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"Shit!" Inhaltsangabe (Jörg Schmitt-Kilian) Referat

Inhaltsverzeichnis

Referat zum Buch von Jörg Schmitt-Kilian: "Shit!" mit Zusammenfassung.

Egal – Legal – Scheißegal

Egal ob einwerfen,schlucken,fixen,sniefen und rauchen,
dem ersehnten feeling folgt oft Elend und Dreck.
Hör wieder auf,denn Drogen kannst du für nichts gebrauchen.
Drum laß Zunge,Arme,Nase und die Finger weg.

Egal was du nimmst,Drogen bringen langsam Gefühle um 
glaub es uns,dass nichts was bringt;
laß es stehn,hör wieder auf,sei nicht dumm.
Shit – shit – shitegal.

Selbst ein guter rabenschwarzer Marockk-Shit 
macht oft gleichgültig,lustlos und seelisch krank.
Auch wenn du's heute niemals glaubst,weil du noch fit,
sag besser:Nein,vielen Dank.

Keine Macht den Drogen – alle Macht den Usern!? 

Ihr glaubt,ihr bekommt den Tag X mit, 
an dem Shit nichts mehr bringt,gibt's ein Problem,
ihr solltet aufhören,solange ihr noch fit,
denn ihr werdet den entscheidenden Tag übersehen.

So haben auch wir diesen Tag verdrängt, 
den Tag,als Shit uns nichts mehr brachte,
auch unsere Eltern haben ihre Chance oft verpennt,
und der Dealer versprach neue Gefühle und lachte.

Drum hör auf uns,wir haben nichts mehr im Griff, 
obwohl wir's niemals glaubten,sank im Drogensturm unser Traumschiff.

Aber es trifft nicht immer nur die andern,wie ihr an uns seht, 
ihr dürft nur nicht blind durchs Leben wandern,damit es euch niemals so
beschissen wie uns geht.

Referat-thema: „SHIT! – Geschichte einer falschen Freundschaft“ 
von Jörg Schmitt – Kilian

Der Autor:Jörg Schmitt-Kilian war als Rauschgiftfahnder tätig und kennt daher 
die Suchtgiftproblematik aus der Praxis sehr gut.
Er versucht in seinen Büchern,Vorträgen und Seminaren Eltern und
Jugendlichen die Probleme, die durch Drogen entstehen können,bewußt
zu machen und Orientierungshilfen zu geben.

Folgende Bücher zur Drogenproblematik sind von ihm erschienen: 

„Drogen gefährden unsere Kinder“, Koblenz 1992 
„Wi (e) der die Ohnmacht“, Koblenz 1993
„Drogen,rechtzeitig die Gefahr für unsere Kinder erkennen“,
München 1994
„Sucht ist in der feinsten Hütte“, Bergisch-Gladbach 1995
„Ratgeber Drogen“, Düsseldorf 1995

sowie das Buch,das ich vorstellen möchte: 
„Shit! Geschichte einer falschen Freundschaft.“,Düsseldorf 1996

In der Widmung,bzw. im Vorwort dieses Buches kommt gleich deutlich 
die Einstellung des Autors zum Umgang mit Drogen und Sucht hervor:
Widmung: „Für Andreas und alle,die den spannenden Aufbruch in die
Welt der Erwachsenen antreten,wünsche ich mir Eltern und
Erzieher,die gelassen hinnehmen,was sie nicht ändern
können,offen reden,statt ängstlich verschweigen,Hilfe an=
bieten,statt bestrafen,und sie auf ihrem Weg als Freunde
begleiten.“
Aus dem Vorwort: „Zuhören statt dichtmachen,verstehen statt verdrängen,
reden statt verschweigen,handeln statt verzweifeln,helfen
statt beklagen – sollen daher die Botschaften dieser
Geschichte sein.“

Inhaltsangabe von "Shit!"

In dem Buch geht es um eine Freundes-Clique (Marco,Melanie,Anja,Mary, 
Andy,Arno) aus der 10.Klasse eines Gymnasiums in einer deutschen Klein=
stadt,die bei einer Party von einem älteren Schüler namens Conny (ein
besonders „cooler“Typ) Haschisch angeboten bekommt.
Aus Neugier und einfach um „dabei“ zu sein rauchen sie das erste Mal und
von da an dann immer öfter.
Manche können damit ganz gut umgehen,bei anderen führt die Sucht ins
Verderben.
Anja zum Beispiel hat sehr strenge und wenig verständnisvolle Eltern und
tut – aus Angst vor den (familiären) Folgen- anfangs nur so,als ob sie den
Rauch inhaliere.Zuhause wird sie aber trotzdem verdächtigt und auch be=
straft und aus lauter Frust greift sie als erste auch zu den stärkeren LSD-
Pillen.Sie geht auch nicht mehr zu ihren Eltern zurück und endet als obdachloser
Junkie (=Heroinabhängiger).
Marco ist an und für sich ein sensibler Bursche und auch seine Mutter ist
sehr bemüht um ihn.Trotzdem greift auch er zu immer stärkeren Drogen.
Nach einer abgebrochenen Therapie stürzt er endgültig ab und bringt sich
schließlich durch einen Sprung aus dem Fenster um.
Mary wird beim ersten Mal Rauchen schlecht und sie lehnt es daher von
vornherein ab. 

