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Ingo schulze "simple storys" summary (zusammenfassung)

Inhaltsverzeichnis

Ingo schulze simple storys summary zusammenfassung :

Die "einfachen Geschichten" von Ingo Schulze handeln von "einfachen" Menschen in der ostthüringischen Kleinstadt Altenburg zu der Zeit unmittelbar nach dem Mauerfall. In 29 Kapiteln erfährt der Leser alles über das Leben verschiedener Familien, deren Schicksale auf die unterschiedlichsten Weisen miteinander verknüpft und ineinander verschlungen sind. Angefangen mit einer illegalen Italienreise der Familie Meurer, weiter mit den Problemen der Tierpräparatorin Lydia, über die Diskussionen des Taxiunternehmers Raffael und seines farbigen Freundes Orlando, zu Martins Umzug nach dem Tod seiner Frau Andrea. Noch sind diese Namen völlig zusammenhangslos, erst nach und nach erkennt man die Zusammenhänge und die Beziehungen der einzelnen Personen zueinander. Neben den alltäglichen Problemen tauchen nun auch noch die Schwierigkeiten auf, die der Mauerfall mit sich bringt. Die Anwohner wirken unter dem Druck des neuen Systems verwirrt und verstört, niemand blickt mehr richtig durch, Laufbahnen und Sicherheiten lösen sich in Luft auf. Überall wird die DDR-Vergangenheit auf- und abgerechnet, doch auch dies bringt keine Orientierung. Jetzt ist jeder am Schwimmen, egal ob er oben oder unten war. 

Ingo Schulze, der 1962 in Dresden geboren wurde und auch in Altenburg lebte, studierte klassische Philosophie in Jena und war als Dramaturg und als Zeitungsredakteur tätig. Seit einem 1/2 - jährigen Aufenthalt in Sankt Petersburg lebt er als freier Autor in Berlin. Für sein erstes Buch "33 Augenblicke des Glücks" wurde Ingo Schulze mit verschiedenen Buch-preisen ausgezeichnet. Sein zweites Werk "Simple Storys" stand von April bis August 1998 auf der SPIEGEL- Bestsellerliste und erreichte im April des gleichen Jahres Platz 1 der SWR- Bestenliste. Nur wenige Monate nach der Veröffentlichung erhielt Ingo Schulze den bis dato für ihn wichtigsten Preis, den Berliner Literaturpreis. 

DEr vorletzte Absatz zu Ingo schulzes "simple storys" (zusammenfassung folgt:

Das Buch erzählt im Stil der amerikanischen Short Story scheinbar einfache Geschichten. Die 29 Episoden, die aus verschiedenen Perspektiven beschrieben sind, werden dem Leser wie einzelne Puzzelteile dargebracht, die sich erst am Ende zu einem vollständigen Mosaik zusammen setzen. Mit einer unglaublichen Präzision beschreibt der Autor die Atmosphäre der damaligen DDR, die Gedanken und Gefühle der Leute und die Sorgen und Nöte der ganz normalen Bürger. Durch viele umgangssprachliche Dialoge, Telefonate und Reden ("Du bleibst bis elf? - Bis elf, ja - Haste genügend Schokolade? - Schokolade?" [...] "Hm. - Na dann, Raffael. - Hm. - Du bist dran. - Was?" [...] "Hab den Wasserhahn zugedreht, und mir die Hände abgetrocknet, langsam, langsam und ordentlich, wien Chirurg. Ich muß nich trinken, wenn ich nich will muß ich nich. [...] Und dann Alter, isset passiert."), distanzierte und nüchterne Beschreibungen ("Es klopft. Im selben Moment betreten zwei junge Männer das Vorzimmer. Beide tragen Blazer, Krawatte und hellbraune Slipper. Ihre Bewegungen sind sportlich. Die Hände haben sie frei. In der Mitte des Raumes bleiben sie nebeneinander stehen.") und emotionale Beobachtungen ("So schlimm war es noch nie. Die Risse an unserer Decke laufen parallel wie Tapetenränder, sind aber zackig. In den Unebenheiten des weißen Anstrichs entsehen Muster, einmal Strichpunkt Gesichter, dann gedrechselte Säulen oder Stahlfedern und daraus wächst eine in sich verdreht Blume mit großer Blüte, langen geknickten Blättern und kurzem Stil, die gleiche wie in den Sprenkeln der Tapete. Die Blume schraubt sich heraus, es kann auch eine Putte sein, eine lockige, dralle Putte- mit zum Schrei verzerrtem Mund.") versucht der Autor dem Leser die Personen so nahe zu bringen als wären es seine eigenen Nachbarn. 

Ich kann dieses Buch leider nicht weiterempfehlen. Versuche, etwas emotionale Spannung zu erzeugen scheitern an der trockenen und an vielen Stellen zu genauen Erzählweise, die nüchternen Beschreibungen der Personen und Orte langweilen, und die umgangssprachlichen Dialoge lassen das ganze nicht lebensnah, sondern höchstens primitiv wirken. Um auch nur ein bisschen die Beziehungen der einzelnen Personen zueinander zu verstehen und nachvollziehen zu können, ist es unausweichlich während dem Lesen vor und zurück zublättern, Bedeutungen zu entschlüsseln und zahlreiche Querverbindungen zu ziehen, womit der Rest, der noch an Handlung bleibt zerstört wird.

Dieser Roman aus der ostdeutschen Provinz beinhaltet genau das, was der Titel aussagt: "Simple Storys". 

Bibliographische Angaben: 

Ingo Schulze, "Simple Storys", 

München, 1998
Deutscher Taschenbuch Verlag, 314 Seiten, € 5

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4 / 5 Sternen (4 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Deutsch
  • Stufe: Keine Angabe
  • Erstellt: 2011
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 15.11.16

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