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Adolf Hitler Referat

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HITLER REFERAT UND LEBENSLAUF ADOLF HITLERS:

Im Folgenden ist ein ziemlich ausführliches und alles wichtige darstellende Referat bzw. Vortrag über Adolf Hitlers Lebenslauf (20. April 1889 - 30. April 1945)  als ausformulierte Hitler-Biographie zu finden. Er gilt leider Gottes als der berühmteste DEutsche - berühmt im Sinne von weltweit am meisten bekannt. Fragt man einen Ausländer über berühmte Deutsche, so fällt fast immer der Name des "Deutschen Führers".

Um diesen wahnhaften Charakter analysieren zu können, soll der Lebenslauf Adolf Hitlers folgend weiterhelfen - ein Blick in seine Jahre als Jugendlicher und Heranwachsender liefern Indizien dazu. Insgesamt gesehen behandelt dieses Referat also Adolf Hitlers Jugend und Erwachsenenzeit als ausführlich ausformulierten Lebenslauf um Einblicke zu gewähren. Man muss sich diesem Schreckgespenst einfach stellen, schon der eigenen Geschichtsbewältigung wegen.

 

I. Adolf Hitler – Lebenslauf Anfang (Herkunft und Jugend 1889-1913)

- Am 20. April 1889 wurde Adolf Hitler in Braunau am Inn/Österreich geboren, sein Vater war der ehemalige Zollbeamte Alois Hitler (1837-1903, bis 1876 Alois Schicklgruber), seine Mutter trug den Namen Klara geb. Pölzl (1860-1907);

- Hitler wußte aufgrund einer zu seiner Zeit ungeklärten Familiengeschichte nie, wer sein Großvater väterlicherseits war. Denn Hitlers Vater Alois war ein uneheliches Kind, der erst später auf illegale Weise legitimiert wurde. Diese Legitimierung war auch erst die Ursache dafür, dass Alois Schicklgruber und damit auch später sein Sohn Adolf den Nachnahmen "Hitler" erhielt. Da damals viele Gerüchte um die Identität seines Großvaters kursierten, konnte Adolf Hitler - im Gegensatz zur heutigen Forschung - auch nicht ausschließen, dass sein Großvater der jüdische Dienstherr seiner Großmutter war;

- Diese ungeklärte Vergangenheit kann mit als eine Ursache des Bestrebens angesehen werden, je mehr eine "rassische Reinheit" bei anderen zu verlangen, je weniger sie bei ihm persönlich gewährleistet war;

- Hitler besaß noch zwei jüngere Geschwister, Edmund (1894-1900) und Paula (1896-1960). Dazu kamen die Halbgeschwister Alois (1882-1956) sowie Angela (1883-1949);

- Hitlers Vater Alois war ein Aufsteiger, am Ende war er als Zollamtsoberoffizial in die höchste Rang-klasse befördert worden, die er aufgrund seiner Vorbildung erreichen konnte. Von seinen Zollamtskollegen wurde er als "streng, genau, sogar pedantisch" charakterisiert und von seinem Beruf besaß er die Auffassung, dass er nichts für "Trinker, Schuldenmacher, Kartenspieler und andere Leute mit unmoralischer Lebensführung" sei;

- Adolf wurde oft von seinem Vater geprügelt, da dieser auf Disziplin und Ordnung bestand und sein Sohn außerdem den gleichen Beruf erlernen sollte, den er einmal innehatte (mit 58 Jahren wurde Alois Hitler frühpensioniert), aber der wollte lieber Künstler werden. Als sein Vater ihn einmal zu seinem Arbeitsplatz ins Linzer Hauptzollamt mitnahm, entdeckte er "voller Abscheu und Haß" einen "Staatskäfig", in dem "die alten Herren aufeinandergehockt gesessen seien, so dicht wie die Affen";

- In seiner Berufswahl ließ sich schon das Motiv erkennen, dass ihn sein ganzes Leben geprägt hat: jede feste, starre Ordnung lehnte er für sich ab, er bevorzugte einen freien, unkoventionellen Lebensstil, in dem er nicht von Zwängen eingeschränkt wurde;

- Hitlers Mutter Klara vermochte es auch in der Ehe mit Alois (gesetzlich war sie seine Nichte) nicht, ihren vorherigen Status einer Magd zu überwinden, jahrelang besaß sie große Schwierigkeiten, sich als Frau des Zollamtsoberoffizials zu sehen, und redete ihren Mann deshalb mit "Onkel Alois" an;

- Hitlers Jugendzeit war, aufgrund der zahlreichen Versetzungen seines Vaters, von Umzügen und den damit verbundenen Schulwechseln geprägt (von Braunau Übersiedlung nach Passau (August 1892), April 1895 Hafeld bei Lambach a.d. Traun (zu dem von der Familie bewohnten Haus gehörten über 38000 qm Grundstücksfläche), 1897 Umzug nach Lambach, 1898 Leonding, 1900 Linz), aber er kann als ein "aufgeweckter, lebhafter und offenbar begabter Junge" bezeichnet werden, diese Eigenschaften wurden jedoch von seinem "Unvermögen zur geregelten und intensiven Arbeit" überschattet;

- Hatte er anfangs, auf den verschiedenen Volksschulen, noch gute bis sehr gute Zeugnisse vorweisen können, versagte er bei seinem späteren Wechsel auf die Realschule in Linz/Österreich so, dass er zweimal nicht versetzt wurde;

- Dieses Versagen läßt sich im wesentlichen einmal dadurch erklären, dass er im städtischen Linz ein bäuerlicher Außenseiter blieb, hier besaß er unter Akademikern, Kaufleuten etc. nicht mehr die Vor-herrschaft über seine Mitschüler, wie dies noch auf der Volksschule der Fall gewesen war. Ein anderer Grund besteht in seiner schon erwähnten Abneigung gegen systematisches Arbeiten, so dass er selbst in seinen "Lieblingsfächern" Geographie und Geschichte nur die Note vier erlangte;

- Der von Hitler selbst genannte Grund für sein schulisches Versagen, eine Trotzreaktion auf den Versuch des Vaters, auch ihm eine Beamtenlaufbahn aufzuzwingen, kann nicht als wahr erachtet wer-den, denn zum einen kümmerte sich der Vater trotz seiner Frühpensionierung weniger um die be- rufliche Zukunft seines Sohnes, als um die Durchsetzung von Respekt und Disziplin, wodurch Hitlers Bewegungsfreiheit allerdings eingeschränkt wurde. Zum anderen erlebte Alois Hitler nur den Anfang der Realschulzeit seines Sohnes, da er 1903 verstarb;

- 1905 beendete Adolf Hitler sechzehnjährig seine Schulzeit ohne Abschluß, da er auf der Oberrealschule in Steyr erneut nicht versetzt wurde;

- In der Folgezeit entwickelte sich seine Begeisterung für die Musik Richard Wagners, ohne die der spätere Veranstaltungsstil der Hitlerischen Phantasiewelten wohl nicht verwirklicht hätte werden können. Die Umsetzung von Wagners Musik in eine politische Wirkung kam dadurch zustande, dass es Wagner gelang, Hitler durch heldische Stimmungen aufgrund von Prunk und Phatos und den Nationalgeist des 19. Jahrhunderts so zu betören, dass dieser der Meinung war: "Die jugendliche Begeisterung... kannte keine Grenzen. Immer wieder zog es mich zu seinen Werken";

- Im Mai und Juni 1906 besuchte Hitlers Lebenslauf Auffassung gemäß er zum erstenmal Wien, wo er sich auch im September 1907, als Achtzehnjähriger, einer Aufnahmeprüfung der Akademie der bildenden Künste, Abteilung Allgemeine Malerschule, stellte. Im zweiten Teil der auf überaus hohem Niveau stattfindenden Aufnahmeprüfung erfüllte er die Anforderungen nicht, nun rächte sich auch sein nicht vorhandener Schulabschluß, denn dadurch konnte er auch kein Architekturstudium aufnehmen;

- Obwohl Hitler nach der mißlungenen Prüfung außer Opernbesuchen etc. keiner ernsthaften Tätigkeit nachging, sondern ein "Pensionärsdasein" führte (das er vollmundig als "Studium" bezeichnete), war seine Mutter in dieser Zeit - wenn auch wehmütig - davon überzeugt, dass er seinen Weg schon machen werde, "als wäre er allein auf der Welt". Klara Hitler verstarb am 21. Dezember 1907;

- Der Tod der Mutter, zu der Hitler eine sehr enge, "gefühlsmäßige Bindung" besaß, bedeutete zwei-felsfrei einen Einschnitt in sein Leben, dessen Bedeutung allerdings umstritten ist. So wird z.B. Hitlers Machstreben auf den Tod der Mutter zurückgeführt, er habe Macht und Herrschaft angehäuft, um ein lebender Beweis für den Wert der Mutter zu sein;

- Die Mutter gehörte zu den wenigen Personen, die er näher an sich heranließ. Seine Unfähigkeit, richtige Freundschaften aufzubauen, beruhte sowohl auf einer Berührungsfurcht als auch auf einer Bindungsangst und dem mangelndem Vertrauen, dass er seinen Gegenübern entgegenbrachte. Für Hitler war es entscheidend, dass er die Kontrolle, die Macht besaß, er mußte die Richtung bestimmen können. Bezeichnend war eine Szene, wo es einem Fotomodell gelang, Hitler unter einem Mistelzweig zu küssen, so wie es nach der englischen Sitte "erlaubt" ist. Hitler erwiderte darauf wütend: "Wenn geküßt wird, bin ich es, der küßt";

- Von 1908-1913 lebte Hitler in Wien (von 1909-1913 in einem Männerheim), seinen Lebensunterhalt
verdiente er dabei mit Aquarellen und Zeichnungen (zumeist Architektur), Waisenrente und ererbten

