Schulzeux.de > Geschichte

Die Türkei Referat

Inhaltsverzeichnis

Diese Facharbeit zur Geschichte der Türkei bietet eine Zusammenfassung und Überblick, daher auch bestens als Türkei Referat geeignet! Als Referierender nimmt man sich einfach die gröbsten und wichtigsten Fakten hier raus und trägt sie vor.

Zeittafel zur Geschichte Anatoliens (Türkei, Osmanisches Reich)

Als erstes erfolgt eine Zeittafel zur türkischen Geschichte:

Vor 7000 v. Chr. Paläolithikum, Höhlen von Karain, Beldibi und Belbasi; primitive
Steinwerkzeuge und Waffen.

7000 - 5000 v. Chr. Neolitikum, Besiedlung von Hacilar (bei Burdur); erste Belege für Jungsteinzeitlicher Ackerbau.

um 6500 - 5500 v.Chr. Catal Hüyük wird kultureller Mittelpunkt Anatoliens.

5000 - 3000 v. Chr. Chalkolithikum. Dorfkulturen mit Arbeitsteilung. Älteste Siedlung in Alaca Hüyük, Alischar, Can Hasan und Beycesultan.

um 2500 - 2000 v. Chr. Blütezeit der hattischen Fürstentümer, erste größere soziale Organiesation in Anatolien.

um 2000 v. Chr. Beginn der hethitisch Invasion, die zur Bildung neuer Kleinstaaten führte; Blüte der Keramik Kunst.

um 1950 - 1750 v. Chr.
Zeit der assyrischen Handelskolonien mit dem Zentrum Karum Kanesch (Kültepe bei Kayseri); assyrisches Handelsnetz in Anatolien; erste schriftliche Quellen auf Tontafeln.

1650 - 1500 v.Chr. Althethitsches Königreich mit der Hauptstadt Hattuscha; Konförderation von Fürstentümern.

1450 - ca. 1200 v. Chr. Hethitsche Großreichszeit mit einer Ausdehnung überweite Teile Anatoliens und Syriens.

um 1200 v. Chr. Zusammenbruch des Hethiterreiches unter dem Druck der Seevölker. Im Süden des Reiches bilden sich spähthethitsche Stadtstaaten unter assyrischer Oberherrschaft.

900 - 580 v.Chr. Reich von Urartu im Gebiet des Van-Sees. Blüte in der Mitte des 8 Jh. Keilschrift und Hieroglyphen, Pferdezucht und Metallbearbeitung. Die Herkunft der Urartäer ist unbekannt.

1200 - 600 v. Chr. Phrygisches Reich mit der Hauptstadt Gordion; Kult der Muttergottheit Kybele.

695 v. Chr. Kimmerier zerstören auf dem Weg durch Anatolien das Reich der Phryger.

685 - 546 v. Chr. Reich der Lyder mit der Haupstadt Sardes (bei Sahhh).

609 - 560 v. Chr. Alyattes, König von Lydien, vertreibt die Kimmerier. In seine Zeit fällt wahrscheinlich auch die Erfindung des Münzgeldes.

546 v. Chr. Niederlage des Lyderkönigs Krösus gegen den Perserkönigs Kyros II. Anatolien gerät unter persische Herrschaft.

334/333 v. Chr. ·
Alexander der Große erobert den größten teil Anatoliens.

323 - 280 v.Chr. Nach Alexanders Tod teilen sich seine Feldherren (Dieadochen) das Erbe. Beginn des Hellenismus. Herrschaft der Seleukiden in Kleinasien.

261 - 241 v.Chr. Die Herrschaft von Eumenes I. führt zum Aufstieg Pergamons, das seine Blütezeit unter Eumenes II. (197 - 159 v. Chr.) erlebt.

230 v. Chr. Attalos I. von Pergamon schlägt die in Anatolien eingefallenen Galater.

190 v. Chr. Sieg der Römer über Antiochos den Großen; Anatolien wird weitgehend den Königen von Perganon unterstellt.

133 v. Chr. Attalos III. vererbt das Pergamenische Reich den Römern; Beginn des römischen Einflusses in Kleinasien.

88 - 63 v. Chr. Nach drei Kriegen gegen den Pontischen König Mithridates VI. Eupator kommt es zu einer Neuordnung Kleinasiens; Einem Kranz Römischer Provinzen werden mehrere Vasallenstaaten vorgelagert - vor allem als Schutz gegen das Partherreich im Südosten.

25 v. Chr. Endgültige Neuordnung der Provinzen unter Augustus.

54 - 58 n. Chr. Missionsreise des Paulus nach Ephesus; der Apostel schreibt einen Galaterbrief an die Gemeinden in Zentralanatolien.

98 - 136 Die Regierungszeiten der Römischen Kaiser Trajan und Hadrianbilden den Kulturellen Höhepunkt der römischen Kaiserzeit in Kleinasien.

324 Konstantin I. besiegt seinen Mitregenten Licinius und wird allein Herrscher im Römischen Reich.

330 Byzanz wird nach Umbenennung in Konstantinopel Haupstadt des neuen Reiches.

391 Das Christentum wird Staatsreliegion.

395 Nach dem Tod von Theodosius I. wird das Reich endgültig in Ost - und Westrom geteilt.

527 - 565 ¸
Die Regierungszeit Justinians I. markiert den Höhepunkt byzantinischer Machtentfaltung.

610 - 641 Kaiser Heraklios. Ostrom wird zum Byzantinischen Reich, Griechisch wird Staatssprache; mit der >Themenverfassung< erhält das Heer eine neue Grundlage. Auseinandersetzungen mit den Sassaniden; der endgültige Sieg im Jahr 628 stärkt das Reich.

636 Die Muslime unter dem Kalifen Omar besiegen ein byzantinisches Heer am Yarmuk; 638 wird Jerusalem von den Arabern besetzt.

674 - 678 u. 717/718 Konstantinopel wird mehrfach von den Arabern belagert.

726 - 780 u. 813 - 843 Zeit des Ikonoklasmus (Bilderstreit), an dessen ende sich die Bilderverehrung wieder durchsetzt.

