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"König Ottokars Glück und Ende" Zusammenfassung & Interpretation

Inhaltsverzeichnis

Ich möchte euch heute als Referat eine Zusammenfassung des Inhalts und eine Interpretation des Stücks "König Ottokars Glück und Ende" vorstellen, sowie natürlich auch den Autor am Ende als spezielles "Grillparzer Referat" (im Referat ^^).

Dieses Stück wurde 1825 von Franz Grillparzer geschrieben. Es spielt im 13. Jahrhundert von 1261-1278 in Böhmen. Das Werk ist ein historisch- politisches Stück in der Art des „Wallenstein“. Es ist ein Meisterstück der Dichters. Grillparzer wollte ein Napoleon- Drama schreiben, fürchtete jedoch Zensurschwierigkeiten und wählte darum einen ähnlichen Charakter, nämlich den Böhmenkönig Przemysl Ottokar den zweiten, zum Helden.

König Ottokar hat ein großes Reich und will, dass man ihn zum Kaiser wählt. Doch Ottokar macht einen großen Fehler und trennt sich von seiner Frau, Margarethe von Österreich. Alle stellen sich gegen ihn, sogar seine treuesten Ritter, die Rosenbergs. Sie sind verärgert, da Ottokar nicht Berta, des Rosenbergs Tochter, zu seiner neuen Frau nimmt, sondern die Enkelin des Königs von Ungarn, Kunigunde von Massovien. Auch der alte Merenberg ist enttäuscht von König Ottokar. Er gibt seinem Sohn Seyfried einen Brief, den er dem Erzbischof von Mainz überbringen sollte. Auf dem Weg zum Erzbischof überraschen die Rosenbergs Seyfried, doch sie lassen ihn gehen, ohne es dem König zu melden. Bei der Kaiserwahl, an der sieben Kurfürsten beteiligt sind, darunter auch der Erzbischof von Mainz, wird Rudolf von Habsburg zum Kaiser gewählt.

Ottokar lässt den alten Merenberg festnehmen, da er glaubt, dass in dem Brief Dinge über ihn standen, die verhindert hatten, dass er nicht zum Kaiser gewählt wurde. Als der König einsieht, dass er seine Anhänger der Reihe nach verliert, lässt er ein Treffen mit Rudolf von Habsburg arrangieren. Ottokar erbittet sich auf den Knien seine Länder als Lehen zurück, allerdings in einem Zelt. Zawisch der unbedingt wissen will, was in dem Zelt vorgeht, schneidet die Seile des Zeltes durch und blamier Ottokar vor allen Leuten. Tagelang treibt sich Ottokar herum, ohne dass niemand weiß wo er ist. Als er wieder zurück in sein Schloss kommt, verspottet ihn Kunigunde.

Ottokar muss Österreich wegen eines Bündnisses mit Rudolf räumen und seine Gefangenen freigeben. Den altern Merenberg, den er für einen Verräter hält, lässt er aber in einen Turm sperren.
Nachdem Ottokar sich mit dem deutschen Kaiser wieder verfeindet hat, stellt er sich der Entscheidungsschlacht. Vor der Schlacht jedoch, sieht Ottokar Margarethe tot im Haus der Küster. Erst jetzt sieht Ottokar ein, dass er vieles falsch gemacht hat, doch nun ist es zu spät. Ottokar ahnt, dass er in dieser Schlacht sterben muss und seine Ahnung verwirklicht sich auch. Als er vom Pferd fällt, verletzt er sich seinen Fuß.

Das letzte mal betet er zu Margarethe und bittet sie um Gnade. Währenddessen tritt Seyfried, ganz gerüstet, hinter ihm auf. Seyfried will sich bei Ottokar an dem tot seines Vaters rächen. Obwohl Rudolf Seyfried verboten hatte Ottokar zu töten nimmt Seyfried sein Schwert und erdolcht Ottokar. Rudolf von Habsburg verbannt Seyfried, weil er sein Gebot, Ottokars Leben zu schonen, missachtet hat. Dann deckt er die Leiche seines großen Gegners mit seinem Kaiserlichen Mantel zu und belehnt seine Söhne Albrecht und Rudolf mit Österreich und Steiermark.

