jahr in Breslau wo sie sich unter der Leitung von Hochwürden Heinke weiterbildeten. In diesem Jahr setzt Eichendorffs literarisches Interesse ein. Wesentlich zu seiner Entwicklung beigetragen haben einerseits seine nie ermüdende Liebe zu Mozart, sowie auch die vielen Theaterbesuche, oft 3-4 mal pro Woche. Dies alles spiegelt sich in den Gedichten der damaligen Zeit.

Beispiel eines Gedichtes des damals 16jährigen Eichendorffs.

s.51

1805 beginnt Eichendorff gemeinsam mit seinem Bruder Wilhelm das Studium der Rechtslehre in halle. Seine Theaterleidenschaft bleibt ungemindert. So tritt ihm hier grosse Literatur in guten Aufführungen entgegen und seine grosse Verehrung gilt von nun an speziell Goethe. 2 Jahre später setzen die Brüder nach Schliessung der uni in halle ihr Studium in Heidelberg fort. Es entwickelt sich die Freundschaft mit dem romantischen dichter Otto Heinrich Graf von Loeben, der zu den neueren und revolutionäreren Dichtern jener zeit gehörte.

Aus dieser Zeit in Heidelberg stammt ein weiterer berühmter Vierzeiler: s.65

Nach Abschluss des Studiums und einer Bildungsreise nach Paris und Nürnberg kehren die beiden Brüder nach Lubowitz zurück, um ihren Vater bei der Verwaltung der Güter zu unterstützen. Nebst der Verlobung mit der 17 Louise von Larisch, Tochter einer Adelsfamilie, entsteht Eichendorffs erste Prosadichtung "die Zauberei im herbste".
Bei einem Aufenthalt in Berlin begegnen sie tatsächlich Clemens Brentano und Achim von Arnim.
Später in Wien bereiten die beiden Brüder sich auf ihr Staatsexamen und den eintritt in den Staatsdienst vor. Zur selben Zeit setzten die Befreiungskriege ein. Zudem trennen sich hier die Wege der beiden Brüder. Wilhelm bleibt in Wien, während Josef an den Befreiungskriegen Teil nimmt.

1813-1826 war auch Josef Soldat, wurde aber mehr von Seuchen als von kriegsgefahren bedroht. Nach seiner Entlassung aus der Armee, bemühte er sich um eine Anstellung in Berlin. Dort heiratet er gegen den Willen der Eltern. Seiner Frau Luise widmete er später einen Teil seiner Frühlings- und Liebesgedichte. Einen Monat nach der Heirat wird Eichendorffs Sohn Hermann Joseph geboren, 2 Jahre darauf die Tochter Marie Therese Alexandrine. 

Nun lebte Eichendorff von 1816 - 1819 in Breslau in wirtschaftlich beschränkten Verhältnissen. Er konnte erst aufatmen als er 1821, nun schon mit einer 4 Kinder umfassenden Familie als Regierungsrat nach Danzig versetzt wurde. Zur selben Zeit starb seine Mutter und damit ging das letzte der schlesischen Güter verloren. Fortan mied es Eichendorff Lubowitz wieder zu sehen. Oft beschlich ihn nun in den nächsten Jahren das Gefühl als wäre er hier im Exil, als fehle die Luft in der man atmen könnte.

Folie Eichi 44
In dieser Zeit entstand folgender 4 Zeiler, einer seiner schönsten: s 125 unten

Während seinem fast 30 jährigen Beamtendasein arbeitete Eichendorff in verschiedensten Ministerien. Die meiste zeit und Kraft hatte er der Abteilung für kirchliche Angelegenheiten gewidmet.

unterdessen erschienen unter anderem folgende werke:
- Krieg den Philistern
- Novelle: aus dem leben eines Taugenichts
- der letzte Held von Marienburg
- erste Gesammtausgabe der Gedichte Eichendorffs
- die Enführung

Folie Knakki
1844 endet aus gesundheitlichen gründen, er hatte eine schwache Lunge, seine Dienstzeit als Beamter. Von nun an war er froh mit 56 für seine eigentlichen aufgaben zeit zu finden. In den 13 Jahren bis zu seinem Tode 1857 hat der dichter an den verschiedensten orten geweilt. Gleich nach seiner Pensionierung ging er ein Jahr nach Wien um sich mit führenden Persönlichkeiten verschiedenster gebiete zu treffen. Aus ihnen ist die erste und vielleicht fesselndste seiner literarhistorischen arbeiten hervorgegangen.

