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Lemonas Geschichte

Inhaltsverzeichnis

Ken Saro-Wiwa: Lemonas Geschichte Inhaltsangabe, Zusammenfassung & Interpretation auch als Referat geeignet.

Lemonas Geschichte

von Ken Saro-Wiwa

Heute möchte ich euch das Buch „Lemonas Geschichte“ vorstellen.
Es entstand unter schwierigen Umständen. Der Schriftsteller schrieb das Buch zweimal. Das erste Mal 1992. Es wurde aber kurz vor seiner Veröffentlichung gestohlen. Später wurde der Schriftsteller Ken Saro-Wiwa verhaftetund beschuldigt 4Morde begangen zu haben.
Deswegen wurde er und 40 andere Personen zum Tode verurteilt und trotz internationaler Proteste hingerichtet. Die Hinrichtung wurde allerdings später hinterfragt. Während den Verhandlungen geschahen nämlich viele fragwürdige Dinge. Zum Beispiel wurde die Mutter von Saro-Wiwa und seine Frau bei Prozeß- beginn geschlagen. Einem anderen Angeklagten fehlten bei Prozessbeginn mehrere Zähne. Einer starb sogar in Haft, weil man ihm die ärztliche Hilfe verweigert hatte. Die Gefängniswachen bedrohten drei Personen mit einer Pistole, die Ken Saro-Wiwa im Gefängnis besuchen wollten.
Kurz vor seinem Tode jedoch schrieb Ken Saro-Wiwa nochmals den Roman „Lemonas Geschichte“. Er hat es anhand persönlicher Erinnerungen an eine Frau geschrieben. Viele Romane und Theaterstücke von Ken Saro-Wiwa wurden bis jetzt immer noch nicht ins Deutsche übersetzt. Wäre da nicht das Schicksal und die Figur des Autors, an die Lemonas Geschichte erinnert, wäre auch dieser Roman nicht übersetzt worden.
Nach Angaben soll sich die Geschichte auf der letzten Diskette befunden haben, die Saro-Wiwas Angehörige kurz vor dessen Hinrichtung aus dem Gefängnis schmuggeln konnten. Vielleicht erklären diese Begleitumstände die Hast, mit der er „Lemonas Geschichte“ niederschrieb.
Ken Saro-Wiwa setzte sich stark für das Überleben des Ogini-Volkes ein, und gegen die Zerstörung der Umwelt durch Shell. Er machte international auf die ökologische Katastrophe aufmerksam, die die anhaltende Ausbeutung der Ölvorkommen in seiner Heimat Nigeria anrichteten.

Doch jetzt zum Inhalt des Buches. Im ersten und im letzten Kapitel wird er sozusagen „von einer Person erzählt“, die selber im Buch vorkommt. Deshalb ist das Buch in „ich “ Form geschrieben. Die restlichen Kapitel werden nur erzählt. Das Buch enthält nicht viele schwierige Wörter. Man sollte einfach gut aufpassen, denn viele Kleinigkeiten sind später sehr ausschlaggebend.
Mir jedenfalls hat das Buch sehr gut gefallen, es ist sehr spannend und man ist fasziniert von Lemona, doch gleichzeitig entsetzt vom Geschehen.
Das Buch ist eher für Mädchen geeignet, da es sich das Hauptgeschehen um ein Mädchen dreht. Sie sollte etwa in meinem Alter sein, doch nicht sehr einschüchterbar, da manche Teile oftmals sehr erschreckend sind. Es erzählt von Mißbrauch, Ausbeutung und Verrat durch die Männer.

3min 02s

Lemona ist eine wunderschöne Nigerianerin. Über ein Vierteljahrhundert lang hat sie wegen Mordes im Gefängnis gesessen. Kurz vor ihrer Hinrichtung erzählt sie einer Frau ihre ganze Geschichte.