Vermögensanteilen (von seinen Eltern und einer Großtante). Ohne eigenes Zutun bekam er monatlich 58 Kronen (aus dem Elternerbe) und 25 Kronen Waisenrente, was damals etwa dem Gehalt eines hohen Realschullehrers entsprach;

- Diese nicht unermeßlichen Einkünfte widerlegen seine Selbstdarstellung über die frühen Wiener Jahre, nach der er "Elend und Jammer" ertragen mußte;

- Nachdem im September 1908 auch der zweite Versuch scheiterte, die Aufnahmeprüfung zu bestehen, zog sich Hitler allerdings noch stärker als zuvor von seiner Umwelt zurück, brach jeden Kontakt zur Verwandtschaft ab und verließ auch die gemeinsame Wohnung mit seinem Freund August Kubizek, da er vor niemandem seinen Mißerfolg eingestehen wollte;

- Von dieser Zeit an begannen die "traurigsten fünf Jahre" seines Lebens, der verwöhnte Sohn eines gesellschaftlichen Aufsteigers vernachlässigte sich sehr bald. Nachdem er die Jahreswende 1909/1910 im Obdachlosenasyl verbracht hatte - dieses diente auch dazu, sich dem österreichischem Wehrdienst zu entziehen - zog er anschließend ins Männerheim um;

- In diesem Männerheim konnte er Heimat und Kameradschaft entdecken, er fand dort Männer vor, die ihm unterlegen waren und nicht widersprachen. Hier schlug Hitler, zusammen mit dem Verkauf von selbsterstellten Zeichnungen, den Weg ein, mit dem er die Misere verlassen konnte;

- In der Linzer und Wiener Zeit liegen auch die Ursprünge für seine Weltanschauung. In Wien ver- schärfte sich sein Antisemitismus und Nationalismus, der seine Wurzeln allerdings schon in Linz besaß. Denn dort traf Hitler mit dem Besuch der Realschule auf eine ausgesprochen nationalgesinnte Atmosphäre, zudem las er extrem antisemitische Zeitungen wie die "Linzer Fliegenden Blätter". Ein Mitschüler erinnerte sich später einmal an eine Begebenheit aus dem Jahre 1901, die damals allerdings durchaus nicht ungewöhnlich war: So soll der damals zwölfjährige Hitler eines Tages an der Klassenzimmertür gestanden und die hereinkommenden Mitschüler entweder in die rechte oder linke Ecke geschickt haben. Dabei standen die verschiedenen Ecken entweder für "Germane" oder "Nicht-Germane";

- Diese nationalistische und antisemitische Stimmung entwickelte sich in den Folgejahren zu einer Ideologie, der eher "idyllische, kompromissbereite" Linzer Antisemitismus der Schulzeit wurde ausgeweitet, verschärft und durch ein konkretes Feindbild ersetzt;

- Dieses Feindbild stellten die Juden dar, eine "Erscheinung in langem Kaftan mit schwarzen Locken": "Wo immer ich ging, sah ich nun Juden, und je mehr ich sah, umso schärfer sonderten sie sich für das Auge von den anderen Menschen ab. (...) Ich begann sie allmählich zu hassen". Während dieses mehr- jährigen Prozesses wurde das positive, individuelle Bild des Juden, welches es durchaus gab (So ver- sprach Hitler z.B. dem jüdischen Hausarzt seiner Eltern, Dr. Eduard Bloch, "immer dankbar" zu sein), zunehmend zurückgedrängt;

- Der letztendlich auschlaggebende Grund, warum sich in dieser Zeit der gewöhnliche Antisemitismus langsam in einen besessenen, bis zu seinem Tode anhaltenden Antisemitismus verwandelte, kann nicht mit letzter Sicherheit genannt werden, sein Jugendfreund August Kubizek war der Auffassung, dass Hitlers Antisemitismus die "gebündelte Form" seines bis dahin ziellosen, allgemeinen Hasses war, der im Juden nun endlich ein konkretes Ziel gefunden hatte;

- Die Ursprünge, das "granitene Fundament" der Hitlerischen Ideologie, wurde ihm nicht von Einzelnen übermittelt, sondern die ganze Epoche war diesbezüglich sein Ideenlieferant. Dazu gehörten neben dem Antisemitismus auch ein überhöhter Nationalismus und der Sozialdarwinismus. Hitler wurde im wesentlichen von drei Personen geprägt, die auch das deutschbürgerliche Wien der Jahrhundertwende dominierten. In dem Feld zwischen Kunst und Politik war dies der schon genannte Richard Wagner (mit diesem stimmte Adolf Hitler Lebenslauf in vielen Punkten überein, wie z.B. ungeklärte Identität der Vorfahren, Schulversagen, der krankhafte Judenhaß oder auch die Flucht vor dem Militärdienst), politisch standen Wien und Hitler unter dem Einfluß von Georg Ritter von Schönerer (1842-1921) und vor allem dem Wiener Bürgermeister (1897-1910) Dr. Karl Lueger (1844-1910);

- Von Schönerer, Gründer der "Alldeutschen Bewegung" (diese ist nicht zu verwechseln mit dem "Alldeutschen Verband" in Deutschland), war ein Demagoge, der es verstand, die Wirkungen des Primitiven gezielt auszunutzen. Mit der Radikalität seiner Kampfansagen und der Meinung, die Juden wären die Ursache allen Übels und Ängste in der Welt, wurde er zu einem Vorbild Hitlers;

- Für Karl Lueger stand nicht die Idee, sondern die Sache im Vordergrund, Hitler war auch bei ihm von seiner demagogischen Wirkung und desweiteren von seiner Fähigkeit beeindruckt, verschiedene Überzeugungen in der Bevölkerung für sich nutzbar zu machen. Im Gegensatz zu von Schönerer war er nicht arrogant und beharrte auf seinen Prinzipien, sondern wurde als geschickt und populär angesehen;

- Insgesamt kann man davon ausgehen, dass Hitlers Lebenslauf die rund fünf Wiener Jahre weniger intellektuell prägten (wie er es in der Rückbetrachtung gerne gesehen hätte - "einzige Freude (waren) nur mehr Bücher" -), als demagogisch und politisch-taktisch. Hitler selbst machte später Wien später zu der Stadt, in der sich sein Weltbild gefestigt habe: "Ich bin von Wien fortgegangen als absoluter Antisemit, als Todfeind der gesamten marxistischen Weltanschauung." Diese Rückdatierung hatte neben dem Zweck, dem Volk zu suggerieren, dass es sich bei seinem späteren politischen Programm um ein Ergebnis lang gereifter Überlegung handle, sicherlich auch die Aufgabe, dieses Trauma der Wiener Jahre dadurch zu kompensieren, indem er der ganzen "schlimmen Zeit" nachträglich einen Sündenbock aufbürdete: den Juden. So erschien ihm im nachhinein auch die Akademie, zu der er nicht zugelassen wurde, als "verjudet";

- In dieser Zeit übernahm er zunehmend die Vorurteile, Schlagworte, Ängste und Ansprüche der guten Wiener Gesellschaft, da er immer die Furcht vor dem sozialen Abgleiten besaß;

- Am 24. Mai 1913 verließ Hitler Wien und siedelte nach München über. Durch die Eindrücke der Wiener Zeit hatte sich in ihm ein deutsches Nationalgefühl entwickelt, was sicherlich mit ein Grund für den Wohnortwechsel darstellte. 1913 suchte ihn die Polizei wegen Wehrdienstflucht, da Hitler in der Armee der österreichischen Monarchie nicht dienen wollte, das Soldatensein an sich lehnte er aber nicht ab. Die Behörden suchten anfangs nicht energisch genug nach ihm, so dass es ihm ein leichtes war, unentdeckt immer wieder unterzutauchen (Obdachlosenheim) und unbehelligt im Männerheim zu wohnen;

- Da aber die Suche nicht völlig aufgegeben wurde, verlies er 1913 Wien. Wie er später (1931) bekannt-gab, wechselte er nach München, um "ein größeres Feld für seine politische Tätigkeit" zu finden. Dieses Motiv scheint vor allem dadurch eine Verzerrung der Wahrheit zu sein, da für seine oben genannten Zwecke Berlin viel bessere und größere Voraussetzungen bot. Vielmehr erscheint der Wechsel nach München ein Indiz dafür zu sein, dass er in dieser Zeit noch eher künstlerisch-romantisch als politisch geprägt war;

- In München wohnte Adolf Hitler als Untermieter bei Schneidermeister Popp und setzte sein träges und kontaktarmes Leben aus der Wiener Zeit fort. Wie noch nie zuvor war er auch hier von der Angst er-füllt, gegenüber "Asozialen, Landstreichern, Proletariern und Juden" ununterscheidbar zu werden;

- Inzwischen hatte ein österreichischer Inspektor herausgefunden, dass Hitler nun in München lebte und so wurde er aufgefordert, sich in Linz der Militärkommission zu melden. Durch einen weinerlichen,Brief ("Ich...hatte keine andere Freundin als Sorge und Not, keinen anderen Begleiter als ewigen unstillbaren Hunger") indem er verdeutlichen wollte, warum er sich schon 1909 nicht beim Militär gemeldet hatte,

erreichte er, dass ihm erlaubt wurde, ins nähere Salzburg zu fahren. Dort erschien er am 5. Februar 1914, wo ihm die Musterungskommission bescheinigte, "zum Waffen- und Hilfsdienst untauglich, zu schwach" zu sein und er daraufhin wieder nach München entlassen wurde;

- So entzog sich Hitler durch allerlei Ausreden dem Heer einer aus vielen Völkern zusammengesetzten Nation, um bei der ersten sich bietenden Gelegenheit dem deutschen Heer, der Armee des "deutschen Nationalstaates" beizutreten.