Er ist damals auch mit Stifter und Grillparzer zusammengekommen. Überhaupt ist es erstaunlich wieviel bedeutende Persönlichkeiten er im Laufe seines Lebens kennensgelernt hat, obwohl er doch häuslich und zurückhaltend gelebt hat. In diesen Jahren dichtet er nur noch wenig, ein dichter müsse wissen wann er aufzuhören habe, schrieb er. 1855, nach dem Umzug zu seiner Tochter und ihrer Familie, stirbt kurze zeit später seine Frau. Bald ahnt er sein nahes ende. Es ist erstaunlich, mit welchem Elan Eichendorff nach dem Tod seiner Frau diese letzten 2 Jahre, schon im Schatten des Todes, freudiges Schaffen an literaturhistorischen und autobiographischen Schriften zeigte.
Der alte dichter starb an einer harmlosen Erkältung mit 70 Jahren am 26 November 1857.
(folien leider nicht vorhanden)

3. Referat über Joseph von Eichendorff


Nun ein weiteres langes Referat über Eichendorff, das aber eher seine Biographie als Zeittafel auflistet:

Joseph von Eichendorff Vortrag:

1788 10. März: Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff wird als Sohn von Adolf Theodor Rudolf
von Eichendorff (1756-1818) und Karoline von Eichendorff (1766-1822), auf Schloß Lubowitz (bei Ratibor an
der Oder in Oberschlesien) geboren. Schloß Lubowitz, das Eichendorffs Vater durch Kauf von seiner Schwiegermutter erworben hat, bewohnt die Familie seit 1784.

