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Walther von der Vogelweide Referat

Inhaltsverzeichnis

Walther von der Vogelweide und seine Bedeutung als Lyriker - Referat über Vogelweides Wirken und Lebenslauf

Den Ursprung hatte der Minnesang in Bayern und Österreich. Die Lyrik ist bis 1200 einzig Minnelyrik. Die Minnelyrik (Gedichte usw.) wurde von Südfrankreich nach Norden über den Oberrhein verbreitet. Zwischen 1160 und 1170 entstand das Falkenlied. Dies wurde von österreichischen Rittern geschrieben. Das Falkenlied ist eine sublime Form der Frauenverehrung, wobei der Falke die Sehnsucht nach der Geliebten ausdrückt. Bis zu dieser Zeit war die Minnelyrik keine Erlebnisdichtung sonder eine Huldigung oder Abwesenheitsklage. In Wirklichkeit bestimmte statt Minne und Anbetung, eher Gewalt bis zur Vergewaltigung das Verhältnis der Ritter zu den Frauen. Und gegen die eigenen feudal abhängigen Bauern verhielten sich die Ritter nicht unbedingt den Werten ihres Ehrenkodex entsprechend. Zu der Minnelyrik Lyrik gehört auch der klassische Minnesang und die europäische Minnedichtung. Im klassischen Minnesang wird die Verzweiflung und Unerreichbarkeit ausgedrückt und die Abwesenheit der beminnten Dame beklagt. Durch die Macht erscheint im klassischen Minnesang die Geliebte im Traum.
In der europäischen Minnedichtung geht es zentral um die Ausdrucksmöglichkeiten des inneren Erlebens. Diese Art der Minne ist ein Anfang einer persönlichen suchenden Lyrik.

Der Minnesang wurde in allen Ständen ausgeübt. Es gab die hohe und die niedere Minne. Die Minne war eine gesellschaftliche Kunst und erforderte die Anwesenheit von Damen. Hauptsächlich war es ein Werbe – und Preislied auf die Frau.
Der Minnesang wurde hauptsächlich vom Ritterstand ausgeübt (hohe Minne). Dieser wollte damit seine angebetete Frau beeindrucken und umschmeicheln. Das oberste Privileg war die Treue und Unantastbarkeit. Der Minnesang war zentrale Rolle im Festtagsablauf, wurde aber auch in anderen Zeiten ausgeübt. Oft war es ein Wettstreit zweier Ritter um die Gunst der Frau. Wovon der Mann oder Ritter sang, konnte er nie erleben, da die Frau verheiratet und Unantastbar war. In der niederen Minne wurde um eine Frau geworben, ihr geschmeichelt und sie beeindruckt. Im Vergleich zur hohen Minne war die Frau nicht unantastbar sondern konnte erobert werden. Die Minne hatte eine ethische und erzieherische Kraft gegenüber dem männlichen Geschlecht.

Der Lyriker um den es in diesem Aufsatz geht heißt Walther von der Vogelweide. Er ist um 1170 wahrscheinlich in Österreich geboren und starb in der Zeit um 1230. Angeblich soll er im Würzburger Neustift begraben sein. Beruflich war er Minnesänger und Sangspruchdichter und von 1190 bis 1230 aktiv.
Seine Abstammung ist bis heute unbekannt, vermutlich gehörter er nicht dem Adel an, sondern war ein Berufsdichter, der sich in verschiedenen Fürstenhöfen etablieren konnte. Sein Teilname „von der Vogelweide“ ist wahrscheinlich sein Künstlername, da es in den Regionen, in denen er sich aufhielt viele Vogelweiden vorhanden waren. Die genauen Aufenthaltsorte von Walther von der Vogelweide kann man nur anhand seiner Gedichte und Lieder erahnen. Diese besagen jedoch, dass sich Walther von der Vogelweide um 1190 bei Leopold V. in Wien aufhielt und durch den Tod seines Herren und das Scheitern seines Nachfolgers um 1198 seinen Lehnensanspruch verliert. 1198 verlässt er Wien und findet seinen neuen Herren in Philipp von Schwaben. Kurze Zeit später findet man hinweise, dass er sich bei Otto IV. und Friedrich II. aufhielt. Um 1203 kehrte er nach Wien zurück und bekam um 1220 ein Lehen bei Würzburg. Sein Weg, den er mit Steiermark, Po und Trave, mit Elbe, Rhein und ungarischer Grenze beschreibt, war eine unstete Wanderschaft. Bis zu dieser Zeit hatte Walther von der Vogelweide hatte keine materielle Sicherheit, dabei entwickelte er einen neuen unverwechselbaren Dichtungsstil - auch etwas, das ich in jedem Vogelweide Referat nennen würde!