II. Adolf Hitlers Lebenslauf  im 1. Weltkrieg 1914-1918

- Nachdem der "Ausgemusterte" nach München zurückgekehrt war, blieb sein Leben so eintönig wie vorher, im Gegensatz zu späteren Selbstzeugnissen besaß er noch kein politisches Profil;

- Der Ausbruch des 1. Weltkrieges am 1. August 1914 brachte für ihn die Erlösung, ein Foto von diesem Tag zeigt Hitler in einer Menschenmenge auf dem Münchner Odeonsplatz, wie auch er die Proklamation des Kriegszustandes bejubelt. Dieser bedeutete für Hitler nicht nur die Aussicht auf den "deutschen Krieg", sondern vor allem die Erlösung aus seinem bis dahin ziellosen, von Leere und Ödheit geprägten Leben;

- Schon immer hatte er für alles Deutsche geschwärmt, Deutschland war gewissermassen seine fixe Idee, und so meldete er sich als Österreicher freiwillig zur Aufnahme in die deutsche Armee;

- Aufgrund eines Formfehlers wurde die Aufnahme aber bewilligt, und nach der Vereidigung des Bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments Nr.16 (des späteren Regiments List) konnte Hitler Anfang September 1914 in den Krieg ziehen;

- Am 1. November 1914 wurde Hitler Gefreiter, am 2. Dezember erhielt er das Eiserne Kreuz II. Klasse, "es war der glücklichste Tag meines Lebens";

- Hitler war kriegsbegeistert, was sich auch in den Briefen äußerte, die er anfangs zu Schneidermeister Popp nach München schickte: (3. Dezember 1914) "4 Tage lagen wir im schwersten Kampfe und mit Stolz darf ich sagen, unser Regiment hat sich heldenhaft geschlagen, schon am ersten Tag abends hatten wir fast alle Offiziere verloren";

- Auch im Krieg bzw. an der Front blieb Hitler ein Sonderling und Eigenbrötler, der in Gefechtspausen die Mal- und Zeichenutensilien hervorholte oder oft stundenlang in einer Ecke des Unterstands kauerte. Sein einzig wirklicher Freund war damals ein britischer Überläufer, ein weißer Terrier, dem Hitler den Namen "Foxl" gab;

- Von sich aus bemühte Hitler Referat sich nie, eine Beförderung zu erreichen, er blieb die ganzen vier Jahre Gefreiter, Kameraden meinten später, dass er bei einer Beförderung wahrscheinlich von der Kompanie versetzt worden wäre, aber "für den Gefreiten Hitler war das Regiment List Heimat", das er sich bewahren wollte, eine Beförderung wurde ihm aber vor allem verwehrt, weil seine Vorgesetzten - bei dem späteren Diktator - "keine entsprechenden Führereigenschaften an ihm entdecken konnten";

- Er drängte sich nicht nach Urlaub, und als er am 5. Oktober 1916 einmal leicht verwundet wurde, empfand er dies als eine unliebsame Unterbrechung einer Lebensform, die seiner Meinung nach nicht enden sollte. Nachdem er bis zum Dezember im Lazarett bei Berlin blieb, war er anschließend bis März 1917 in München, dort glaubte er, die Heimat "nicht mehr wieder zu erkennen". In dieser Des-illusionierung wandte er sich gegen diejenigen, die seinen Traum der inneren Einheit zerstört hatten: die "hebräischen Volksverderber" einerseits, sowie Politiker und Journalisten andererseits;

- Dieser Welt wollte er sich nicht anpassen und so kehrte er erleichtert im Frühjahr 1917 zur Front zurück, dabei glaubte er immer noch an eine Karriere als Künstler;

- Im Oktober 1917 verbrachte er seinen Heimaturlaub in Berlin, welches ihn sehr beeindruckte - "Die Stadt ist großartig. So richtig eine Weltstadt" - obwohl seine erste Begegnung mit Berlin - nach der Verwundung 1916 - sehr negativ ausgefallen war. Er erlebte dort Unzufriedenheit, Hunger und Re- signation. Er registrierte Heuchelei, Egoismus und erkannte auch bei "Drückebergern" hinter all diesen Erscheinungen - gemäß der Wiener Zeit - den Juden;

- Am 9. Mai 1918 wurde er mit einem Regimentsdiplom wegen Tapferkeit vor dem Feind ausgezeichnet und am 4. August erhielt er das Eiserne Kreuz I. Klasse. Ein hervorstechender Grund für diese Auszeichnung ist bis heute nicht zu finden, vermutlich stellte sie eine Anerkenung für seinen jahrelangen, unauffälligen Einsatz dar. Hitler sprach selbst nie darüber, da er wahrscheinlich nicht zugeben wollte, dass der Vorschlag für die Auszeichnung vom jüdischen Regimentsadjutanten Hugo Gutmann stammte;

- Der Friedensvertrag von Brest-Litowsk mit Rußland bedeutete zwar das Ende des Zweifrontenkrieges, aber obwohl dann noch einmal alle Kräfte in die Westfront investiert wurden, war ein deutscher Sieg illusionär, die Niederlage stand fest. Trotzdem wurde an der Front und auch bei Hitler die Hoffnung bis zuletzt nicht aufgegeben;

- In der Nacht von 13. auf den 14. Oktober 1918 wurde der Gefreite Hitler Opfer eines Gasangriffs und erblindete vorübergehend. Bei seinem anschließendem Lazarettaufenthalt stürzte er angesichts der Niederlage in tiefe Depressionen und die Dolchstoßlegende begann nun, auch ihn zu erfassen. Hitler gab später vor, dass es hier zu seiner wichtigsten Entscheidung gekommen sei: "Ich aber beschloß, Politiker zu werden". Aber entgegen dieser Vorgabe war es keineswegs so, dass er von nun an als ein "entschlossener" Politiker handelte;

- Vielmehr geriet auch er, wie die meisten Deutschen in den Strudel der Nachkriegszeit: Der als unge-recht empfundene ("Schmach") -Frieden von Versailles, der Zerfall der alten Ordnung, die Angst vor allem Neuen, Ungewollten etc; dies zeigt sich an seiner Äußerung, als er nach München zurückkehrte: "Ich wußte, dass alles verloren war";

- In München meldete er sich in der Kaserne seines Regiments mit dem Willen, so lange wie möglich in der Armee bleiben zu können, er wollte nicht seine "Heimat" verlieren.

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III. Hitlers Eintritt in die Politik 1919-1923

- Teilnahmslos verfolgte Hitler die verschiedenen politischen Ereignisse in München, nur die Kaserne war ihm zunächst ein Ort politischer Debatten;

- Im Februar 1919 kam es in der Kompanie zur Wahl des "Vertrauensmannes", zu dem Hitler auf An- hieb gewählt wurde und schon kurz darauf war er Teilnehmer einer "demokratisch-republikanischen" Schulung - mit sozialistischer Ausrichtung -, denn der linksorientierte "Soldatenrat" der Münchner Räterepublik, der die Aufsicht über alle Münchner Kasernen besaß, hatte eine "Propagandaabteilung" damit beauftragt, die Soldaten an die neue republikanische Staatsform heranzuführen; Hitler hatte allein schon durch das Verlesen von Anordnungen "Aufklärungsarbeit" geleistet;

- Dieses Verhalten und dass Hitler sogar - nach Meinung eines Journalisten - zeitweise den Eintritt in die SPD erwogen haben soll, belegen, dass Hitlers "Fundament" zu dieser Zeit sich keineswegs schon so weit gefestigt hatte, wie er es später gern heraushob, sondern dass er im Gegenteil politisch sehr opportunistisch handelte;

- Hitler war ein Mitläufer, den man immer dort finden konnte, wo Macht vorhanden war, er war ein Diener der politischen Kräfte von denen er später vorgab, sie schon immer gehaßt zu haben. Dies beweisen auch Tatbestände nach der "zweiten Revolution" in München aufgrund der Ermordung des Ministerpräsidenten der USPD Kurt Eisner, der eine zweiwöchige kommunistische Räteherrschaft (13.April - 1.Mai) folgte. Alle Soldaten- und Kasernenräte Münchens wurden nun zu einer außer- ordentlichen Sitzung einberufen, da man sich durch Neuwahlen der "Loyalität" der Soldaten vergewissern wollte. Am 16. April 1919 gab man das Ergebnis für das 2. Infanterieregiment bekannt, und es stellte nun keineswegs eine Überraschung mehr dar. Zum Ersatz-"Bataillons-Rat" wurde der "Ers. Gefr. Hitler Adolf" gewählt. Die Begründung lautete, "dass die Soldatenräte der Garnison rückhaltlos auf dem Boden der Räterepublik stehen", es war nichts von dem "granitenen Fundament" zu spüren und Hitler verriet sich später (1924) selbst einmal: "Glauben Sie mir, ich wäre im anderen Lager mit offenen Armen aufgenomen worden;

- Nachdem Anfang Mai 1919 Truppen der Reichsregierung die Räterepublik zerstörten, war die Nach- frage nach Antikommunisten, echten Propagandaleuten groß. Ende Mai übernahm der Hauptmann Karl Mayr die Leitung der Aufklärungsabteilung des Bayerischen Reichsgruppenkommandes 4 und suchte nach geeigneten Offizieren, Unteroffizieren und Soldaten. Unter den Leuten, die ihm empfohlen wurden, war auch der Gefreite Adolf Hitler, der nun selbst Lektionen erteilte, dem aber auch alles aus dem rechten Lager, wirtschaftlich, politisch und sozial, gelehrt wurde;

- Der Judenfeind wurde durch die Revolution, den politischen Drill, das rassistische Milieu, durch seine Selbsterfahrung als Propaganda-Redner und durch die Lektüre antisemitischer Schriften zum potentiellen Judenvernichter, was sich in einem Brief vom September 1919 offenbart: "Letztes Ziel muß unverrückbar die Entfernung der Juden überhaupt sein";