1054 Kirchenschisma zwischen der römischen-katholischen und der griechisch-orthodoxen Kirche.

1071  
Sieg der türkischen Seldschuken über das byzantinische Heer des Romanus IV. Diogenes, der gefangengenommen wird. Bürgerkrieg in Konstantinopel. Die Seldschucken dringen nach Anatolien vor.

1075 Nicäa (Iznik) wird die erste Hauptstadt der Seldschuken.

1096 - 99  
Erster Kreuzzug. Nicäa wird zurückerobert, 1099 auch Jerusalem.

1146 Der zweite Kreuzzug scheitert bei Dorylaion (bei Eskisehir).

1187 Salah ad-Din (Saladin) nimmt Jerusalem ein; dies ist der Anlaß zum Dritten Kreuzzug. Friedrich I. Barbarossa ertrinkt im Juni 1190 im Chaleph (beim heutigen Silifke).

1219 - 37 »
Blüte des Seldschukenreiches unter Sultan Alàeddin Keykùbat I. Der Mevlàna Celàleddin Rùmi lebt und lehrt in Konya. (gest. 1273).

1243 Sieg der Mongolen über die Seldschucken. Unter mongolischer Herrschaft zerfällt das seldschukische Reich. In der Folgezeit bildet sich unabhängige Fürstentümer (Emirate), deren bedeutendstes das der Osmanen wird.

1391 Die Osmanen belagern erstmals Konstantinopel. (weitere Belagerungen 1395, 1396 und 1400). Eroberung der türkischen Fürstentümer in West- und Mittelanatolien.

1402 Sieg des Mongolen Timur Lenk über den osmanischen Sultan Bayezit I. bei Ankara. Bayezit stirbt in der Gefangenschaft.

29.04.1453
Sultan Mehmet II. erobert Konstantinopel und macht die jetzt Istanbul genannte Stadt zur Hauptstadt des Osmanischen Reiches.

1517 Sultan Selim I. (1512 - 20) Erobert Ostanatolien und Ägypten ebenso wie Mekka und Medina. Von nun an sind die Osmanen Träger der Kalifatswürde.

1520 - 66 Herrschaft des Sultans Süleymann I., des Prächtigen. Kulturell und politische Blütezeit des Osmanischen Reiches.

1656 - 1715 Unterdrückung innere Aufstände, zunehmende wirtschaftliche Abhängigkeit vom westlichen Kapital. Großwiesire aus der Familie der Köprülü bemühen sich um Reformen und eine Reorganisation des Reiches.

1683 Zweite Belagerung Wiens. Im Frieden von Karlowitz 1688 verliert das Osmanische Reich erstmals Gebiete von erheblichen Umfang (Ungarn und Siebenbürgen).

1839 - 71 Tanzimat - Periode (Reformzeit). Angesichts andauernder Gebietsverluste und des Wachsendem europäischen Einflusses ist dies der Versuch, Technik, Schulsystem, Wissenschaft und das Militär-, Verkehrs- und Verwaltungswesen des Westens zu übernehmen.

1876 Erste osmanische Verfassung und erstes Parlament. 1877 setzt Sultan Abdülhamit II. die Verfassung außer Kraft und löst das Parlament auf.

1908 Jungtürkische Revolution und Wiedereinsetzung der Verfassung. 1909 Rücktritt des Sultans Abdülhamit II.; eine Neue Verfassung wird eingeführt.

1912 - 13 Das Osmanische Reich verliert in den Balkankriegen bis auf Edirne die letzten europäischen Gebieten an die Balkanstaaten.

1941 - 18 Im Ersten Weltkrieg kämpfen die Osmanen an der Seite der Mittelmächte.

1920 Im Vertrag von Sèvres werden Gebietsabtrennungen der Türken und Einflußzonen der Siegermächte festgeschrieben.  
In Ankara tritt die Große Nationalversammlung unter Mustafa Pasa (Atatürk) zusammen.

1922 Die Türken besiegen die griechischen Besatzungstruppen und vertreiben die Griechen aus Kleinasien (Bevölkerungsaustausch). Aufhebung des Sultanats.

1923 Im Vertrag von Lausanne wird die Türkei in ihrer heutigen territorialen Gestalt anerkannt. Am
19.10.1923 wird die Republik Türkei ausgerufen. Mustafa Kemal Pa'sa wird zum das Kalifat aufgelöst.

1923 - 38 Reformen Atatürks (Kemalismus). Ausschaltung des islamischen Rechts, politische Gleichstellung der Frau, moderne Arbeits- und Sozialgesetzgebungund anderes mehr. Die sechs > (Prinzipien des Kemalismus) < werden 1937 als Zusatzartikel in die Verfassung aufgenommen: Republikanismus, Nationalismus, Populismus, Etatismus, Revolutionsgedanke und Säkularismus (Laizismus).

ab 1945 Übergang zum Mehrparteien system.

Die Hethiter

Bis vor einem Jahrhundert waren die Hethiter ein mysteriöser Volksstamm, der nur im Alten Testament (Uriah der Hethiter) und i n den Hieroglyphen der Alten Ägypter erwähnt wurden.
1834 wurde schließlich in Bo'gazkale (Hattusas) in Zentralanatolien der erste archäologische Fund gemacht, der auf ihre Existenz hinwies. Spätere Ausgrabungen förderten Tausende mit Keilschrift beschriebene Platten zutage, anhand derer sich die Geschichte des untergegangenen Hethiterreiches rekonstruieren ließ.
Das Erstaunlichste an den Hethitern, die übrigens Zeitgenossen der alten Ägypter und Babylonier waren, ist, dass sie als einzige frühe Zivilisation in der Lage waren, ein ungastliches Bergland zu kulturellen Blüte zu bringen. Dies war eigentlich nicht ihr Mutterland; ursprünglich kamen sie aus Südrußland und Zentralasien.
Von ihrer Hauptstadt Hatussas regierten sie Anatolien vom 19. bis ins 13. Jahrhundert v.Chr.. In praktischer wie intellektueller Hinsicht waren sie anspruchslos. Sie entwarfen ein Gesetzeswerk, unterteilt in 200 Einzelgesetze, das alle Verbrechen erfaßte, die sie sich damals vorstellen konnten.

