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DDR Wende & Mauerfall Referat

Inhaltsverzeichnis

Folgend ein Schülervortrag respektive Referat zum Thema des Mauerfalls und der sogenannten "Wende". Bitte beachtet aber, dass der Text nicht wissenschaftlich wertneutral gehalten ist, sondern deutliche Züge der prokapitalistischen Schulbuchgeschichtsschreibung enthält. Der Autor hat es selbst nie anders gelernt, denn wer  schreibt Geschichte? Genau: der Sieger... (dennoch bekommst Du von deinem Lehrer darauf eine gute Zensur, es dient also dem Zweck entsprechend). Ebenso kann unten ein TEil Referat zur Wiedervereinigung eingesehen werden.

Das Mauerfall-Referat in Stichpunkten ist wie folgt gegliedert:

Gliederung:

1. Zusammenbruch der DDR
2. Verlauf des 9. November 1989
3. die Wiedervereinigung
4. Probleme des vereinten Deutschland

1. Gründe für den Zusammenbruch / Scheitern der DDR

  • Gründe des Zusammenbruchs waren vielseitig
  • seit etwa 1987 wirtschaftlicher Bankrott
  • Wirtschaftskraft reicht nicht zur Erneuerung der Industrieanlagen im Chemiegebiet Halle-Bitterfeld, Umweltkatastrophe droht, aber Umweltschützer werden verfolgt
  • seit 1984 stützt die BRD durch Kredite die marode DDR-Wirtschaft, dadurch wird- Hinübergleiten- der DDR-Wirtschaft bei Zusammenbruch eingeleitet
  • aus politischen Gründen wurde vieles staatlich Subventionen (Wohnungsbau, Gesundheitswesen, Bildungswesen), ohne dass dafür genügend Mittel erwirtschaftet wurden
  • UdSSR konnte DDR nicht mehr helfen (hatten selbst große Probleme)
  • Politische Unterstützung durch UdSSR ließ nach, durch Gorbatschow- Glasnosi- (Durchsichtigkeit) und Perestrouka (Umbau, Reformen)
  • Demokratie in Polen Tschechoslowakei und Ungarn wurde für Bevölkerung in der DDR zum Vorbild
  • 02.05.1989 Abbau der Grenzbefestigung zwischen Ungarn und Österreich
  • 07.05.1989 Oppositionsgruppen legen massiven Protest wegen Wahlfälschungen bei den DDR-Kommunalwahlen ein
  • 11.09.1989 Ungarn öffnet seine Grenze auch offiziell für DDR-Bürger
  • massive Fluchtwelle wird ausgelöst
  • 02.10.1989 20000 Menschen demonstrierten in Leipzig für demokratische Reformen
  • 04.10.1989 in Dresden kommen Streitkräfte gegen 3000 Menschen zum Einsatz, die auf Sonderzüge aufzuspringen versuchen
  • 05.10.1989 Demonstranten in Dresden und Magdeburg werden von der Polizei mit brutaler Gewalt auseinandergetrieben
  • 06./07.10.1989 Gorbatschow stützt den harten Kurs der DDR-Führung bei seinem Staatsbesuch in der DDR nicht mehr
  • führte zum Anwachsen der DDR-Opposition zu einer Massenbewegung
  • 09.10.1989 Montagsdemonstration in Leipzig
  • ca. 70000 Menschen demonstrieren unter der Parole- Wir sind das Volk- gewaltfrei für eine Veränderung der Verhältnisse
  • 16.10.1989 120000 Menschen demonstrieren in Leipzig gegen das sozialistische Regime
  • 18.10.1989 zaghafte Reaktion der SED
  • Entmachtung Honeckers als Staats- und Parteichef und seiner Ablösung durch Egon Krenz
  • 04.11.1989 Massenkundgebung in Ostberlin
  • Demonstration für freie Wahlen, Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit
  • 07./08.11.1989 Rücktritt der DDR-Regierung und Auswechslung des gesamten Politbüros
  • 09.11.1989 Öffnung der Grenze zur Bundersrep. bzw. der Berliner Mauer
  • entscheidender Punkt des Zusammenbruchs der DDR
  • 13.11.1989 Hans Modrow (SED) wird neuer Ministerpräsident
  • 08.12.1989 SED--Parteikonferenz- findet statt