- Seine Entdeckung, "reden zu können", erfolgte auf einer Wahlveranstaltung der kleinen rechts- radikalen Splitterpartei DAP (Deutsche Arbeiterpartei) am 12. September, zu der er von Mayr geschickt wurde. Im Anschluß an den politischen Vortrag erfolgte eine Diskussion, an der auch Hitler sich betei- ligte. Von den anwesenden Funktionären wurde sein Rednertalent entdeckt, und Hitler selbst erkannte die sich ihm bietende Möglichkeit, seinen beruflichen Vorstellungen wieder feste Konturen zu geben;

- Die Ziele der DAP waren ihm nicht neu: Demokratieablehnung, Haß auf Juden und Marxisten sowie Vergeltung für den "Schmachfrieden" von Versailles, und so trat er, obwohl er der Meinung war, dass die DAP einen "langweiligen Verein" darstelle, als Ausschußmitglied Nr. 7, zuständig für Werbung und Propaganda, in die Deutsche Arbeiterpartei ein, um der bürgerlichen Ordnung mit all ihren Stren- gen und Zwängen eine Absage zu erteilen;

- Hitler festigte in der Folgezeit seinen Ruf als Redner, und formte die DAP von einer gemütlichen Stammtischrunde in eine Kampfpartei um, nachdem er - nach eigenen Angaben, die aber wohl sehr nah an der Wahrheit zu liegen scheinen - am 16. Oktober 1919 endgültig seine Redemacht entdeckt hatte: "Ich konnte reden!"; bei jedem Hitler Referat durchaus der Rede wert!

- Mit seiner Redekunst verführte Hitler die Massen regelrecht, sein Talent konnte er in der Öffentlichkeit am besten zur Geltung bringen. Seine Reden begannen mit umständlich formulierten Einleitungssätzen, gingen in einen reißenden Redefluß über und mündeten schließlich in Formulierungen, bei denen sich seine Stimme förmlich überschlug;

- Seine volle Wirkung konnte Hitler in seinem Lebenslauf allerdings nur angesichts der Lage, in der sich Deutschland befand, entfalten: Die Enttäuschung über den den verlorenen Krieg, der Friedensvertrag von Versailles, der Schock der Revolution, materielle Not und der Neid auf Juden. Dies war der Nährboden für Hitlers Hetztiraden, die er am wirkungsvollsten vor einer Menge, vor der "Masse" verkünden konnte;

- Hitler verbreitete mit seiner Methode, die Konfrontation mit dem mehr herbeigeredeten als real vor-

handenen Gegner zu suchen, neben Schlagzeilen und Selbstbewußsein vor allem Entschlossenheit, was ihm und seiner Partei regen Zulauf bescherte. Dieser war auch dadurch begründet, dass er den Eindruck verbreitete, eine Mission erfüllen zu haben, er verkündete eine "politische Vision";

- Seine öffentlichen Auftritte und Reden mit ihren Ausbrüchen erschienen spontan, waren aber vielmehr das Ergebnis lang einstudierter Choreographie. Stundenlang hatte Hitler damit verbracht, seine Gefühlsausbrüche vor dem Spiegel einzustudieren. Desweiteren ging den öffentlichen Auftritten zumeist eine Generalprobe vor seinen Dienern voraus;

- Auch die Inhalte seiner Reden waren keinesfalls spontan, sondern jedes einzelne Wort war sorgfältig vorher zurecht gelegt worden. Hinterher benutzte er allerdings nur einen Spickzettel, womit er dann den spontanen Eindruck verstärken konnte;

- Zu seinen Reden kam Hitler fast immer zu spät, um die Erwartungen seiner Zuhörerschaft zu steigern, am Schluß verließ er unter tosendem Beifall ohne Abschiedsworte und Diskussionsansätze die Bühne, damit nichts den Eindruck seiner Rede zerstörte. Um immer den Eindruck eines regen Andrangs zu vermitteln, wurden die Säle u.a. immer nach dem Gesichtspunkt ausgesucht, dass sie weniger Plätze enthielten, als Zuschauer erwartet wurden;

- Hitlers Referats anmutende Agitation konnte trotz ausgefeilter Rede- und Inszenierungstechniken allerdings nur so erfolgreich sein, da eine Grundübereinstimmung mit seinem Publikum vorhanden war. Hitler sprach das aus, was seine Zuhörer insgeheim dachten, aber nicht zu Ende denken wagten, die verborgenen Vor- urteile und Wunsch- und Wahnvorstellungen; die Menschen strömten zu Hitler, um Selbstbestätigung zu erhalten. Es war zum einen eine große Bereitschaft vorhanden, an den verheißungsvollen Neubeginn zu glauben, alle wirtschaftlichen und sozialen Probleme hinter sich zu lassen, zum anderen sagten sich aber auch viele, dass es schlimmer gar nicht mehr kommen könne;

- Am 24. Februar 1920 rief die DAP dann zu einer ersten Großveranstaltung im Festsaal des Hof- bräuhauses auf (2000 Menschen) in deren Verlauf Hitler das Parteiprogramm der DAP in 25 Punkten verlas. Das Programm, an dem Hitler einen redaktionellen Einfluß besaß, beinhaltete - wenigstens im Ansatz - schon alle wesentlichen Tendenzen der späteren nationalsozialistischen Herrschaftsidee: die Lebensraumthese, antisemitische Grundzüge und den Totalitätsanspruch;

- Eine Woche nach diesen Leitsätzen benannte sich die DAP in die "Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) " um, da man Sozialismus und nationale Gedanken in Einklang bringen wol- lte, an der Tendenz der Partei änderte sich jedoch nicht;

- Bis dato blieb Hitler überwiegend lokal tätig, nur der mißlungene "Kapp-Putsch" (13.-17. März 1920) brachte ihn einmal aus München heraus, da er versuchte, mit den Putschisten Kontakt aufzunehmen. Seine Reden und Themen bauten immer auf der Bekämpfung des Versailler Vertrages und des "internationalen Judentums" auf;

- Am 1. April 1920 schied Hitler endgültig aus dem Heeresdienst aus, da er nun eine echte Alternative besaß. Seine Einkünfte bezog er einerseits aus Honoraren für Reden außerhalb der Partei-Agitation, andererseits von Gönnern der Münchner Gesellschaft und anderer nationaler Kreise;

- Hitler wollte in der Partei nun schon an der Spitze stehen und ging dafür eine Kontroverse mit dem Vorsitzenden der Partei, Anton Drexler, ein. Diese fand ihren Höhepunkt in Hitlers Austritt aus der Partei am 11. Juli 1921. Seinen Wiedereintritt machte er u.a. davon abhängig, dass der 1. Vorsitzende in Zukunft Adolf Hitler heißen solle. Da die Partei nicht wieder in die Bedeutungslosigkeit zurückfallen mochte und aufgrund des schon zu diesem Zeitpunkt großen Ansehens und der großen Macht Hitlers, wurde er am 29. Juli 1921 zum 1. Vorsitzenden der NSDAP mit diktatorischen Machtbefugnissen gewählt;

- Am 3. August 1921 wurde die "Turn- und Sportabteilung" der NSDAP gegründet, die am 4. Novem- ber in die "Sturmabteilung (SA) " umbenannt wurde. Sie setzte sich u.a. aus entlassenen Soldaten oder auch entschiedenen Kommunistengegnern zusammen und war von Hitler als ein Angriffs- und Er- oberungsinstrument erdacht worden, da er sich zu dieser Zeit die "Machtergreifung" nur durch re- volutionäre Gewaltakte vorzustellen vermochte;

- Vom 4. November an gehörte der SA quasi die Straße, da sie ihre Gegner bei der "Schlacht im Hof- bräuhaus" in die Flucht schlug, sie verbreitete nun Parolen an Hauswänden oder prügelte sich weiter- hin mit ihren Gegnern;

- Vom 24. Juni-27. Juli 1922 mußte Hitler eine verkürzte dreimonatige Haftstrafe verbüßen, die Gründe hierfür liegen darin, dass er mit seinen Anhängern eine Versammlung des Bayernbundes massiv gestört und dessen Vorsitzenden verprügelt hatte. Aber auch die staatlichen Behörden wollten Hitler sicherlich einmal seine Grenzen aufzeigen, da sich die Gerüchte um einen bevorstehenden Putsch der NSDAP verstärkten;

- Die NSDAP und Hitler feierten in der Folgezeit immer mehr Triumphe und unter diesem Eindruck be- rief Hitler vom 27.-29. Januar den ersten Parteitag der NSDAP in München ein, an welchem er seine Macht demonstrieren wollte. So sollten z.B. in zwölf Sälen Massenveranstaltungen stattfinden, fünf- tausend SA-Männer waren aufgeboten, um die Kulisse zu bilden;

- Als die Behörden das Marschieren der SA-Männer und die Hälfte der Massenveranstaltungen unter- sagten, entgegnete Hitler darauf, dass er die SA, unbeeindruckt von einer Polizei, auf jeden Fall marschieren und er sich notfalls, an der Spitze stehend, erschießen lassen werde;

- Die Folge war, dass nun ein Ausnahmezustand verhängt wurde, der alle Veranstaltungen des Partei- tages untersagte und damit auch Hitler wiederum seine staatlichen Grenzen aufgezeigt werden sollten. Wichtig im Referat: Hitler setzte sich über diese Anordnungen jedoch hinweg, und hielt zum einen alle zwölf Veranstaltungen ab, zum anderen ließ er auch seine SA-Leute durch die Münchener Straßen ziehen;

- Nach diesem ersten Triumph über die Staatsgewalt verzeichnete sowohl die NSDAP als auch die SA einen erheblichen Mitgliederzuwachs;