Mord, schwarze Magie und Diebstahl konnten durch eine Geldbuße oder durch Rückgabe von Eigentum gesühnt werden. Als Kapitalverbrechen galt Staatsverrat, Vergewaltigung und Sodomie. Als Währung gebrauchten sie Silberstücke oder Ringe. Ihre besterhaltenes Vermächtnis sind ihre mächtigen Felsskulpturen, einfache, kolossale Darstellungen hethitischer Gottheiten, insbesondere ihres Wettergottes Teshub, des heiligen Stiers und von Löwen als Torwächter.
Die hethitische Kultur der beinahe totalen Vergessenheit entrissen zu haben, ist eine der großen archäologischen Errungenschaften diese Jahrhunderts.
Die Hethiter waren eine der größten Kulturen der Bronzezeit. Sie verständigten sich in einer der frühsten uns bekannten Sprachen jener indo-europäischen Sprachfamilie, aus der alle Sprachen in Europa und Indien hervorgegangen sind.

Der Trojanische Krieg

Um den blutigen trojanischen Krieg ranken sich eine Fülle von Geschichten: ein Epos für sich, Homer schrieb es in der >> Ilias << nieder.
Ausgelöst wird das Geschehen dadurch, dass der Trojanische Königssohn, Paris, die schöne Helene entführt, die Gemahlin des spartanischen Königs Menelaos. Menelaos forderte die mächtigsten Fürsten Griechenlands auf, ihn bei einem Rachefeldzug gegen Troja zu unterstützen und brachte ein gewaltiges Herr zusammen, das von den berühmtesten griechischen Helden befehligt wurde: Agamemnon, Odysseus, Achilleus, Ajax und andere. Zehn Jahre dauerte der entsetzliche Kampf um Troja - zehn Jahre voller Auseinandersetzungen auf dem Schlachtfeld, voller Heldenmut und Heimtücke, voller Grausamkeit und Edelmut, zehn Jahre des Kampfes unter entsetzlichen Opfern; ganze Herrscharen verloren ihr Leben, berühmte Anführer, Unschuldige wurden hingemetzelt, Mädchen geschändet und entführt, es wurde geraubt und gebrandschatzt. Die Götter, die in diesem Kampf skrupellos Partei für ihre Schützlinge ergreifen, scheinen vor allem geleitet durch Mißgunst und Neid, Rachsucht und Heimtücke und durch unverhüllte Eifersucht aufeinander. Die bedenkenlose Lüsternheit des weichlichen Schönlings Paris und die Treulosigkeit einer leichtsinnigen Frau entfachen einen gewaltigen Völkerstreit, der in einer Katastrophe endet. Viele Helden verlieren ihr Leben - darunter Hektor, Achilleus, Ajax; den schuldvollen Paris trifft eine schreckliche Strafe, ein vergifteter Pfeil des Philoktet verschafft ihm qualvolles Siechtum; seine verstoßene Gattin Oinone, die alleine ihn retten könnte, weigert sich in ihrer Verbitterung und überläßt in einen grausamen Tod. Die Entscheidung führt schließlich eine List des griechischen Feldherren Odysseus herbei. Ein riesengroßes Pferd aus Holz, in dessen Inneren er Elitetruppen verbirgt, wird gebaut und vor den Mauern Trojas aufgestellt. Trotz der düsteren Warnungen der Seherin Kassandra, einer Schwester des Paris, holen die Trojaner das Pferd in die Stadt. In der Nacht verlassen die Griechen den Hohlraum innerhalb des hölzernen Tieres, auf diese Weise gelangt das griechische Herr in die Stadt und besiegelt damit deren Ende: Tausende werden erbarmungslos hingeschlachtet und Troja in einem gewaltigen Flammensturm ausgelöscht.

Die Stadt Troja lag nördlich von Canakkale (westliche Türkei).

Alexander: Griechen in der Türkei

Alexander der Große veränderte die Weltordnung der antiken Welt und eröffnete eine neue Ära der Geschichte, besonders für die Türken. Im Alter von 21 Jahren überquerte er 334 v. Chr. an der Spitze eines Heeres aus rund 35000 Makedoniern und Griechen den Hellespont. Er hatte sie zum Ziel gesetzt, die griechischen Städte Kleinasiens zu befreien und das Persische Reich zu erobern. Der junge Feldherr erreichte sein Ziel erstaunlich schnell. Auf seinem Weg traf er auf das Rätsel des mysteriösen Gordischen Knotens (Gordien befindet sich 1061 Kilometer westlich von Ankara). Es war jener Knoten, die der Phrygerkönig Gordios gebunden hatte, um das Joch an der Deichsel seines Ochsenkarrens zu befestigen.
Der Orakelspruch weissagte, dass wer immer den Knoten löse, Herrscher über Asien sein werde. Alexander hatte auch von dieser Legende gehört und fühlte sich verpflichtet, die Prophezeiung zu erfüllen. Er durchtrennte mühelos den Knoten mit seinem Schwert. Innerhalb von achtzehn Monaten hatte er Anatolien erobert und nach drei weiteren Jahren das ganze Persische Reich. Als im Alter von 32 Jahren einem plötzlichen Fieber erlag, hinterließ er ein riesiges Reich ohne rechtmäßigen Nachfolger. Seine Generäle (Diadochen) bekämpften sich gegenseitig in den zwanzig darauffolgenden Jahren, bis schließlich drei Königreiche entstanden: das der Makedonier in Griechenland, das der Seleukiden in Syrien und das der Ptolemäer in Ägypton.
Dennoch wurde durch Alexanders Eroberungszüge ein >> Korridor << geschaffen, der Griechenland mit Persien und dem Osten verband. Ein Korridor, durch den ein kultureller Austauch möglich wurde, der zu einer solchen Blüte des Denkens und der Gelehrsamkeit führte, das er die zivilisierte Welt verändern sollte. Diese Zeit ist als >> Hellenismus << bekannt und dauerte bis 30 v. Chr.