2. Verlauf des 9. November 1989 - Der Mauerfall

  • 9.00 Uhr: Im DDR-Innenministerium wird eine Übergangsregelung für ständige Ausreise erarbeitet. Diese wird vom ZK abgesegnet und soll vom nächsten Tag an, 4.00 Uhr morgens, gelten.
  • 18.00 Uhr: Auf der Pressekonferenz des ZK gibt Günter Schabowski die Übergangsregelung bekannt. Riccardo Ehrman (italienische Nachrichtenagentur ANSA) fragt nach dem Zeitpunkt des Inkrafttretens. Schabowski, so seine eigene Darstellung heute, weiß von keiner Sperrfrist und antwortet: Ab sofort unbeschränkte Reisefreiheit!
  • seit 19.00 Uhr: Die Ankündigung Schabowskis sorgt für Verwirrung bei den Medien. Die Agenturmeldungen widersprechen sich.
  • 20.00 Uhr: Die- Tagesschau- bringt als erstes Thema:- DDR öffnet Grenze-.
  • seit 20.30 Uhr: Menschenmassen in Ost- und West-Berlin bewegen sich in Richtung der Grenzübergänge.
  • seit 21.00 Uhr: Am Checkpoint Charlie versammeln sich zunächst nur auf der Westseite Menschen, die sich in kleinen Gruppen auf das Gebiet der DDR wagen.
  • 23.00 Uhr: Die Sprechchöre am Checkpoint Charlie, die die Öffnung des Grenzübergangs fordern, werden lauter.
  • 23.30 Uhr: Der Grenzübergang Bornholmer Straße wird als erster geöffnet.
  • 24.00 Uhr: Der Checkpoint Charlie wird geöffnet.