Eichendorff wächst dort mit seinem Bruder Wilhelm Josef auf. Die jüngeren Geschwister sterben früh: Henriette Sophie, August Adolf, Luise Antonie und Gustav. Lediglich Louise Antonie Nepomucene erreicht ein stattliches Alter. Sie, unverheiratet, mit Adalbert Stifter befreundet, lebt später in Baden bei Wien.
Der Pfarrer Heinke übernimmt die Erziehung der Brüder Eichendorff.
1794 Oktober: Reise der Familie Eichendorff nach Prag. Von dort stammt der älteste erhaltene Brief von Eichendorff.
1800 14. November: Die regelmäßigen Tagebuchaufzeichnungen Eichendorffs beginnen.
Abfassung einer ' Naturgeschikte' mit eigenen Illustrationen.
Umfangreiche Lektüre, darunter: Sagen, Komödien, Reise-, Abenteuer- und Ritterromane, pädagogisch-philosophische Literatur.
1801 Flucht des Vaters Adolf von Eichendorff vor seinen Gläubigern.
Oktober: Reise der Brüder Eichendorff in Begleitung ihrer Mutter und ihres Hofmeisters Heinke nach Breslau, wo sie dreieinhalb Jahre lang das Katholische Gymnasium besuchen.
Beginn der häufigen Theaterbesuche.
1802 Eichendorff spielt auf dem Konvikttheater in einigen Stücken mit. In diesem Jahr setzt Eichendorffs literarisches
1804 Englisch- und Französischstudium Schaffen mit Gedichten, Gedichtentwürfen und Prosafragmenten ein.
1805 Eichendorff beginnt gemeinsam mit seinem Bruder Wilhelm das Studium der Rechtslehre in Halle.
1807 Die Brüder setzen nach Schließung der Universität Halle ihr Studium in Heidelberg fort.
Es entwickelt sich die Freundschaft mit dem romantischem Dichter und schwärmerischem Novalis-Verehrer Otto Heinrich Graf von Loeben.
1808 Abschluß des Studiums.
Bildungsreise nach Paris und Wien.
Im Sommer kehren sie nach Lubowitz zurück, wo sie als 'Ökonomen' ihren Vater bei der Verwaltung der Güter unterstützen.
Als erste Prosadichtung Eichendorffs entsteht ' Die Zauberei im Herbste':
1810 Aufenthalt der beiden Brüder in Berlin.
Bekanntschaft mit Adam Müller, Clemens Brentano und Heinrich von Kleist.
Beginn der Arbeit Eichendorffs am Roman ' Ahnung und Gegenwart'.
Abreise nach Wien, um sich dort gemeinsam mit dem Bruder auf das juristische Referendarexamen und den Eintritt in den Staatsdienst vorzubereiten.
1811 Enger Anschluß der Brüder Eichendorff an die Familie Schlegel.
Fortsetzung der Arbeit an 'Ahnung und Gegenwart'.
Entstehung zahlreicher Gedichte.
1812 Abschluß der juristischen Prüfungen. (Joseph besteht fast alle Fächer mit Auszeichnung.)
Beendigung der Arbeit an ' Ahnung und Gegenwart'. Ermutigung zum Druck durch die Schlegels.
1813 Joseph von Eichendorff verläßt zusammen mit Philip Veit zur Teilnahme am Befreiungskrieg Wien, wo Wilhelm in der Hoffnung auf eine Anstellung bleibt. Damit trennen sich die Wege der Brüder. Wilhelm tritt später in den österreichischen Staatsdienst ein.
1814 Januar: Garnisonsdienst Eichendorffs in Torgau.
Einsatz in der Seuchenbekämpfung.
Nach der Entlassung aus der Armee (Dezember) Bemühungen um eine Anstellung in Berlin.
Der Roman ' Ahnung und Gegenwart' gelangt über Graf Loeben an Friedrich de la Motte Fouque.
Abfassung von Gedichten und vielleicht schon des Märchenentwurfs ' Die Wanderschaft'.
1815 März: Eichendorff als Expedient beim Oberkriegskommissariat in Berlin angestellt.
7. April: Eichendorff heiratet in Breslau gegen den Wille der Mutter und in Abwesenheit der Eltern Luise von arisch. Ab April im Einsatz mit der Befreiungsarmee gegen Napoleon.
30. August: Eichendorffs Sohn Hermann Joseph wird geboren.
Zur Ostermesse erscheint ' Ahnung und Gegenwart'
1816 Eichendorffs Rückkehr nach Schlesien.
Vorbereitung auf das Eintrittsexamen.
Referendar bei der Breslauer Regierung.
1817 Vollendung von ' Das Marmorbild '.
Beginn der Arbeit am ' Taugenichts'.
Eichendorffs Tochter Marie Therese Alexandrine geboren.
1818 27. April: Tod des Vaters. Verkauf der verschuldeten Güter bis auf Lubowitz und Sedlnitz. ' Das Marmorbild' erscheint in Fouqes' Frauentaschenbuch für das Jahr 1819'.
1819 Assessorprüfung in Berlin.
Anstellung als Assessor in Breslau. Eichendorffs Sohn Rudoph Joseph Julius wird geboren.
1820 Reise nach Wien: Wiedersehen mit dem Bruder und mit Adam Müller.
1821 Januar: Eichendorff übernimmt das Amt eines katholischen Konsistorial- und Schulrates in Danzig.
September: Ernennung zum Regierungsrat.
Eichendorffs Tochter Agnes Clara wird geboren.
1822 Eichendorffs Mutter stirbt.
1823 ' Krieg den Philistern' erscheint.
1824 Eichendorff wird als Regierungs- und Oberpräsidialrat nach Vereinigung der Oberpräsidien nach Königsberg versetzt. (Gemeinsam mit seinem Freund Theodor von Schön)
