Schulzeux.de > Deutsch

"Verbrecher aus Infamie" Inhaltsangabe

Inhaltsverzeichnis

Nun eine Zusammenfassung als Inhaltsangabe von Friedrich Schillers "Verbrecher aus Infamie"

Ist eine Erzählung von Friedrich Schiller, die erstmals anonym in der Zeitung 'Thalia' erschien. 1792 wird sie dann in der Sammlung Kleinere prosaische Schriften publiziert, seitdem trägt sie den Titel " Der Verbrecher aus verlorener Ehre". Als Quelle für diese "wahre Geschichte" nimmt man die Lebensgeschichte des Räubers Friedrich Schwan (1729 - 1760) an. Schiller verändert die Begebenheiten allerdings erheblich. Wenn er seine Erzählung dennoch "eine wahre Geschichte" nennt, so rührt dies von dem Wortgebrauch der zeitgenössischen Poetik. "Wahr" ist die "Geschichte" weil sie nach dem Gesetz der psychologischen Wahrscheinlichkeit geschrieben ist.

Die Hauptperson der Erzählung ist Christian Wolf, Sohn eines Gastwirtes, der auf Grund einer lieb- und freudlosen Jugend Johanne, einem Mädchen von dem er denkt, es liebe Ihn, verfällt.

'Er war sinnlich und beredete sich, dass er liebe.'

Mit Geschenken und Unterhalt will er sie sich günstig stimmen. Das geht sogar soweit dass er, da er merkt, dass sie nur an seinen materiellen Gütern interessiert ist, honett stiehlt. Unter den Liebhabern Johannes ist Robert, der sich über den Reichtum Christians wundert, ihm auf die Schliche kommt und ihn letztendlich bei der Polizei denunziert. Wolf muss sein gesamtes Vermögen für die Geldstrafe aufbringen, um nicht arretiert zu werden. Um Roberts Triumph über sich zu schmälern wildert Christian erneut und wird auf Grund von Roberts erhöhter Wachsamkeit erneut aktenkundig, verurteilt und diesmal in eine Gefängnisanlage verfrachtet. Als er wieder auf freienm Fuß ist, wird Christian ein weiteres Mal rückfällig, da ihn seine Jugend erneut einholt. Niemand will ihm Arbeit geben, und so muß er, um nicht zu verhungern, wieder Wild zu stehlen. Erneut wird er, nachdem er gefasst wurde, verurteilt und in ein Zuchthaus verlegt. Dort wird er wieder als Ausgestoßener betrachtet, da er unter allen Insassen das mildeste Verbrechen verübt hatte. Alle Umstände widern ihn zutiefst an, bis er sich nach einiger Zeit an sie gewöhnt.
Er dürstet dennoch nach Rache, nach Rache an den Leuten, die ihm das angetan haben, die glücklich waren. In seiner Heimatstadt verletzt ein kleiner Junge Wolf zu tiefst, indem er ihm einen Groschen ins Gesicht wirft.

"Der Knabe weiß nicht, wer ich bin, noch woher ich komme (...) und dennoch meidet er mich wie ein schändliches Tier. Bin ich denn irgendwo auf der Stirn gezeichnet, oder habe ich aufgehört, einem Menschen ähnlich zu sehen, weil ich fühle, dass mich keiner lieben kann?"

Wiederum wildert Christian und eines Tages erschießt er dabei, nach kurzer Denkpause, aus Rache Förster Robert. Es ist für Wolf, als würde er sich seinem Schicksal ergeben. Auf seiner Flucht durch den Wald zur Grenze schließt er sich einer Räuberbande an, die ihn sofort freundlich aufnimmt. Er bleibt vor allem bei der Bande, weil der dort wirklich geachtet und gewünscht wird.
Wolf verlässt die Bande allerdings freiwillig wider, um für die preußische Armee zu kämpfen. Auf dem Weg zur Grenze wird er gefasst, und fast erleichtert seine Strafe nun endlich zu erlangen gesteht er, er sei der Sonnenwirt.

Christian Wolf aus "Verbrecher aus Infamie"" ist ein Mensch, der an Hand seiner lieblosen Jugend seine Position in der Gesellschaft auf Dauer sieht. Er ist unfähig irgendeinen Menschen wirklich zu lieben, nicht einmal sich selbst.
Er sieht alle Strafen und Probleme von Anfang an auf sich zukommen, reagiert jedoch nicht darauf, weil er der Meinung ist, er verdiene sie. Schritt für Schritt deckt Schiller die Umstände auf, die den Delinquenten immer weiter ins Verderben führen, und minuziös beschreibt er die Bewußtseinesprozesse, die seine Taten motivieren, wobei die Erfahrung, die Ehre verloren zu haben keine Achtung mehr vor sich selbst zu haben, als zentraler Handlungsimpuls fungiert. Schiller untersucht den Verbrecher Wolf, wie ein Arzt seinen Patienten. Er sieht nicht in ihm die Ursache des Verbrechens der Krankheit sondern in der Gesellschaft.
Wie in der Einleitung erwähnt wird bewusst die finale Verhandlung und die Hinrichtung zum Zwecke der "repulikanischen Freiheit" beiseite gelassen, die damit sowohl das Recht aber, für den aufmerksamer Leser auch die Pflicht impliziert, selbst über Christian Wolf zu richten

Kleine Interpretation bzw. Bewertung

Was hat mich an dem Text "Verbrecher aus Infamie" gefesselt? Dass ich mich mit Christian Wolf sehr gut identifizieren konnte.
Was hat mich an dem Text gelangweilt? Nichts.
An welcher Stelle wollte ich das Buch weglegen? An keiner
Welche Stelle war am Spannendsten und wodurch? Am Ende der Brief an den Fürsten.
Welche Gefühle und welche Stimmung hat der Text ausgelöst? Verständniss für Christian Wolf
Welche Erinnerung hat der Text ausgelöst? Keine

persönliche Wertung

Identifikation:

1+

Spannung:

3

regt zum Nachdenken an:

3

gut verständlich

3

unvorhersehbares Ende

4

interessant

1+

Hilf uns und deinen Freunden, indem du diese Seite teilst, verlinkst und bewertest

4 / 5 Sternen (2 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: 11. Klasse
  • Erstellt: 2004
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 08.10.16

Schreibe jetzt deine Meinung

    Was ist 3 mal 3? Ergebnis:  
Wähle dein Bild:

Mitmachen

Drag & Drop oder: Durchsuchen... Endungen: .doc(x) .xls(x) .ppt(x) .pdf .txt .rtf .jpg .gif .png .bmp

Danke für deinen Besuch bei Schulzeux.de

Zeig diese Seite deinen Freunden

Mithelfen ist ganz einfach

Du hast sicher auch noch Hausarbeiten, Vorträge etc. auf deinem PC. Veröffentliche sie in wenigen Sekunden und hilf damit tausenden Mitschülern.

Mehr Infos

Schulzeux.de auf Facebook

Schulzeux.de bei Google+