Das Byzantinische Reich

Kaiser Konstantin gründete im Jahr 330 n. Chr. Konstantinopel. Die Gründung der Stadt symbolisiert den Niedergang Roms und die Teilung des Römischen Reiches in eine östliche und eine westliche Hälfte. Während das Weströmische Reich im Jahr 476 zusammenbrach, konnte die östliche Hälfte noch fast ein Jahrtausend unter dem Nahmen Byzanz bestehen. (Der Name kommt von Byzantium, der früheren griechischen Stadt an dieser stelle). Schließlich eroberten die Osmanen 1453 die Stadt und beendeten die Herrschaft Ostroms.
Das Byzantinische Reich hatte sich zwei Ziele gesetzt: die Wahrung der griechischen Kultur und die Verwirklichung des orthodoxen Christentums als Staatsreligion, wobei die Byzantinischen Kaiser sowohl die Rolle der >> Caesaren << als auch der Päpste einnahmen. Diese Kaiser, besonders Justinian, sorgten für ein freigebiges Mäzenatentum gegenüber Künstler und Architekten. Dank dieser Großzügigkeit entwickelte sich der klassische Stil der byzantinischen Kuppelbasilika. Das herausragende Beispiel ist die Hagia Sophia aus dem 6. Jahrhundert. Alle byzantinischen Kirchen waren aus Ziegelstein gebaut und hatten wenig Außenschmuck. Die Innenausstattung war dagegen um so prunkvoller: Zahlreiche Mosaiken, die häufig biblische Geschichtszyklen wiedergaben, leuchteten in allen Farben. In der Hagia Sophia sind nur noch Überreste dieser Mosaiken zu sehen, während diejenigen in der Karye Camii als die herausragendsten und vollständigsten byzantischer Mosaikkunst bekannt sind. Die Verehrung von Ikonen (Bildnisse von Jesus Christus, der Jungfrau Maria und anderen Heiligen) begann ebenfalls in der byzantinischen Ära. Es entwickelte sich eine sehr kunstvolle Ikonenmalerei, die Szenen aus der Bibel abbildete und in der Kirche darstellte. Alle bildlichen Darstellungen wurden jedoch von übereifrigen Bilderstürmern zerstört, deren Herrschaft von 711 bis 843 n. Chr. dauerte. Deshalb stammen die ältesten heute existierenden Mosaiken in Istanbul aus der Mitte des 9. Jahrhunderts.
Der byzantinische Kunst- und Architekturstiel breitete sich auch in benachbarten Regionen aus. So sind immer noch erstaunlich ähnliche Kuppelkirchen in ganz Italien, Griechenland und auf dem Balkan zu sehen, häufig mit Mosaiken und Ikonen dekoriert.

ANZEIGE Klassenfahrt
Jugendreise.de organisiert erlebnisreiche Schüler Klassenfahrten und fast jede Form von anderen Gruppenreisen.

Der Aufstieg der Türken

Die Geschichte der Türken als hervorragende Kämpfer reicht zurück bis mindestens zur Herrschaftszeit des Abbasiden Kalifen Al Mutasim (833-842). Dieser Herrscher schuf eine Armee aus türkischen Gefangenen und Söldnern, die zur Stütze des Reiches wurde und zugleich zu seinem Untergang. Spätere Kalifen mußten feststellen, dass die Beschützer die Herrschaft übernommen hatten und dass diese türkische"Prätorianer-Garde" die Kalifen nach ihrem Willen einsetzten und stürzten.

Das Seldschuken-Reich

Das erste große türkische Herrschaftergeschlecht, das Anatolien regierte, war dasjenige des Groß-Seldschukischen Reiches (1037-1109) mit Zentrum in Persien (Iran). Aus Zentralasien kommend eroberten die Türken Bagdad im Jahr 1055. Den Byzantienern bereiteten die Seldschuken 1071 bei Manzikert (Malazgirt) eine entscheidende Niederlage und nahmen ihren Kaiser gefangen. Daraufhin eroberten sie fast ganz Anatolien und machten Nicaea (Iznik) zu ihrer Provinzhauptstadt. Ihr Herrschaftsgebiet umfaßte jetzt die Gebiete der heutigen Staaten Türkei, Iran und Irak. Das Seldschuken-Reich entwickelte eine eigenständige Kultur mit einer besonders schönen Architektur. Auch Oma Khayyam (gestorben 1123) war ein Sohn des Großen-Seldschukischen Reiches. Politisch war das Reich nach kurzer Zeit schon dem Niedergang geweiht, da es ähnlich wie das Imperium Alexanders des Großen, unter den Generälen aufgeteilt wurde.
Ein Überbleibsel des Seldschuken-Reiches mit Zentrum in Iconium (Konya) bestand jedoch auch weiterhin in Anatolien. Es wurde 'SeldschukenSultanat von Rum' ("Rom", in der Bedeutung von "Römisch-Asien") genannt. Seine Blütezeit dauerte an und es brachte große Denker und hervorragende Kunstwerke hervor, bis es 1243 von mongolischen Horden überrannt wurde. Der herausragendste Denker des Sultanats von Rum war wohl Celaleddin Rumi oder 'Mevlana', der Gründer des Ordens der Mevlevi (Tanzenden) Derwitsche.

Die Kreuzzüge

Diese sogenannten "Heiligen Kriege", die geführt wurden, um den niedrigen Adel und den Pöbel in Europa zu beschäftigen, erwiesen sich für die byzantinischen Kaiser als verhängnisvoll. Zwar gelang es einer byzantinischen Armee 1097 Seite an Seite mit den Kreuzfahrern Nicaea (Iznik) von den Seldschuken zu erobern, doch die Kreuzfahrer waren zum großen Teil ein nutzloses und undiszipliniertes Pack. Beim vierten Kreuzzug (1202-1204) wurde das christliche Konstantinopel von bunt zusammengewürfelten europäischen Armeen überfallen und ausgeplündert. Dies war die erste und schrecklichste Niederlage für die große Stadt und sie wurde ihr von "befreundeten" Streitkräften zugefügt.
Kaum hatte sich Byzanz von den Verwüstungen der Kreuzzüge erholt, da sah es sich einer neuen und noch größeren Bedrohung gegenüber den Osmanen.  

