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Der Westfeldzug 1940 (Referat)

Inhaltsverzeichnis

Nun ein Referat zum Frankreich-Feldzug der Wehrmacht im 2. Weltkrieg.

Vom „Sitzkrieg“ über Zufälle zum blitzartigem Sieg (ab Punkt 3 sind kleine Videoclips verfügbar, die den Zuhörern über einen Beamer gezeigt werden können - siehe links die Downloaddatei - leider nich tmehr verfügbar, aber im Referat schon aus der Dokumentation "Die welt in Flammen")

Gliederung des Referats "Der Westfeldzug 1940":

   1. Vorbereitung und Voraussetzung
   2. Das fatale taktische Konzept der Franzosen: Maginot-Linie
   3. Fall Gelb
   4. Die Ardennen
   5. Fall Rot
   6. Vorstellung der Thesen und Diskussion

1. Vorbereitungen/Voraussetzungen zum Westfeldzug:

- Nach dem Zusammenbruch Polens bis zum eigentlichen Angriffstag am 10. Mai 1940 lagen sich die alliierten und deutschen Truppen fast tatenlos gegenüber.

- Sie befanden sich zwar bereits im Krieg doch beschränkten sich gerade die Alliierten auf kleinere sinnlose Vorstöße einzelner Stoßtrupps(geringfügige Vorstöße zwischen Saarbrücken und Hornbach)

- Anstatt in dieser Zeit eine wirkungsvolle Verteidigungsstrategie auszuarbeiten, arbeiteten sie an absurden Angriffsplänen (zb. Über Norwegen und Finnland in Deutschlands Rücken zu fallen), die mit ihren milit. Mitteln gar nicht zu bewerkstelligen waren.

- Vom Ende des Polenfeldzuges an hatte Hitler hingegen seine Generäle immer wieder auf einen raschen Angriff auf Frankreich und das dort stationiert BEF gedrängt.

- Von seinen Generälen wurde Hitler immer wieder vor den zahlenmäßig überlegenen Alliierten gewarnt. Sie hofften trotz des Drängens des Diktators auf eine politische Lösung.

- Dieser sah zwar auch die zahlenmäßige Überlegenheit, verwies jedoch auf die modernen Kriegswaffen wie Panzer und Flugzeuge, die Deutschland zu diesem Zeitpunkt den entscheidenden Vorteil verschafften.

„Die Panzertruppe und die Luftwaffe haben gegenwärtig einen technischen Höhepunkt nicht nur als Angriffs-, sondern auch als Verteidigungswaffen erreicht, wie ihn keine andere Macht zu verzeichnen hat. Ihr strategische Potential wird durch ihre Organisation und ihre erfahrenen Offiziere sichergestellt, wobei beides besser ist als in irgendeinem anderen Land“

- daher drängte er auf einen raschen Angriff, um den Alliierten nicht die Zeit zu geben diesen Entwicklungsrückstand aufzuholen.

- Ab dem 27 September 1939 machte sich das OKH unter Brauchitsch(Leiter des OKH) daran Pläne für eine Offensive auszuarbeiten.

- Die ersten Varianten sahen einen massierten Angriff durch Belgien und die Niederlande vor(ähnlich 1914), um die alliierten Kräfte dort in möglichst viele Kämpfe zu verwickeln und bereits zu Beginn der Offensive große Teile der all. Streitkräfte zu zerschlagen.

            Hierzu: -9.10 Hitler gab die Weisung Nr.6 auf, für eine Westoffensive

-Hintergrund: Schuldzuweisungen Hitlers, dass Frankreich und GB gegenüber Deutschland seit dem Westfälischen Krieg 1648 „ausbremse“

-die endgültige militärische Vernichtung dieser Gegner“ um die „staatliche Konsolidierung und Weiterentwicklung des deutschen Volkes in Europa“ zu ermöglichen

-Weisung Nr.6:

  1. „durch den luxemburgisch-belgischen und holländischen Raum ist eine Angriffsoperation vorzubereiten. Dieser Angriff muss so stark und frühzeitig als möglich geführt werden, da ein längeres Abwarten zu einer Beseitigung der belgischen, vielleicht auch der holländischen Neutralität zu Gunsten der Westmächte führt. Zweck dieser Angriffsoperation ist es, möglichst starke Teile des französischen Operationsheeres und die an seiner Seite fechtenden Verbündeten zu schlagen und gleichzeitig möglichst viele holländischen, belgischen und nordfranzösischen Raum als Basis für eine aussichtsreise Luft und Seekriegsführung gegen England und als weites Vorfeld des lebenswichtigen Ruhrgebietes zu gewinnen“

- Belgien war nicht nur von Bedeutung, um Bewegungsfreiheit zu erlangen, sondern sah Hitler auch die Gefahr das Briten und Franzosen nach einem dt. Angriff durch Belgien in das lebenswichtige Ruhrgebiet eindringen würden, das Herz der Rüstungsindustrie.

- Hitler war bewusst, dass Deutschland einen langen Krieg gegen das Rüstungspotential der Alliierten nicht bestehen würde und außerdem befürchtete er bereits zu diesem Zeitpunkt, dass Russland ihm früher oder später in den Rücken fallen würde.

Vor allem muss verhindert werden, dass der Feind den Rückstand aufholt, besonders im Hinblick auf Panzerabwehr- und Flugzeugabwehrwaffen, und dadurch ein Gleichgewicht der Kräfte herstellt. In dieser Hinsicht bedeutet jeder Monat, der verstreicht, einen Zeitverlust, der sich auf die deutsche Schlagkraft ungünstig auswirkt“

            Nach Frieser. Deutsche in allen Belangen unterlegen (Luftwaffe, Panzer, Infanterie)

- Diese Pläne waren allerdings noch durch Eindrücke aus dem 1. Weltkrieg bestimmt und vernachlässigten die Schlagkraft der Panzerwaffe und die wichtige Zusammenarbeit von Luft und Boden- Einheiten.

Nach Frieser: Auch wenn ein Sieg „schnell errungen werden sollte, so sollte das deutsche Rüstungspotential nicht blitzartig wie im Feuerwerk verglühen, sondern auf niedriger Flamme lang anhaltend mobilisiert werden

Hitler war zunächst fixiert auf die Kriegsführung mit Artillerie(also keine schnellen Panzervorstöße), er wollte sogar die Scharnhorst demontieren lassen, um ihre Geschütze im Feld zu nutzen-> Einer der Anhaltspunkte, das es kein geplanter Blitzkrieg war.

Außerdem arbeitete man im Rahmen der Tiefenrüstung

Siehe unten: nach der Planung für Fall Gelb(Sieg in Sedan) gab es keine weiterführenden Ziele mehr.

Des Weiteren stellten die Planer kein Eliteheer auf sondern entschieden sich für eine Vielzahl zweit- und drittklassiger Infanteriedivisionen-> längere Kriegspalnung

- Die Offensive plante Hitler ursprünglich für den 12. November.

- Die Verlegung der Truppen aus Polen an die Westfront, die Zeit diese wieder Einsatzbereit zu machen und häufige schlechte Witterungsverhältnisse sorgten jedoch dafür, dass Hitler seine Angriffsbefehle immer wieder zurücknehmen musste.

- Im Januar legte Hitler den Angriff für den 17. fest. Dann kam ihm jedoch der Fall „Mechelen“(10. Januar) bei dem ein Flugzeug mit den Plänen(Offizier Reinhardt) für einen Angriff über Belgien und die Niederlande , in Belgien notlanden musste dazwischen.

- Dies gab militärischen Führern wie Manstein(General, im Polenfeldzug chef des Generalstabes der HG Süd) und Guderian(Generaloberst, Führer eines Panzerkorps unter General Kleist) die Zeit ihre Vorstellungen für einen Angriff in die Planungen einzubringen. Und mehr auf den freien Einsatz des modernen Geräts zu pochen.

- Sie entwickelten eine Sichelbewegung durch Nordfrankreich, die ihren Beginn in einem massierten Panzerangriff in den Ardennen haben sollte. Diese wurden jedoch von den meisten Generälen als für Panzer unpassierbar gehalten, warum diese Pläne zunächst verworfen wurden.