- Den vom 11. Januar 1923 an stattfindenden Ruhrkampf verurteilte gemäß seiner Gesinung Hitler - auch gegen Teile seiner eigenen Anhänger - scharf. Er war der Auffassung, dass Deutschland erst dann einen "Erfolg nach außen" erzielen könne, wenn es einig, stark und befreit von den "Verrätern" und "Novemberverbrechern" sei;

- Ruinöse wirtschaftliche Auswirkungen mit einer rasenden Inflation waren die Folgen des Ruhrkampfes Der Rechtsdruck in Deutschland verstärkte sich immer mehr und die Anzeichen mehrten sich, dass der Leiter der vollziehenden Gewalt in Bayern, Generalstaatskommissar von Kahr, der bayrische Wehrkreiskommandeur General von Lossow und der Polizeichef Oberst von Seisser eine Rechts- diktatur im Reich, zumindest aber eine Loslösung Bayerns, einführen wollten;

- Einerseits besaß Hitler nun den Wunsch, das "Verschwörer-Trio" zum Angriff zu bewegen, anderer- seits hatte er aber auch Angst, dass man ihn übergehen könnte;

- Mit anderen rechten Gruppen verbündet, beschloß Hitler dann den Putsch gegen die Reichsregierung: als Kahr am 8. November 1923 im Münchner "Bürgerbräukeller" eine Rede hielt, stürmte Hitler zu- sammen mit bewaffneten Anhängern den Saal, verschaffte sich mit einem Schuß in die Decke Gehör, und erklärte die "bayrische Regierung für abgesetzt";

- Zusammen mit General Ludendorff erzwang Hitler die Zustimmung der bayrischen Machthaber, die

sich allerdings noch in derselben Nacht davon lossagten. So wurde bereits die Reichswehr herbei- gerufen, und die Zustimmung im "Bürgerbräukeller" für ungültig erklärt, da sie erpreßt worden sei;

- Hitler Lebenslauf erfuhr von diesem Umschwung, als er noch voller Siegesbewußtsein war und schon Plakate drucken ließ. Auf Anraten von Ludendorff versuchte er daraufhin zu retten, was noch im Bereich des Möglichen war. Für den Morgen des 9. November bereiteten Ludendorff und Hitler einen Demonstra- tionszug vor, der mit 2000 Mann und Ludendorff an der Spitze, stattfand;

- Bei der Münchner Feldherrenhalle kam es dann zu Auseinandersetzungen mit Einheiten der Landes- polizei, bei denen sechzehn Demonstranten und drei Polizisten getötet wurden, General Ludendorff wurde sofort, Hitler nach einer zweitägigen Flucht festgenommen.

IV. Die Ruhe vor dem Sturm, Hitler zwischen 1924-1930

- Hatte Hitler sich kurz nach seiner Festnahme noch mit Selbstmordabsichten herumgetragen, erlangte er im Gerichtssaal beim "Hitler-Prozeß" (26. Februar-1. April 1924) schnell wieder sein Selbstbe- bewußtsein, als von Kahr, von Lossow und von Seisser nicht als Mitangeklagte, sondern als Zeugen auftraten. Angesichts des Problems, ob Hitler zu einer hohen Strafe verurteilt werden könne, wenn die bayrischen Machthaber ebenfalls nicht unverdächtig waren, wurde Hitler sehr schnell vom Angeklag- ten zum Ankläger und nur zur Mindesstrafe von fünf Jahren Festungshaft verurteilt. Ludendorff wurde aufgrund seiner Verdienste im 1. Weltkrieg freigesprochen;

- Die "Lehre", die Hitler aus dem gescheiterten Putsch zog, war, dass die Eroberung der Macht nur mit Hilfe der Verfassung gelingen konnte. Der 9. November kann als auch als der Tag angesehen werden, an dem Hitler wirklich zum Politiker wurde, sein gefühlsbetontes Verhältnis zur Politik wurde durch den methodisch handelnden Machttechniker Hitler ersetzt;

- Im Juli 1924 legte er für die Dauer seiner Haft die Führung der inzwischen verbotenen NSDAP nieder und diktierte in der Festung Landsberg am Lech Rudolf Heß den ersten Band von "Mein Kampf", sein Versuch, die erworbenen Führungsansprüche intellektuell zu stützen. Die Haft bedeutete zweifellos einen Rückschlag, da er seiner Bühnen beraubt war: der Öffentlichkeit und der Partei;

- Schon am 20. Dezember 1924 wurde Hitler wegen "guter Führung" auf Bewährung aus der Haft, der "Hochschule auf Staatskosten", entlassen; als er aus Landsberg zurückkehrte, fand er eine ganz neue Situation vor. Seine Anhängerschaft war arg geschmolzen, da sich auch die Wirtschaft zunehmend stabilisiert hatte. Es wurde deutlich, dass die NSDAP, neben dem Aspekt, dass ihr die Leitfigur gefehlt hatte, vor allem eine Partei war, die von Krisen des Systems lebte;

- Am 27. Februar 1925 wurde die NSDAP, die nach ihrem Verbot unter dem Namen "Nationalsozia- listische Freiheitsbewegung" weiterexistiert hatte, neugegründet und Hitler machte abermals seine Führungsansprüche deutlich: "Ich führe die Bewegung allein, und Bedingungen stellt mir niemand";

- Am 8. November 1925, dem zweiten Jahrestag des Hitler-Putsches, entstand die ihm persönlich unter- stellte "Schutzstaffel (SS) ";

- Ab dem 9. März war Hitler (zunächst nur in Bayern, danach auch in fünf anderen Gliedstaaten) nur noch in der Lage, bei geschlossenen Versammlungen zu reden, nicht aber bei öffentlichen Groß- veranstaltungen, da die bayrischen Behörden ihm ein zweijähriges Redeverbot auferlegten. Mit propagandistischen Reisen in die nördlichen Gebiete des Reichs wollte Hitler ursprünglich die weit verteilten Nationalsozialisten einen. Da ihm dieses nun verwehrt blieb, beauftragte er den Landshuter Apotheker und Gauleiter von Niederbayern, Gregor Strasser, mit dieser Aufgabe, und dieser fand in dem Leiter des Gaus Rheinland-Nord, Paul Joseph Goebbels, einen Gleichgesinnten; denn Strasser

besaß eine Art von romantischem Sozialismus und auch Goebbels, der den "Mensch als Revolutionär" verkörperte, legte Wert auf die Gewinnung der Arbeiter;

- Die Interessensverbindung zwischen Strasser und Goebbels schien in der Lage zu sein, die alleinige Macht Hitlers zu gefährden. Die Ansichten der "Strassergruppe" unterschieden sich teils sehr stark von denen Hitlers und der Münchner Führung. So verkündete Goebbels z.B., dass die Judenfrage über- haupt "komplizierter sei, als man denkt". Dieser linke Flügel der NSDAP wollte nichts unversucht lassen - Putsch, Bomben, Streiks etc. - um an die Macht zu gelangen;

- Sollt ein einem Hitler-Referat erwäjhnt werden unbedingt: Hitler, der der "Strassergruppe" zunächst nur untätig gegenübertrat und sich vielmehr um sein ge- mietetes Landhaus am Obersalzberg und seine siebzehnjährige Halbnichte Geli Raubal kümmerte, griff erst ein, als eine Entscheidung gefällt werden mußte. Zu diesem Zwecke berief er kurzfristig am 14.Februar 1926 eine Führertagung der Gesamtpartei in Bamberg ein. Zwar sprach Hitler auf dieser Tagung fünf Stunden, aber ihm gelang es nicht, dass die "Strassergruppe" ihre Ansichten wiederrief. Trotzdem war die Niederlage des linken Flügels der Nationalsozialisten perfekt, da Hitler und seine Inszenierung in Bamberg (Fahnenmeere etc.) die Norddeutschen spürbar verunsicherte, so dass Goebbels schrieb: "Ich kann kein Wort sagen! Ich bin wie vor den Kopf geschlagen";

- Schon zwei Monate nach der Niederlage des linken Flügels schrieb er aber, nachdem ihn Hitler Referat nach einer Rede umarmt hatte: "Ich bin so etwas wie glücklich" und "Ja, diesem Mann kann man dienen. So sieht der Schöpfer des dritten Reiches aus". Noch 1926 wurde Goebbels von Hitler als Gauleiter (im Referat ruhig nennenswert!) mit besonderen Vollmachten nach Berlin-Brandenberg geschickt (1. November 1926). Die Bamberger Tagung symbolisierte die endgültige Wendung der NSDAP zur "Führerpartei". Dies wurde noch auf dem ersten Parteitag nach der Neugründung der Partei bestärkt (3./4. Juli 1926 in Weimar), wo auch die Gründung der Hitlerjugend erfolgte;

- Am 21. August 1927 fand der dritte Parteitag der NSDAP in Nürnberg statt und hier wurden schon in Ansätzen die späteren pompösen Abläufe ersichtlich, Hitler führte nun endgültig Regie und gab mit dieser der Kampfbereitschaft und Entschlossenheit der Bewegung Ausdruck;

- Bis 1930 litt die Partei unter den "guten" Jahren der Weimarer Republik, da diese sich stabilisierte (Deutschlands Aufnahme in den Völkerbund (8. September 1926), geringe Arbeitslosenzahl u.a.). So erlangte die NSDAP bei den Reichstagswahlen am 20. Mai 1928 nur 12 Sitze;

- Aber ab den Jahren 1929 und 1930 erhielt die Hitler-Partei immer mehr Zulauf, was durch verschiedene Gründe erklärt werden kann. Zum einen verstarb am 3. Oktober 1929 der Außenminister Gustav Stresemann, drei Wochen später, am 25. Oktober 1929 kam es in New York zum Börsenkrach, was die Weltwirtschaftskrise und mit ihr Hitlers Aufstieg auslöste. Der wirtschaftlichen folgte die politische Krise und Reichskanzler Brüning setzte für den 14. September 1930 Neuwahlen an, wo die NSDAP 107 Sitze erlangte und nach der SPD zweitstärkste Fraktion wurde;

- Hitlers endgültiger Durchbruch erfolgte mit dem Volksentscheid gegen den "Young-Plan" (22. De- zember 1929, Neuregelung der Reparationen), der zwar scheiterte, aber bei der Bekämpfung des Plans waren die radikalen Rechten erstmals verbündet gewesen (Hitler und Hugenberg (DNVP));

- Am 25. September 1930 leistete Hitler vor dem Reichsgericht einen Legalitätseid, welcher besagte, dass er nur auf "verfassungsmäßigem Wege" gegen den jetzigen Staat vorgehen werde. Hier wurde allerdings bei genauerem Hinsehen schon deutlich, dass der Staat ganz umstrukturiert werden würde sobald er die Macht erlangt habe.

