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"Sofies Welt" Inhaltsangabe & Interpretation

Inhaltsverzeichnis

Sofie Welt ist auf den ersten Blick ein Roman über die Geschichte der Philosophie. Aber es geht um mehr als nur um trockenen Geschichtsstoff. Es geht um die Frage der Existenz und der Wirklichkeit.

Inhaltsangabe "Sofies Welt":

Alles fing damit an, dass die 14 jährige Sofie Amundsen eines Mittags von der Schule kam und Zettel mit Fragen „wer bist du?“ und „woher kommt die Welt?“ im Briefkasten fand. Bald darauf bekam sie nicht mehr nur Zettel, sondern lange Briefe in denen der Philosoph (den sie zu dem Zeitpunkt noch nicht kannte) sie langsam in die Philosophie einführte und dafür sorgen wollte, dass Sofie die Welt nicht als selbstverständlich hinnahm und aufhörte sich zu wundern. Denn: „Alles was wir brauchen um ein guter Philosoph zu werden ist die Fähigkeit, uns zu wundern.“, schrieb er und bezeichnete das Universum als ein Kaninchen das aus dem Zylinderhut gezogen wird. Alle Menschen werden auf den Fellspitzen des Kaninchens geboren, doch mit der Zeit verkriechen sie sich immer mehr im Fell. Nur die Philosophen wollen sich nicht verkriechen, sie klettern an den dünnen Haarspitzen hinauf und wollen dem Zauberer in die Augen sehen.

Nachdem Sofie wusste was Philosophie nun eigentlich bedeutet fing der Kurs an. Der Philosoph schrieb über die Mythen und Götter, über die ersten griechischen (Natur-) Philosophen Thales, Heraklit, Demokrit u.a. und über die wichtigen Athener Philosophen Sokrates, Platon und Aristoteles.
Doch die Briefe von ihrem Philosophielehrer, Alberto Knox (inzwischen wusste Sofie seinen Namen), sind nicht die einzigen mysteriösen Briefe für Sofie: sie bekommt Postkarten von einem UN Beauftragten Major Albert Knag der Geburtstagsgrüße an seine Tochter Hilde an Sofie schickt mit den Worten „so ist es am Leichtesten“. Das ist aber noch nicht alles! Sofie findet einen roten Schal von Hilde in ihrem Zimmer und findet sogar Postkarten an Hilde Môller Knag c/o Sofie Amundsen in ihrem Schulheft, auf der Straße oder in der Waldhütte.
Der Philosophiekurs geht weiter. Sofie bekommt Briefe über den Zeitraum vom 4. Jahrhundert vor Christus bis um das Jahr 4oo nach Christus. Zum einen gab es die Zeit in der eine internationale Gemeinschaft entstand in der die griechische Kultur eine große Rolle spielte wurde als Zeitalter des Hellenismus bezeichnet. Zum anderen entstand um das Jahr 400 v. Chr. auch die kynische Philosophie der es darum ging, dass der Mensch keinen Luxus braucht um glücklich zu werden. Etwa 100 Jahre später die stoische, bei der die kynische Philosophie eine große Rolle spielte. Um dieselbe Zeit entstanden auch die Epikureer, die es als Ziel des Lebens hielten soviel sinnlichen Genuss wie möglich zu erlangen. Sowohl die Kyniker, die Stoiker aber auch die Epikureer bauten auf den Lehren des Sokrates auf.

Der Kurs geht weiter, doch jetzt erhält sie keine Briefe mehr, sondern Albero trifft sich mit Sofie in Kirchen oder bei sich zuhause. Sofie erfährt von der Spätantike die vor allem von Platons Ideenlehre inspiriert war, von der Entstehung des Christentums und seiner Verbreitung, dem Mittelalter, der Renaissance und dem Zeitalter des Barocks. Von Descartes, der „auf dem Bauplatz der Philosophie aufräumte“, von Spinoza, Locke und Hume.
Aber nicht nur der Kurs geht weiter, sondern auch „die Sache“ mit Hilde und ihrem Vater. Es geht soweit, dass Hermes (Albertos Hund) anfängt „Herzlichen Glückwunsch, Hilde!“, zu sagen und Alberto sie mit „Auf bald, Hilde“ verabschiedet.
Doch dann, an Sofies 15. Geburtstag, als Alberto über den irischen Bischof erzählt, kommt die Wahrheit auf den Tisch: Sofie und Alberto sind nur die Marionetten von Albert Knag der seiner Tochter ein lehrreiches Geburtstagsgeschenk machen will. Für Sofie schien das unbegreiflich. War alles was sie sagte und dachte vom Major bestimmt? War ihr Leben nur ein Traum? Existierte sie etwa gar nicht?
Zur gleichen Zeit fing im Buch eine zweite Geschichte an: Die 15 jährige Hilde erwachte an ihrem Geburtstag und fand auf ihrem Nachttisch einen großen Ordner mit der Aufschrift Sofies Welt. Das war also das Geschenk, um das Papa monatelang so ein Tamtam gemacht hatte. Ein Geschenk an dem sie wachsen sollte. Mal sehen Sie begann zu lesen: „Sofie Amundsen war auf dem Heimweg...“
Gleichzeitig geht auch die Geschichte von Sofie und Alberto weiter: Sofie und Alberto wollten nicht aufgeben: Alberto wollte sich einen „Fluchtplan“ überlegen, wie sie der Geschichte entkommen können. Als erstes muss der Philosophiekurs bis Albert Knag aus dem Libanon in Lillesand (wo er mit seiner Tochter und seiner Frau wohnte) heimgekehrt ist, beendet sein.
Also trafen sie sich so gut wie jeden Mittag in der Majorshütte im Wald hinter Sofies Haus und sprachen über die Zeit der Aufklärung und der Romantik-Epoche, über Kant, Kierkegaard und Marx über Darwin und Freud und zuletzt über die Zeit in der wir leben. Nicht selten wurden sie von dem Major unterbrochen, der zum Beispiel Rotkäppchen oder Winnie den Puh zu ihnen schickte, die dann gewisse Sache noch ergänzten. Oder als sie mit Alberto in der Stadt war und er ihr ein Buch schenkt: Albert Knag: Sofie Welt
Also war es wirklich wahr: sie war nur eine Roman Figur und der Major steuerte ihre Gedanken. Das war nun der Abschluss des Philosophiekurses.