            Frieser: Dieser Plan verband zwar Schlagkraft mit größtmögl. Schnelligkeit, man nahm hier aber auch das größtmögl. Risiko in Kauf. Von Rundstedt( HG A) und von Leeb(HG C) sahen zu viele unklärbare Fragen( z.B. Wie deckt man die Anfahrtswege durch die Ardennen vor Luftangriffen).

Halder lies Manstein daher nach Stettin versetzen und setzte General Leutnant Sodenstern ein. Halder sollte später Mansteins Pläne mit übernehemen als er merkte, dass sie beim Führer anklang fanden.

- Eine Wiederholung des Schliefenplans 1914(besonders nach Mechelen), auch bei technischer Überlegenheit, war nach Mansteins Meinung nicht zum Erfolg zu führen.

„Wir könnten vielleicht die alliierten Streitkräfte in Belgien schlagen. Wir könnten die Kanalküste erobern. Aber es war anzunehmen, dass unsere Offensive an der Somme endgültig zum stehen kommen würde. Dann hätten wir eine Situation wie 1914….Es hätte keine Möglichkeit gegeben zum Frieden zu gelangen.

-[auf britischer Seite verfocht Liddel Hart(Armee zeit im 1. Weltkrieg ab 1937 Berater des bri. Kriegsministers) ebenfalls die Idee Panzer als autarke Angriffswaffe zu benutzen, und hate nach eigener Aussage vor dem dt. Angriff den Vorschalg unterbreitet einem Angriff auf Belgien mit einem massierten alliierten Panzerangriff durch die Ardennen zu begegnen. Er fand jedoch genauso wie de Gaule(Befehligte die 4. Panzerdivision, stärkster Gegner im Feld gegen die Deutschen) auf franz. Seite kein Gehör]

- Erst nach mehreren Denkschriften und für die dt. glückliche Zufälle(General Schmundt(Chefadjutant der Wehrmacht bei Hitler) hatte eine Unterredung zwischen Hitler und Manstein organisiert, obwohl dieser bereits von Halder(Generaloberst, Chef des Generalstabes des Heeres), einem Gegner des Sichelschnittplans, nach Stettin versetzt worden war), wurde von Mansteins Plan umgesetzt.

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- Hierzu gehörte z.B. der Einsatz von Fallschirmjägern( Gruppe Student: Generaloberst der Luftwaffe) zur Sicherung von Brücken oder zur Einnahme stark befestigter Stellungen, bevor die Hauptkräfte einrücken.

- Auch wenn die verschiedenen Varianten sich in Ihren Schwerpunkten unterscheiden so haben sie doch eines gemeinsam, nämlich die Umgehung der franz. „Maginot-Linie“.

2.Maginot-Linie - das fatale taktische Konzept der Franzosen:

- Diese war jedoch die große Hoffnung der Allierten.

-Das französische Heer mit seinen 101 Divisionen unterschied sich kaum von 1914,

- Panzer wurden als Unterstützung der Infanterie angesehen und nicht als slebständige Angriffswaffe.

- Ironischer Weise waren die meisten Generäle wie auf dt. Seite der Meinung man sei dem Gegner auf offenem Feld unterlegen.

- Bereits1922 wurde beschlossen, dass frz. Soldaten nie wieder gezwungen werden sollten ihr Land in einer offenen Feldschlacht zu verteidigen und bauten die Maginot-Linie

Befürworter einer befestigten Front Philippe Pétain(Held von Verdun, und 1940 Vizeministerpräsident) und Joseph Joffre(generalstabschef im 1. Weltkrieg, gest.:1931)

- Man einigte sich dann unter Kriegsminister Painléve auf eine kontinuierliche Verteidigungslinie aus Festungsanlagen. Man wollte eine Mauer schaffen, an der die deutschen aufgehalten werden.

-Den Deutschen sollten hohe Verluste zugefügt werden aber man selbst wollte so wenig wie möglich Verluste machen. Man wollte die eigenen Soldaten beschützen vor direkter Waffen Einwirkung. Eine Mauer aus Beton sei besser als eine Mauer aus Menschen.

