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Inhaltsangabe "Heinrich von Ofterdingen" & Novalis Referat

Inhaltsverzeichnis

Der folgende Text umfasst ein Referat über Novalis (* 2. Mai 1772 auf Schloss Oberwiederstedt; † 25. März 1801 in Weißenfels), eigentlich Georg Friedrich Philipp Freiherr von Hardenberg, insbesondere dessen Lebenslauf und Biographie in Stichpunkten. Aber auch sein Werk "Heinrich von Ofterdingen" wird genauer analysiert sowie unten eine "Inhaltsangabe Heinrich von Ofterdingen".

Das geschichtliche Umfeld und historischer Hintergrund:
die Romantik

- Dauer von 1790 bis Mitte 19. Jahrhundert
- Lebensumstände: technische Erfindungen
Leistungsgesellschaft, Konkurrenzdruck
Zunehmende Bedeutung des Geldes
Neue soziale Schichten
- Was war die Romantik?
- Pflicht des Romantikers war es, das Leben zu erleben oder sich aus ihm wegzuträumen
- Sehnsucht nach anderen Welten (auch Rauschwelten), nach Natur, fremden Kulturen
- Typische Romantiker waren junge Männer, meist Studenten
- Die romantische Bewegung kann auch als 1. Jugendrevolte bezeichnet werden
- Viele Romantiker starben jung   Selbstmord
- Literatur: Entstehung von Epik (unrealistische Erzählung) und Lyrik (späteres Volkslied)

Biografie und Lebenslauf Novalis

- richtiger Name war Georg Philipp Friedrich von Hardenberg
-  Novalis wurde am 2.Mai 1772 auf dem Familiengut Oberwiederstedt bei Mansfeld geboren
- nannte sich Novalis aus gesellschaftlichen Gründen: der Bürger versteckte sich hinter dem Schriftsteller, erst als sie bürgerlichen Respekt gewannen durch Leistungen, legten sie ihr Pseudonym ab, Novalis behielt es
- Novalis Vater: Heinrich Ulrich Erasmus von Hardenberg   Grossgrundbesitzer, später Salinendirektor (Salinen: Salzbergwerk)
- Mutter: Auguste Bernharde, geborene von Bölzig
- 10 Geschwister, 5 Schwestern, 5 Brüder; auffallend: starben alle sehr früh, 8 zwischen 20 und 30
- wurde zum strengen Pietismus erzogen (P:evang.Bewegung, gegenüber Orthodoxie und Vernunftsglauben, Herzensfrömmigkeit und tätige Nächstenliebe als entscheidende christliche Haltung)
- Novalis war eher zurückgeblieben, bis er mit 8 krank wurde   rasche geistige Entwicklung
- Mit 11 Jahren kommt er ein paar Monate zum Onkel nach Schloss Lucklum zwischen Helmstet und Wolfenbüttel
- Neue Welt für Novalis: viel freier
-  Novalis Onkel hatte einen bleibenden Eindruck hinterlassen
- 1785 Übersiedlung nach Weissenfels
- 1790 Gymnasiumabschluss in Eisleben
- um diese Zeit fertigte er ein Bücherverzeichnis an: hauptsächlich Dichter, man kann seine zukünftigen Lehrmeister hier finden (Schiller, Goethe)
- Beginn eines Jura-Studiums in Jena   Schiller gab Vorlesungen
- Novalis bewunderte ihn   lernten sich dann auch persönlich kennen
- 1791 Wechsel nach Leipzig: Mathematik und Philosophie-Studium
- Begegnung mit Friedrich Schlegel, späterer Gründer des romantischen Kreises (Zusammenschluss romantischer Dichter und Autoren)
- Erkannte als erster Novalis zwiespältiges Wesen: mal war er wie ein guter 15-jähriger, mal wie ein 30-jähriger
- 1793 Wechsel nach Wittenberg, wo er 1794 sein Jura-Studium beendet
- wird Aktuarius in Tennstedt   lernt Sophie von Kühn kennen
-  Novalisverlobt sich mit der knapp 13-jährigen   Bestätigung für seinen Hang zum kindlichen
- schon nach 2 Jahren verstarb sie
- durch ihren Tod war er stark beeinflusst, sein Hang zur Mystik verstärkt sich, was in seinen Werken bemerkbar ist
- Novalis schrieb Hymnen an die Nacht, in Erinnerung an Sophie
- studierte weiter in Freiberg: Bergwerkskunde, Chemie und Mathematik
- beschäftigte sich die ganze Zeit auch mit Philosophie
- 1798 bricht seine Tuberkulose aus
- ab da wird sein Krankheitsleiden immer wieder in Briefen erwähnt
- er machte Bekanntschaft mit wichtigen Personen: Goethe, Tieck und Herder, von denen er stark beeinflusst wurde in seinen Werken
- 1799 lernte er Julie von Charpentier kennen, verlobt sich mit ihr
- Problem: seine Bindung zu Sophie, er verehrte und trauerte noch immer um sie
- Zur selben Zeit: Beginn "Heinrich von Ofterdingen", bedeutendstes Werk
- 25. März 1801: Tod in Weissenfels, in Anwesenheit seines engsten Freundes Friedrich Schlegel
- Novalis war sein Leben lang Dichter, Schriftsteller und Philosoph als Nebenberuf
- obwohl er immer sehr schwächlich war, war er immer darauf bedacht, alles mögliche zu erreichen
- Novalis war sehr ehrgeizig, wollte alles genau wissen