Sein vergebens angestrebtes Lebensziel ist das dauerhafte Wirken am Wiener Hof, Ort der Begegnung mit Reinmar dem Alten als Lehrer und Streitpartner in einem. Bei ihm hatte Walther von der Vogelweide das singen und Dichten gelernt.
Walter von der Vogelweide war einer der bedeutensten mittelhochdeutschen Lyriker. Seine Lieder und Gedichte wurden häufig und vollständig überliefert. Man nannte ihn den “Anführer“ der politischen Dichtung. Auch versuchte er das höfische Leitbild zu verändern. Er schuf mit seiner Dichtung ein neues Frauenbild und in seinen Gedichten nahm die Frau gestallt an. Das Verhältnis von Mann und Frau in den Gedichten beruht auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit, das bedeutet, dass der Mann genauso auf die Frau angewiesen ist, wie die Frau auf den Mann. Walther von der Vogelweide beschrieb auch die sinnliche Liebe von Mann und Frau und ging interessiert auf die individuelle Frau zu. Außerdem kombinierte er höfische Dichtung mit adeligen Prinzipien. Seine Lyrik ist zum Teil preisend und zum anderen Teil mahnend. Beide Elemente kommen kombiniert in seinen Werken vor. Zu dem besinnt er sich auf Recht, Treue, Ordnung und Gerechtigkeit. Dies lässt vermuten, dass Walther von der Vogelweide die Vision hatte, dass es ein starkes Reich mit einem Herrscher geben sollte, der im Einklang mit der kirchlichen Macht steht. Außerdem sollte dieser Herrscher Freigiebig sein, das bedeutet, dass dieser Herrscher für jede Person, die in Not ist etwas hat, dass zu einer Verbesserung der Lage führt. Diese Art von einem perfektem Königreich oder Kaiserreich gibt es aber nur im Märchen.
In seiner politischen Auffassung war Walther von der Vogelweide immer für die weltliche Macht, er bezweifelte aber nie das Konkordat von geistlicher und weltlicher Macht. Er war durch seine Lieder und Gedichte politisch aktiv. Er sprach in ihnen von der Reichsidee, der Tagespolitik und der Kirchenpolitik. Ab 1198 war die erste die erste Spruchdichtung als politischer Dichter zu sehen.


In seiner Lehr- und frühen Wanderzeit schriebt Walther von der Vogelweide (was in jedem Referat ruhig erwähnt werden sollte) einfache und konventionelle Lieder mit Reinmarelementen, wobei die Typenvielfalt seiner Lyrik eine sichtbare Eigenart darstellt. Er schrieb auch von „Konkurrenten“ Gedichte und Lieder um, indem er dessen Kunstfehler anklagt. Beispiele dafür sind das Überloben der Dame und der Kussraub. Walther von der Vogelweide hat eine andere Vorstellung von Minne als die vorhandene. Er sieht Minne als Beglückung, die sich aus der Gegenseitigkeit der Zuwendung und Verpflichtung ergibt. Daraus sollen sich die erotischen und ethnischen Impulse der Minne freisetzen. Nicht jede Frau von Stand war minnewürdig, sie hatte wie der Werbende eine Minnerolle mit bestimmten Eigenschaften zu verwirklichen. Das Frauenlob gilt nur noch der Würdigen als Idealbild. Walther von der Vogelweide hat seine Vorstellungen auf einer breiten Skala von Ansätze vorgetragen, die in der Einteilung "Gruppe des Preisliedes", "Niedere Minne", "Neuerliche/Neue hohe Minne" nur grob gebündelt werden kann. Außerdem hat er neue Forderungen formulier, unter anderem auch mit dem Willen den einseitigen

Letzter Absatz des Referats:

Dienst aufzugeben und um erwiderungsbereite Frauen zu werben. In der heute Niederen Minne stellt Walther von Vogelweide Frauen mit niederen Stand, die beglückende Gegenseitigkeit bereit. Er meint, dass Adel und Besitz nicht verhindern könne, Treue und Liebe zu geben. Aber in seinen Liedern der hohen Minne ist eine Standespartnerin unanfechtbar um das Ansehen und höfischen Wert zu erlangen. Seine Lieder und Gedichte sind umstritten. In diesen spät eingestuften Liedern und Gedichten betont er zunehmend sein vorbildlich höfischen Verhalten und rechnet mit dem modischen Verfall von Minne, Minnesang und Lebenseinstellung ab. Der Minnesang von Walther von der Vogelweide zeichnet sich auch durch die Vielfalt der strophisch-musikalischen Formen, der Liedertypen und Darstellungsweisen aus. Die Strophen variieren zwischen einfacher Grundform und sangspruchartiger Ausdehnung und Selbstständigkeit. Das herrschende Ich-Reflexionslied kann als Preislied gedeutet werden. Walther von der Vogelweide benutzt in seiner Lyrik über alle Mittel der Rhetorik und über eine große Breite von Darstellungsweisen. Dies reicht von definierten, argumentierten Belehren über listiges Überreden bis hin zum erotischen enthüllenden Verhüllen.
Werke von ihm findet man in der kleinen Heidelberger Liederhandschrift, die Ende des 13. Jahrhunderts in Straßburg geschrieben worden ist, in der Weingartner Handschrift, die um 1300 in Konstanz entstand und in der Großen Heidelberger Liederhandschrift die circa um 1300 bis 1330 in Zürich erschien.

Wörter: 1244, Endes des Vogelweide-Referat.

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  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: 12. Klasse
  • Erstellt: 2005
  • Note: 1-
  • Aktualisiert: 11.10.16

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