-Skeptiker wollten mehr eine Modernisierung des Militärs. Motorisierungen der Armeen etc., wurden jedoch nicht erhört.

- Sie reichte von der Schweiz bis hoch nach Belgien

-Eigentlich waren 3. Mi geplant/1935 wurden schon 7mi. Investiert zum Vergleich es ist ca. 1/5 des jährl. Militärhaushalts, aber lediglich 140km waren vollendet

- Sie sorgte für ein enormes Sicherheitsgefühl bei den Franzosen. Man dachte man wäre optimal geschützt. Man war sich einig, das Optimum an Sicherheit erreicht habe.

 

Dort wo Frankreich an Belgien stößt klaffte ein fast 400km unbefestigter Grenzstreifen, das Problem war nicht unbedingt fiskalischer Natur, da man die guten Beziehungen zu Belgien nicht riskieren wollte. Hitler hatte 1936 das Rheinland remilitarisiert, woraufhin Belgien seine Militärkonvention mit Frankreich aufgekündigt  hatte und sich für unabhängig aber nicht neutral erklärte

Belgien war gegen eine Verlängerung der Maginot-Linie falls man ihnen die falsche Seite der Befestigungsanlage zugedacht hätte

Falls die Offensive sich die Schwäche Belgiens wie 1914 zu nutzen machen wollte, müsste das frz. Oberkommando sein mobiles Heer auf belgischen Boden schicken ohne es vorher in Augenschein nehmen zu können

24.10.1939 General Maurice Gamelin (frz. Oberkommandierende) im Falle eine Angriffes der Deutschen an die von der Schelde gebildete Linie vorzurücken

15.11.1939 gab er die Weisung Nr.8 aus (Vorrücken der Truppen bis an die Dyle) um eine kürzere Front zwischen Schelde und Maas zu bilden

Weisung Nr.8: Frz.-GB Truppen näher an belgische Armee, bei Mobilmachung ständen 22 Divisionen zur Verfügung

Britische Expeditionskorp galt durchweg als homogen, im Dezember 1939 wurde alle 5 aktiven ausgezeichneten Divisionen aus dem Mutterland nach Frankreich entsandt, Problem: Das britische Heer war ein aktives Heer, daher gab es wenig Reservisten und somit wenig Reserven in England „Wochenendsoldaten“

Französisches Armee galt als Sammelsurium (von mittel-schlecht), Panzer-motor. Divisionen waren besser ausgebildet aber nicht als geschlossenes System zusammengefasst, sie waren alle auf die Armeen verteilt, sodass kein Oberbefehlshaber über solch kompakte Panzerverbände wie bsp. Rundstedt verfügte

Best ausgebildeten Einheiten waren entlang der Maginot-Linie aufgestellt (Auch aus Indochina, Madagaskar)

- Die Maginot-Linie sollte die Angreifer so lange abwehren, bis die eigene Rüstung genügend Potential für den Angriff auf das dt. Gebiet bereitstellen konnte (ca. 1941)

- Also hatten die Alliierten den Großteil ihrer mobilen Kräfte an der Grenze zu Belgien staioniert, um bei einem Angriff entsprechend ihrer Pläne reagieren zu können.

- Über die Unüberwindlichkeit der Maginot-Linie und die taktische Planung gab es nur wenige Kritiker(de Gaule), die jedoch kein Gehör fanden.

- Durch die Aufstellung der deutschen Heeresgruppen und gerade durch den Vorfall von Mechelen sahen die Alliierten sich in ihrem Denken bestätigt.

- Ihr Plan bei einem Angriff mit ihren Armeen nach Belgien zu stoßen sollte den dt. direkt in die Hände spielen. Denn je weiter diese nach Belgien vorstoßen würden, desto unbehelligter würden die dt. Panzer durch die Ardennen kommen.

- Diese festgefahrene Denken und das unentschlossene Handeln nach dem deutschen Angriff auf Polen bis zum Angriff auf den Westen sollten den Grundstein für die alliierte Niederlage auf europäischem Boden begründen.

