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Wilhelm Tell Apfelschuss-Szene

Inhaltsverzeichnis

Friedrich Schiller: Wilhelm Tell - Apfelschussszene zusammenfassende Inhaltsangabe und Interpretation - DURCH DIESE Informationen ist eine Wilhelm Tell Charakterisierung ohne weiteres möglich und teilweise schon erhalten!

Beschreibung der Apfel-Abschuss-Szene aus Wilhelm Tell (Friedrich Schiller)

Wilhelm Tell Apfelschuss - Zusammenfassung & Interpretation

Tell geht mit seinem Sohn Walter am Hauptplatz von Altdorf. Er verneigt sich nicht vor dem Hut auf der Stange und deswegen wird er als "Feind des Kaisers" von Friesshardt und Leuthold, die als Wachen für den Kaiser dienen, festgenommen. Landleute versuchen ihn zu befreien, werden aber mit der Ankunft von Gessler davon abgehalten. Dieser kommt nämlich und möchte wissen, was der ganze Auflauf des Volkes zu bedeuten hat. Friesshardt erklärt ihm schließlich, dass Tell dem Hut " [...] den Ehrengruß versagte." (vgl. S. 72). Gessler warnt Wilhelm Tell Apfel ausdrücklich davor den Hut zu versagen, da dies " [...] zur Prüfung des Gehorsams aufgehangen [wurde] " (vgl. S. 72). Tell rechtfertigt sich sofort und bittet Gessler um Gnade. Daraufhin wechselt Gessler sofort das Thema und spricht Tell auf seine Kunst im Ausüben der Armbrust an. Man könnte meine, dass Wilhelm Tell gelobt wird, denn Gessler sagt "Man sagt, du nehmst es auf mit jedem Schützen?" (vgl. S. 72). Aber die Lage spitzt sich langsam zu, als Walther Tell, der Sohn von Wilhelm meint, dass sein Vater in der Entfernung von hundert Schritten einen Apfel vom Baum schießt.

Als Gessler Tell fragt, nachdem er bereits aufgeklärt wurde, das Walther sein Sohn ist, welches seiner Kinder er denn mehr liebe, bekommt man die Kaltherzigkeit des Landvogts zu spüren. Denn ein Mann, der Liebe kennt, oder ein Mann, der Vater ist, fragt nicht, welches von zwei Kindern jemand mehr liebe. Vielleicht wollte Gessler aber auch nur erreichen, dass Tell ihm sagt, dass Walther sein liebster Sohn wäre, denn dann wäre seine Absicht noch provokanter, als sie ohnehin schon ist: Er möchte nämlich, dass Wilhelm Tell Apfel aus hundert Schritten Entfernung einen Pfeil auf einen Apfel zielt, der auf dem bei einem Baumstamm angelehnten Kopf seines Sohnes liegt. Hier könnte man als Leser annhemen, dass Tell diese Tat schon alleine Heldentums wegen machen wird, doch erfährt der Leser bald etwas anderes. Als Tell nämlich " [...] das könnt ihr im Ernst von einem Vater nicht begehren" (vgl. S. 73) sagt, weiß man, dass auch dieser seine Helden-Ideologie für den Schutz seines geliebten Sohnes ablegt.

Doch Gessler lässt nicht locker und Tell bekräftigt seine Ablehnung, indem er "Eher sterb ich!" (vgl. S. 73) sagt, doch Gessler droht Tell, dass er ihn und seinen Sohn Walther erschießen werde. Mittlerweile mischen sich Menschen aus dem Volk ein und versuchen Wilhelm Tell von dieser schweren Aufgabe zu entziehen, doch Gessler' s Beschluss steht fest: Tell muss schießen. Gessler' s Frechheit steigt ins Unmenschliche, als er meint, dass er " [s] ein Geschick in in [s] eine eigene kunstgeübte Hand [legt] [...] " (vgl. S. 74). Walther Tell, dessen Leben hierbei auf dem Spiel steht, ist seltsamerweise ganz ruhig und macht etwas, dass seinem Vater hier bestimmt sehr geholfen hat: Er schenkt ihm mit den Worte "Der Vater trifft den Vogel ja im Flug, er wird nicht fehlen auf das Herz des Kindes" (vgl. S. 75) sein vollstes Vertrauen. Auch will dieser nicht an den Baum gebunden werden, sondern tapfer ‚Zielscheibe spielen'. Melchthal und Stauffacher, die ebenfalls anwesend sind, sind schon sehr wütend und bereuen den Aufschub ihres Planes, der Tell vor dieser grausamen Tat womöglich bewahrt hätte.Gleich geht es weiter im text der Wilhelm Tell Apfelschussszene und ihrer Interpretation, und zwar folgendermaßen:

Tell nimmt nun seine Armbrust, doch ist ihm nicht ganz wohl dabei. "Mir schwimmt es vor den Augen" (vgl. S. 76) meint er. Doch wieder hält ihn etwas und er fällt auf die Knie vor Gessler und bietet ihm sein Herz an. Doch Gessler " [...] will den Schuss [...] " (vgl. S. 76). Die Sache wird ernst: Wilhelm Tell aufn Apfel legt an. Während er dies tut, schimpfen die Menschen um ihn herum mit Gessler, doch dieser fordert sie zum Schweigen auf. Rudenz - ebenfalls anwesend - gesteht ganz nebenbei dem Landvogt seine Sinneswandlung, indem er sagt " [...] länger schweigen wär Verrat zugleich an meinem Vaterland und an dem Kaiser." (vgl. S. 77). Während alle in dieses Gespräch vertieft sind, schießt Tell den Apfel weg. Alle atmen auf. Sogar Gessler sagt erstaunt "Er hat geschossen? Wie? Der Rasende!" (vgl. S. 78). Heilfroh schließt Tell seinen Sohn in die Arme, doch auch bald stört Gessler diese Geste wieder. "Noch einen zweiten Pfleil zu dir - Ja, ja, ich sah es wohl - Was meintest du damit?" (vgl. S. 79) fragt er Wilhelm Tell. Als Tell versucht ihm klarzumachen, dass dies bei Schützen ein Brauch wäre, glaubt ihm Gessler nicht und schlussendlich gesteht ihm Tell: "Mit diesem Pfeil durchschoss ich -Euch, wenn ich mein liebes Kind getroffen hätte, und Eurer - wahrlich! Hätt ich nicht gefehlt." (vgl. S. 80). Voller Aufregung lässt Gessler mit den Worten "Wer klug ist, lerne schweigen und gehorchen" (vgl. S. 80) Tell abführen.

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  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: 12. Klasse
  • Erstellt: 2008
  • Note: 2+
  • Aktualisiert: 29.06.16

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