Der Beginn des Osmanischen Reiches

Die Schwäche des byzantinischen Reiches verursachte ein Machtvakuum, das von türkischen Gruppen aufgefüllt wurde, die vor den Mongolen Flohen. Diese Partisanen- Einheiten, von denen jeder ihren eigenen Anführern hatte, eroberten Teile der Ägäis - und Marmara-Küste. Die Türken, die Bithynia in der Gegend von Bursa besetzten, waren Anhänger eines Mannes mit Namen Ertu'grul. Sein Sohn Osman gründete um das Jahr 1288 ein Fürstentum, aus dem später das Osmanli (Osmanische) Reich werden sollte.
1326 eroberten die Osmanen Bursa und machten es zu ihrer ersten Hauptstadt. Sie waren jedoch ein ehrgeiziges und energisches Volk und verlegten 1402 ihre Hauptstadt nach Adrianopel (Edirne), da es von dort aus einfacher war, die eroberten Gebiete auf dem Balkan zu beherrschen. Konstantinopel war noch immer in byzantinischer Hand.
Trotz einiger Rückschläge dehnte sich das türkische Herrschaftsgebiet rasch nach Osten und Westen aus. Im Jahr 1452 unter Regierung von Mehmet dem Eroberer waren die Türken stark genug, um Konstantinopel, die Hauptstadt der östlichen Christenheit, anzugreifen und sie im folgenden Jahr zu erobern. Unter Mehmets Herrschaft (1451-1481) begann die große Zeit der osmanischen Macht.

Süleyman der Prächtige

Seine Blütezeit erlebte das Osmanische Reich unter Sultan Süleyman dem Prächtigen (1520 -1566). Von den Türken wurde er der 'Gesetzgeber' genannt, und dehnte die osmanische Macht 1529 bis zu den Toren Wiens aus. Die osmanische Flotte unter Barbaros Hayrettin Pascha schien unbesiegbar zu sein. Aber 1585 begann der lange Niedergang des Reiches. Die meisten der Sultane nach Süleyman waren keine großen Herrscher. Zum Glück für das Land gab es sehr fähige und talentierte Großwesire, die an der Stelle der Sultane das Land regierten.

Das spätere Reich

1699 brauchte Europa sich nicht länger vor den "schrecklichen Türken" zu fürchten. Das Reich war noch immer groß und mächtig, aber es hatte einen Elan verloren und fiel auf sozialem, militärischen, wissentschaftlichem und wirtschaftlichen Gebiet rasch hinter das Abendland zurück. Im 19. Jahrhundert führten mehrere Sultane bedeutende Reformen durch. Selim III beispielsweise reformierte das Steuersystem, das Militär und den Handel. Doch die Janitscharen und andere konservative Elemente widersetzten sich den neuen Maßnahmen hartnäckig und manchmal sogar mit Gewalt. Eine alte Kultur neue Wege zu lehren, erwies sich als sehr schwierig.
Beeinflußt durch neue Strömungen eines ethnischen Nationalismus' begannen die unterworfenen Völker des Reiches zu revoltieren. Sie hatten Jahrhunderte hindurch Seite an Seite mit den Türken gelebt und waren von ihren eigenen Gemeindeoberhäuptern (Oberrabbinern, Patriarchen, etc.) reagiert worden, die ihrerseits dem Sultan gegenüber verantwortlich waren. Aber der Niedergang des Reiches und ungeordnete Verhältnisse verschafften den nationalistischen Bewegungen starken Zulauf. 1830 erlangten die Griechen ihre Unabhängigkeit, und wenig später begannen die Serben. Bulgaren, Rumänen, Albanier und Araber nach Unabhängigkeit zu streben.
Als das Reich zerbrach, lauerten die europäischen Mächte (England, Frankreich, Italien, Deutschland und Rußland) darauf, Teile davon zu kolonialisieren oder zu annektieren. Als Vorwand diente ihnen die Religion. Es sei ihre Pflicht, so behaupteten sie, die katholische, protestantische oder orthodoxe Bevölkerung vor Chaos und Anarchie zu bewahren. Zu den bevorzugten Zielen zählten die heiligen Stätten in Palästina, und jede der Mächte bemühte sich, dort für eine spätere Kolonisation Fuß zu fassen.
Das Russische Reich erlangte 1853 die Kontrolle über das osmanische Rumänien und übte daraufhin Druck auf die Türken aus, Rußland die Herrschaft über alle Orthodoxen im Osmanischen Reich einzuräumen. Der russische Zar gab vor, alle orthodoxen Untertanen des Sultans 'beschützen' zu wollen. Als Reaktion darauf brach der Krimkrieg aus (1853 -1856), in dem England und Frankreich an der Seite der Oasmanen gegen Rußland kämpften.
Um seinen Rückstand von mehreren Jahrhunderten in wenigen Jahren aufzuholen, wurden weitere Reformen vorgeschlagen und duchgeführt. Der letzte mächtige Herrscher, Abdul Hamid II (1876 -1909) wurde von Mithat Pascha auf den Thron gesetzt, der dem Reich 1876 eine Verfassung gegeben hatte. Der Sultan jedoch fegte Mithat Pascha mitsamt seiner Verfassung hinweg und errichtete seine eigene absolute Herrschaft.
Trotz des harten Durchgreifen von Abdul Hamid zerfiel das Reich weiter, erschüttert von nationalistischen Erhebungen auf Kreta, in Armenien, Bulgaren, Macedonien und in anderen Teilen des Landes. Die Lage verschlimmerte sich nur noch weiter. 1908 erlangte die Bewegung der Jungtürken, die die Reformen nach westlichem Vorbild forderten, gegenüber an Macht, um eine Wiedereinsetzung der Verfassung zu erzwingen. Im folgenden Jahr enthob das osmanische Parlament unter Führung der Jungtürken Abdul Hamid seines Amtes und setzte dessen schwachen Bruder auf den Thron.
Wenngleich noch immer ein Sultan auf dem Thron saß, so wurde das Osmanische Reich in seinen letzen Jahren tatsächlich von drei Mitgliedern des jungtürkischen Komitees der Einheit und des Fortschritts (Talat, Enver und Jemal) regiert. Ihre Herrschaft war energisch aber zu hart und fehlgeleitet und trugen nur dazu bei, die bereits hoffnungslose Lage weiter zu verschlechtern. Als der Erste Weltkrieg ausbrach verbündeten sie sich mit Deutschland und den Mittelmächten und wurde mit ihnen zusammen geschlagen.
Schon seit Beginn des Krieges hatten die siegreichen Alliierten Pläne gemacht, wie sie das Osmanische Reich aufteilen würden. Sie hatten sogar verschiedenen Einzelpersonen und Gruppen bestimmte Ländereien versprochen, um deren Unterstützung zu gewinnen. Nach dem Ende des Krieges mußten die Versprechungen eingelöst werden. Da die Alliierten mehr versprochen hatten, als sie halten konnten, beschlossen sie, auch Anatolien selbst aufzuteilen, um mehr Land zur Verfügung zu haben, mit dem sie die Forderungen befriedigen konnten. Die Türkei war im Begriff, von der Landkarte zu verschwinden. Die letzten Sultane lebten unter der Aufsicht der Alliierten in Istanbul und dachten nur an ihre eigene Haut.