- Das Vertrauen in diese Festungsanlage und der langatmige Sitzkrieg raubten den franz. Soldaten den letzten Kampfeswillen und brachten die meisten zu der Überzeugung, dass es keinen Krieg geben könne.

- Churchill äußerte sich über diese Vorbereitungen:“ erschüttert von der Gleichgültigkeit, die dort herrschte, von dem beklagenswerten Leistungsstand dem Mangel an jeder erkennbaren Aktivität“

-Albert Lebrun frz. Staatspräsident beim Frontbesuch „nachlassende Entschlossenheit, gelockerte Disziplin. Niemand dort atmete mehr die reine, belebende Luft der Schützengräben“ S.102 S.1

- General Edouard Ruby 2. Armee:“jede Übung als Schikane, jede Arbeit als Strapaze galt. Nach etlichen Monaten der Stagnation glaubte keiner mehr an den Krieg“

- Nach der Niederlage: Marc Bloch(Historiker und Offizier im Feldzug):Die Deutschen haben einen Krieg von heute geführt, im Zeichen der Geschwindigkeit. Wir dagegen haben nicht nur versucht, einen Krieg von gestern oder vorgestern zu führen, sondern waren auch unfähig oder nicht Willens, den Rhythmus der deutschen Kriegsführung, der dem raschen Wellenschlag einer neuen Ära folgte, überhaupt zu begreifen. So standen sich in Wirklichkeit zwei Gegner auf unseren Schlachtfeldern gegenüber, die jeweils einem anderen Zeitaltern angehörten.

-Guy La Chambre (1938-1940 Luftfahrtminister): 1914 war der Generalstab auf den Krieg von 1870 vorbereitet und 1940 auf den von 1914.

- Die Pläne der Alliierten(Frankreich hatte auf eigenem Boden die Führung) waren bestimmt durch das Denken alter Männer( Gamelin, Petain usw. alle über 60 und 70), die in ihrem taktischem Denken immer noch in ihren Heldentaten von Verdun lebten.

Maginot Linie – weitere Info

- Durch die enormen Verluste aus dem 1. Weltkrieg wollte man einer erneuten Invasion vorbeugen

- Befürworter einer befestigten Front Philippe Pétain und Joseph Joffre

- Pétain war für eine lineare Front

-Joffre Verteidigungsgürtel aus Festungen wie Verdun

Man einigte sich dann unter Kriegsminister Painléve auf eine kontinuierliche Verteidigungslinie aus Festungsanlagen. Man wollte eine Mauer schaffen, an der die deutschen aufgehalten werden. Den Deutschen sollten hohe Verluste zugefügt werden aber man selbst wollte so wenig wie möglich Verluste machen.. Man wollte die eigenen Soldaten beschützen vor direkter Waffen Einwirkung. Eine Mauer aus Beton sei besser als eine Mauer aus Menschen.

Anfangs wurde die Linie nur mit geringen Mitteln gebaut, dann aber mit der Wachsenden Bedrohung Deutschlands ( Räumung des Ruhrgebiets & Wahlerfolge der NSDAP) wurde die Linie schneller und mit mehr Mitteln gebaut.

Skeptiker wollten mehr eine Modernisierung des Militärs. Motorisierung der Armee etc.

Man blieb dann aber bei der Linie.

Sie sorgte für ein enormes Sicherheitsgefühl bei den Franzosen. Man dachte man wäre optimal geschützt. Man war sich einig, das Optimum an Sicherheit erreicht habe.

Sie galt als die sicherste und modernste Verteidigungslinie. Mehr hätte man mit den Mitteln Frankreichs erzielen können.

Das ungetrübte Vertrauen in die Linie wurde zum gewaltigen Problem für die Franzosen, da sie den Deutschen nichts entgegen zu setzen hatten, als diese die Linie umgangen haben.

