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U-Bootkrieg Referat

Inhaltsverzeichnis

Folgend ein Referat über den U-Bootkrieg im 1. Weltkrieg. Zudem der Verlauf, die Folge und die Ursache des U-Boot-Krieges als relativ übersichtliche Zusammenfassung.

Vorgeschichte des Uboot-Kriegs

Es gab viele Ursachen, die für den Kriegsausbruch verantwortlich waren, jedoch war der äußere Anlass die Ermordung des österr.-ungar. Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand durch serbische Nationalisten am 28.6.1914 in Sarajevo. Am 23.7. verlangte Österreich-Ungarn in einem unannehmbaren Ultimatum von Serbien faktisch die Aufgabe seiner politischen Eigenständigkeit. Das heißt: Serbien sollte sich Österreich-Ungarn unterwerfen. Am 28.7. folgte dann die Kriegserklärung. Die Verflechtungen im europäischen Bündnissystem veranlassten Deutschland, die Partei Österreich-Ungarn zu ergreifen und nacheinander Russland und Frankreich den Krieg zu erklären. Nach dem deutschen Einmarsch in Belgien trat England auf der Seite Russlands und Frankreich, den sog. Alliierten Mächten, in den Krieg ein.

Der U-Bootkrieg - Verlauf und Hintergrund / Ursache

Die Aufgaben der deutschen Marine bestand darin, die deutsche Nordseeküste vor einer Blockade zu schützen und unter günstigen Umständen die britische Flotte zu einer Entscheidungsschlacht zu stellen. Dabei wurden jedoch die Strategie und die geographischen Möglichkeiten des Gegners zu wenig beachtet. Den Briten kam es darauf an, die eigenen Seeverbindungen zu sichern und die des Gegners zu unterbrechen. Die Vernichtung der deutschen Hochseeflotte wäre der schnellste, aber auch der verlustreichste Weg gewesen. Auch der Flotteneinsatz in der südlichen Nordsee war aufgrund der deutschen Minensperren und der U-Boot-Gefahr zu riskant.

Hingegen bot die günstige Lage Englands alle Möglichkeiten für eine defensive Fernblockade. Der erste deutsche U-Boot Angriff richtete sich gegen Kriegsschiffe der englischen Blockadeverbände und hatte die Versenkung von vier Kreuzern durch U21 und U9 zur Folge. Da aber der Einsatz gegen Kriegsschiffe nicht die gewünschten strategischen Erfolge erzielte, wurde ab Februar 1915, nach vorhergehender Warnung der zivilen Schifffahrt der U-Bootkrieg gegen britische, sowie fälschlich unter neutraler Flagge fahrende Handelsschiffe befohlen. Bei Versenkungszahlen von circa 100.000 BRT monatlich war diese Taktik anfangs durchaus erfolgreich, nachdem jedoch Amerikaner bei der Versenkung der LUSITANIA und ARABIC ums Leben kamen, verzichtete man aus Angst vor einem Kriegseintritt der USA darauf, weitere Passagierdampfer zu versenken.

1916 befahl der Kaiser Willhelm II. - entgegen den Ansichten Tirpitz - Handelsschiffe nur noch anzugreifen, wenn sie sich innerhalb einer zum Kriegsgebiet erklärten Zone befanden oder bewaffnet waren. Tirpitz nahm daraufhin seinen Abschied. Nach der Torpedierung des französischen Dampfers SUSSEX im März 1916 drohten die USA mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen, falls Deutschland nicht bereit wäre, den U-Bootkrieg gemäß dem Völkerrecht zu führen. Die deutsche Reichsregierung willigte ein und versprach, dass deutsche U-Boote nur nach vorheriger Warnung und anschließender Rettung der Besatzung Handelsschiffe torpedieren würden. Die Marineführung hielt einen weiteren Einsatz der U-Boote unter diesen Vorgaben für zu riskant und setzte sie vorerst verstärkt gegen feindliche Kriegsschiffe ein.

Als sich im Dezember 1916 die Lage der deutschen Landstreitkräfte durch den Zweifrontenkrieg verschlechterte, forderten die Militärs den uneingeschränkten U-Bootkrieg als letzte Möglichkeit England zu besiegen. Ab dem 1. Februar 1917 wurden 105 einsatzbereite U-Boote zur warnungslosen Versenkung aller sich im Kriegsgebiet befindlichen Handelsschiffe eingesetzt.

Nachdem Deutschland den uneingeschränkten U-Bootkrieg ausgerufen hatte, brachen die USA die diplomatischen Beziehungen ab und traten im April 1917 in den Krieg ein.
Im darauffolgenden Sommer wurden die Aufgaben der U-Boote durch die Verminung der Routen und durch die Einführung des Konvoisystems immer schwieriger. Da auf diese neuen Verfahren der U-Bootbekämpfung von Seiten der Marineführung nicht entsprechend reagiert wurde, kam es zu großen Verlusten innerhalb der U-Bootwaffe, und es gelang nicht, England auszuhungern.

Zeittafel des U-Bootkrieges - Historische Daten in chronologischer Reihenfolge

Vorgeschichte:

28.6.1914 Ermordung des Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand
23.7.1914 Österreich-Ungarn fordert die Unterwerfung Serbiens
28.7.1914 Kriegserklärung

U-Bootkrieg:

7.5.1915 Versenkung der brit. Passagierdampfers Lusitania durch die U20

1916 Kaiser Willhelm II. befiehlt, entgegen den Ansichten Tirpitz (Großadmiral),
Handelsschiffe nur noch anzugreifen, wenn sie sich innerhalb einer zum Kriegsgebiet erklärten Zone befanden oder bewaffnet waren.

März 1916 Torpedierung des franz. Dampfers Sussex; USA drohte die diplomatischen Beziehungen abzubrechen, falls Deutschland nicht bereit wäre, den U-Bootkrieg gemäß dem Völkerrecht zu führen.

Dez. 1916 Verschlechterung der Lage der deutschen Landstreitkräfte durch den Zweifrontenkrieg

Ab 1.Febr.1917 105 einsatzbereite U-Boote wurden zur warnungslosen Versenkung aller, sich im Kriegsgebiet befindlichen Handelsschiffe eingesetzt

April 1917 USA bricht diplomatische Beziehungen ab und tritt in den Krieg ein

Sommer 1917 Einführung des Konvoisystems und Verminung der U-Bootrouten

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4.4 / 5 Sternen (14 Bewertungen)
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 11. Klasse
  • Erstellt: 2011
  • Note: Ohne Wertung
  • Aktualisiert: 16.07.16

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  • Günther jAUCH schrieb am 14.04.2015:

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