Die türkische Republik

Die Lage für die Türken sah sehr hoffnungslos aus: ihre Armee wurde aufgelöst und ihr Land wurde von fremden Mächten beherrscht. Doch ein Schicksalsschlag führte dazu, dass das Blatt sich wendete.
Seit ihrer Unabhängigkeit im Jahr 1831 hatten die Griechen ihre "Megali Idea" gehegt, den 'Großen Plan' von einem neuen griechischen Reich, das sämtliche Gebiete umfassen sollten, die je unter griechischem Einfluß gestanden haben - in gewisser Weise die Neugründung von Byzanz.
Während des Ersten Weltkrieges hatten die Alliierten Griechenland die osmanischestadt Smyrna angeboten. König Konstantin lehnte dieses Angebot aus verschiedenen Gründen ab, obgleich sein Premierminister Venizelos es annehmen wollte. Als jedoch nach dem Krieg Alexander auf dem Thron kam, wurde Venizelos wieder Premierminister und Großbritannien ermutigte die Griechen, Smyrna zu besetzen, was sie am 15. Mai 1919 dann auch taten.
Die Türken, niedergeschlagen und hoffnungslos wegen der Besetzung ihres Landes und der Machtlosigkeit des Sultans, konnten es nicht ertragen, dass ein früher unterworfenes Volk eine osmanische Stadt besetzte und unter Grausamkeiten ins Landesinnere vorstürmte. Schon vor der griechischen Invasion hatte ein türkischer General mit Namen Mustafa Kemal beschlossen, dass eine neue Regierung das Schicksal der Türken aus den Händen des machtlosen Sultans nehmen und selbst leiten müsse. Am 19. Mai 1919 hatte er damit begonnen, den Wiederstand zu organisieren. Die griechische Invasion war nun genau der Schock, den das Volk brauchte, um aus seiner Resignation aufgeschreckt zu werden und Kemals Ideen anzunehmen.
Der Türkische Unabhängigkeitskrieg dauerte von 1920 bis 1922. Im September 1921 standen die Griechen unmittelbar vor Ankara, dem Hauptquartier der Türkischen Nationalisten. In einer verzweifelten Schlacht gelang es den Türken jedoch, sie zurückzuschlagen. Ein Jahr später begannen die Türken ihre Gegenoffensive und warfen die Griechen am 9. September 1922 bis nach Izmir zurück.
Der Sieg in diesem mit Härte geführten Krieg machte Mustafa Kemal erst recht zum Nationalhelden. In seinen Händen lag nun das Schicksal der Türken. Das Sultanat und das Osmanische Reich waren abgeschafft worden. Die Türkische Republik mit Zentrum in Anatolien und Ost-Thrakien wurde gegründet. Die Verträge des Ersten Weltkrieges, die den Türken fast ihr ganzes Land genommen hatten, wurden neu verhandelt und selbst Venezios konnte sich mit Kemal einigen und unterzeichnete 1930 einen Vertrag.

Die Tanzenden Derwische

Als Teil von Atatürks Reformprogramm zur Säkularisierung der Türkei wurden die >> Tanzenden Derwische << 1925 verboten. Ihre Heimat war Konya, die Hauptstadt des alten Seldschukenreiches. Die Gründung des Mevlna-Ordens der Derwische war der wichtigste seldschukische Beitrag zu den Weltreligionen.
Djelal od-Din Rumi, bekannt als Mevlana, ist in Konya begraben. Um seines Todes im Jahr 1273 zu gedenken, wird hier jedes Jahr, vom 9. bis 17. Dezember, das international bekannte Mevlana-Festival abgehalten. Es ist die einzige Gelegenheit, bei der man heute die Derwische tanzen sehen kann.

Der mystische Dichter und Philosoph Mevlana glaubte an die ekstatische, universelle Liebe. Ein Zustand, den er herbeizuführen meinte, in dem man im Kreis herumwirbelt und von mystischer Musik begleitet wird, gespielt auf einer >> ney <<, einer Hirtenflöte. Der Tanz symbolisiert die Drehung der Himmelsphären. Die rechte Hand wird hochgehalten, um von oben die Segnung zu erhalten, die linke Hand nach unten, um sie an die Erde weiterzugeben. Die Derwische waren in lange, weiße Gewänder gekleidet und trugen zylinderförmige Filzhüte, wie man es heute noch während des Festivals sehen kann.

