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"Ruhe Unsanft“ Inhaltsangabe & Interpretation

Inhaltsverzeichnis

Folgend eine Zusammenfassung  mit Charakterisierung der Hauptfiguren und abschließender Interpretation des Romans "Ruhe Unsaft" von Agatha Christie. Ein Agatha Christie Referat findest Du hier verlinkt.

Inhaltsangabe "Ruhe Unsanft“

In dem Buch „Ruhe Unsanft“ von Agatha Christie, das 1976 veröffentlicht wurde, geht es um ein junges Ehepaar, dessen Traumhaus sich als Alptraum entpuppt und einen Mörder, der sich zwanzig Jahre lang sicher glaubte, dann aber sehr unsanft vom Gegenteil überzeugt wird.
Das "Hillside" war Gwenda Reed sofort vertraut vorgekommen. Nach dem Einzug beginnt sie eifrig ihrem Mann Giles für seine baldige Ankunft ein trautes Heim zu schaffen. Seltsamerweise scheinen sich ihre Renovierungsvorstellungen genau mit dem zu decken, wie das Haus schon früher ausgesehen hatte. Nachdem sie sogar das alte Tapetenmuster des Kinderzimmers vorausgesehen hatte, wendet sie sich unangenehm berührt an ihre Bekannte, Miss Marple. Gemeinsam mit Gwendas Mann Giles finden sie bald heraus, dass Gwenda bereits als Kleinkind im Hillside gewohnt hatte. Es stellt sich heraus, dass vor knapp zwanzig Jahren Helen Kennedy, die zweite Frau von Gwendas Vater, Major Kelvin Halliday, unter mysteriösen Umständen aus dem Haus verschwunden ist. Viele halten es für Mord. Das junge Ehepaar versucht, Licht in die lange zurückliegende Angelegenheit zu bringen und die beteiligten Personen werden unsanft aus ihrer Ruhe gerissen.

Eine sehr leichtsinnige Vorgehensweise, wie Miss Marple findet. Der Mord an der damaligen Hausangestellten Lily Kimble und ein vergifteter Brandy bestätigen ihre Befürchtung, dass sie dem Mörder einen Schritt zu nahe gekommen sind. Bei einem Theaterbesuch bringt Gwenda das Zitat „Bedeckt ihr Antlitz! Vor meinen Augen flimmert es, sie starb so jung...“ aus der „Herzogin von Amalfi“ die schreckliche Erinnerung wieder. Gwenda hatte als Kind ihre erwürgte Stiefmutter in der Halle des "Hillside" liegen sehen.
Miss Marple warnt die beiden Eheleute davor, der Sache weiter auf den Grund zu gehen, denn schlafende Hunde soll man bekanntlich nicht wecken.

Gwenda ist sich jedoch sicher, dass für den Mord nur drei Personen in Frage kommen. Der erste Kandidat ist der Rechtsanwalt Walter Fane, den Helen in Indien versetzt hatte. Er war zur Mordzeit in der Nähe gewesen und hätte auch keine Probleme gehabt, für ein paar Minuten zu verschwinden. Ausserdem glaubt Gwenda, dass er es aus übertriebener Rachsucht getan haben könnte.
Der Zweite, der in Frage kommt, ist J.J. Afflick, Helens Jugendliebe, die ihr Bruder unterband, weil Afflick nicht standesgemäß sei. Im Dorf gilt Afflick als sehr gerissen.
Der Dritte, der der Mörder sein könnte ist Richard Erskine. Er ist der Mann, in den Helen sich auf dem Schiff nach Indien verliebte, ihn aber nicht heiraten
konnte, da er bereits verheiratet war und Kinder hatte. Er und seine Frau machten dann jedes Jahr in Dillmouth Ferien. Das letzte Mal sah er Helen am Tag ihres Verschwindens. Folglich war auch er zur Tatzeit in der Nähe. Er traf sie abends am Strand und machte danach noch einen langen Spaziergang. Er hätte sie in dieser Zeit bequem töten können.

Durch Zufall steht Gwenda gerade oben auf der Treppe, als Dr. Kennedy, der Bruder von Helen, das Haus betritt. Er beschattet mit der Hand die Augen und fragt, ob es Gwenda sei, die dort oben stehe. Er könne nichts sehen, weil es vor seinen Augen so flimmere. Plötzlich schreit Gwenda. Sie sieht den Mörder ihrer Stiefmutter vor sich, der langsam die Treppe hinaufsteigt und ihr sagt, dass er nun auch sie töten werde. Durch einen geschickt gelenkten Spritzer Seifenlauge von Miss Marple, die unbemerkt hereinkam, wird der Mörder ausser Gefecht gesetzt.
Auf der Wache gesteht Kennedy.
Im letzten Gespräch mit den Reeds sagt Miss Marple, dass sie darauf schon viel früher hätten kommen müssen. Denn der Schlüssel zu der ganzen Geschichte liegt in „Die Herzogin von Amalfi“. Derjenige, der diese Worte sagte, war nämlich der Bruder.

