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Louise Otto-Peters Referat

Inhaltsverzeichnis

Folgend ein Louise Otto-Peters Referat anhand ihrer Biographie und Lebenslauf als Referat.

Gliederung des Referats:

1. Kindheit
2. Leben als Erwachsene
3. Werke
4. Zitate

1. Kindheit

Louise Otto-Peters wurde am 26. März 1819 in Meißen geboren. Dies ist eine Zeit, in der mit den Rechten der Menschen immer nur die Rechte der Männer gemeint waren. Frauen hatten damals gar keine oder nur ganz wenige Rechte. Ihre Mutter war die Tochter eines Porzellanmalers. Der Vater Jurist und ein aufgeklärter Mann, der seinen Töchtern immer aktuelle Literatur zu lesen gab. Louise Otto-Peters wuchs in einem liberalen Elternhaus auf, in dem viel gelesen und diskutiert wurde, unter anderem auch über Politik und Rechte der Frauen. Sie hatte 4 Schwestern. Als jüngste Tochter besuchte sie die Schule bis zur Konfirmation, welche sie ein Jahr hinausschob um mehr lernen zu können. Danach konnte sie ihr Wissen nur noch autodidaktisch erweitern, was heißt, dass sie sich selbst bildete, denn ein weiterer Schulbesuch war für Mädchen nicht vorgesehen. Schon mit elf Jahren begann sie selbst zu schreiben. Sie verlor mit 16 Jahren verlor sie ihre Eltern. Beide starben kurz hintereinander. Ihre Tante erhielt darauf die Vormundschaft.

2. Leben als Erwachsene

Louise Otto-Peters verlobte sich 1840 mit dem Advokaten Gustav Müller. Dieser starb jedoch 1841. Sie wurde Lerche des Frauenbewegung und Lerche des Völkerfrühlings genannt. Ihre Verse wurden von der Aufbruchsstimmung des Vormärzes getragen. In Gedichten und Romanen propagierte sie Ideen der Frauenemanzipation. Die ersten Gedichte wurden von ihr unter dem Pseudonym „Otto Stern“ oder „Ein sächsisches Mädchen veröffentlicht. Sie gewann als politische Dichterin Deutschlands bald einen guten Ruf. Ab 1843 schrieb sie auch Romane und journalistische Beiträge. Sie dachte, dass auch Frauen an der Politik teilnehmen sollten. Louise Otto-Peters nahm Verbindung zu Literaten in Leipzig auf und kam mit der freireligiösen Bewegung in Berührung. 1843 erschien der erste von ihren annähernd 30 Romanen und 1846 ihr zensierter Roman „Schloss und Fabrik“. Ihre erste Gedichtsammlung, „Lieder eines deutschen Mädchens“, erschien 1847. Sie trat damit in die Reihe der politischen Dichter. Am 21. April 1849 gründete sie die Frauenzeitung mit dem Motto „Dem Reich der Freiheit werb ich Bürgerinnen“. Mit dieser Zeitung gelang ihr der Durchbruch in die Richtung der Frauenbewegung. Ihr Ziel war es, Frauen zu Bürgerinnen zu erziehen und in das gesellschaftliche und politische Leben zu integrieren. In Sachsen wurde diese Zeitung Ende 1850 durch das sächsische Pressegesetz verboten. Trotzdem erschien sie noch bis Mitte 1853 in Gera. Dann war das endgültige Verbot durch das preußische Pressegesetz. Im Gefängnis verlobte sie sich mit dem Schriftsteller August Peters, der als Teilnehmer an Revolutionskämpfen von 1848/49 sieben Jahre Kerkerhaft verbüßen musste. 1858 war ihre Hochzeit. Ab 1859 arbeitete das Ehepaar in Leipzig unter anderem gemeinsam an der Mitteldeutschen Zeitung. 1864 starb August Peters an Herzleiden. Louise Otto-Peters gründete 1865 zusammen mit Auguste Schmidt, Ottilie von Steyber und Henriette Goldschmidt in Leipzig den „Allgemeinen Deutschen Frauenverein“ (ADF). 1865 wurde sie Vorsitzende des 1. Bildungsvereins und des „Allgemeinen Deutschen Frauenvereins“. Sie setzte sich insbesondere für das Recht der Frauen auf Bildung und das Recht der Frauen auf Erwerbsarbeit ein. Mit Auguste Schmidt gab sie in Leipzig die Zweiwochenzeitschrift des „Allgemeinen Deutschen Frauenvereins“ „Neue Bahnen“ heraus. Ab 1870 zog sie sich weitestgehend aus der aktiven Vereinsarbeit zurück. Sie war Mitglied des Schriftstellerverbandes und Ehrenmitglied des Wiener Grillparzer-Vereins und nahm an Philosophenkongressen teil. 1893 erschien ihre letzte Gedichtsammlung unter dem Titel „Mein Lebensgang“. Louise Otto-Peters starb am 13. März 1895. Heute noch ist sie als Frauenrechtlerin, Schriftstellerin, Dichterin, Journalistin und Vorkämpferin der Frauenemanzipation bekannt. Sie war eine ersten, großen, weiblichen Schriftstellerinnen.