Türkei: Region, Kultur, Religion und Alltag­

Geographie

Landschaften und Topographie

Die heutige Türkei erstreckt sich über eine Fläche von 779452 Quadratkilometern. Sie ist damit zwar sechsmal größer als Griechenland, hat aber nur halb so viele Einwohner pro Quadratkilometer. Die Bevölkerungszahl wird auf 67 Millionen geschätzt und wird im Jahr 2000 wohl die 70-Millionen-Grenze überschreiten. Die anatolische Halbinsel hat klar definierte geographische Grenzen: das Schwarze Meer (Kara Deniz) im Norden, die Ägäis im Westen und das Mittelmehr im Süden. In östlicher Richtung bilden hohe Berge die Grenze; der höchste ist der Ararat (Büyüka'gri Daì) mit 5165 Metern. Die 5 Prozent der Landfläche, die westlich der Dardanellen (Cannakkale Bo'gazi) liegen, sind flacher, geographisch gesehen ein Teil Europas. Hier liegen die Städte Istanbul und Edirne.
Der größte Teil des Festlandes ist eintönige Steppenlandschaft. Sie erstreckt sich in einer Höhe von 1000 Metern über das zentralanatolische Plateau, ist im Norden vom Pontischen Gebirge und im Süden vom Taurusgebiet begrenzt. Die Gebirgszüge verlaufen von Ost nach West und stoßen auf eine riesige, unwirtliche Gebirgsregion im Osten, die die Grenze zum Iran und Irak bildet.

Vulkane und Erdbeben

Es gibt in der Türkei, außer dem hohen Berg Ararat einige große Vulkane. Keiner von ihnen ist jedoch noch aktiv. Unterirdische Verschiebungen sind aber weiterhin im Gange und Erdbeben im Norden und Westen waren in der Geschichte der Türken seit jeher an der Tagesordnung - zum Unglück der dort lebenden Menschen. Ungefähr alle zehn Jahre bebt die Erde von neuem.

Seen und Flüsse

Durch diese zerklüftete Topographie sind viele Seen entstanden, weit mehr als sonstwo in dieser Region. Der Van-See (Van Gölü), ist der größte von ihnen. Die Türkei kann sich außerdem rühmen, dass der Tigris (Dicle), der 2800 Kilometer lang ist und der Euphrat (Firat), der 1900 Kilometer lang ist, auf ihrem Gebiet entspringt.

Die Nomaden

Die Türken betrachten sich als ein Volk mit nomadischer Abstammung, als Nachfahren der Tu-Kin-Stämme aus den Steppen der Mongolei. Aus dem chinesischen Wort >> Tu-Kin << hat sich der moderne Name Türke entwickelt. Diese Nomaden aus der Mongolei, bekannt als wilde Krieger und Reiter, drangen 1067 n. Chr. nach Ostanatolien vor. Sie wurden seßhaft, lernten es ein Reich zu verwalten, und brachten in den zwei darauffolgenden Jahrhunderten die türkische Zivilisation zu hoher Blüte. Ihre nomadischen Wurzeln haben die Türken nie vergessen, was besonders in der Architektur zum Ausdruck kommt. Die zylindrischen Gräber (türbe) erinnern an die spitzen Zelte, in denen sie Früher wohnten. Die Seldschuken unterstützten die Ansiedlung besonders vieler Nomaden bis nach Lykien Hinein. Daher war bis vor kurzem ein Großteil der Bevölkerten Städten wie Kas oder Kalkan halbnomadisch. Im Sommer wanderten sie mit ihren Tieren auf Weideplätze in den Bergen (yaylas), im Winter kehrten sie in die Städte an der Küste zurück.
Vereinzelt kann man die schwarzen Zelte aus Ziegenhaar und die Kamele in der Gegend um das Xanthos-Tal noch heute sehen.
Die meisten Nomaden in der Türkei leben heute mit ihren Schaf- und Ziegenherden viel weiter östlich. Man nennt sie yürük, was soviel heißt wie Wanderer. Ihre schwarzen Zelte stehen in weiten Teilen Ostanatoliens, besonders am Fuße des Berges Ararat und im Zab-Tal bei Hakkari. Frauen und Kinder sind im allgemeinen in Gewänder mit leuchtenden Farben gekleidet. Sie sind fröhlich, freimütig und unverschleiert und besonders einfallsreich in der Teppichherstellung.
Die Reiseschriftstellerin Freya Stark schrieb über den Lebensstil der Nomaden: >> Ein Nomade verbringt das Leben nicht wie wir, die wir versuchen unser Schicksal zu verändern, um es erträglicher zu machen. Er meistert es vielmehr mit Frohsinn und Tapferkeit. Das ist seine stärke und macht seinen Charme aus. <<

Kultur

Trotz aller Verbindungen zum Orient ist die Türkei ein gut funktionierendes Land, in dem Züge und Busse pünktlich verkehren und die Menschen sagen, was sie denken. Fremden begegnet man im allgemeinen freundlich und zuvorkommend. Die Türken sind sehr stolz auf ihr Land und ihre Vergangenheit. Atatürks Ausspruch >> Ne mutlu Türküm diyene << (Glücklich der, der von sich sagen kann, dass er Türke ist) ist selbst auf Felswänden gemalt und überall auf Fahnen zu lese, die an Feiertagen gehißt werden. Mit diesem Nationalstolz gehen ein starkes Sendungsbewußtsein und eine ebensolche Empfindlichkeit gegenüber Kritik einher, wie sich in der Armenien - und Kurdenfrage
zeigt.
Die Türkei ist im wesentlichen eine männlich geprägte Gesellschaft; Ehre und Männlichkeit sind daher die am meisten geschätzten Tugenden. In einem türkischem Gefängnis stehen Diebe auf der niedrigsten sozialen Stufe, während Mörder die Elite verkörpern. Die Motive für Mord haben im allgemeinen etwas mit Ehre zu tun und sind zum Beispiel der nicht vorsätzliche Mord an einer untreuen Ehefrau und ihrem Liebhaber durch den betrogenen Ehemann als Rache für persönliche Eheverletzung
angesehen.

