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Der peloponnesische Krieg Referat

Inhaltsverzeichnis

Die folgende Arbeit gibt einen Überblick und Zusammenfassung zum Peleponnesischen Krieg, aber auch zur attischen Demokratie, beleuchtet dabei ebenso die Ursachen und den Verlauf des peloponnesischen Krieges. Selbstverständlich auch als ausformuliertes attische Demokatie Referat brauchbar!

Wer auf der Suche nach einem reinen Referat zur Attischen Demokratie ist, um etwas die Geschichte über Perikles, Solon und Kleisthenes zu erfahren, klickt einfach auf die Verlinkung des Referats. In diesem Vortrg wird zuvorderst der Peleponnesische Krieg behandel, siehe auch die folgende Fragestellung.

Fragestellung des Referats:
Inwiefern offenbaren sich während des Peloponnesischen Krieges Krisenerscheinungen der Demokratie, und worin liegen die Ursachen dafür?

Lösung:

Der peloponnesische Krieg und Athen

Zusammenfassung und Perikles' Rolle

Die attische Demokratie war schlicht genial verglichen mit den anderen Staatsformen der damaligen Zeit. Trotzdem ist Athen durch sie vom Status einer Großmacht zu einer armen, besiegten, hungrigen, von Seuchen heimgesuchten Polis geworden.

Die Volksherrschaft funktionierte gut "im Sinne des Erfinders", solange innerer und äußerer Frieden herrschte. Als sich Athen in den Peloponnesischen Krieg verwickelte, sah das schon anders aus. Es herrschte Krieg gegen einen mächtigen Feind. Immer mehr Bündner fielen ab, die Versorgungslage wurde kritisch, und man mußte militärische Niederschläge hinnehmen - die Demokratie brach vollkommen zusammen. Oligarchische Untergrundbewegungen übernahmen die Macht. Selbst eine neue Tyrannis war möglich. Man sollte dabei bedenken, wie sehr die Athener immer versuchten, einer Tyrannis vorzubeugen. Und jetzt konnten Radikale in Athen ein Terrorregime zumindest zeitweise errichten!  
Wie konnte das geschehen?

Die attische Demokratie Referat war die erste Volksherrschaft, die in dieser Größe errichtet werden konnte. Besonders Perikles war hierauf sehr stolz. Zu gegebenem Anlaß betonte er, dass Athen ohne Vorbild und Vergleich seine fortschrittliche Staatsform errichtet hat (Leichenrede). Dies bedeutete aber auch, dass Athen nicht aus den Fehlern Anderer lernen oder bereits gemachte Erfahrungen nutzen konnten, wie Franzosen oder Amerikaner. Die attische Demokratie ist in hohem Maße instabil gewesen. Radikale Änderungen waren sehr schnell möglich. Doch es ist gerade ein Merkmal einer "guten" Demokratie, dass ein gewisses Verhältnis zwischen Stetigkeit (Stabilität, konservativ) und Wandel (Fortschritt oder Anpassung an neue Verhältnisse, progressiv) existiert. In Athen war die Stabilität nicht groß genug, was uns die mysteriöse Abstimmung zur Abschaffung der Demokratie (411 v. Chr.) beweist. Und das, obwohl die Mehrzahl der Athener ihre Demokratie über alles geliebt hatten! Ich will nachfolgend einige Kritikpunkte der attischen Demokratie ansprechen:

Gewaltenteilung (für das referat gut!)

Die Volksversammlung hatte praktisch absolute Entscheidungsgewalt. Eine einmal von der Versammlung gefällte Entscheidung wurde nicht von einer anderen Institution kontrolliert sondern sofort umgesetzt. So wurde eine Fehlentscheidung ohne Korrekturmöglichkeit unumgänglich. Unpopuläre Maßnahmen wurden vom Volk abgelehnt, obwohl sie langfristig der Polis Nutzen bringen könnten. Dabei wäre es so einfach gewesen, den Areopag so zu reformieren oder eine andere Versammlung einzuführen, dass er/sie eine Gegenkomponente zur Kontrolle der Volksversammlung hätte sein können.

