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"Matto regiert" - Studer (Friedrich Glauser)

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Friedrich Glauser: Matto regiert - Aus der Sicht Wachmeister Studers

Um 5 Uhr klingelt das Telefon. Ich werde zu nachtschlafender Zeit aus dem Bett geholt. Ich nehme die Muschel ab und melde mich mit Wachmeister Studer. Am anderen Ende ist der Kantonale Polizeidirektor. Er erklärt mir, dass ein Mann namens Pieterlen aus der Heil- und Pflegeanstalt Randlingen geflohen sei. Es sei ausserdem der Direktor Ulrich Borstli verschwunden. Ein gewisser Dr. Laduner komme vorbei und hole mich ab. Ich erkenne den Doktor sofort, als er in mein Haus tritt. Einst lernte ich ihn auf einer Reise in Wien kennen. Wir fahren nach Randlingen, wo die Frau von Laduner vom mich herzlich empfängt. Dr. Laduner serviert mir Brot und Salz. Ich schaue aus dem Fenster. Die Anstalt Randlingen hat die Form eines grossen roten Hufeisens. Beim Frühstück erzählt mir Laduner, dass eine Siechlete stattgefunden habe. Mir fällt auf, dass mir die Frau Doktor Laduner sehr gefällt. Nach dem Frühstück sehe ich mir den Raum an, in dem das Fest stattgefunden hat.

Dort, wo Direktors Borstli sass, finde ich einen Zettel. Ich lese ihn: „Ich läut dir dann um zehn Uhr an, und dann gehen wir spaziren“, spazieren ohne ie. Komisch. Es ist mit einer Schülerhandschrift geschrieben. Ich sehe mich nun im Büro des Direktors um. Verwüstet, wie es ist, sieht es nach einem Kampf aus. Eine Scheibe ist eingeschlagen. Überall liegen Akten und Papiere verstreut. Ich begleite Doktor Laduner und ein paar andere Ärzte, sog. Wärter, auf der grossen Visite. Es sind drei da, die ich noch nicht kenne. Man macht also die Bekanntschaft mit: Dr. Blumenstein, vierter Arzt, weitläufig verwandt mit dem Direktor, Oberpfleger Weyrauch, Doktor Neuville, Assistent.
Die Wärter behaupten, der Borstli habe ein Verhältnis mit der Irma Wasmen gehabt, die wiederum habe ein Verhältnis zu Pieterlen. Ich notiere mir alles in meinem Büchlein.

Ich treffe die Köchin Kölla. Sie sagt, sie habe den Direktor die Irma Wasmen zu dem Frauentrakt bringen sehen. Der Portier Dreyer erzählt, der Direktor Borstli habe 1200 Franken von der Versicherung bekommen. Die Hand des Portiers Dreyers ist verbunden, was auf das zerschlagene Fenster hindeutete. Ich entdecke den toten Direktor Borstli im Heizungsraum einen Tag später. Der besagte Raum liegt in der Ecke zwischen den Abteilungen R und K. Die Tasche des Direktors sind leer und Ausser einem mit Sand gefüllten „Schüblig“ entdecke ich nichts. Es deutet auf einen Mord hin. Am Abend gehe ich in Dr. Laduners Zimmer, wo Herbert Caplaun auf Laduners Bett sitzt und weint. Da fällt mir Oberst Caplaun ein; er hatte mir vor Jahren die Karriere versaut. Der Doktor erzählt mir von Pieterlein, dem Demonstrationsobjekt. Er sei eine Art Beweis, dass wenn jemand die Veranlagung für die latente Geisteskrankheit habe, soll man ihn nicht dazu bringen, verrückt zu werden. Doch wenn er verrückt gemacht würde, sei er heilbar, so Dr. Laduner.