Probleme/Schwächen der Maginot Linie

•          Anlagen wie Artilleriewerke standen zu weit auseinander/ waren zu sehr isoliert

•          Entgegen der deutschen Propaganda, war die Linie nicht kontinuierlich, sondern bestand aus einzelnen Verteidigungsabschnitten

•          Zu Personalintensiv, Kostenintensiv

•          Manche Abschnitte waren nicht fertig, oder die Ausrüstung fehlte noch

•          Natürliche Grenzen wie die Ardennen wurden überschätzt

Ideologie für die französische Seite

•          Verhinderung einer Invasion und eines Überrennens

•          Unüberwindbare Verteidigungslinie

3. Fall Gelb

- Der Angriff der Heeresgruppe B
 (unter Generalfeldmarschall Fedor von Bock)
begann am 10. Mai 1940 um 05:35 Uhr mit Aktionen des Luftlandekorps Student.

 

- Neben Teilen der Grenzbefestigungen der Belgier am Albert-Kanal, wurden vor allem Brücken und Flugplätze in der Tiefe des Raumes angegriffen und besetzt.

Dabei wurde auch die schwerbef. Festung „Fort Eben-Emael“ im Nu eingenommen; warum das möglich -> VIDEO ALBERT FESTUNG

 

- Der rasche Zugriff sollte zumindest in Holland ein Eingreifen der Alliierten unterbinden & die Verteidigungskräfte aufsplittern.

 

- Die 18. Armee (unter Generaloberst Küchler) erreichte bereits am 1. Tag das Ijsselmeer und am 12. Mai mit der 9. Panzerdivision Moerdijk,
und schnitt so Holland auf dem Landweg ab.

- Am 13. Mai 1940 wurde noch immer um Rotterdam,
einen der Eckpfeiler der „Festung Holland“,
gekämpft und die Stadt von der Luftwaffe bombardiert.

 

- Die Verteidigungsanlagen am Flussufer erlitten kaum Treffer, die Altstadt hingegen wurde eingeäschert, wobei 814 Zivilpersonen den Tod fanden.

 

- Dieses Ereignis wird – neben der Androhung eines weiteren Angriffs auf das ebenfalls zäh verteidigte Utrecht & der nahezu hoffnungslosen militärischen Gesamtlage – als entscheidend für den Entschluss zur Gesamtkapitulation der niederländischen Streitkräfte im Mutterland gesehen.

 

- Da die Alliierten das deutsche Angriffsschwergewicht noch immer im Norden Belgiens vermuteten, begannen sie am 10. Mai mit dem für diesen Fall geplanten Vormarsch zur Dyle-Breda-Stellung.

 

- Der Militärhist. Liddell Hart sagte später zu dieser Bewegung in einem imho gelungenen metaphor. Vergleich:

 

„Die Heeresgruppe B im Norden stellte die Capa [rote Tuch d. Toreros] dar.
Sie sollte die alliierten Interventionstruppen reizen, wie ein wütender Stier nach Belgien zu eilen – hinein in die Falle. Denn nun konnten die bei der Heeresgruppe A konzentrierten Panzerdivisionen wie der Degen des Toreros in die entblößte rechte Flanke stoßen.“

 

-Die Dyle-Stellung wurde bereits am 16. Mai durchbrochen, einen Tag später fiel Brüssel; die belgische Armee wurde im Raum Brügge eingekesselt und ergab sich am 28. Mai.
- König Leopold III. ging mit seinen Soldaten in Dt. Gefangenschaft.

 

- Wichtige Nachschubdivisionen konnten zu diesem Zeitpunkt nicht mehr bereitgestellt werden, da diese zur Verteidigung der Maginot-Linie eingesetzt wurden.

4. Die Ardennen

Einstieg: VIDEO Ardennen

- Geogr. Einordnung: ausgedehntes Waldgebirge vorwiegend im Südosten Belgiens

- Die Erfolgsaussichten des Ardennenstoßes waren eng mit dem Faktor Zeit verbunden.

 

- Der Erfolg hing davon ab, dass den belgischen und französischen Kräften keine Zeit blieb, ihren Einsatz in den Ardennen zu koordinieren & Verstärkungen heranzuführen.

 

 - So gab der Führer der Angriffsspitze
(General der Panzertruppen Heinz Günther Guderian)
bei seinem XIX. Korps das Motto aus:
„In drei Tagen an die Maas, am vierten Tag über die Maas.“

 

- In diesen drei Tagen sollte die Angriffsspitze 170 km kurvenreiche Straßen in oft tief eingeschnittenen Tälern bewältigen,
wobei neben den luxemburgischen Grenzsperren zwei belgische und eine französische Befestigungslinie zu überwinden waren.