3. die Wiedervereinigung Referat

  • 08.12.1989 DDR Beratungen zwischen der SED und den Blockparteien, den verschiedenen Oppositionsparteien und Protestgruppen
  • Verfassungsentwurf wurde erarbeitet
  • Vollendung der Aufgabe im April
  • Ereignisse haben den Entwurfsinhalt bereits überholt
  • SED hofft, ihre Massenorganisationen, die Gewerkschaften und die Jugendbewegungen, sich erhalten zu können
  • doch Mitglieder laufen der SED in Scharen weg
  • Parole der Demonstranten- Wir sind das Volk- lautet jetzt- Wir sind ein Volk-
  • 15./16.12.1989 ostdeutsche CDU nimmt ein neues Programm an, in dem sich die Parteien zur Marktwirtschaft bekennt und die Einheit Deutschlands fordert
  • 28.11.1989 Bundeskanzler Helmut Kohl verkündet sein Zehnpunkteprogramm zur Beendigung der Teilung Europas und Deutschlands
  • 19.12.1989 Kohl reist nach Dresden, um mit Modrow die Einzelheiten eines Vertrages über Zusammenarbeit und gutnachbarliche Beziehungen zu beraten
  • Mitte Januar 1990 verkündet Modrow, dass die Vereinigung der beiden deutschen Staaten kein Thema auf der Tagesordnung sei
  • Ende Januar trifft Modrow mit Gorbatschow zusammen
  • Gorbatschow lässt wissen, dass er keine Einwände gegen eine Wiedervereinigung Deutschlands hat
  • 18.03.1990 Wahlen finden statt
  • ersten freien Wahlen in Ostdeutschland seit nahezu 60 Jahren
  • CDU, die Deutsche Soziale Union (DSU)- das ostdeutsche Gegenstück der CSU- und der Demokratische Aufbruch bilden zusammen ein Wahlbündnis- Allianz für Deutschland-
  • sie erhalten zusammen 48,1% der Stimmen
  • meisten Experten glaubten an einen Sieg der SED
  • CDU-Regierung unter Lothar de Maizière geht eine Koalition mit der SPD ein
  • Vertrag über Wirtschafts- Währungs- und Sozialunion mit der Bundesrepublik wird unverzüglich aufgenommen
  • 18.05.1990 wurde er abgeschlossen
  • Ostdeutschland möchte ihre wertlose Währung im Verhältnis 1:1 gegen die DM umtauschen
  • Bundesrepublik macht das großzügige Angebot von 2:1
  • nach langen und schwierigen Verhandlungen werden Ersparnisse bis zu einer bestimmten Höhe 1:1, alles darüber 2:1 umgetauscht
  • Hauptproblem besteht jetzt darin, das Einverständnis der einstigen Kriegsalliierten zur Wiedervereinigung einzuholen
  • 14.07.1990 Kohl und Genscher besuchen Gorbatschow
  • Gorbatschow hat keine Einwände gegen eine NATO-Mitgliedschaft des vereinten Deutschlands
  • Koalitionsregierung von de Maizière beginnt auseinanderzufallen und im Westen wachsen die Vorbehalte gegen die horrenden Kosten der deutschen Einheit
  • 02.12.1990 Wahlen zum Bundestag finden statt
  • politische Vereinigung Deutschlands wird reibungslos zu Ende geführt
  • zahlreiche wirtschaftliche, soziale und kulturelle Probleme bleiben dagegen bestehen
  • Regierung Kohl hat die Kosten der Einheit ernsthaft unterschätzt
  • Westdeutschland ist eine offene, postnationale Gesellschaft mit vollständiger Öffnung zum Westen
  • Ostdeutschland hingegen ist hinter der Fassade des sozialistischen- Internationalismus-, eine abgekapselte und nationalistisch eingestellte Gesellschaft, die sich weder mit der Nazizeit noch mit der Staliära auseinandergesetzt hat

4. Probleme des vereinten Deutschlands

  • Zusammenbruch der DDR-Wirtschaft
  • Handelspartner im Osten konnten nicht mehr zahlen
  • DDR-Wirtschaft ist mit dem Westen nicht konkurenzfähig (zu teuer, weniger Qualität)
  • Menschen im Osten kaufen lieber Westware
  • hohe Arbeitslosigkeit in den neuen Bundesländern ist Folge des Zusammenbruchs der Wirtschaft
  • oft auch durch westliche Konkurrenz verursacht- plattmachen von Konkurrenten-)
  • oft zu schnelle und falsche Entscheidungen der Treuhandgesellschaft
  • oft kriminelle Machenschaften von westlichen Betrügern und von östlichen- Seilschaften- (alte kommunistische Verbindungen)
  • es herrschte Rechtsradikalismus und Fremdenfeindlichkeit
  • Die Leute suchen Sündenböcke für die neuen Probleme
  • Linksradikalismus
  • Alte Kommunisten wollen die Bevölkerung gegen das neue demokratische System aufwiegeln. Sie geben dem Westen die Schuld für Mißstände, die durch die alte kommunistische Wirtschaft und Diktatur entstanden sind.
  • Mentalitätsprobleme- zu große Umstellung
  • Der Osten denkt- sozial-, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, woher das Geld dafür kommt
  • Der Westen denkt- ökonomisch-: Nur das tun, was Geld bringt.
  • Ostbürger verlassen sich darauf, dass der Staat alles regelt (Recht auf Arbeit).
  • Die Westbürger sind es schon gewohnt Verantwortung für Arbeit, Krankenversicherung, Rente usw. selbst zu übernehmen.
  • Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit
  • Es hat viel Ungerechtigkeit durch die Stasi gegeben. Viele Leute haben als Spitzel gearbeitet und andere verpetzt, die dann verfolgt wurden. Man kann aber nach der Wende nicht etwa 10% der Bevölkerung, die so etwas gemacht haben, dafür bestrafen. Das würde wieder neue Ungerechtigkeit und Haß fördern. Ein Problem ist, dass sich alte Stasi-Leute die besten Jobs und die besten Geschäfte (Firmenankäufe, Grundstücke) gesichert haben.