Demagogentum und Entscheidungsfällung in der  attischen Demokratie

Die fehlende Gewaltenteilung war schlimm genug. Schlimmer noch war, dass das einfache Volk in einer sehr hitzigen, emotionsgeladenen Situation Entscheidungen über die Zukunft der Polis gefällt hat. Aufgrund seines Machtstatus wurden Athens Bürger immer hochmütiger, machtgeiler und überheblicher. Diese Gefühle bei der Mehrzahl der Versammelten wurden dann von Demagogen ausgenutzt, die den Athenern mit unsinnigen Aktionen mehr Ruhm und Reichtum versprachen und sich damit selbige für sich persönlich erhofften (schlimmstes Beispiel: Alkibiades Sizilienfeldzug). So nutzten die Athener ihre Bündner so unfair aus, dass diese Athen zu erstbester Gelegenheit in seiner Krise sich selbst überließen Durch ihr riskantes, ruhm- und geldorientiertes außenpolitisches Handeln schürten die Athener den Krieg der Griechen untereinander und ermöglichten den Persern die Wiedereinnahme der kleinasiatischen Griechenstädte.

Die meisten Mitglieder der Volksversammlung waren nicht erfahren und gebildet genug, eine Entscheidung immer richtig (nach rationellen Gesichtspunkten) abzuwägen. Ein Abstimmung wurde also teils nach rationellen, teils nach emotionalen Aspekten getroffen. In Krisensituationen waren die Gemüter sehr bewegt, so dass die emotionale Seite stärker wurde (emotio > ratio). Kurzes break mit Attische Demokratie  Zusammenfassung, weider mit Die Verzweiflung und Wut über den Verlust der eigenen Flotte durch ein Unwetter wurde sechs Feldherren zum Verhängnis, die zum Tode verurteilt wurden. Da diese mit dem Verlust der Flotte durch das Unwetter eigentlich nicht belastet werden konnten, war das Verfahren vollkommen ungesetzlich und das Urteil nach subjektiven Gesichtspunkten gefällt. Das Volk von Athen hatte seinen Sündenbock gefunden und mit der Vollstreckung seines Urteils seine genialsten Militärführer umgebracht, die es in der totalen Krise so dringend benötigt hätte wie einen Frieden mit Sparta. Ein entsprechendes Friedensangebot der Spartaner wurde wenig später von der Volksversammlung ausgeschlagen...

Attische Demokratie: Losamt und Amtszeit

Alle Ämter wurden unter interessierten Vollbürgern verlost, so dass es passiert ist, dass ein Bürger ein Ressort zugewiesen bekam, von dem er keine Ahnung hatte. Hatte er sich dann eingearbeitet, so war die kurze Amtszeit von einem Jahr auch schon wieder vorbei. Es gab also viele unfähige Beamte, die zwar wenig Verantwortung hatten (machen, was Volksversammlung sagt) aber eine hohe Diät bekamen (Kritik aus aristokratischen Kreisen). Das machte den Verwaltungsapparat sehr teuer. Die Durchsetzung dieser Demokratie wäre ohne Geldüberfluß und die Bündnertribute nicht möglich gewesen. Langfristige Projekte wurden durch die kurze Amtszeit genauso behindert wie eine stetige Arbeitsweise der Ämter.

Pflicht, an politischen und kultischen Handlungen teilzunehmen

Die attische Demokratie verlangte von jedem Bürger aktive Teilnahme an der Politik. Verpönt war, wer das nicht tat. Doch "ein freies Land erkennt man daran, dass niemand verpflichtet ist, den Machthabern zuzuhören." (Carlo Franchi) Es wäre zwar zuviel verlangt, aber eine Entscheidungsfreiheit ohne Verlust des Ansehens bei Nichtinteresse wäre doch ganz angenehm gewesen. Dann hätten sich manche Bürger mehr auf ihren Beruf konzentrieren können.

Status der Sklaven und Frauen

Zu diesem Punkt gäbe es sicher viel zu sagen, doch ist er zwar schlimm aber nicht sehr relevant in Bezug auf die Krisenerscheinungen der Demokratie. Anders als Sparta hat sich Athen nicht in kriegsähnlichen Verhältnissen mit seinen Sklaven befunden.

Attische Philosophie

Eine in Athen verbreitete Lehre vom "Naturrecht" (=Recht des Stärkeren) rechtfertigt das Demagogentum. Eine starke Persönlichkeit kann danach andere Personen oder die gesamte Polis zum Durchsetzen eigener persönlicher Ziele ausnutzen. Als schlussatz in einem Referat könnte man Bezug auf heute nehmen, zum beispiel wie sich Griechenland heute darstellt - dass es nicht mehr zu den mächtigsten Ländern der Welt gehört und so kann man zeigen, wie sehr sich die hegemoniale Stellung im Laufe der Epochen völlig verändern kann. In einer Diskussion zum Referat könnte man auch stellen, ob die USA nicht ein ähnliches schicksal EINES TAGES erleiden wird?

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  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 13. Klasse
  • Erstellt: 2011
  • Note: 2+
  • Aktualisiert: 15.07.16

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  • abcde schrieb am 03.11.2010:

    super bericht

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