Zurück in meinem Zimmer will ich die Beweismittel untersuchen. Doch jemand musste sie gestohlen haben.Am nächsten Tag finde ich die Brieftasche von Borstli hinter Laduners Büchern. Dadurch kommen wieder mehr Verdächtige in Frage, andere dafür nicht mehr. Im selben Moment läutet das Telefon an dem ich in die Empfangshalle gebeten werde. Aus der Kasse des Portiers wurden 4000 Franken gestohlen. Die Beerdigung des Direktors findet gerade statt, darum kommen nur wenige in Frage. Ich überlege alle Mordmotive: Der Portier, welcher zuwenig Geld hat, Gilgen, welcher der Unzucht mit Patienten beschuldigt wurde, Dr. Laduner, der Direktor werden wollte, Caplaun, aus Dankbarkeit, Jutzeler auch aus Dankbarkeit und der Pieterlen, mit dem selben Motiv. Ich muss zugeben, dass Dankbarkeit ein seltsamer Beweggrund war. Aber ich bin ja in Mattos Reich…
Es ist wohl am besten, wenn ich zum kleinen Gilgen gehe, und das tat ich auch. Ich finde dort drei mal 10 Hunderternoten. Komisch. Ich frage, wo der Rest sei, doch Gilgen schweigt.

Da finde ich auch noch den Sandsack und andere Beweismittel im Schrank. Es scheint alles klar zu sein, doch da der Gilgen nicht weiss, wie der Save aussieht, kann etwas nicht stimmen. Dann schweigt Gilgen endgültig, er stürzte sich aus dem Fenster… Kurz darauf bediene ich mich der Hilfe Jutzelers. Ich erfahre dabei von den zwei Parteien, die Weltlichen, zu der sich unter anderen Gilgen, Laduner Jutzeler und auch der Pieterlen zählten und die eher Konservativen, denen der Direktor angehörte. Laduner solle der neue Direktor werden, fanden die Weltlichen, doch Borstli dachte nicht daran. Man fand Borstli eben zu konservativ; er wollte nichts in der Anstalt ändern, wobei der Laduner sich ins Zeug hing, und neue Pläne schmiedet. Nun, dieses Thema ist jetzt wohl abgehakt, denke ich mir.

Über meinem Zimmer finde ich das Zimmer Mattos, wie es der Schül nannte, ein anderes, indem jemand etwa 3-4 Tage gewohnt haben musste, Vom oberem Zimmer aus war ich durch ein Astloch im Boden beobachtet worden. Pieterlen wird wohl nicht mehr über mir sein, da es ihm in der Anstalt zu unsicher wurde.Etwas sagte mir, dass sich Pieterlen jetzt im Haus von Gilgen versteckt haben muss. Ich lege mich auf die Lauer vor Gilgens Haus. In der Nacht sehe ich die Wasmen und den Pieterlen zusammen spazieren gehen. Pieterlen will aus der Schweiz fliehen und die Wasmen wolle dann nachkommen. Ich lasse die beiden laufen. Als ich dann beim Haus vorbeikomme, sehe ich Licht. Ich schleiche mich zur Tür und sehe, dass der Caplaun den Jutzeler mit einer Pistole bedroht. Dreyer scheint Caplaun anzufeuern, den Jutzeler zu erschiessen.

Ich betrete das Haus und nehme Caplaun sanft die Pistole ab. Dreyer kommt dazwischen, ich schlage ihn bewusstlos. Caplaun unterschreibt ein Geständnis. Beim Zurückgehen in die Anstalt Randlingen schlägt der Dreyer den Caplaun bewusstlos, welcher in einen Fluss fällt und ertrinkt. Am nächsten Tag läutet das Telefon. Dreyer sei bei einem Fluchtversuch unter einen Lastwagen gerannt. Noch am selben Tag erzähle ich alles am Laduner. Als mich Dr. Laduner aufklärt, schäme ich mich. Die wahre Geschichte ist: Caplaun lockte Direktor Borstli in den Heizungsraum mit dem Vorwand, er habe eine geheime Liste von Toten Insassen. Dazu habe er auch noch eine Liste mit sonstigen Schwächen des Direktors angefertigt. Der Direktor zeigte Herbert einen Brief seines Vaters, worauf es Caplaun zu viel wurde. Er trieb den Direktor in die Enge, und als jener am Abgrund stand, packte Dreyer ihn am Fuss und zog ihn herunter.

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  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: Keine Angabe
  • Erstellt: 2014
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 16.07.16

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