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Zusammenfassung "König Ödipus" und Interpretation

Inhaltsverzeichnis

Folgend eine Zusammenfassung von Sophokles "König Ödipus" als kurze Inhaltsangabe:

‘Ödipus tyrannos’ ist eine weltbekannte Tragödie von Sophokles, die vor dem Jahr 425 v.Chr entstanden ist. Jedoch wurde dieses Meisterwerk nicht von Sophokles selbst geschaffen. Gleich wie Aischylos und Euripides wurde der Mythos um König Ödipus "nur" von ihnen aufgezeichnet. Leider sind die Werke der letzeren Zwei Athener Tragiker im Laufe der Zeit verlorengegangen, was dadurch einen Vergleich der drei verschiedenen Werke unmöglich macht.
Schon die unmittelbare Nachwelt erkannte dem Ödipus einen besonderen Rang zu, wie etwa die Zitate Aristoteles in seiner Poetik beweisen. Der junge Cäsar schrieb ein Ödipus-Stück, und Seneca formte das Werk in ein Schauerdrama um.

Das Drama beginnt zu der Zeit, in der die Macht König Ödipus‘ an der Spitze steht. Mit dieser will er die Stadt Theben von einer schweren Seuche befreien, von der sie zu dieser Zeit heimgesucht wurde. So befragt er das Orakel in Delphi, welches sogleich Rettung verspricht, wenn der Mörder des König Laios zur Strecke gebracht wird.
In einem heftigen Streit wird dem König von seinem blinden Seher Teiresias die Wahrheit bereits ins Gesicht geschleudert:

"Der Mörder den du suchst, der bist du selbst"

jedoch ist sie zu diesem Zeitpunkt zu unwahrscheinlich, um Gläubige zu finden. Zwei frühere Orakelsprüche allerdings sprechen für den Blinden:

"Ein Orakelspruch erging an Laios einst, (...) dass über Ihn das Schicksal kommen werde, durch den Sohn zu sterben..."

"...es sagte Schlimmes voraus, dass ich der Mutter mich vermischen müßte, (...) und Mörder dessen sein werde der mich gepflanzt, des Vaters."

Ödipus erinnert sich, wie er auf dem Weg nach Theben Streit mit einem Mann, den er dann erschlagen hat, vom Zaun brach. Hinzukommend sprechen alle Umstände dafür, dass dieser Mann König Laios war. Ein Bote aus Korinth gesteht, dass König Ödipus ein an Kindes Statt aufgenommener Findling sei, was bei seiner Frau und Mutter Iokaste Bestürzung auslöst. Die Einzelheiten, die der Bote zu berichten weiß, geben Iokaste die Sicherheit, dass ihr Gatte zugleich auch ihr Sohn ist. Ein weiterer Zeuge bestätigen dies auch. Dieser Zeuge ist der einzige Überlebende, der von dem Mord an König Laios berichten kann. Er stellt auch sogleich fest, dass Ödipus seinen Vater getötet hat.
Als Konsequenz dieser Enthüllungen erhängt sich Iokaste, und Ödipus blendet sich, worauf hin er die Stadt verläßt.

Interpretation "König Ödipus"

Meiner bescheidenen Meinung nach ist ‘Ödipus tyrannos’ nicht nur eine klassische Tragödie, sondern viel mehr ein brillanter antiker Kriminalfall. Es ist von Anfang an vieles abzusehen, jedoch erwartet man diese Vorgangsweise nicht. Sehr gut haben mir auch die kompositorischen Korrespondenzen gefallen: Der Anfang der Geschichte, aus dem Blickwinkel von Ödipus gleicht dem, der Stadt Theben am Ende des Dramas und vice versa. Das Buch zeigt für mich auch dass sich die Griechen, zu dieser Zeit, als Spielbälle der Götter sahen. Weiter gehts in der Interpretation "König Ödipus":
Die Blendung ist das zentrale Motiv des ganzen Dramas, "Blindheit" und "Sehen" sind ständig wiederkehrende Worte zu Beginn: der weise umsichtige König, der dem Seher "Blindheit an Ohr, Verstand und Auge" vorwirft und sich von ihm sagen lassen muß, er selbst bemerke sehenden Auges sein Verderben nicht. Am Ende dann der physisch geblendete aber im spirituellen Sinne sehende, der dann doch dem Seher Theiresias ähnlich geworden ist.

Folgend ein paar Fragen mit Antworten zur Interpretation des "König Ödipus":
Was hat mich an dem Text gefesselt? Der Vorgang des sich Bewahrheitens, der Weissagungen des Orakels von Delphi und des Teiresias
Was hat mich an dem Text gelangweilt? Die teilweise etwas ungewohnte Sprache.
An welcher Stelle wollte ich das Buch weglegen? Gleich am Anfang, weil die Einleitung für mich zu träge war und ich das Textformat ungewohnt fand.
Welche Stelle war am Spannendsten und wodurch? Am spannendsten fand ich das Buch, nachdem Ödipus und Iokaste die Wahrheit erfahren hatten, da ich Interesse daran hatte, welche Konsequenzen jeder für sich daraus ziehen würde.
Welche Gefühle und welche Stimmung hat der Text ausgelöst? Keine, die mir aufgefallen sind.
Welche Erinnerung hat der Text ausgelöst? An den Lateinunterricht, in dem wir Textstellen aus dem Buch bereits einmal übersetzt haben.

Identifikation: 4

Spannung: 2

regt zum Nachdenken an: 2

gut verständlich: 3

unvorhersehbares Ende: 3/4

interessant: 1+

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4.2 / 5 Sternen (5 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: Keine Angabe
  • Erstellt: 2002
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 17.07.16

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