V. Hitler vor den Toren der Macht 1931-1933

- Obwohl Hitler und seine Partei enorme Stimmengewinne zu verzeichnen hatten, wußte er, dass er auf dem Weg zur Macht ohne Unterstützung nicht auskommen würde. Trotz einigen Widerstrebens traf er sich deshalb am 11. Oktober 1931 mit dem Führer der "Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) ", Alfred Hugenberg, in Bad Harzburg wo - außer den Kommunisten - alle Gegener der Republik versammelt waren. Hugenberg verfolgte dabei die Absicht, Hitler unterzuordnen und sich als alleiniger "Retter Deutschands" zu präsentieren, Hitler wollte durch den "Pressezar" Hugenberg sein Ansehen stärken und vor allem den Konkurrenten um die Macht ausschalten. So trat Hitler äußerst selbstbewußt auf und zeigte ganz deutlich seine Verachtung. Die ehrgeizigen Pläne Hugenbergs, sich z.B. auf einen gemeinsamen Kandidaten für die bevorstehende Reichspräsidentenwahl zu einigen, scheiterten, und nur mit Mühe kam der Zusammenschluß von NSDAP, DNVP und Stahlhelm (Frontkämpferverband) zur "Harzburger Front" zustande;

- Am 25. Februar 1932 erhielt Hitler laut Lebenslauf aufgrund der Ernennung zum braunschweigischen Regierungsrat die deutsche Staatsbürgerschaft, nachdem er am 30. April 1925 auf Antrag aus der österreichischen Staatsbürgerschaft entlassen worden war;

- Am 14. März und 10. April 1932 gelang Hitler bei der Reichspräsidentenwahl ein Achtungserfolg gegen Hindenburg, obwohl er am Ende klar mit 13,4 gegen 19,4 Millionen Stimmen unterlag;

- Hindenburg drängte nun darauf, eine mehrheitsfähige Regierung zustande zu bringen und nachdem es Brüning abgelehnt hatte, eine Regierung der Rechten zu bilden, löste Hindenburg Brüning durch den neuen Reichskanzler Franz von Papen ab;

- Da dieser auch keine Mehrheit bilden konnte, fanden am 31. Juli 1932 erneut Wahlen statt, aus der die NSDAP mit 230 von 608 Abgeordneten als stärkste Fraktion hervorging; auch die Mitgliederzahlen der Partei stiegen weiter an, Ende 1932 waren es nahezu 1,5 Millionen;

- Der Wahlkampf zu dieser Wahl wurde einerseits davon geprägt, dass sich Hitler als erster Politiker eines Flugzeugs bediente, so dass der Slogan "Hitler über Deutschland" Doppeldeutigkeit erlangte. Dieses Wahlkampfmotto sollte sowohl die heilversprechende als auch die bedrohliche Allgegenwart Hitlers verdeutlichen. Andererseits beruhte der spätere Wahlerfolg vor allem auf Einschüchterungs- effekten sowie imposant inszenierten Massenkundgebungen;

- Am 13. August 1932 kam es zu einer Verhandlung zwischen der nationalsozialistischen Führung, von Papen und Hindenburg, da Hitler das Amt des Reichskanzlers forderte, das Hindenburg ihm jedoch verwehrte. Hitler handelte damals gemäß seiner "Alles oder Nichts-Stimmung" und lehnte deshalb auch das Amt des Vizekanzlers ab, welches von Papen ihm anbot;

- Am 6. November 1932 kam es wiederum zu Neuwahlen des Reichstags, da auf Hitlers Bestreben hin der Reichstag aufgelöst wurde. Dieses wollte er urprünglich verhindern, da nun die Gefahr bestand, dass die Partei - auch durch den Konflikt mit Hindenburg - im Untergrund verschwand. Bei den Neuwahlen erlebte die Partei erstmals einen Rückgang ihrer Wählerschaft, sie errang nur noch 196 Mandate, ihr schneller Aufstieg schien vorerst gestoppt worden zu sein. Reichskanzler Kurt von Schleicher, der Nachfolger von Papens glaubte in einem der größten Irrtümer der Geschichte schon: "Herr Hitler bildet kein Problem mehr. Seine Bewegung hat aufgehört, eine politische Gefahr zu sein".

VI. Adolf Hitlers "Machtergreifung" - Machtüberlassung 1933/34

- Für jedes Adolf Hitler Referat ist folgendes wichtig zu nennen: Obwohl Hindenburg Abneigungen gegen den "böhmischen Gefreiten" hegte, berief er ihn - nicht zu- letzt aufgrund der Beinflussung durch von Papen - am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler, da nach einer rechten Reichstagsmehrheit gesucht worden war. Zwei Tage vorher war Reichskanzler Kurt von Schleicher zurückgetreten. Hitlers konservative Helfer und wohl auch viele seiner Wähler ließen sich von dem angeblichen Befolgen demokratischer Spielregeln täuschen. War Gesetz und Recht in Deutschland befolgt worden, wurde nach der Moral nicht mehr gefragt;

- In der Folgezeit "ergriff" Hitler Schritt für Schritt die gesamte Macht ("Reichstagsbrand- verordnung, Ermächtigungsgesetz, "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums), die demokratischen Institutionen wurden von innen totalitär ausgeschaltet, d.h. mit Hilfe der Staatsmacht und nicht im Konflikt mit ihr. Hier war es wirklich eine "Machtergreifung", denn der 30 Januar 1933 bescherte Hitler ja keineswegs diktatorische Vollmachten;

- In den ersten Wochen nach der Machtüberlassung strotzte der ehemalige Müßiggänger nur so vor Tatendrang, er arbeitete am verhaßten Schreibtisch und hetzte von Termin zu Termin. Um Verbündete zu finden, scheute er kein Mittel, was sogar so weit ging, dass er gegen seine eigentlichen Prinzipien handelte (Großindustrie);

- Hitler begann nun schon, auch gegen die Juden vorzugehen (1. April 1933 reichsweiter Boykott jü- discher Geschäfte) und seine Macht zu konsolidieren (NSDAP wurde einzige Partei (14. Juli 1933), Entmachtung der SA (Ermordung Röhms und anderer gegnerischer Personen (30. Juni/1. Juli 1934));

- Obwohl Hitler nach dem Tod Hindenburgs (2. August 1934) und der Vereidigung der Reichswehr auf den "Führer und Reichskanzler Adolf Hitler" vier Büros (Führer-, Präsidial-, Reichs- und Parteikanz- lei) innehatte, nahm er sich doch genügend Zeit für sein Privatleben auf dem "Berghof" bei Berchtes- gaden. Auf diesem wohnte mit ihm Eva Braun, die er als Siebzehnjährige 1929 kennengelernt hatte. Sie verkörperte den Typus des "frischen Mädels", aber bei Repräsentationsanlässen trat sie nicht auf, nur Hitlers engste Vertraute kannten sie, da von der NS-Propaganda der Eindruck vermittelt werden sollte, dass Hitler aufgrund seiner Arbeit keine Zeit für Frauen habe und "Eva ist zu jung, zu unerfahren, um eine, Erste Dame‘ zu sein";

- Hitler besaß eine Vorliebe für minderjährige Frauen, aber er brachte ihnen eine generelle Ge- ringschätzung entgegen: "Einem Mann muß es möglich sein, jedem Mädchen seinen Stempel aufzu- drücken. Die Frau will es nicht anders";

- Hitlers Verhältnis zu Frauen und sein Sexualleben ist ein Schauplatz der wildesten Spekulationen, fest steht aber, dass Hitler bei seinen jeweiligen Beziehungen die Frauen so bevormundete, dass manche seiner Geliebten glaubten, sich nur durch Selbstmord ihm entziehen zu können (Geli Raubal, Eva Braun versuchte es zweimal);

- Seine Liebesbriefe unterschrieb Hitler immer mit dem Pseudonym "Wolf", er wollte wie ein Wolf in seine politische Gegnerschaft eindringen. Auch war er unglaublich eifersüchtig, als sein Fahrer Geli Raubal einmal auf die Wange küßte, erlebte er so einen Tobsuchtsanfall, dass sein Fahrer glaubte, er würde ihn erschießen;

- Die Abende auf dem "Berghof" waren entweder durch endlose Monologe Hitlers oder sonstig Belangloses geprägt; wurden im eigenen Kino Filme gezeigt, die im Reich verboten oder aus Amerika importiert wurden, waren seine Vertrauten immer vollzählig versammelt;

- Hitler besaß eine panische Angst davor, in irgendeiner Weise lächerlich zu wirken und Respekt zu verlieren, was dazu führte, dass er nie schwimmen ging oder er seine Hunde, wenn andere anwesend

waren, bei Ungehorsam mit der Peitsche behandelte;

- Der private Hitler war zwar kein Unmensch, aber er besaß die "Gabe" - überspitzt gesagt - den Frauen die Hand zu küssen und ganz nebenbei ein Todesurteil zu unterschreiben oder er setzte sich für den Tierschutz ein und hielt es für völlig normal, dass Millionen Soldaten auf den Schlachtfeldern seines Vernichtungskrieges starben;

- Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung schützte Hitler, selbst wenn ein Unrecht eindeutig erkannt wurde, hieß es vielfach: "Wenn das der Führer wüßte!". In dem Ausspruch zeigte sich neben der Bereitschaft sich täuschen zu lassen, wie erfolgreich Hitler war, als der größte Verbrecher das Image des gemäßigten Nationalsozialisten zu bewahren. Hitler gab selbst einmal die Antwort auf die Formulierung: "Das ist dumm. Ich weiß alles";

- Ebenso wie Hitler Schritt für Schritt alle Macht in sich vereinigte, erfolgte auch der Verrat, der von der Mehrzahl erst wahrgenommen wurde, als schon alles in Trümmern lag und der Völkermord sich offenbarte. Er begann vom Tag der "Machterschleichung", da der Ausschluß der Juden aus der viel- fach propagierten "Volksgemeinschaft" gegen die "menschliche Gesittung" und Friedenspflicht ver- stieß, auf die Hitler vereidigt worden war. Der Verrat wurde vollkommen, als das letzte Programm, dass Hitler für Deutschland vorbereitet hatte, den Volkstod enthielt. Denn "sein Volk" hatte sich als nicht stark genug herausgestellt, um seine Pläne zu verwirklichen und war deshalb dem Untergang würdig.