Melanie dagegen,die auch die Freundin von dem Dealer Conny ist,scheint ganz
gut mit Haschisch umgehen zu können,raucht zwar gelegentlich,sieht aber auch
die Gefahren und wie leicht man die Kontrolle verlieren kann.Sie geht bewußt
mit der Droge um.
Conny schließlich ist ein beinharter Dealer,dem es nur um sein eigenes Geschäft
geht.Er gibt sich zwar alsFreund,der es gut mit allen meint aus, verwendet sie in
Wirklichkeit aber sogar als Versuchskaninchen für noch nicht ausgetestete Stoffe.Die anderen sind ihm „shitegal“.Er wird von der Schule verwiesen und
landet zuletzt im Gefängnis.

Neben den Schicksalen der einzelnen Jugendlichen wird in dem Buch auch 
Kriminalhauptmeister Elmar Eccarius vorgestellt,der in seiner Arbeit als
Drogenpolizist sehr engagiert ist,da auch er einen Drogensüchtigen Sohn hatte.
Er steht in dem Buch einerseits für die Eltern und deren Hilflosigkeit bzw.
Verdrängung wenn es um (illegale) Drogen geht,andererseits betreibt er als
Fachmann Aufklärungsarbeit und hält in dem Gymnasium einen Vortrag über
Drogen und wie man betroffenen Kindern helfen kann.
Er ist der einzige zu dem Marco am Ende noch Vertrauen hat,kann seinen
Selbstmord aber auch nicht verhindern.

Buchbesprechung 

Obwohl einige Jugendliche sehr tragisch enden,ist es für mich eigentlich kein 
pessimistisches Buch.Es zeigt,das es sehr viele Möglichkeiten gibt, mit Drogen
umzugehen und dass es nicht die Droge allein ist,wenn es bei manchen
schiefgeht,sondern das auch von ganz anderen Dingen abhängt (z.B. Beziehung
zu den Eltern).
Mir gefällt an dem Buch auch,dass Eccarius immer wieder auf die Doppelmoral
der meisten Erwachsenen hinweist (Ansaufen ist in Ordnung und gehört dazu-
Einrauchen ist das absolut schlimmste).Fast alle haben ihren Schnaps im
Kasten stehen, Mütter schlucken Beruhigungstabletten (=“mother's little
helpers“) wenn es ihnen schlecht geht.Jugendliche rauchen eben.
Auch die Scheinmoral in unserer Gesellschaft wird sehr deutlich dargestellt:Der
Direktor des Gymnasiums bestreitet in der Öffentlichkeit lange jedes Drogen=
problem an seiner Schule, schließt lieber die Augen und kehrt offensichtliche
Hinweise unter den Tisch.“...weil nicht sein kann,was nicht sein darf.“.

Für Eltern ist dieses Buch – lt.meiner Mutter – ebenfalls sehr wertvoll,weil 
ganz deutlich gezeigt wird,dass nicht die Droge an sich das Problem ist
(legale Drogen sind oft genauso zerstörerisch),sondern dass das Problem in
der Gesellschafts- u.Beziehungsebene liegt.Es ist ein eindringlicher Appell
an die Eltern „Zeit-Zuwendung-Zärtlichkeit“* für ihre Kinder aufzubringen,
statt Doppelmoral zu leben,zu fordern und zu strafen.Das ist der beste Schutz,
damit ein Kind einmal kein Drogenproblem bekommt.

Alles in allem ist es ein sehr empfehlenswertes Buch aus dem man viel lernen 
kann.Es ist für alle – Jugendliche,Eltern,Lehrer,...- interessant,die sich mit dem
Thema Drogen auseinandersetzen wollen und es zeigt v.a. nicht mit erhobenem
Zeigefinger auf die „bösen Süchtler“,sondern zeigt Verständnis für die Lebens=
situation aller Betroffenen.

*Zitat von E.Eccarius aus dem Buch

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4.2 / 5 Sternen (5 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: 11. Klasse
  • Erstellt: 2011
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 03.12.16

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