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"Zeitgenossen" Interpretation & Inhaltsangabe (Marianne Geib)

Inhaltsverzeichnis

Textinterpretation "Zeitgenossen" von Marianne Geib mit Zusammenfassung des Inhalts.

In der Kurzgeschichte "Zeitgenossen" von Marianne Geib geht es um einem Affen, der mit seiner Familie in einem Käfig lebt und sich die ganze Zeit wünscht, den Horizont zu erforschen. Eines Tages lässt der Wärter die Tür offen und der Affe rennt hinaus. Als er auf seine Familie zurückblickt wird er von seinen Erinnerungen zurückgehalten und bleibt traurig vor den Gitterstäben zurück.

Für die Kurzgeschichte gibt es zwei mögliche Deutungshypothesen:

1. Der Text behandelt das menschliche Problem, nie mit dem zufrieden zu sein, was man hat, sondern immer das zu wollen was man nicht hat.

2. Der Text behandelt das menschliche Problem, an dem festzuhalten, was bekannt und bewährt ist und das zu vermeiden, was neu und unbekannt ist.

Der Text ist deutlich in zwei Abschnitte gegliedert, im ersten Abschnitt wird das Alltagsleben des Affen beschrieben und seine Stellung in der Gruppe vorgestellt. Im zweiten Abschnitt wird beschrieben wie sich der Affe aufmacht um den Horizont zu erkunden und wie er dann zurückblickt und sich an Vergangenes erinnert.

Der Affe steht laut unserer Deutung der Parabel für einen Jugendlichen, außerdem ist er neugierig und wird von einem starkem Freiheitsdrang und Wissensdurst geplagt. Er träumt von der Freiheit und der weiten Welt, fühlt sich aber trotzdem in seiner Familie sehr wohl. Im zweiten Teil lässt dann der Wärter die Tür offen, eine symbolische Handlung, die für eine einmalige Chance steht. Zugleich bedeutet sich aber im übertragenen Sinn eine Möglichkeit sich vom Elternhaus zu lösen, wie etwa der 18. Geburtstag oder das Abitur.

Gleich dem Affen der zum Horizont hinaus stürmt, ergreift der Jugendliche seine Chance, aber die neu erworbene Freiheit, eine fremde Situation, zwingt ihn zum Nachdenken. Einsam erinnert er sich an das gemeinsame, frühere Leben. Die in der Kurzgeschichte erwähnten Dinge stehen für die Fürsorge und Zuneigung der Eltern und Geschwister, die Beköstigung und die Nähe der Familie. Auf diese Erinnerungen folgen Trauer, Angst und Unsicherheit. Doch die Gitterstäbe symbolisieren jetzt eine emotionale Barriere, die das Zurückgehen verbietet. Das Stehen bleiben steht für Tatenlosigkeit. Nach dem Vergleich von Bild- und Sachteil erweist sich die zweite Deutungshypothese als richtiger.

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  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: Keine Angabe
  • Erstellt: 2014
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 31.07.16

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