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Kolonialisierungspolitik des Deutschen Reichs (Aufsatz)

Inhaltsverzeichnis

Aufgabe:

Erläutere Anhand der statistischen Daten die Sonderrolle Deutschlands in Europa!
Gehe dabei auch auf Ursachen dieser Entwicklung und das Konfliktpotential ein, das aus dieser Rolle resultiert. (vorliegend Diagramme und Statistiken übers dt. Kaiserreich aus dem Buch „Vom Kaiserreich zum Nationalsoz.“ Wie Produktion wo und Kolonien und so, nichts besonderes)

Lösung zur deutschen Sonderrolle im 19. Jahrhundert:

Das deutsche Reich war bis zu seiner Gründung bzw. Einigung im Jahre 1871 ein zersplitterter, loser Staatenbund ohne Führung. Bismarcks ausgeklügelter Vorgehensweise verdanken wir die Vereinigung partikularer Gewalten  zum Deutschen Kaiserreich am 18. Januar 1871, proklamiert im französischen Schloss Versailles.

Durch diesen Zusammenschluss und damit einhergehender Verschmelzung von wirtschaftsstarken Gebieten (wie bspw. Bayern, Rhein-Main, Preußen,..) entfaltet sich rasch das enorme Wirtschaftspotential des noch jungen Kaiserreiches.

Außerdem entsteht nun eine neue Großmacht mit Hegemonialmachtpotential, die das europäische Mächtegleichgewicht jederzeit durcheinander würfeln kann wie ein Kniffel-Becher und somit eine Sonderrolle in Europa einnimmt.

Bismarck, ab 1871 vom preußischen Ministerpräsident zum Reichkanzler berufen, verfolgte nach der deutschen Einigung eine friedliche Außenpolitik und sicherte sich dazu im Laufe seiner Amtszeit eine Vielzahl von Bündnissen.

Er sah Deutschland als saturiert und hatte keine Kolonialbestrebungen, auch um Konflikten aus dem Weg zu gehen. Dabei gingen seine Ansichten meist konform mit Kaiser Wilhelm I, der generell Bismarck in dessen Außenpolitik viele Freiheiten einräumte. Dies zeigt Statistik 1a) auch sehr deutlich. Hatte das Deutsche Reich 1881 unter Reichskanzler Bismarck noch keine Kolonien, so hatte es bereits 5 Jahre nach dessen Entlassung (1895) ebenso viel afrikanisches Territorial annektiert wie Frankreich (2,3mio km²). Ein Blick auf Statistik 1d) bestätigt dies. Tätigte das Deutsche  Reich 1870 noch keinerlei Auslandsinvestition,  so liegt es 20 Jahre später bereits auf Platz 2 hinter Frankreich.

Dieser Umschwung in der deutschen Außenpolitik erklärt sich mit Absetzung Bismarcks durch den neuen Kaiser Wilhelm II, welcher von vornherein eine aggressive Weltmachtpolitik betrieb, die im 1. Weltkrieg ihren Höhepunkt findet. Deutschland zog militärisch mit anderen europäischen Großmächten wie Frankreich oder Russland zu Beginn des 20 Jhr. gleich, wie Statistik 1c) belegt.

Es muss aber auch erwähnt werden, dass es Deutschland trotz aller Bestrebungen und der Proklamation „Deutschland verdient einen Platz an der Sonne“ durch Reichskanzler Bülow nicht gelang, internationales Gebiet im großen Maßstab zu annektieren. Statistik 1a) verweist an dieser Stelle auf den Kolonialbesitz europ. Großmächte 1912; England besitzt dort mehr als 10 mal so viel Kolonialgebiet wie das Deutsche Reich. Hierzu gibt auch Statistik 1b) Auskunft; die geringe Bevölkerungs- und Flächenrelation zwischen den Mütterländern und Kolonien des deutschen Reiches (15/100)  stehen in keinem Verhältnis zur Englischen (9,5).

Trotz dem die deutschen Kolonialerrungenschaften bescheiden waren, entfaltet sich mit der neuen Außenpolitik ab 1890 auch ein neues Konfliktpotential in Europa.

Zwischen 1898 und 1900 wurden unter Einfluss von Admiral Tirpitz  die so genannten Flottengesetze verabschiedet. Deutschland investierte hohe Summen in den Bau neuer und moderner See-Streitkräfte. Es begann ein Wettrüsten mit England (Vgl. Statistik 1c),  der jahrhundertlang führenden Seemacht Nr.1,  woraufhin sich die deutsch - britischen Beziehungen kontinuierlich verschlechterten.

Diese (negativ-)Entwicklung der deutschen Rüstungs- und Außenpolitik endet mit der Aus- und Erfüllung des Blankoschecks 1914 im ersten Weltkrieg  und macht Deutschland im Nachhinein als alleinigen Kriegsschuldner verantwortlich...

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4.5 / 5 Sternen (2 Bewertungen)
  • Autor: Tom Zeddies
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 13. Klasse
  • Erstellt: 2007
  • Note: 1
  • Aktualisiert: 26.11.16

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