1825 Druckvorbereitung der ' Novellen, Lieder und Romanzen'.
1826 Die Novelle ' Aus dem Leben eines Taugenichts' erscheint in der ersten Sammelpublikation.
Eichendorffs Arbeitsbedingungen in Königsberg verschlechtern sich mit der zunehmenden Entfremdung von Theodor von Schön.
1827 Eichendorffs dramatische Satire ' Meierbeths Glück und Ende' erscheint.
1828 Eichendorffs Trauerspiel ' Ezelin von Romano' erscheint.
Eichendorff versucht eine Anstellung in Bayern zu finden. Dieses Bemühen, den Königsbergern Verhältnissen zu entkommen, scheitert.
1829 Eichendorff vollendet das Lustspiel ' Die Freier' und das historische Trauerspiel ' Der letzte Held von Marienburg'.
1830 ' Der letzte Held von Marienburg' erscheint.
Theodor von Schöns Plan, Eichendorff ins Kultusministerium nach Berlin zu versetzen, scheitert.
Eichendorffs Tochter Anna Hedwig Josephine wird geboren.
1831 Eichendorff erhält eine Ratsstelle für katholisches Kirchen- und Schulwesen im Kultusministerium in Berlin.
Dort trifft er den Rechtsgelehrten Friedrich Karl von Savigny und den Dichter Adelbert von Chamisso.
1832 Anläßlich des Todes seiner Tochter Anna Hedwig Josephine entsteht der Gedichtszyklus 'Auf meines Kindes Tod'. Die satirische Erzählung 'Viel Lärm um nichts' erscheint. Unter dem Eindruck des Hambacher Festes verfaßt Eichendorff die Satire "Auch ich war in Arkadien".
1833 Eichendorffs Lustspiel "Die Freier" erscheint.
1834 Der Roman "Dichter und ihre Gesellen" erscheint in Berlin.
1835 Eichendorff schreibt die Novelle "Eine Meerfahrt", welche aber erst nach seinem Tod erscheint.
1836 Eichendorff beschäftigt sich mit dem Studium der spanischen Sprache und Literatur.
Zur Herbstmesse erscheint "Das Schloß Dürande".
1837 Erste Gesamtausgabe der Gedichte Eichendorffs.
1838 Reise nach München. Wiedersehen mit Görres und Brentano. Weiterreise nach Wien, wahrscheinlich um sich mit seinem Bruder Wilhelm über das Lehensgut Sedlnitz zu beraten, welches er seit dem Tod seiner Mutter verwaltet.
1839 Die Novelle "Die Entführung" erscheint.
Eichendorff arbeitet an "Die Glücksritter", an einem Entwurf zur Novelle "Winterabend in Lubowitz" und am Puppenspiel "Incognito".
1840 Eichendorff übersetzt Juan Manuels "Der Graf Lucanor".
1841 Die Novelle "Die Glücksritter" erscheint.
Eichendorff wird zum geheimen Regierungsrat ernannt.
1842 Eichendorff verfaßt für den "Berliner Verein für den Kölner Dombau" einen Aufruf zur Unterstützung des Unternehmens.
1843 Im Frühjahr erleidet Eichendorff eine schwere Lungenentzündung. Beurlaubung nach Danzig.
Erstes Pensionierungsgesuch aus Gesundheitsgründen.
1844 Eichendorff tritt, nachdem er im Auftrag des preußischen Königs die Abhandlung "Die Wiederherstellung des Schlosses der deutschen Ordensritter zu Marienburg" geschrieben hat, aus eigenem Wunsch aus dem preußischen Staatsdienst aus.
1845 Wiedersehen mit Bruder Wilhelm auf dem Landgut Sedlnitz.
Arbeit an autobiographischen Schriften.
1846 Reise mit seiner Gattin nach Wien, wo er mit seiner Familie bis Mai 1847 bleibt.
Treffen mit Robert und Clara Schumann, Anastasius Grün, Franz Grillparzer, Adalbert Stifter, Giacomo Meyerbeer.
Freundschaft mit Karl Ernst Jarcke, dem Mitbegründer der "Historisch-politischen Blätter", für die Eichendorff Beiträge verfaßt.
Die Übersetzungen zu fünf geistlichen Festspielen Calderons erscheinen.
1847 Rückkehr nach Danzig.
Die literaturhistorische Arbeit "Über die ethische und religiöse Bedeutung der neueren romantischen Poesie in Deutschland" erscheint.
1848 Aufgrund der Revolution in Berlin weicht Eichendorff nach Dresden aus.
1849 Tod des Bruders Wilhelm in Innsbruck.
Entstehung der Revolutionssatire "Libertas und ihre Freier".
1850 Eichendorff kehrt nach Berlin zurück.
1851 Eichendorffs Schrift "Der deutsche Roman des achtzehnten Jahrhunderts in seinem Verhältnis zum Christentum" erscheint.
Im Sommer Aufenthalt in Sedlnitz und Arbeit an Calderos Übersetzungen.
1853 Der Versepos "Julian" und der zweite Band der "Geistlichen Schauspiele" Calderons erscheint.
Auszeichnung Eichendorffs mit dem 'Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst'.
1854 Die literaturhistorische Arbeit "Zur Geschichte des Dramas" erscheint. Das Epos "Robert und Guiscard" entsteht.
1855 Im Mai Übersiedlung mit seiner schwererkrankten Gattin nach Köthen, im November Umzug nach Neiße.
3. Dezember: Eichendorffs Gattin stirbt.
1856 Arbeit an literaturhistorischen und autobiographischen Schriften.
1857 Aufenthalt Eichendorffs über mehrere Wochen in Sedlnitz und bei Fürstbischof H. Förster in Johannisberg.