- 1992, an seinem 220. Geburtstag wurde in Schloss Oberwiederstedt die Internationale Novalis-Gesellschaft gegründet
- das Schloss dient seither zur literarischen, künstlerischen sowie auch forscherischen Kommunikation zwischen vielen verschiedenen Personen
- Durch Veranstaltungen (Ausstellungen, Lesungen, Vorträge, Exkursionen), auf denen Erkenntnisse zu Leben, Werk und Wirkung des Novalis vorgestellt werden, macht sie auf die Bedeutung des Novalis und der Frühromantik für die Gegenwart aufmerksam

Seine wichtigsten Werke:

Hymnen an die Nacht; die Lehrlinge zu Sais; Heinrich von Ofterdingen

Inhaltsangabe Heinrich von Ofterdingen

- bedeutendstes Werk der Frühromantik
- schrieb es innerhalb eines Jahres (1800), durch seine Krankheit war er an der Vollendung verhindert
- der Roman ist eine Darstellung der Wechselbeziehungen zwischen Liebe und Poesie

Inhaltsangabe und Zusammenfassung " Heinrich von Ofterdingen"

1. Teil, Die Erwartung:

Es geht um einen jungen Mann, dem im Traum eine wunderschöne blaue Blume erscheint. Er ist davon überzeugt, dass dieser Traum eine bestimmte Bedeutung hat. Auf einer Reise zu seinem Grossvater begegnet er vielen Personen, von denen er wichtige Dinge lernt. Er entwickelt sich geistig weiter, beginnt, sich mit sich selbst auseinander zusetzen. Durch die Entdeckung der Liebe und die Wiedererscheinung der blauen Blume wird sein Reifeprozess wie auch der 1. Teil des Buches abgeschlossen.

2. Teil, Die Erfüllung:

Vom 1. zum 2. Teil verwandelt sich die Realität in ein Märchen. Die Handlung verliert den Bezug zum Irdischen. Heinrich ist auf der Suche nach seiner verstorbenen Geliebten, als sie ihm plötzlich erscheint, und er all seine Schmerzen wieder vergisst. Der 2.Teil endet mit einem Gespräch zwischen Heinrich und einem Arzt über Heinrichs Vater.

Interpretation " Heinrich von Ofterdingen"

Die blaue Blume ist ein dichterisches Bild, das in der Romantik im Sinne einer Sehnsucht nach dem Unendlichen zu verstehen ist. Sie ist in diesem Buch das zentrale Symbol. Immer wieder kommt sie vor, wenn auch versteckt und teilweise variiert.
Im ganzen Buch gebraucht Novalis verschiedene Symbole.

"Heinrich von Ofterdingen" ist ein Entwicklungs- oder Bildungsroman.
Ein Bildungsroman ist ein Roman, der die geistige Entwicklung der Hauptperson von Anfang bis zur Vollendung darstellt. Dieser Bildungsprozess findet in einer poetischen wie auch in einer Traumwelt statt. Bei Heinrich begann es in seinem Traum von der blauen Blume, die als Sinnbild für das Ziel der Entwicklung stand.

Meine eigene Meinung:

Ich fand es sehr interessant, was ich über Novalis und sein Leben erfuhr. Ich bewundere ihn für seinen Wissensdurst und seine Unermüdlichkeit, mit der er alles lernte. Er konnte nie genug wissen. Er war auch sehr gefühlsvoll, wie sich nach dem Tod seiner ersten Verlobten zeigte. Er vergass sie nie, auch als er eine andere kennenlernte. Das fand ich beeindruckend. Leider ist er wegen seiner Krankheit sehr früh verstorben. Ich denke, er hätte noch viel Gutes geleistet, wenn er länger gelebt hätte.
Sein Schreibstil hat mir auf einer Seite gefallen, wiederum auch nicht. Ich finde es sehr anstrengend zu lesen. Was wohl daher kommt, dass er aus der Romantik kommt, und zu jener Zeit sprach und schrieb man in einem anderen Deutsch als heute. Seine Formulierungen sind aber sehr elegant und aufwendig geschrieben. Er macht den Eindruck viel überlegt zu haben beim Schreiben.
Alles in allem finde ich ihn eine beeindruckende Persönlichkeit.

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4.3 / 5 Sternen (23 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: 11. Klasse
  • Erstellt: 2012
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 30.08.16

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  • moonprism schrieb am 17.02.2014:

    Also Heinrich von Ofterdingen wurde hier ja schon sehr knapp gehalten, aber insgesamt ergibt das einen schönen Überblick !

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