Als junges Mädchen wurde sie von einer reichen Familie aus dem Busch geholt, um bei ihnen als Hausmädchen zu arbeiten, oder genauer: als Sklavin zu dienen.
Doch dann wurde sie entlassen, nachdem die Dame des Hauses entdeckte, dass ihr Mann Lemona öfters vergewaltigte.
Da ihr nichts anderes übrig blieb, kehrte sie nach Dukana zurück, ihr Heimatdorf, doch ihre Mutter war gestorben.
Da sie keine Schulische Ausbildung, kein Geld und keine Freunde oder Verwandte hatte, beschloß sie, zurück in die Stadt zu fahren. Eine ältere Frau, die einen Coiffuir - Laden besaß, nahm Lemona schließlich zu sich.
Dieser Abschnitt in ihrem Leben war einer der wichtigsten. Mama Bomboy, so nannte sie die Dame, war der einzige Mensch der sie wirklich respektierte.
Schnell aber lernte Lemona eine junge Geschäftsfrau kennen. Da ihre Bewunderung zu dieser Frau groß war, zog sie bei ihr ein. Sie half ihr, bei ihren Geschäften und wo sie nur zur Hand gehen konnte. Doch auch hier merkte sie schnell, dass sie nur benutzt wurde. Die Frau verlangte von Lemona, sexuelle Verhältnisse mit ihren Geschäftspartnern einzugehen, um die Vertragsunterzeichnug zu unterschreiben. Sobald Lemona genug Geld hatte, zog sie bei ihr aus. So lernte sie einen wohlhabenden Afrikaner kennen, namens Don, der mit dem Ölboom viel Geld verdiente. Dieser konnte zwar von dem Alter her schon fast Großvater von Lemona sein, doch das schien ihr nicht viel auszumachen. Der Mann war so verliebt in Lemonas Schönheit das er ihr eine schöne möblierte Wohnung kaufte. Doch auch hier merkte Lemona, dass sie benutzt wurde, dass Don nicht wirklich in sie, sondern eher in ihren Körper verliebt war. Sie verliebte sie sich in einen jungen Mann ihres Alters namens Edoo. Doch Don liess sich seine Geliebte nicht so einfach wegnehmen. Nein, er suchte seine Zufriedenheit in einem Kampf. Schließlich starb Edoo und Lemona mußte ihre Wohnung verlassen.
Doch Don ließ Lemona nicht in Ruhe, bis sie alles verloren hatte, was sie besaß.
So landete sie schlußendlich auf der Straße mit nichts.
Dieser Zustand hielt nicht lange an. Sie lernte einen weißen Mann kennen, der ihr half, ihr Leben wieder in den Griff zu kriegen. Sein Name war John. Er war Engländer und lebte schon sehr lange in Nigeria. Mit ihm war Lemona glücklich, und sie wollte ihn dann auch heiraten.
Doch John verliebte sich in eine andere Frau und wollte diese heiraten. Durch einen Unglücksfall kommt er ums Leben, für den Lemona zu Tode verurteilt wird.
Sie wird nur deshalb nicht hingerichtet, weil der Gefängnisdirektor sie schwängert.
Nach der Geburt wird ihr das Baby weggenommen. So lebt sie zwanzig Jahre im Gefängnis. Ihr Lebenswille wird noch durch die Hoffnung ihr Kind wieder zu sehen, gestärkt. Sie wartet, jahrelang, in der Überzeugung ihr Kind einmal sehen zu dürfen.
Da sie bei der Geburt Angst hatte, sie würde ihr Kind nicht wieder erkennen, wenn sie es sehen würde, hatte sie es gekennzeichnet. Sie wollte ihre Lebensgeschichte nämlich nur ihrer Tochter erzählen.
Schlussendlich wird sie frei gesprochen. Innert kürzester Zeit ist sie Zeugin eines Mordes, für den sie verantwortlich gemacht wird. Das neue Todesurteil wurde gesprochen. Hinrichtung.
Doch 24Stunden bevor sie hingerichtet wurde, erhielt sie einen überraschenden Besuch von einer Frau. Diese bat Lemona ihre ganze Lebensgeschichte zu erzählen. Obwohl Lemona ihre Geschichte nur ihrer Tochter erzählen wollte fing sie an.
7min

Ich danke euch ganz herzlich das ihr mir solange zugehört habt.
Ich möchte euch zum Schluß der Zusammenfassung des Buches noch eine kleine Szene Nämlich den Schluß Teil vorlesen. Er stimmt sehr mit dem Anfang überein. Deshalb möchte ich euch zuerst noch schnell die ersten drei Sätze der Geschichte vorlesen.

Lemona ist eine wunderschöne Nigerianerin. Über ein Vierteljahrhundert lang hat sie wegen Mordes im Gefängnis gesessen. Kurz vor ihrer Hinrichtung erzählt sie einer Frau ihre ganze Geschichte.

Und jetzt noch den Anfang des letzten Kapitels.

Es war schon lange nach Mitternacht. Mehr als sechzehn Stunden hatte ich der Geschichte zugehört, die Lemona zu erzählen hatte. Natürlich war mir längst klar geworden, warum man von mir verlangt hatte, die Geschichte anzuhören. Meine Rolle darin war ja offensichtlich nicht nur Tochter meines ermordeten Vaters. Aber war es denn ganz sicher, dass Lemona meine Mutter war? Diese Frage ließ mich nicht wieder los. Eins mußte ich noch wissen, um sie endgültig beantworten zu können. Ich bat Lemona ihr noch eine frage stellen zu dürfen, bevor ich gehen würde, und sie willigte ein, sie zu beantworten. „Was war das für ein Mal, mit dem Sie Ihre Tochter nach ihrer Geburt gezeichnet haben, um sie daran immer wieder wiedererkennen zu können?“
„Ich habe ihr die Kuppe des kleinen Fingers ihrer linken Hand abgebissen. Gott möge mir vergeben!“, antwortete sie. Ich tastete unter dem Tisch nach meinem kleinen Finger. Jetzt gab es keinen Zweifel mehr.
8min 40s

Diese letzte Szene beantwortet viele fragen des Buches. Die Frau, der Lemona ihre ganze Geschichte erzählt hatte, war tatsächlich ihre Tochter. Doch das erfuhr Lemona nie. Vielleicht aber hatte sie es gewusst. Ola, so hiess die Frau hatte es ihr nicht gesagt, und so gab es auch keine Möglichkeit mehr. In wenigen Stunden würde sie sowieso hingerichtet. Vielleicht haben ihre mütterliche Instinkte es Lemona aber verraten. Das wird man aber nie erfahren.

9min 07s

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4.3 / 5 Sternen (4 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: Keine Angabe
  • Erstellt: 2007
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 12.11.16

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