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"Nebel" Gedichtinterpretation (Alfred Lichtenstein)

Inhaltsverzeichnis

Alfred Lichtenstein (um 1910) Gedichtinterpretation "Nebel" als Gedichtanalyse und typisches Werk des Expressionismus.

Kurzinterpertation eines expressionistischen Gedichtes:

In seinen um 1910 entstandenen Gedicht „Nebel“ beschreibt Alfred Lichtenstein eine Nacht, in der aufkommenden Nebel die Umgebung verschlingt. Eine Gruppe von Menschen befindet sich in dieser Situation. In der ersten Strophe dominiert Zuendegehendes. Die zweite Strophe thematisiert das Licht in dieser Umgebung und die letzte Strophe beschreibt Menschen, die sich in dieser Situation befinden.

In diesem Gedicht lassen sich viele stilistische Merkmale finden. Da wären zum Beispiel die vielen Alliterationen in der ersten Strophe. Jede Zeile ist mit einer Alliteration ausgestattet („Schatten schweben...“,Z.3), desweiteren gibt es Symbole („Gefangene Fliegen...“,Z.5), Metaphern („Blutlose Bäume...“,Z.2), Vergleiche („Wie Spieße...“;Z.12), Antithesen („wüste Pracht...“,Z.10) und Wortneuschöpfungen („Nebelspinne...“,Z.8). Alfred Lichtenstein verwendet in diesem Gedicht eine sehr gewählte Sprache; viele Bilder sind für den Leser erst beim genauen Analysieren zu verstehen. Damit zwingt er den Leser geradezu, sich mit der in diesem Gedicht beschriebenen Situation genauer auseinanderzusetzen. Ein lyrisches Ich tritt in der „wir“-Form auf.

Alfred Lichtenstein beschreibt mit Hilfe zahlreicher stilistischer Mittel des Unheimliche einer Nebellandschaft sowie der lebenden und toten Objekte in ihr. Mit dem Nebel verbindet man Ungewissheit, Dunkelheit, Verloren- und Verlassenheit. Er „zerstört“ (Z.1) die Realität nicht im wirklichen Sinn, sondern verändert sie bis zur Unkenntlichkeit, was sehr gut durch die Antithese „weich zerstört“ ausgedrückt wird.

Das Gedicht bringt eine Vorahnung des Krieges zum Ausdruck, so liest sich der Text wie die Darstellung einer Zerstörung der Welt durch einen Krieg, der für Menschen genauso undurchsichtig und gefahrvoll ist wie der Nebel. Das Gedicht „Nebel“ von Alfred Lichtenstein passt sowohl von seiner Aussageabsicht, als auch von seiner Machart vollkommen in die Epoche des Expressionismus.

Das Hauptthema dieses Gedichtes ist wie in vielen anderen Gedichten aus der damaligen Zeit des Expressionismus die Vision einer gesellschaftlichen Katastrophe, um so den gesellschaftlichen Schleier zu zerreißen, das Desinteresse und das Fassadenhafte der Bürger zu zerstören.

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4 / 5 Sternen (16 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: 11. Klasse
  • Erstellt: 2006
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 11.07.16

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