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Joseph Freiherr von Eichendorff stirbt in Neiße am 26. November an den Folgen einer Lungenentzündung im 70. Lebensjahr.

4. Referat über Eichendorff


Nun ein weiterer und vorerst letzter Vortrag zu Joseph von Eichendorff. Wer super fleißig ist, der kombiniert alle Versionen von hier zu einem "Super Referat" ;)

Joseph von Eichendorff Kurzreferat


Joseph Karl Benedikt von Eichendorff, der aus einer alten Adelsfamilie stammte, wurde am 10. März 1788 auf dem Landschloss Lubowitz in der Nähe der oberschlesischen, damals zu Preußen gehörenden Stadt Ratibor geboren. Da in dieser Gegend nur zum Teil deutsch gesprochen wurde, sprach er polnisch ebenso gut wie deutsch.
Sein Vater Adolph Theodor Rudolf von Eichendorff hatte 1784 die 17-jährige Karoline von Kloch geheiratet und nach einer militärischen Ausbildung einige große Güter, wie auch das Schloss Lübowitz übernommen. Diese verkommenen Besitze mussten erst einmal vollständig renoviert werden. Als Opfer von Spekulationsgeschäften verschuldete Josephs Vater sich aber so sehr, dass es sich auf das ganze Familienleben belastend auswirkte. Obwohl er ohne große Ansprüche lebte, war er nicht in der Lage die Schulden abzubezahlen und musste so 1801 vor den Gläubigern fliehen.

Karoline von Kloch, die Mutter von Joseph war eine Frau, die das Schloss Lübowitz zum Mittelpunkt ihres gesellschaftlichen Lebens machte. Joseph fühlte sich allerdings eher zum Vater als zu ihr hingezogen. Zu seinem 2 Jahre älteren Bruder Wilhelm, mit dem er zusammen eine Privaterziehung durch einen Hofmeister erhielt, hatte er ebenfalls eine sehr gute Beziehung.

Als Kind begann Joseph viel zu lesen. Er las griechische und lateinische Klassiker, ebenso auch Gegenwartsliteratur, mit der er sich bis zum Ende seines Lebens beschäftigte. Ab 1801 besuchte Joseph mit seinem Bruder das katholische Matthias-Gymnasium. Die wichtigsten religiösen Anstöße erhielten sie jedoch nicht durch die Schule, sondern durch das Theater.Sie sahen Stücke von Goethe, Schiller sowie auch von August Wilhelm Iffland und August von Kotzebue.

Am 30. Mai 1803 erschien das von den Brüdern verfasste Dedicht Am frühen Grabe unseres Bruders Gustav, das sie nach dem Tod ihres zweieinhalbjährigen Bruders verfassten. Kurz darazuf starb auch ihre vierjährige Schwester. Noch zwei weitere Geschwister starben im frühen Kindesalter. Nur die 1804 geborene Louise überlebte Joseph. 1805 begann er an der Universität in Halle zu studieren. Als kulturelle Abwechslung besuchte Joseph unter anderem das Drama Die Räuber von Schiller in Leipzig und Götz von Berlichingen von Goethe. Zu damaliger Zeit hatte die Französische Revolution ihre Spuren im westlichen Deutschland hinterlassen. Auch die Familie Eichendorff bekam die Auswirkungen zu spüren.

Es treffen viele Flüchtlinge ein und nach kurzer Zeit wird das Schloss von bayrischen Soldaten geplündert. Nach der Schließung ihrer Universität wollen Wilhelm und Joseph ihr Studium in Heidelberg fortsetzen. In dieser Zeit lernt er die neunzehnjährige Katharina Foerster kennen, auf die sich sein Gedicht In einem kühlen Grunde bezieht und er knüpft enge Kontakte zu der romantischen Bewegung, die in im Europa des 18. Jahrhunderts einen literarischen Umschwung herbeigeführt hatte. Der Dichter Friedrich von Hardenberg, der unter dem Pseudonym Novalis schrieb, beeinflusste das Schaffen von Eichendorff nachhaltig. Novalis war für Eichendorff ein wichtiges Vorbild und eine der bedeutendsten Figuren der Romantik. Die romantischen Dichter wendeten sich den Themen Liebe aber hauptsächlich der Natur zu. Eichendorff zufolge stellte die Natur und die menschliche Schönheit als ihr geistiger Ausdruck das Symbol des Göttlichen dar.

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  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: Keine Angabe
  • Erstellt: 2014
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 08.07.16

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