VII. Hitler und der stetige Weg in den Krieg 1935-1939

- Für jedes Adolf Hitler Referat ist folgendes wichtig zu nennen: - Um seine Macht zu festigen, hatte Hitler seit seiner Machtübernahme bestimme Strategien entwickelt. Dazu gehörte z.B., dass er erst in Auseinandersetzungen eingriff, wenn der Sieger schon abzusehen war;

- Aber auch seine Herrschaft war nicht ohne Schwächen. Über Details war er häufig nicht informiert und wollte es auch gar nicht sein, von Ja-Sagern, die ihm geschönte Berichte vorlegten, war er nur so umgeben. Es gab zwar einen Spielraum für all die kleinen "Möchtegern-Führer", aber er war auf keinen Fall ein "schwacher Diktator" wie oftmals geglaubt wird. Keiner konnte gegen seinen Willen weit in der NS-Hierarchie aufsteigen und auch den Krieg begann er gegen die Überzeugung von u.a. Göring. Hitler war ein "starker Diktator", der kein Mittel scheute, seine Ziele zu erreichen;

- Die erfolgreiche Überrumpelungstaktik im Innern wurde durch einen Siegeszug auch in der Außen- politik ergänzt. Gemäß seiner Devise, "dass ehe man äußere Feinde besiegt, erst der Feind im eigenen Innern vernichtet werden muß", hatte er sich Mitte der 30er Jahre außenpolitisch sehr zurückgehalten und nur mit dem Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund (19. Oktober 1933) und den Nichtan- griffspakt mit Polen (26. Januar 1934) kurz für Aufsehen gesorgt;

- Durch eine Reihe folgender außenpolitischer Maßnahmen (u.a. Rückgewinnung des Saarlandes und Anschluß Österreichs) war es ihm innerhalb weniger Monate gelungen, alle Beschränkungen des Ver- sailler Vertrages zu beseitigen und Deutschland in eine für ihn geeignete Ausgangsstellung zu beför- dern;

- Bis 1939 gelang es Hitler weitesgehend, Friedenswillen zu verbreiten, auch wenn die Sudetenkrise den bis dato ernstesten außenpolitischen Interessenszusammenstoß darstellte. Das Ergebnis der an- schließenden "Münchner Viermächtekonferenz (29. September 1938) war, dass Deutschland das Su- detenland zugesprochen bekam, während im Gegenzug die Grenzen der Tschechoslowakei garantiert wurden. Der Frieden schien zunächst gesichert. Hitler machte bei dieser Krise aber schon seine radikale Zielsetzung ersichtlich: "Es ist mein unabänderlicher Entschluß, die Tschechoslowakei in absehbarer Zeit zu zerschlagen". Kurz bevor seine Truppen am 15. März 1939 dann in Böhmen und Mähren einmarschierten war er der Überzeugung: "Ich werde als der größte Deutsche in die Geschichte eingehen";

- Der Einmarsch in die Tschechoslowakei markierte einen Wendepunkt, da die Deutschen nicht, wie zuvor im Sudetenland als "Befreier" willkommen, sondern als "Besatzer" verhaßt waren;

- Zunehmend griff Hitler nun auch in die militärische Planung ein, nachdem er vorher nur Ziele benannt hatte, wirkte er jetzt auch in strategische Fragen ein;

- Am 20. April 1939, Hitlers 50. Geburtstag fand die größte Militärparade in der Geschichte Deutschlands statt. Dem Ausland sollte suggeriert werden, dass man bereit für den Krieg sei. An diesem Tag trat auch noch einmal der ganze Kult zutage, der sich um Hitler entwickelt hatte.

- Der "Führerkult" ergänzte Hitlers Verführung der Massen durch seine Reden und die von Goebbels ausgearbeitete Propaganda und trieb bald seltsame Blüten. So gab es in manchen Wohnungen "Hitler-Altäre" und sein Konterfei war in kurzer Zeit auf nahezu jedem Gebrauchsgegenstand vorhanden, von der Krawatte über Wanduhren bis zum Aschenbecher. Der "Berghof" wurde zum Wallfahrtsort und besonders auf Frauen soll er - zahlreichen Forschern zufolge - eine "magische" Anziehungskraft besessen haben.

VIII. Adolf Hitler - Der zweite Weltkrieg 1939-1945

- Der zweite Weltkrieg wurde von Hitler im Grunde schon 1937 angekündigt, denn es sei "sein unab- änderlicher Entschluß, den Weg der Gewalt zu gehen", um "die Erhaltung der Volksmasse und deren Vermehrung " zu sichern;

- Hitler forcierte den Kriegsbeginn, das Ziel seiner Politik, da ihm allmählich die Zeit knapp wurde, denn er wollte im Gegensatz zu heutigen Politikern die Geschichte seiner Biographie unterordnen und nicht umgekehrt, d.h. in seinem Leben wollte er alles erreichen, was ihm nur irgend möglich erschien;

- Krieg bedeutete für Hitler einen Dauerzustand: "Wo immer auch unser Erfolg endet, er wird stets nur der Ausgangspunkt eines neuen Kampfes sein", dauerhafter Friede spielte keine Rolle in seiner Ideologie;

- Auf dem Weg zum "offiziellen Eröffnungsdatum" des zweiten Weltkrieges unterzeichnete Hitler am 23. August 1939 noch den "Hitler-Stalin-Pakt", der u.a. die Abgrenzung der jeweiligen In- teressensphären in Osteuropa regelte (Geheimes Zusatzprotokoll);

- Am 1. September 1939 rief Hitler vor dem Reichstag den deutschen Angriff auf Polen aus: "Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen" Er verkündete weiter: "Ich will jetzt nichts anderes sein als der erste Soldat des Deutschen Reiches! Ich habe damit wieder jenen Rock angezogen, der mir selbst der heiligste und teuerste war. Ich werde ihn nur ausziehen nach dem Sieg, oder ich werde dieses Ende nicht mehr erleben!" Hitler hatte versessen die Gelegenheit gesucht, den Krieg auslösen zu können, um seine Eroberungspläne zu verwirklichen. Er wollte auf jeden Fall als derjenige dastehen, der provoziert wurde und nicht als derjenige, der den Krieg provoziert hatte, im Fall Polens rechtfertigte aber nichts den Angriff;

- Als Hitler am 22. Juni 1940 der Sieg über Frankreich gelang, waren selbst seine Gegner betört von seiner "Unbesiegbarkeit" (Blitzkriege), da er die Deutschen die Niederlage gegen Frankreich 1918/19 vergessen ließ, obwohl man das Frankreich von 1940 moralisch und militärisch überhaupt nicht mit dem von 1918/19 vergleichen konnte. Obwohl er den Sieg über Frankreich größtenteils seinen Generälen zu verdanken hatte, war er von nun an der Überzeugung, auch bei der militärischen Planung alles besser zu wissen;

- Die Folgezeit war Ausdruck von Hitlers "Unersättlichkeit". Neben den Kapitulationen u.a. von Frank-reich, den Niederlanden und Belgien bereitete er auch den Überfall auf Rußland vor ("Unternehmen Barbarossa" mit drei Millionen Mann, 22. Juni 1941);

- Mit dem Beginn des Rußlandfeldzuges hatte Hitler Deutschland den gefürchteten Zweifrontenkrieg beschert, denn er begann den Feldzug, als der Kampf im Westen gegen England noch gar nicht beendet war;

- Für Hitler war der Feldzug gegen Rußland ein Kampf zweier Weltanschauungen, er sollte nicht nur "Lebensraum" gewinnen, sondern auch das "bolschewistische (und damit jüdische) Herrschaftssystem vernichten. Hitler und seine Generäle verfehlten allerdings die Begebenheiten sehr stark, als sie glaubten, dass "hier nur gestaltungsunfähige Juden am Werk waren";

- Die Kriegswende trat ein, nachdem der russische Winter (1941/42) die deutschen Truppen unvorbe- reitet überfiel. Goebbels hatte auf die Frage nach Winterausrüstung für die deutschen Truppen noch großspurig erklärt: "Im Winter? Da sitzen wir in warmen Quartieren von Leningrad und Moskau." Als immer offensichtlicher wurde, dass die deutsche Front zu schwach war, um den russischen Truppen standzuhalten, kümmerte dies Hitler wenig. Zum Entsetzen befahl er - gemäß seiner "Alles oder Nichts-Taktik - am 18. Dezember 1941: "Unter persönlichem Einsatz der Befehlshaber, Kommandeure und Offiziere ist die Truppe zum fanatischen Widerstand in ihren Stellungen zu zwingen, ohne Rücksicht auf durchgebrochenen Feind in Flanke und Rücken";

