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"Veronika beschließt zu sterben" Inhaltsangabe & Interpretation

Inhaltsverzeichnis

Paulo Coelho: Veronika beschließt zu sterben. Folgend als Zusammenfassung und Interpretation mit Charakterisierung etc.

Der gefeierte brasilianische Autor Paulo Coelho ist durch seine Bestseller bekannt, die von den Kritikern hoch gelobt wurden: „Der Alchimist“, „Der Fünfte Berg“ und sein erst kürzlich erschienenes Werk „Veronika beschließt zu sterben“. Coelhos Bücher handeln von Menschen, die nach dem Sinn ihres Lebens suchen und ihn in der Spiritualität finden. Seine Werke wurden in mehr als 120 Ländern veröffentlicht, in 45 Sprachen übersetzt und weltweit über 27 Millionen Mal verkauft. Dem französischen Magazin „Lire“ zufolge war Paulo Coelho 1998 der weltweit meistgelesene Autor nach John Grisham. Coelhos Kritiker rühmen die schnörkellose Poesie seines Stils, „die symbolische Sprache, die nicht zu unserem Geist spricht, sondern zu unserem Herzen“ und die gleichnishaften Erzählungen, die rund um den Erdball die Leser verzaubern und ihnen Mut machen, den eigenen Lebenstraum Wirklichkeit werden zu lassen. Seine Art Geschichten zu erzählen, hat die Kraft, Völker zu inspirieren. Paulo Coelho ist der Sonderberater des UNESCO Programms „Geistige Annäherung und interkultureller Dialog“. Vor Beginn seiner erfolgreichen Schriftstellerlaufbahn war der 1947 in Rio de Janeiro geborene Paulo Coelho Dramatiker, Theaterdirektor und Hippie, textete Songs für brasilianische Popstars und schrieb Kolumnen für große brasilianische Tageszeitungen sowie Drehbücher fürs Fernsehen.
Coelhos jüngster Roman über die Prise Verrücktheit, die es braucht, um den eigenen Lebenstraum Wirklichkeit werden zu lassen, verspricht wie „Der Alchimist“ ein Weltbestseller zu werden.

Inhaltsangabe

Der Titel „Veronika beschließt zu sterben“ gibt Aufschluss über die Hauptperson des Romans und lädt ein, Vermutungen über das Alter der Hauptperson und den Inhalt anzustellen.
Der Titel besteht aus einem kurzen, klaren Satz, aus dem schon hervorgeht, wovon der Roman handelt. Veronika ist vermutlich ein junges Mädchen, das Selbstmord begeht. Aus dem Titel lässt sich auch schließen, dass Veronika sich ihre Entscheidung gut überlegt hat und schließlich den Beschluss fasst sich umzubringen.
Meiner Meinung nach wurde der Titel sehr gut gewählt und erweckt Neugierde.

„Veronika beschließt zu sterben“ ist ein Roman über Psychologie und den Sinn des Lebens. Der Roman ist eine epische Form, die im 20. Jahrhundert enstand. „Veronika beschließt zu sterben“ ist ein erzählender Roman, teilweise aber auch didaktisch.

Die Geschichte spielt sich in der Hauptstadt Sloweniens, in Ljubliana, ziemlich kurz nach dem Bürgerkrieg in einem „mentalen Spital“ namens „Villette“ ab.

Die wichtigste Hauptperson dieses Romans ist Veronika, eine 24-jährige Slowenin, die beschließt, ihrem Leben ein Ende zu machen. Veronika arbeitet in einer Bibliothek. Sie ist sehr hübsch, intelligent, gesund und attraktiv. Sie ist völlig normal, schlägt nie über die Stränge, ist nie glücklich, nie unglücklich, dafür stets durchschnittlich. Sie führt ein sehr langweiliges und eintöniges Leben und deshalb ist sie unzufrieden.

Eduard ist ein junger Mann, der wegen Schizophrenie in „Villette“ ist. ER ist sehr zurückhaltend und hat wenig Selbstvertrauen. Eduard hört gerne zu und ist sehr geduldig. Er nimmt das Leben so hin wie es ist und hat den Versuch, seine Träume zu verwirklichen, aufgegeben.

Zedka ist ebenfalls Patientin in „Villette“. Sie ist eine Frau mittleren Alters und ist sehr entschlossen und tatkräftig. Zedka weiß was sie will und versucht eine Lösung für ihre Probleme zu finden.

Mari ist eine ältere Frau, die die Freude am Leben verloren hat. Sie steht Veronika mit Ratschlägen zur Seite, versteckt sich selbst jedoch hinter den Mauern von „Villette“ und will sich den Problemen nicht stellen.

Dr Igor ist der Anstaltsleiter und ist sehr schlau und auch etwas hinterlistig. Er durchschaut die Menschen und weißt mit ihnen umzugehen. Dr Igor weiß, was er will und erreicht auch sein Ziel.

Ein außen stehender Erzähler, der über dem Geschehen steht, führt den Leser durch das Geschehen. Dieser Erzähler kennt alle Personen und ihr Innenleben.

Der Roman „Veronika beschließt zu sterben“ handelt von Menschen, die nach dem Sinn ihres Lebens suchen und ihn schlussendlich auch finden. Paulo Coelho schreibt auch über psychische Krankheiten wie z. Bsp. Schizophrenie, Depressionen, Ängste,... und man erhält Einblicke in die Psychologie.
Der Roman knüpft an eine dramatische Zeit in Coelhos eigenem Leben an, als er zwischen 18 und 20 Jahren mehrmals in eine psychiatrische Anstalt eingeliefert wurde.

