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Marcel Reich-Ranicki: "Mein Leben" Inhaltsangabe

Inhaltsverzeichnis

Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben
Weitere Werke:
Deutsche Literatur in Ost und West (1963)
Lauter Verrisse (1987)
Über Juden in der deutschen Literatur (1995)
Etc.

Inhaltsangabe "Mein Leben" von Marcel Reich-Ranicki

Marcel Reich-Ranicki wird 1920 als Sohn einer deutschen Mutter und eines polnischen Kaufmanns in der Arbeiterstadt Wloclawek geboren. Seine Mutter ist sehr stolz auf ihre Heimat und deswegen bekommt Reich-Ranicki privaten Deutschunterricht. Da die Geschäfte des Vaters schlecht laufen, zieht zunächst nur Reich-Ranicki, dann seine Familie 1929 nach Berlin. Dort geht es der Familie zunächst gut, auch nach der Machtübernahme Hitlers wird Reich-Ranicki in der Schule, auch von den nationalsozialistischen Lehrern, gebührend behandelt. Er liest schon damals gerne große Literatur, aber auch Kästners „Emil und die Detektive“. Ab 1937 geht es der Familie sowohl materiell als auch wegen der zunehmenden Diskriminierung immer schlechter, und Reich-Ranicki findet Trost und „Asyl“ nur noch im Theater und der Literatur. 1938 wird er dann kurz nach seinem Abitur nach Warschau deportiert, wo er bei seiner bereits seit einigen Monaten dort lebenden Familie einzieht.

Als 1939 der Krieg ausbricht, herrscht im Getto und bei Reich-Ranicki Euphorie, da man vom baldigen Sieg der Alliierten überzeugt ist. Nach den ersten Bombenangriffen auf Warschau flieht er vorübergehend mit seinem Bruder aufs Land, aber die Sorge um seine Eltern und die Einsicht, dass das ganze Land bombardiert wird, treiben in wieder in das total zerstörte Warschau zurück, wo er 1940 seine spätere Frau Teofila, genannt Tosia, kennenlernt. Aufgrund seiner Deutschkenntnisse wird er beim „Judenrat“, der Verwaltung des Gettos, als laut der Inhaltsangabe Übersetzer eingestellt. 1942, erste Gerüchte über Vergasungen gehen um, protokolliert er eine Sitzung, in der die SS die ersten Umsiedlungen, sprich Vergasungen, bekannt gibt. Da Ausnahmen u.a. für Ehefrauen von Mitarbeitern des „Judenrats“ gelten, heiratet er noch am selben Tag Teofila. Im Herbst des Jahres 1942 werden seine Eltern vergast, er jedoch kann sich retten und versteckt sich in einem Keller. 1943 gelingt ihm und Tosia die Flucht aus dem Getto in den nicht-jüdischen Teil Warschaus. Dort ziehen sie von einem Versteck zum nächsten, bis sie schließlich zu Bolek und Genia, einer armen, trinkfesten Familie, kommen, die in einem Vorort Warschaus leben.

Dort hausen Reich-Ranicki und Tosia unter menschenunwürdigen Bedingungen bis zur Befreiung Warschaus durch die Rote Armee. Die beiden kommen zur Postzensur der polnischen Armee und werden über ein kleines Dorf, über Lublin und über Kattowitz zurück nach Warschau versetzt. 1946 wird Reich-Ranicki laut Inhaltsangabe von "meine Leben", mittlerweile Mitglied der KP, zur Militärmission nach Berlin geschickt, kommt jedoch bald zurück und wird 1948 nach London gesand, wo er Konsul wird. Er bittet jedoch bald um Rücktritt und kehrt zurück nach Warschau, wo er wegen „ideologischer Entfernung“ aus der KP ausgeschlossen wird. Fortan arbeitet er als Lektor für dt. Literatur, später schreibt er Kritiken für Tageszeitungen. 1958 kehrt er nach Deutschland zurück und schreibt Artikel zunächst für die „Zeit“, dann für die „FAZ“. Er publiziert zahlreiche Bücher, ist Professor u.a. an der Uni Tübingen und veröffentlicht die „Frankfurter Anthologie“, eine jeweils 60 Schriften umfassende Gedichtesammlung mit Interpretationen. 1997 erhält er von der Uni Düsseldorf die Ehrendoktorwürde. 2000 feiert er seinen 80. Geburtstag.

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4.4 / 5 Sternen (5 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: Keine Angabe
  • Erstellt: 2004
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 15.11.16

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