Genau einen Tag bevor der Major aus dem Libanon abreiste und Sofie ihr Philosophisches Gartenfest veranstaltet. Zum Gartenfest war auch Alberto eingeladen und nachdem alle ein bisschen gefeiert hatten, hielt er eine Ansprache: Er offenbarte allen, dass sie gar nicht existierten und sobald Hilde den Ordner zugeschlagen hätte, würden es sie nicht mehr geben. Die Jugendlichen hörten gespannt zu, die Eltern die auch eingeladen waren, beschimpften ihn und wollten ihn verklagen... Dann geschahen merkwürdige Sachen: Der Himmel wurde dunkel, eine Freundin von Sofie verkündete ihren Eltern das sie ein Kind bekomme und die Mutter antwortete nur es ist in Ordnung aber sie soll damit warten, bis sie zuhause wären und der Vater meinte nur, wenn sie wolle, dass das Kind heute noch getauft wird solle sie sich selbst darum kümmern. Und als Alberto Sofies Mutter sagte, dass er Sofie mitnehmen muss, damit sie überleben könnte ist die Mutter einverstanden und will nur noch einen Kaffee. Gerade als ein Auto direkt durch den Garten fährt, liefen Albero Knox und Sofie durch die Hecke und kamen auf der anderen Seite in einer anderen Wirklichkeit heraus. Niemand konnte sie hören oder sehen. Sie nahmen sich ein Auto, das wie Albero sagt „für sie bestimmt sei“ und das auch niemand sah.
Sie trafen hinter einem Café auf Märchen Gestallten wie Micky Mouse und A-Hörnchen und B-Hörnchen, Aschenputtel und Schneewittchen. Auch die waren nämlich nur erfunden und genau wie Alberto und Sofie kann man sie weder sehen noch hören.

Alberto und Sofie brachen aber trotzdem auf und fuhren nach Lillesand und von dort aus zu dem Haus in dem Hilde wohnte. Auch dort konnte sie niemand sehen. Sie beobachteten Hilde und ihren Vater (der inzwischen heimgekehrt war) wie sie den Philosophiekurs endgültig abschließen. Sie redeten über den Urknall, über die riesigen Entfernungen im Weltall und darüber, dass wir alle Sterne am Himmel nur sehen, wie sie in der Vergangenheit waren. Wenn also ein Stern 1000 Lichtjahre von uns entfernt ist sehen wir ihn wie er vor 1000 Jahren aussah. Doch dann fand Sofie doch noch einen Weg sich bemerkbar zu machen: sie warf Hilde einen Schraubenzieher an den Kopf und lockerte das Tau mit dem das Ruderboot am See in Hildes Garten festgemacht war. So bemerkten Hilde und ihr Vater doch noch, dass Sofie und Alberto keine reine Fantasiegestallten waren.

Interpretation (eigene Meinung):

Es ist an manchen Stellen ganz schön kompliziert: Gibt es Sofie nun, oder nicht? Manchmal hatte ich auch ganzschön mit dem über 600 Seiten dicken Buch zu kämpfen. Aber alles in allem ist es ein ziemlich gutes Buch und ich denke, dass ich einiges über die Philosophie und auch über unsere Geschichte gelernt habe, auch wenn nicht alles hängen geblieben ist. Bevor ich dieses Buch gelesen habe, habe ich mich eigentlich noch nie so richtig gefragt, woher die Welt kommt, oder wer ich denn eigentlich bin? Ich war also schon dabei es mir unten im Kaninchenfell gemütlich zu machen. Besonders gut gefallen hat mir auch, das die ganze Geschichte aus dem Blick einer 14 jährigen geschrieben wurde und eben nicht so wie ein Erwachsener das Ganze sehen würde.

Der Autor Jostein Gaarder:

Jostein Gaarder wurde 1952 in Oslo geboren und studierte dort an der Universität Philosophie, Theologie und Literaturwissenschaften. Er lehrten Philosophie an Schulen und in der Erwachsenenbildung. Daneben schrieb er Romane und Erzählungen für Kinder und Erwachsene. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Oslo. >Sofies Welt< wurde inzwischen in über 40 Sprachen übersetzt und auch verfilmt. Weiter Werke sind: >Das Kartengeheimnis<, >Der seltene Vogel<, >Maya und das Wunder des Lebens< und >Das Leben ist kurz -vita brevis<

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4.1 / 5 Sternen (17 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: 11. Klasse
  • Erstellt: 2002
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 05.08.16

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  • liii schrieb am 12.03.2013:

    ich fins gut

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