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Charakterisierung Nathan der Weise und Recha

Inhaltsverzeichnis

In diesem kurzen Aufsatz soll die Beziehung zwischen Nathan und Recha anhand ihrer Charakterisierungen und Figurenkonstellation interpretiert und analysiert werden:

Zu Beginn des Buches erfährt der Leser das Wichtigste über die Beziehung zwischen Nathan und Recha, nämlich dass Recha von Nathan adoptiert wurde. Dass dies für ihn sehr wichtig ist, erkennt man zum Beispiel daran, dass Nathan sich nur um ihr körperliches und geistiges Wohlbefinden sorgt. Dies erkennt man an der Szene zu Beginn des Buches, als man sieht, dass Nathan nur Recha wichtig ist, nachdem er von dem Brandt seines Hauses hörte. Seine materiellen Dinge, wie sein Haus sind ihm dabei scheinbar im Gegensatz zu Recha gleichgültig. Etwas später im Buch zeigt sich auch, dass Recha sogar einer anderen Religion angehört (sie ist Christin er Jude) und Nathan sie trotz dieser Tatsache behandelt wie seine leibliche Tochter. Dieses ist sehr verwunderlich, da Nathans gesamte Familie in den Kreuzzügen von den Christen getötet wurde und er trotzdem den Christen gegenüber anscheinend keinen Hass empfindet. Trotz alledem versucht Nathan, sie nicht zu „bekehren“.

Er „hat sie nur soweit im Glauben erzogen, wie dieser der Vernunft genügt“ so sagt er. Wunderglauben widerstrebt Nathan und seiner rationalen Denkweise, deswegen versucht er seiner Tochter Recha mit Hilfe starker Argumente den Wunder- und Engelglaube auszureden. Dies tut er aber in einer sehr behutsamen Art und Weise, indem er ihr durch Denkhilfen zu dem richtigen Ergebnis, in diesen Fall den rationalen Glauben, verhilft. Es ist ihm auch egal welcher Religion seine Mitmenschen anhängen, da es für ihn keine „falsche“ Religion gibt, sondern nur die Humanität, welche nicht an eine Religion gebunden ist, sondern sie alle verbindet. Nathan versucht sich stets liebevoll um Recha zu kümmern und ist stets um ihr Wohl in Sorge, als er ihr ihren Wunderglauben des Engels auszureden versucht, nicht um sie zu „vergiften“, das heißt sie zu verletzen, sondern um sie zu heilen, ähnlich wie ein Arzt oder Pädagoge, der zu heilen versucht. Durch diese Erziehung von Nathan wird Recha scheinbar einsichtiger, welches in dem Gespräch von Recha und Sittah zu sehen ist, (V,6) indem sie sagt, nachdem Sittah ihre Klugheit und Frömmigkeit bewundert, dass sie dies allein ihrem Vater verdanke. Daran kann man feststellen, dass Recha erkannt hat, dass ihr Vater nur das Beste für sie wollte.

Nathan litt unter der Geheimhaltung seiner christlichen Tochter, dies erkennt man an seinem Dankgebet, nachdem es bekannt wurde, dass sie adoptiert wurde (V,4). Am Schluss ist Nathan, der allen zum richtigen Weg verholfen hat, der Einzige, der mit niemandem verwandt ist und somit außen steht. Am Anfang wird Nathans Vaterliebe getrübt und belastet, dadurch, dass er nicht über die Religion und Adoption von Recha sprechen kann. Gegen Ende hingegen ist diese Vater-Tochter-Beziehung offener und leichter, vor allem für Nathan, da die oben genannte Last von ihm gefallen ist.

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4.1 / 5 Sternen (17 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: 12. Klasse
  • Erstellt: 2001
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 11.11.16

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