Das Mädchen wusste nicht, dass die Körperfunktionen dieses Menschen dort auf dem Bett normal weiterarbeiteten, die Seele jedoch in der Luft schwebte, beinahe die Decke berührte und einen tiefen Frieden empfand.

...die Freude darüber, in der Luft zu schweben, mit einem silbrigen Faden an den Körper gebunden, der sich unendlich dehnen ließ, obwohl Legenden behaupteten, dass der Mensch sterben würde, wenn er den Silberfaden zerreißen ließ.

...dabei aber nie vergessen, dass dort oben unser Geist über alle schwierigen Situationen lacht.

Der Tod war süß.

Deutsche, französische, englische, italienische, spanische Journalisten waren eingeladen worden, aber kein einziger Slowene.

...und brachte sich nicht einfach um, weil sie eine traurige, verbitterte, ständig depressive Frau gewesen wäre.

...ein Land braucht Soldaten, Politiker und Künstler.

Sie hatte ihr Leben damit verbracht, ständig auf etwas zu warten: Darauf, dass der Vater von der Arbeit kam, auf den Brief des Liebsten, der immer nicht kam, auf die Prüfungen am Jahresende, auf die Bahn auf den Bus, auf einen Anruf, auf den ersten Ferientag, auf den letzten Ferientag.

...diverse Lügengeschichten über Land und Leute aufgetischt und ihnen beschrieben,...

..., das der Trennung von Körper und Geist vorausgeht,...

Sie richtet nicht über Gut und Böse.

Sie wusste, es war Winter und etwa vier Uhr nachmittags. Die Sonne ging schnell unter. Sie wusste, dass die anderen Menschen...

Ein schneller Tod war eines, etwas anderes war es, fünf Tage, eine Woche lang auf den Tod zu warten, nachdem man schon alles gelebt hatte, was möglich war.

Eine weinte ohne zu sagen, weshalb, die andere tröstete ohne zu wissen, warum.
Vergleich:

Der Tod war süß. Er kam als junger Mann, der nach Wein roch und ihr Haar liebkoste.

Charakterisierung:

Veronika ist ein 24-jähriges slowenisches Mädchen, das um der Freiheit willen in einem Kloster wohnt und von dort aus ihren täglichen Pflichten nachgeht. als sie sich ausmalt, wie ihr Leben verlaufen wird, beschließt sie zu sterben. Veronika nimmt als o eine gehörige Dosis Schlaftabletten. Der lächerliche Satz: „Wo liegt Slowenien?“ der ihr in einem Artikel ins Auge fällt, bringt sie zu dem Vorhaben, ihren Abschiedsbrief mit einer Erklärung zu versehen, wo denn nun Slowenien liegt. Nach dem Misslingen des Selbstmordes wacht sie in einer Anstalt namens „Villette“ auf. Die Ärzte erklären ihr, dass die Tabletten ihr Herz so geschädigt hätten, dass sie nur noch ein paar Tage zu leben habe. Veronika entdeckt nun die Schönheiten des Lebens. Sie beginnt all die Dinge zu tun, die sie schon immer einmal tun wollte. Sie verliebt sich in Eduard, einen Schizophrenen, gerät in ungewohnte Höhen und Tiefen des Lebens und scheint den Tod nicht mehr herbeizusehnen. Veronika kann sich mit anderen Anstaltsbewohnern, wie z. Bsp. Zedka oder Mari, austauschen und diese stehen ihr zur Seite. Auch die anderen Patienten fangen plötzlich an, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, als ise sehen wie Veronika das Leben genießt, wo sie doch nur mehr wenige Tage zu leben hat. Veronika ist jedoch nicht wirklich herzkrank. Dr. Igor, der Anstaltsleiter, meint nämlich, dass Menschen im Angesicht des Todes ihre Bitterkeit verlieren. Also spritzt er Veronika statt des angeblichen Beruhigungsmittels ein Gift, das Herzanfälle vortäuscht.
Am Ende flieht Veronika mit Eduard, der krank wurde, weil er sich nicht verwirklichen konnte. doch auch er wird gesund und hat durch Veronika den Sinn seines Lebens gefunden.

Paulo Coelho hat eine sehr klare und deutliche Ausdrucksweise und kann mit seiner Art sehr gut Gefühle und Botschaften vermitteln. Er schreibt auch nicht zu kompliziert oder hochgestochen, sondern so, dass man das Buch wirklich versteht. Besonders auffallend sind die vielen kurze Sätze und die wenigen Verzierungen in Coelhos Werk. Manche Literaturkritiker bemängeln die Naivität und Schlichtheit seiner Werke. Dazu meint der Autor: „Ich denke, Schriftsteller schreiben, Kritiker kritisieren und Leser lesen. Was die Simplizität meiner Bücher betrifft, gebe ich meinen Kritikern total Recht. Einfach zu sein ist das Allerschwierigste.“

Interpretation

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, weil ich mich sehr für Psychologie interessiere und außerdem gefällt mir die Art des Schreibens von Paulo Coelho. Die Geschichten der Mitpatienten Veronikas scheinen jedoch nur geschrieben zu sein um das Buch zu füllen und sind meiner Meinung nach teilweise überflüssig. Der Roman ist zwar nicht spannend, man erhofft sich jedoch Spannung und liest deshalb weiter. Ich denke die Botschaft, die Paulo Coelho uns mit diesem Buch vermitteln will ist der Mut zum Anders-sein, und die Verwirklichung unserer Träume. Dieses Buch ist wirklich sehr interessant und lesenswert, da man auch zum Nachdenken über den Sinn des Lebens angeregt wird.

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  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: 11. Klasse
  • Erstellt: 2011
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 01.07.16

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