3. Werke

Louise Otto-Peters veröffentlichte etwa 60 Bücher, darunter 28 meist mehrteilige Romane, Erzählungen, Novellen, Opernlibretti (Textbuch von Opern), historische Reflexionen (Überlegung, abwägendes Denken, kritische Selbstbetrachtung), Streitschriften, Polemiken (heftige Auseinandersetzung auf geistigem, religiösem, politischem oder wissenschaftlichem Gebiet), Aufrufe, unzählige Gedichte, journalistische Beiträge, Essays (kurze Abhandlung über ein wissenschaftliches Thema oder eine Frage des geistigen oder sozialen Lebens), wichtige Streitschriften und Arbeiten zu Kunst und Kultur. Ihre Romane erzählten über Lebensgeschichten von Frauen aus ihrer Gegenwart und aus der Geschichte. Ihre Werke wurden viel gelesen.

Zum Beispiel:
· „Adresse eines deutschen Mädchen“ - bezieht sie als erste deutsche Frau Stellung zur Situation der Arbeiterinnen
· Während eines Besuches bei ihrer älteren Schwester im Erzgebirge lernte sie die bittere Not der Industriearbeiter kennen, die ihre soziale Einstellung von nun an prägte. Diese Einstellung spiegelte sich häufig in ihren Gedichten wieder, so auch in "Die Klöpplerinnen":
· Aus der neuen Zeit (Leipzig 1845)
· Die Freunde (Leipzig 1845)
· Ein Bauernsohn. Eine Erz. für das Volk (Leipzig 1849)
· Buchenheim (Leipzig 1851)
· Cäcilie Telville (Leipzig 1852)
· Die Kunst und unsere Zeit (Grossenhain 1852)
· Die Nibelungen. Text zu einer Oper (Gera 1852)
· Andreas Halm (Plauen 1856)
· Eine Grafenkrone. Roman, 3 Bd. (Leipzig 1857)
· Heimische und Fremde (R., 3 Bd., Leipzig 1858)
· Aus der alten Zeit. Hist. Erz. (Leipzig 1860)
· Die Erben von Schloß Ehrenfels (Leipzig 1860)
· Die Mission der Kunst (Leipzig 1861)
· Die Schultheissentöchter von Nürnberg (3 Bd., Prag - Wien 1861)
· Deutsche Wunden (4 Bd., 1864 – 1871)
· Das Recht der Frauen auf Erwerb (Hamburg 1866)
· Die Idealisten (Jena 1867)
· Drei verhängnisvolle Jahre (Altona 1867)
· Der Genius des Hauses (Wien 1868)
· Die Dioskuren (Altona 1868)
· Gedichte (Leipzig 1868)
· Aus der Börsenwelt (Berlin 1869)
· Der Genius der Menschheit (Wien 1869)
· Der Genius der Natur (Wien 1870)
· Die Stiftsherren von Strassburg (Leipzig 1872)
· Ein bedenkliches Geheimnis. Eine Erz. aus der Gegenwart (Leipzig 1875)
· Aus vier Jahrhunderten (Norden 1883)
· Gräfin Lauretta. Hist. Erz. aus dem 14. Jh. (Leipzig 1884)
· Die Nachtigall von Werawag (Freiburg i.Br. 1887)
Das erste Vierteljahrhundert des ADF (Leipzig 1890)

4. Zitate

· „Die Geschichte aller Zeiten hat es gelehrt und die heutige ganz besonders, dass diejenigen, welche selbst an ihre Rechte zu denken vergessen, auch vergessen wurden.“

· Als Robert Blum sie nach der Stellung der Frauen fragte antwortete sie:„Die Teilnahme der Frauen an den Interessen des Staates ist nicht ein Recht, sondern eine Pflicht.“

· „An der Stellung, welche die Frauen in einem Lande einnehmen, kann man sehen, wie dick von unreinen Nebeln, oder wie klar und frei die Luft eines Staates sei:- die Frauen dienen als Barometer der Staaten."

· Auf die Frage, ob Frauen ein Recht darauf hätten, an Staatsangelegenheiten teilzunehmen, antwortete sie "Der Ausschluß der Frauen von Vaterlandsangelegenheiten ist eine Unsittlichkeit.

· Sie forderte in einer Leipziger Arbeiterzeitung: "Meine Herren - wenn Sie sich mit der großen Aufgabe unserer Zeit: mit der Organisation der Arbeit, beschäftigen, so wollen sie nicht vergessen, dass es nicht genug ist, wenn Sie die Arbeit für die Männer organisieren, sondern dass Sie dieselbe auch für Frauen organisieren müssen."

Quellen:

· Internet
· Broschüren
· Bücher
· verschiedene Lexika

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  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: Keine Angabe
  • Erstellt: 2011
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 17.07.16

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