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4.3 / 5 Sternen (18 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 11. Klasse
  • Erstellt: 2008
  • Note: 2+
  • Aktualisiert: 03.08.16

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  • Moderator schrieb am 20.06.2011:

    Ich gebe Dir Recht susi und gehe noch einen Schritt weiter: jegliche Rezeption der UdSSR als "sozialistische Gesellschaft" spottet ebendieser - es hat sie NIE gegeben. Zudem war die Aufarbeitung der Nazizeit in der DDR (STichwort Entnazifizierung) rigoroser und konsequenter als beim kapitalistischen Nachbarn BRD: dort bestand quasi der gesamte BND (deutscher Geheimdienst) anfangs aus alten Nazigrößen.

    Der Sieger schreibt Geschichte - vergesst das nie!

  • susi schrieb am 16.06.2011:

    "Ostdeutschland hingegen ist hinter der Fassade des sozialistischen- Internationalismus-, eine abgekapselte und nationalistisch eingestellte Gesellschaft, die sich weder mit der Nazizeit noch mit der Staliära auseinandergesetzt hat"

    Also das klingt für mich nach einer billigen Unterstellung. Vor allem "haben sich nicht mit der Nazizeit auseinandergesetzt" Was ist das denn für'n Mist? Ich mein das war die DDR, da hat man doch schon sonst wie früh eingetrichtert bekommen, dass die Nazis böse sind. Und ich glaube kaum, dass meine Eltern sich nicht mit diesen Dingen auseinandergesetzt haben. Super, dass heutzutage der eiserne Vorhang in den Köpfen scheinbar immernoch nicht gefallen ist...

  • Melanie schrieb am 09.03.2011:

    also ich finde das referat sehr schlecht, ich verstehe nicht was ihr von uns wollt !

  • Moderator schrieb am 05.11.2010:

    Liebe Userin,

    die Fragen sind dem obigen Text eindeutig zu entnehmen. Der "Mauerfall" war am 9. Nov. 1989 und kam durch die Entschlossenheit und Solidarität der DDR-Bevölkerung zustande. Bei weiteren Fragen einfach den Wikipedia-Artikel aufrufen.

    Liebe Grüße,

    das Schulzeux.de-Team

  • pauline schrieb am 04.11.2010:

    wann war der mauerfall, wodurch ist die mauer gefallen ?
    ich versteh nicht so recht.
    euer/dein text ist gut aber ich finde keine informationen zum fall der mauer in berlin, derm jahr 1989.
    würde mich auf schnelle antwort freuen !!

  • Moderator schrieb am 13.04.2010:

    Lieber User,

    wie aus der Spalte links oben hervorgeht, handelt es sich bei diesem Referat um einen Schülervortrag der 10. Klasse. In dieser Klassenstufe sind Textangaben in Vorträgen weder mit Fußnoten, noch mit exakten Literaturangaben zu versehen.

    Liebe Grüße,

    das Schulzeux.de-Team

  • Ringo Ehlert schrieb am 13.04.2010:

    Guten Tag,

    ich habe schon lange nicht mehr solch einen unwissenschaftlichen bar jeder Faktenlage zusammen geschriebenen Unsinn gelesen. Ich empfehle mal ein Buch zu lesen und nicht Textbausteine aus den Archiven der Springerpresse und Wikipedia zu kopieren. Allein die Aussage "seit etwa 1987 wirtschaftlicher Bankrott " will doch erstmal belget sein, an welchen Kategorien macht den der Autor diesen sogenannten "Bankrott" der Wirtschaft der DDR fest?

    mit nachdenklichen Grüßen
    Ringo Ehlert

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