 

- Erst dann kam mit der Überwindung der Maas und den starken Befestigungswerken im Bereich Sedan die eigentliche Herausforderung: die Bildung eines Brückenkopfes südlich der Maas.

 

- Die Marschplanung hielt lediglich einen Tag, denn zahlreiche Brücken- und Straßensprengungen hemmten das Marschtempo

- Außerdem hatte man d. Panzergruppe einen eigenen Gefechtsstreifen verwehrt sodass nachfolgende Infanterieverbände sich in deren Marschkolonne zwängten

-> Dies führte zu einem Kolonnenstau, der zeitweise eine Länge von 250 km aufwies.

 

- Trotz dieser Friktionen erreichten die Spitzen Guderians bereits am Abend des 12. Mai, gute 57 Stunden nach dem Angriffsbeginn, die Maas bei Sedan.

 

- Der Angriff über die Maas wurde von General Kleist auf den Nachfolgetag festgelegt.

 

- Er wurde mit schweren Bombenangriffen der Luftwaffe eingeleitet.
Allein in den letzten 90 Minuten vor dem Beginn der Bodenoffensive kamen 750 Horizontalbomber &  „Stukas“ zum Einsatz
(Sturzkampfbomber mit Jericho-Trompete -> enormer psychol. Effekt/Belastung)

 

- Nach der Verlegung der Lufteinsätze in die Tiefe gelang es der Infanterie und den Sturmpionieren der 1. Panzerdivision rasch, Brückenköpfe über die Maas zu errichten -> VIDEO Pontonbrücke

 

- In den Morgenstunden des 14. Mai rollten die ersten Panzer über die bei Sedan errichtete Pontonbrücke.
Auf ihr überquerten an diesem Tag 60.000 Mann sowie 22.000 Fahrzeuge, davon 850 Panzer die Maas.

 

- Da sich die Überzeugung, dass die Ardennen für Panzer unpassierbar seien, bei der französischen Armee zum Dogma entwickelt hatte, rechnete der Oberbefehlshaber der territorial zuständigen 2. Armee (unter General Huntziger) damit,
dass die Wehrmacht erst drei Wochen nach dem Angriffsbeginn einen ernsthaften Versuch unternehmen könnte, die Maas zu überschreiten.

 

- Man maß daher diesem Abschnitt eine eher geringe Bedeutung zu  und hatte mit der 55. Infanteriedivision (unter General Lafontaine) nur eine Division der Kategorie B eingesetzt. (Reservisten über 30 Jahre)

 

- Auch der unerwartet rasche Vorstoß der Deutschen beunruhigte die Führung zunächst nicht.

 

- Die Detailplanung des Falles Gelb endete mit der Einnahme von Sedan.

 

- Zumindest am 14. Mai waren ausnahmsweise alle vorgesetzten Kommandeure des Generals Kleist der Meinung, dass eine Konsolidierung des Brückenkopfes absolute Priorität habe. (Bild OKH?!)

 

 - Diese Konsolidierung sollte gemäß Heeresgruppe A die 12. Armee (unter Generaloberst List) sicherstellen, dem auch die Panzergruppe Kleist unterstellt wurde.

 

- Kleist wehrte sich sowohl gegen die Unterstellung als auch gegen die Verwässerung des Sichelschnittplanes, der einen raschen, kompromisslosen Stoß zur Küste vorsah.

 

- Nun konnten nur mehr vollendete Tatsachen die Selbständigkeit der Panzergruppe wieder herstellen.

 

- Die Panzerkorps kamen diesen Intentionen Kleists auch entgegen und stießen nicht nur mit genehmigter Aufklärung, sondern mit Masse weiter in Richtung Westen vor.

- So ließ Guderian zum Schutz des Brückenkopfes Sedan lediglich die 10. Panzerdivision und etwas Infanterie zurück und ging mit der
1. & 2. Panzerdivision auf Montcornet vor, wo er am 16. Mai auf das Panzerkorps Reinhard traf, das den Ort bereits am Vortag eingenommen hatte.