Charakterisierung "Ruhe Unsanft“

Folgend die Figurenkonstellation  dargestellt:

Gwenda Reed:
Gwenda wir leicht nervös und lässt sich das auch anmerken. Sie ist sehr leichtgläubig und glaubt fast alles, was man ihr erzählt. Ausserdem sucht sie die Fehler immer zuerst bei sich selbst anstatt bei den anderen. Aber wenn Gwenda sich etwas in den Kopf gesetzt hat, lässt sie sich nicht so leicht davon abbringen.

Giles Reed:
Giles verliert nicht so leicht den Kopf. Auch in brenzligen Situationen behält er sein logisches Denken. Er ist sehr von sich und seiner Meinung überzeugt und klingt manchmal schon etwas arrogant.
Manchmal braucht er schon etwas länger, um Offensichtliches zu registrieren. Man bekommt gelegentlich das Gefühl, dass er Gwenda etwas bevormunden will.

Miss Marple:
Miss Marple macht zunächst den Eindruck, eine einfache alte Dame zu sein, die sich für nichts anderes wie ihr Strickzeug und den neuesten Klatsch und Tratsch zu interessieren scheint. Miss Marple wurde das Wort „Klatsch“ natürlich energisch zurückweisen, sie interessiere sich mehr für das „menschliche Verhalten“. Wer sie jedoch näher kennt, merkt dass hinter ihrer Fassade viel mehr steckt. Sie ist für ihr Alter ungeheuer munter und aufgeweckt. Das ständige Nachdenken und Kombinieren hindert sie jedoch nicht daran, alles Neue miteinzubeziehen.

Kelvin Halliday:
In der Zeit, in der die Geschichte spielt, ist Kelvin Halliday bereits tot. Er kommt anfangs aber doch als Mörder in Frage, da er mit der Toten verheiratet war.
Kelvin macht den Eindruck, dass ihm das Wohl seiner Familie, besonders das seiner Tochter, über alles geht. Er hängt auch während der Ehe mit Helen noch sehr an Megan, seiner ersten Frau. Er scheint etwas misstrauisch zu sein.

Dr. James Kennedy
Dr. Kennedy ist der Bruder von Helen. Er macht einen sehr netten und aufgeschlossenen Eindruck. Er ist etwas altmodisch, eitel und zeigt sich etwas reserviert. Es scheint, als ob man ihm alles aus der Nase ziehen muss.
Je besser man ihn jedoch kennenlernt, um so mehr merkt man, dass er sehr egoistisch und aufbrausend sein kann.

J.J. Afflick:
Afflick macht einen sehr selbstbewußten Eindruck. Ebenso wie Kennedy lässt er sich alles aus der Nase ziehen. Er scheint sehr gerissen und geltungssüchtig.

Walter Fane:
Walter ist der Inbegriff eines Langweilers. Er tut zu allem ziemlich desinteressiert. Man erfährt nur in einer Situation, dass sich lange aufgestauter Ärger durch einen plötzlichen, unkontrollierten Wutausbruch bemerkbar macht.

Richard Erskine:
Richard Erskine ist sehr verantwortungsbewußt, höflich und kein bisschen aufbrausend. Er hat das gewisse Etwas, das Frauen an ihm bewundern. Er scheint unter der Eifersucht seiner Frau zu leiden.

Beurteilung & Interpretation


Ich habe mich für speziell dieses Buch entschieden, da es Miss Marples letzter Fall ist und es erst nach dem Tod von Agatha Christie veröffentlicht wurde. Agatha hatte es jedoch über 30 Jahre früher geschrieben, um es sich „für schlechte Zeiten“ aufzuheben, die sie jedoch nicht mehr erlebte.
Das Buch ist sehr spannend und fesselnd geschrieben. Ich dachte mir zwar schon am Anfang, dass Dr. Kennedy der Mörder ist, was aber eher auf Vermutungen basierte. Es passierte trotzdem viel Unerwartetes. Das Buch war nie so, dass man es einfach weglegt, weil es langweilig wurde oder immer wieder das Gleiche passiert. Die Bilder sind eigentlich unnötig, da man es viel zu eilig hat, weiterzulesen, als das man sich die Bilder anschaut. Das Einzige, was ich „zu zufällig“ finde ist, dass Gwenda ausgerechnet dieses eine Haus fand.

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  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: 12. Klasse
  • Erstellt: 2014
  • Note: 1-
  • Aktualisiert: 11.07.16

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