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Lion Feuchtwanger Referat

Inhaltsverzeichnis

Folgend der Lebenslauf von Lion Feuchtwanger als Referat und Biografie.

Lion Feuchtwanger

TEIL 1
DIE ERSTEN JAHRE
Lion Jacob Arje Feuchtwanger wird am 17. Juli 1884 in München als erstes von neun Kindern des Unternehmers Sigmund Aaron Meir und Johanna Feuchtwanger geboren. Zu der Atmosphäre bürgerlicher Geordnetheit und Kultiviertheit in die Lion geboren wird, kommt noch die Enge eines jüdisch - orthodoxen Familienlebens. Gesichert wird der Wohlstand der Familie durch eine Margarinefabrik am Rande Münchens, gegründet von Lions Großvater Elkan Mitte des neunzehnten Jahrhunderts. Vater Sigmund ist ein gebildeter Mann, ein ausgezeichneter Kenner der jüdischen Kultur und Geschichte und ein Sammler althebräischer Werke. Sein Vater ist es auch der Lions Einstieg in die Literatur ebnet, ihn zumindestens inspiriert zum Beispiel durch die Häufigkeit der Erzählungen aus "Nathan der Weise" von Lessing, welcher Erwähnung in Lions Roman "Die Geschwister Oppermann" findet, indem einer der Hauptpersonen Lessing biographiert. Ebensowenig ist es verwunderlich, dass zwei seiner Brüder der gleichen literarischen Lebensstil wie Lion verfolgen.

Über Lions Mutter ist nur wenig bekannt; sie ist streng, engherzig, sie ist von kleinstädtischer Herkunft und sie pflegte pedantisch über die häusliche Ordnung zu wachen. Lions Schulische Karriere beginnt mit sechs Jahren auf der Volksschule in Sankt Anna. Anschließend besucht er das konservative Münchner Wilhelm - Gymnasium. Lion beschreibt seine Ausbildung als "Pedantisch und nüchtern, ohne Sport, konservativ und patriotisch; ohne Zusammenhang mit dem realen Leben." Zu seinen schulischen Aktivitäten kommt noch das tägliche, mindestens eine dauernde Studium der hebräischen Bibel und des aramäischen Talmuds unter der Leitung eines Privatlehrers, meistens um fünf Uhr morgens.


Am Ende seiner Schulzeit verbindet Lion kaum noch etwas mit seinem Elternhaus. Der Grund für die häufigen Streitigkeiten mit seinem Vater beschreibt Lion als "das strenge Festhalten an den Bräuchen und sein Verlangen, dass auch ich diese befolge." Lions Vater war sogar dermaßen orthodox, dass er seinen Betrieb von Freitag abend bis Montag früh formell an seinen Buchhalter verkauft, um den Sabbat frei von Arbeit zu halten.
Nach dem Gymnasium Studiert Lion Germanistik und, Philosophie und Anthrophologie in München und in Berlin. Nachdem Lion nach seinem Studium sein Habilitationsvorhaben aufgibt verläßt er sein Elternhaus und "vertraut sich dem freien Leben an", wie er es ausdrückt.
Von nun an übt Lion zahlreiche Tätigkeiten aus wie: Nachhilfestunden und Journalistische Gelegenheitsarbeiten, darunter Theaterkritiken für die "Münchener Schauspielpremiere". Jedoch ist Lion auf der Suche nach einem Leben, dass seiner Literarischen Neigung entspricht.
Er zieht nach Schwabingen und lernt dort Heinrich Mann und Wedekind kennen.
Er schreibt einige Theaterstücke, einige werden sogar aufgeführt, jedoch fallen sie alle durch. Einen Namen macht er sich allerdings als Theaterkritiker. 1907 promoviert er zum Doktor phil. Mit seiner Arbeit über ein Fragment von Heinrich Heine. 1910 entsteht Lions erster Roman "Der törnerne Gott". Lions Lebenswandel, zu Werken die nicht mehr kitschig und seriöseren Inhaltes sind, kommt 1915. Lion beschreibt dies mit "Ich widerstand der Versuchung zum Elfenbeinturmkünstler" zu werden.


TEIL 2
1912 tritt er eine Reise nach Südeuropa und Nordafrika, mit Marta Löffler die er in dem Jahr geheiratet hatte, an. Bis 1931 schreibt Lion: Ein Buch über satirische Verse, 5 Dramen, 4 Stücke, 5 Romane. Er ist mit Herausgeber der Halbmonatszeitschrift "Spiegel. Blätter für Literatur, Musik und Bühne", die jedoch noch im gleichen Jahr (1908) eingestellt wird. Er arbeitet mit Brecht 1924 und 1925 an dem Stück "Leben Eduards des zweiten von England" und en der Umarbeitung von "Warren Hastings", das anschließend "Kallkutta 4 Mai" heißt. "Erfolg" der erste Teil der Wartessal - Trilogie erscheint 1930. Die Wartesaal - Trilogie, beschreibt die selbstzerstörerische Warte - Haltung eines gutgläubigen Bürgertums. Zweifelsfrei: Deutschland. Ein Jahr später beginnt er mit der Arbeit am Josephus-Zyklus, das vom ersten bis zu letzten der insgesamt drei Teile neun Jahre dauert. In diesem Buch wird das Leben des Geschichtsschreibers Flavius Josephus beschrieben, der 37/38 n.Chr. geboren wurde. Josephus nimmt als Oberbefehlshaber über Galiläa am Jüdischen Aufstand teil und schreibt nachdem er von den Römern gefangen genommen wurde darüber.