 

- Weiter nördlich rieb das Panzerkorps Hoth am 15. Mai die 1. französische Panzerdivision bei Flavion auf; in der Nacht zum 17. Mai stieß Rommel dann bis Le Cateau durch,
was der um Konsolidierung ringenden 9. französischen Armee den Todesstoß versetzte.

? Was war Geheimnis des schnellen dt. Vorstoßes? -> VIDEO Geheimnis

 

-  In dieser Phase kam es auch zu einem Stimmungsumschwung in der obersten Führung.
- Während sich im OKH plötzlich Siegeszuversicht breit machte und auf Tempo gedrückt wurde, wuchs Hitlers Furcht vor Flankenangriffen ebenso wie der Ärger über ungehorsame Panzerführer.

 

- General Franz Halder notierte am 17. Mai 1940 in seinem Kriegstagebuch:

„Ein recht unerfreulicher Tag. Der Führer ist ungeheuer nervös. Er hat Angst vor dem eigenen Erfolg. Er tobt und brüllt, man sei auf dem Wege, die ganze Operation zu verderben.“

- Diese Erregung führte am 17. Mai zur (kurzfristigen) Kommandoenthebung des zu schnellen Guderian und zum „Haltebefehl von Montcornet“, der erst am 18. Mai um 18:00 Uhr aufgehoben wurde. 

- Zwei Tage später erreichte die 6. Panzerdivision ohne ernsthafte Gegenwehr bei Noyelles die Kanalküste.

- Die 7. Panzerdivision hingegen wurde am 20. Mai bei Arras in einen heftigen, aber schlecht koord. Gegenangriff des brit. Expeditionskorps verwickelt,
der ? nicht ohne erhebliche Verluste ? abgewehrt werden konnte.

- Am frühen Nachmittag kam der Haltebefehl von Dünkirchen.

5. Fall Rot

-Als die deutschen Truppen Anfang Juni in die Bereitstellungsräume zur Fortführung des Angriffes Richtung Süden einrückten, hatte sich das Kräfteverhältnis umgekehrt.

 

- Die Alliierten konnten der Wehrmacht in der Weygand-Linie an den Flüssen Somme und Aisne (en) nur mehr die neue Heeresgruppe 3 entgegensetzen, die kaum mehr über gepanzerte Kräfte verfügte.

 

- Die Masse der noch verfügbaren 66 Divisionen blieb weiterhin in der Maginotlinie gebunden.

 

- Die Wehrmacht konnte dagegen 104 Divisionen aufbieten; weitere 19 Großverbände standen als Reserve zur Verfügung.

 

- Für den Angriff hatte man der Heeresgruppe B den Abschnitt zwischen Reims (res) und der Kanalküste zugeordnet.

 

- Sie sollte mit ihren gepanzerten Speerspitzen nach dem Durchbruch durch die Weygand-Linie über Paris nach Süden vorstoßen.

 

- Die Heeresgruppe A stellte sich zwischen Reims und Sedan zum Angriff bereit.

 

- Sie hatte den Auftrag, mit der Panzergruppe Guderian voraus entlang der Marne in Richtung der Schweizer Grenze vorzugehen.

 

- Der Angriff begann am 5. Juni und stieß auf ungewohnt heftigen Widerstand, der allerdings nach dem Durchbruch durch das tief gestaffelte Stellungssystem rasch nachließ.

 

- So konnte die Heeresgruppe B bereits am 14. Juni das unverteidigte Paris einnehmen, während die Heeresgruppe A am 17. Juni bei Pontarlier die Grenze zur Schweiz erreichte und damit die Verteidiger der Maginot-Linie (über 500.000 Mann) einkesselte.

 

- Am Folgetag suchte die neue französische Regierung unter Marschall Pétain um Waffenstillstand nach. Am 21. desselben Monats wurde er schließlich unterzeichnet, und zwar im selben Eisenbahnwaggon in dem die Dt. im 1. WK unterschreiben mussten…

 

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  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 3. Semester (Uni)
  • Erstellt: 2009
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 04.08.16

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