- Das "Unternehmen Barbarossa" scheiterte, da die deutsche Wehrmacht mit zu geringen Kräften zu schnell zu viel erreichen wollte;

- Viel Anlaß zur Diskussion gab die Entscheidung Hitlers, am 11. Dezember 1941 auch noch den USA den Krieg zu erklären. Am überzeugsten ist wahrscheinlich das Argument, dass er selbst abgab: "Man muß die eigenen Rückzugslinien selbst abschneiden, dann kämpft man leichter und entschlossener." Dies bedeutete für die deutschen Truppen der Kampf bis zum bitteren Ende. Die Entscheidung war ein Beweis für Hitlers Größenwahn und den irrealen Glauben an die eigene Unfehlbarkeit;

- Mit zunehmender Dauer forderte der Krieg nun immer mehr Opfer (zahlreiche Verluste an den Fronten, der Terror, der nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 folgte und die "Endlösung der Judenfrage" auf der "Wannsee-Konferenz"). Der fortgeführte Krieg sollte Hitler dazu dienen, wenigstens sein zweites Ziel zu erreichen: die Vernichtung des jüdischen Volkes. Am 3. März 1941 ließ er seine Offiziere wissen: Die "jüdisch-bolschewistische Intelligenz muß beseitigt werden";

- Das einzige von Hitler unterzeichnete Dokument zur Massenvernichtung war die "Euthanasie"-Vollmacht. Ende Oktober 1939 lief dieses "Euthanasie"-Programm ab, es war eine Mordaktion gegen "lebensunwerte" Geisteskranke und Behinderte in Heil- und Pflegeanstalten. Es diente als Vorbereitung für den späteren Massenmord in den Ostgebieten. Hitler war der grausamen Auffassung, dass Schwache und Kranke ausgemerzt werden müssen, um ein "biologisch reines" Volk zu gewährleisten. Das Programm wurde aufgrund von Fehlern und starken Protesten - vor allem von kirchlicher Seite - am 24. August 1941 offiziell abgebrochen. Weitergemordet wurde aber bis April 1943;

- Es gab keine weiteren schriftlichen Todesurteile von Hitler, aber er war unbestreitbar der Urheber der Massenvernichtungsprogramme. So verkündete Himmler: "Ich tue nichts, was der Führer nicht weiß."

IX. Das Ende Hitlers Leben1945

In jedem Adolf Hitler Referat ist das folgende wichtig zu erwähnen: Als sich sein Kriegsglück im Winter 1941/42 zu wenden begann und die Katastrophe durch zahlreiche Fehlentscheidungen komplettiert wurde, verfiel Hitler immer mehr in seinen Starrsinn, die

eingeschlagene Richtung wollte er auf keinen Fall verlassen;

- Er verfiel zunehmend in tiefe Depressionen, litt an Schlafstörungen und versteifte sich immer mehr in endlose Monologe, die seine unmittelbare Umgebung ertragen mußte;

- Auch der körperliche Verfall war nicht mehr aufzuhalten, zu einer Herzgefäßverengung kam die Parkinsonsche Krankheit, im Frühjahr 1945 zitterte bei Filmaufnahmen seine linke Hand so stark, dass er hinterher befahl, diese Bilder herauszuschneiden;

- Die Krankheiten dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Hitler trotz Aufputschmittel noch sehr wohl in der Lage war, Entscheidungen bewußt zu treffen. Da er immer nur die Extremseiten kannte, alles oder nichts, schickte er an den letzten Kriegstagen noch Tausende in den Krieg und ließ Hunderte hinrichten. Obwohl er den nahen Untergang erkannte, gab ihm vor allem das gescheiterte Attentat vom 20. Juli 1944 noch die Hoffnung, dass ein "Wunder" alles retten werde;

- Als er ganz im Innern wußte, dass er untergehen werde, flüchtete er sich in seine Traumwelt der Bauwerke, noch am 8. Februar 1945 brachte ein Architekt ein Modell von der künftigen Stadt Linz nach Berlin;

- Am Ende starb Adolf Hitler und sein Lebenslauf war geschrieben, körperlich aufgezehrt, zusammen mit Eva Braun durch Selbstmord (30.April 1945). Am Tag zuvor hatte er noch Eva Braun, obwohl sie stark unter ihm gelitten hatte, unter den Treuzeugen Joseph Goebbels und Martin Bormann geheiratet. Erst als sein Selbstmord feststand, hatte er sich dazu durchgerungen, seine Geliebte zu heiraten. Adolf Hitler biß erst in eine Zyankalikapsel und schoß sich dann in den Kopf, Eva Braun vergiftete sich allein mit dem Zyankali, dass Hitler zuvor an seiner Hündin "Blondi" erprobt hatte;

- Eine seiner Sekretärinnen erklärte später, dass sein Tod "wie das Ende eines Zustandes der Massenhypnose war. Plötzlich entdeckten wir in uns wieder eine unbezwingbare Lust zu leben, wir selbst zu werden, menschliche Wesen zu sein. Hitler interessierte uns nicht mehr." Am 1. Mai verkündete der "Großdeutsche Rundfunk" seine Version des 30. Aprils: Adolf Hitler sei "in seinem Befehlsstand in der Reichskanzlei, bis zum letzten Atemzug kämpfend, für Deutschland gefallen."

X. Hitler Referat Schlußbetrachtung

- Kein Politiker ist mehr geliebt worden als Hitler, keiner ist aber auch mehr verflucht worden als er. Er wollte der "Erlöser" Deutschlands sein und wurde stattdessen zum grausamen Massenmörder. Alles was er gewollt hatte mißlang oder verkehrte sich ins Gegenteil. Berlin wurde zum Mittelpunkt des Ost-West-Konflikts und nicht zur "Welthauptstadt Germania". Hitlers Regime war von vornherein dem Untergang geweiht und besaß nie die Chance, ein "tausendjähriges Reich" zu werden;

- Die heutige Welt ist von Hitler geprägt und Deutschland ist noch nicht von ihm befreit, auch wenn es gar nicht mehr nötig ist, sind Deutsche z.B. noch immer bemüht, ihr Antinazitum herauszustellen;

- Adolf Hitler hatte nur Augen für das, was in sein Weltbild paßte, nur dieses erlangte für ihn Gültigkeit. Alles was das Leben eines Menschen ausmacht, was es lebenswert macht, fehlte bei ihm: Bildung, Freundschaft, Liebe und Ehe. Er trank und rauchte nicht, er konnte keinen Genuß empfinden. Widerspruch duldete er nur am Anfang seines Lebens, ein konstruktives Gespräch mit andern konnte er nicht führen. Er umgab sich nur mit Personen, die sich ihm bedingungslos unterordneten - Sekretärinnen, Chauffeure, Kinder, seine Geliebten und auch seine Hunde - alle anderen schaltete er aus
(Röhm);

- Für seine Frustrationen gebrauchte er Millionen Menschen, er mißbrauchte die Völker für seine

Machtpläne;

- Seine Macht erlangte er nicht allein durch seine Reden und Agitationen, sondern aufgrund der depressiven Grundstimmung des Volkes, das Versagen derjenigen, die die Weimarer Republik stützen sollten (Parteien, die verschiedenen Reichskanzler) und des alterschwachen Reichspräsidenten, der sich überrumpeln ließ;

- Hitlers "Mein Kampf" war der ungelesenste Bestseller aller Zeiten. 1939 wurde er von einem englischen Historiker gelesen und dieser stellte nur durch dieses einfache Lesen fest: "Herr Hitler wird versuchen, die Juden in ihrer Gesamtheit loszuwerden und einen Eroberungskrieg gegen Rußland zu führen"

- Nur wenige durchschauten Hitler, der Großteil des deutschen Volkes war durch die "große Angst" ge- prägt: Arbeitslosigkeit, Bolschewismus, Deklassierung. Hitler nutzte diese Stimmung durch seine Energie und den Eindruck, dass er selbst alles glaubte, was er sagte, aus;

- Hitler täuschte die Deutschen (niemals nannte er seine beiden Ziele, Vernichtung des Judentums und Eroberung Osteuropas öffentlich) und die Deutschen ließen sich gern von ihm täuschen ("Wenn das der Führer wüßte!");

- Heute muß Hitler von uns angenommen werden, nur dann ist es möglich, sich von ihm zu entfernen. Hitler kann nur auf denjenigen Faszination ausüben, der sich nicht mit ihm auseinandersetzt.

Adolf Hitler Lebenslauf Quellen

  • Karl Dietrich Bracher: Adolf Hitler, Bern 1964;
  • Joachim C. Fest: Hitler - Eine Biographie, Frankfurt a.M./Berlin/Wien 1973;
  • Sebastian Haffner: Anmerkungen zu Hitler, München 1978;
  • Guido Knopp: Hitler - Eine Bilanz, Berlin 1995;
  • Harald Steffahn: Adolf Hitler, Reinbeck bei Hamburg 1983;
  • SPIEGEL-Spezial 100 Jahre Hitler, Hamburg 1989.
    Internet:
    http://www.grin.com/e-book/105363/hitler-referat-herkunft-hintergruende
  • http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/105363.html?partnerid=harbeit&cb_content_name=Archivnummer%20V105363

    Ende dieser Adolf Hitler Lebenslauf Ausarbeitung. Sowie auch des umfangreichen Adolf Hitler Referat , fast schon zuviele Informationen für einen Hitler Vortrag, doch nicht immer liegt in der Kürze die Würze - schon gar nicht bei dieser mannigfachen Thematik!

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5 / 5 Sternen (3 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 13. Klasse
  • Erstellt: 2012
  • Note: 1+
  • Aktualisiert: 30.07.16

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  • anonym schrieb am 09.05.2012:

    sehr gute informationen

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