TEIL 3
Als Hitler am 30 Januar die Macht übernimmt ist Lion Feuchtwanger unterwegs auf einer Vortragsreise durch die USA, zu der 1932 von Berlin aus aufbrach. Einen Monat vorher versicherte er seinen Zuhören noch "Hitler is over". Dem war nicht so. Lions Haus wird von der SA geplündert, sein Vermögen beschlagnahmt. Als er sein Leben im Exil beginnt ist er einer der ersten Ausgebürgerten.
Das Fischerdorf Sanary-sur-Mer, die sogenannte "Zeitweilige Hauptstadt der deutschen Literatur" wird zu Lions Zufluchtsort. Dort lassen sich auch Heinrich Mann, Arnold Zweig, Alfred Kerr, Ernst Toller, Kesten nieder. Dort begegnen sich Brecht, Piscator, Werfel und Thomas Mann.
Feuchtwanger, dessen Haus zu einem Treffpunkt der emigrierten Literaten wird, gehört neben Heinrich Mann zu den Namhaften deutschen Schriftstellern die das literarische Exil nach außen repräsentieren. Für die meisten anderen Literaten bedeutet das Leben im Exil materielle Not, psychische Belastung und Politische Hoffnungslosigkeit. Feuchtwanger hat in den sieben Jahren in Sanary-sur-Mer seine produktivste Zeit; es entstehen vier Romane und erstmals Politische Schriften. Feuchtwangers erste Anti-Hitler-Roman entsteht von 1933: "Die Geschwister Opperman". 1934 sind bereits mehr als 250 000 Exemplare verkauft. " Die geschwister Oppermann " "Erfolg" der zweite Teil der Wartesaal - Trilogie. Im Winter 1936/37 hält sich Feuchtwanger in Moskau auf, wo er auch Stalin trifft.
Er gehört in der Sowjetunion zu den meistgelesenen ausländischen Autoren. Seine Annäherung an den Kommunismus erhöht sein politisches Engagement und nimmt auch auf sein literarisches Schaffen Einfluß. 1935 erzählt er den Aufstieg Hitlers in Form des Romans "Der falsche Nero" in der sich sogar Göbbels und Göring wieder finden.
Zwischen 1935 und 1939 entsteht nun auch der letzte Teil der Wartesaal - Trilogie: " Exil " ein vielschichtiger Roman über den Alltag des Exils, Hoffnung und Mutlosigkeit und über die sinnlosen Anstrengungen, ein "normales" Leben zu führen. "Exil" ist aber auch ein zeitgeistlicher Schlüsselroman, der authentische Ereignisse Stofflich verwertet. Wenige Wochen nach Fertigstellung des Romans "Erfolg" bricht der Zweite Weltkrieg aus und Feuchtwanger wird kurz -zeitig 1939 inhaftiert, ein zweites mal 1940 im Lager Les Milles festgehalten.

Von dort aus gelingt ihm jedoch über Spanien und Portugal die Flucht nach New York, das er am 5. 10. 1940 erreicht. Einen Tag später beginnt er mit der Aufzeichnung seiner Lager -erlebnisse in Form des Romans "Der Teufel in Frankreich" Feuchtwangers einzige größere autobiographische Schrift, die ein Bild von der Persönlichkeit des Autors gibt, wie ihn Freunde und Zeit -genossen oft beschrieben haben.
1943 zieht er nach Los Angeles. Im gleichen Jahr erscheint auch der Roman Simone. Nach Beendigung des zweiten Weltkriegs fühlt sich Feuchtwanger der DDR näher als West - Deutschland. In der DDR wird er in hohen Auflagen gedruckt, er wird als Mitglied der Akademie der Künste berufen, man verleiht ihm den Nationalpreis für Kunst und Literatur und er wird zu Ehrendoktor ernannt. Trotz des Beginn der McCarthy- Ära und des Entstehen des "Comitee on Un-American-Activities" zieht Feuchtwanger es nicht ernsthaft in erwägung nach Europa überzusiedeln, da er sich dort als nicht nötig sieht.

Vom Antikommunstischen Wahn bleibt selbst Feuchtwanger nicht verschont; seine gesamte Post unterliegt der Kontrolle. Feuchtwanger, der stets auf bedrohliche Zeitereignisse literarisch reagiert schreibt 1946 das Buch "Wahn oder der Teufel in Boston". Einige Jahre später erscheint darauf inspiriert Arthur Millers "Hexenjagd". 1947 erscheint die Trilogie "Füchse im Weinberg" und erst fünf Jahre später der Roman "Goya". In den letzten Jahren seines Lebens kehrt Feuchtwanger zur jüdischen Thematik zurück. Von 1952 bis 1954 arbeitet er an dem Roman "Die Jüdin von Toledo". Die Stadt München verleiht ihm 1957 den Literaturpreis. Im Juni 1958 ver -schlechtert sich sein Gesundheitszustand und im August muß er sich einer Nierenoperation unterziehen.
Am 21 Dezember 1958, stirbt Feuchtwanger mit 74 Jahren an den Folgen einer Magenblutung.

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  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: Keine Angabe
  • Erstellt: 2014
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 06.11.16

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