Charakterisierung der wichtigsten Personen:

König Ottokar: herrschsüchtig, größenwahnsinnig, egoistisch
Rudolf von Habsburg: beliebt, gottgläubig, milder und gerechter Herrscher, pflichtbewusst
Margarethe von Österreich: gutmütig, verzeihend, stellt keine Ansprüche, intelligent
Kunigunde: falsch, treulos, betrügt Ottokar
Zawisch: hinterhältig, treuloser Verführer, verschlagen, versucht Ottokar immer zu blamieren
Alter Merenberg: entsetzt und enttäuscht, fürsorglich um Margarethe
Junger Merenberg: tapfer, rächend, ebenfalls entsetzt und enttäuscht

Sentenz und Gegenwartswert:
Ich glaube, dass uns Franz Grillparzer mit diesem Stück zeigen wollte, wie schnell es geht, dass man nur mehr an sich denkt und völlig herrschsüchtig wird. Erst wenn man jemanden verliert den man gerne hat und man immer weniger beliebt wird, wacht man auf und sieht die reale Welt vor sich.

Jetzt möchte ich euch etwas über den Autor erzählen:

Granz Grillparzer Referat


Franz Seraphicus Grillparzer wurde am 15.1.1791 in Wien geboren. Er ist der älteste von vier Geschwistern. Sein Vater war ein angesehener Rechtanwalt. Die Mutter, eine geborene Sonnleitner war künstlerisch begabt. 1819 starb sie jedoch an Selbstmord. Grillparzer heiratete nie, war aber bis zu seinem Tod mit Kathi Fröhlich verlobt.

Sein Jura Studium machte Franz von 1807 –1811. Nach seinem Studium war er zunächst Privatlehrer und dann Beamter. 1817 wurde er bei der Hofkammer als Konzeptspraktikant angestellt und schrieb „Die Ahnfrau“ - eine Schicksalstragödie. Ein Jahr später, also 1818 schrieb er die Tragödie „Sappho“. 1822 wurde Grillparzer ins Finanzministerium versetzt. In diesem Jahr gestaltete er die altgriechische Sage von Jason und Medea als Tragödie „Das goldene Vlies“. Er schrieb historisch-politische Stücke, indem sich Fragen nach dem Sinn des Staates und der Rolle des Herrschers stellten, wie in „König Ottokars Glück und Ende“ (1825) und „Ein Treuer Diener seines Herrn“ (1828). Direktor des Hofkammerarchivs wurde Franz Grillparzer 1832. Nach seinem Misserfolg von „Weh dem, der lügt“ zog Franz sich aus der Öffentlichkeit zurück und reiste durch viele Länder, aber die Reisen änderten nicht viel an seiner verdüsterten Gemütsverfassung. 1856 ging Grillparzer in den Ruhestand. Er schrieb noch viele bekannte Stücke. Am 21.1.1872 starb Franz Grillparzer.

Dramatik: Die Dramatik ist neben der Epik und Lyrik eine der drei Grundformen der Dichtung. Die Dramatik verlangt nicht den Leser sondern den Zuschauer und Zuhörer. Kämpfe, Katastrophen, Freude und Glück werden von Schauspielern dargestellt.
Bei der Dramatik unterscheiden wir unter drei Gattungen:
Das Trauerspiel (Tragödie): endet mit dem Tod des Helden
Das Lustspiel (Komödie): ist heiter, übermutig und gelegentlich derb.
Das Schauspiel: ist zwischen diesen Gattungen. Es steuert auf ein ruhiges,
ausgeglichenes Ende zu.
Die Dramatik ist bei den Griechen der Antike entstanden. Den ersten Höhepunkt hatte sie im 5. Jahrhundert vor Christi.

Ich danke euch für die Aufmerksamkeit und ich hoffe euch hat mein Referat gefallen.

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4.3 / 5 Sternen (4 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: Keine Angabe
  • Erstellt: 2014
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 02.08.16

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