Der Einfluß des Islam ist weiterhin stark: So sind noch immer in den meisten Autos und Taxis Perlenschnüre zu sehen, die vor dem >> bösen Blick << schützen sollen. Alkohol wird in Maßen konsumiert, und Trunkenheit in der Öffentlichkeit ist unbekannt. Junge Türken sind sehr an einer guten Ausbildung interessiert. Türkische Arbeitnehmer sind daher gut aus gebildet. Der prozentuale Anteil der Hochschulabsulventen ist höher als in manchen Ländern Europas. Die Bildungschacen sind jedoch immer noch ungleich verteilt, wobei den ohnehin privilegierten westlichen Regionen im Vergleich zu den östlichen Provinzen der Löwenanteil an Lehrkräften und Geldmittel zufällt.

Politik der Türkei

Grundlage

Generell wird die Türkei von Ökonomen und Soziologen als >> Entwicklungsland << eingestuft. Die jüngere politische Geschichte der Türkei paßt, anders als bei Nationen wie Nigeria, Indien oder Brasilien, jedoch nicht in diese Standardeinteilung. Keine imperialistische Macht des 19. oder 20. Jahrhunderts hat die Türkei in ihrer Staatsform geprägt. Der moderne türkische Staat sich aus seinem eigenen osmanischen Vermächtnis heraus entwickelt. Daher rühren die politischen Probleme dieses Jahrhunderts weitgehend von den zwei vorangegangenen Jahrhunderten her, aus dem allmählichen Zerfall des Osmanischen Reiches mit seinem komplexen Verwaltungs- und Militärsystem.

Regierungssystem

Die Nationalversammlung zählt 450 Mitglieder und wird mit allgemeinem Wahlrecht auf fünf Jahre gewählt. Der Ptäsident wiederum wird von der Nationalversammlung auf sieben Jahre gewählt.

Politische Parteien

Die größten Parteien sind die Mitte-Rechts-Partei DYP (Konservative Partei des richtigen Weges), die Mutterland-Partei (ANAP), die Sozialdemokratische Volkspartei (SHP) sowie die Wohlfahrtspartei mit islamisch-konservativer Ausrichtung.

Probleme der Politik

Die schwersten Aufgaben, vor denen die jetzige Regierung steht sind die Bekämpfungen der Inflation und die Lösung des Kurdenproblemes im Südosten der Türkei. Den hohen Verlusten der staatlichen Industrie verursacht die Premierministerin durch eine radikale Privatisierung staatlicher Unternehmen entgegenzuwirken. Was das Kurdenproblem betrifft, so ist sie jedoch als entschiedene Gegnerin der kurdischen Autonomiebestrebungen bekannt. Eine Haltung, die sie aber eventuell überdenken muß, falls die Kurden ihre Drohungen wahr machen und durch Anschläge das Wirtschaftsleben beeinträchtigen.

Der Islam

Zur Zeit gibt es ca. 800 Millionen Anhänger des Islams. Das Wort Islam ist arabisch und bedeutet
> Ergebenheit <. Die gläubigen Moslems unterwerfen sich Allah, dem einzigen und wahren Gott, demselben Gott wie im Christen- und Judentum. Das heilige Buch des Islam ist der Koran, das durch göttliche Eingebung dem Propheten Mohammed (auch: Muhammed oder Muhammad) offenbart wurde. Er war der letzte der Propheten. Jesus Christus wird vom Islam zwar als Sohn Gottes anerkannt. Moslems empfinden die christliche Lehre der Heiligen Dreifaltigkeit als Verstoß gegen die Einheit Gottes. Der gläubige Moslem muß fünf grundlegende Pflichten erfüllen:
1. Er muß verkünden: >> Allah ist der einzige Gott und Mohammed ist sein Prophet <<
2. Er muß fünf mal am Tag beten.
3. Er muß den 'zagat', die Seelensteuer, zahlen.
4. Er muß während des Ramada fasten.
5. Er muß mindestens einmal im Leben nach Mekka pilgern.

Der Ruf zum Gebet

Von den Minaretten der Moscheen wird über Lautsprecher zum Gebet gerufen. Der Ruf zum Gebet ist ein ritualisierter Sprechgesang. Der Muezzin, der Gebetsrufer, braucht Jahre, um ihn zu erlernen. Moslems beten: im Morgengrauen. am Mittag, am Nachmittag, bei Sonnenuntergang und vor dem Schlafengehen.
Das Gebet am Freitagnachmittag ist kirchengemeidlich das wichtigste. Während der Gebete müssen sich die Gläubigen nach Mekka wenden. In jeder Moschee befindet sich eine Gebetsnische, die 'mihrab', die anzeigt in welcher Richtung Mekka liegt.

Der Koran

Grundlage der ilamischen Lehre ist der Koran. Der christliche Autor Kenneth Boa beschriebt die zentrale Stellung, die der Koran im islamischen Glauben und in den ergänzenden Schriften
einnimmt:
"Der Koran ist die maßgebende Schrift im Islam. Sie umfaßt etwa vier Fünftel der Länge des Neuen Testaments und ist in 114 Suren (Kapitel) aufgeteilt. Ein Teil davon wurde von Mohammed aufgezeichnet, der Rest nach Mohammeds Tod von Schülern aus dem Gedächtnis niedergeschrieben.
Im Laufe der Jahre wurde eine Reihe weiterer Aussprüche Mohammeds und seiner ersten Nachfolger zusammengetragen. Sie bilden den 'Hadith' (Tradition), dessen Aussprüche als 'Sunna' (Gebräuche) bezeichnet werden."

Die sechs Glaubensartikel

Sechs Glaubensartikel bilden das Fundament der islamischen Lehre. Von allen Moslems wird erwartet, dass sie an diese Lehrsätze glauben und sich ihnen unterwerfen.

1. Gott: Es gibt nur einen wahren Gott: Allah. Allah ist allwissend und allmächtig, der über alles erhabene Richter. Er ist kein persönlicher Gott, mit dem es zu einer wechselseitigen Beziehung kommen könnte. Allah seht in jeder Hinsicht so hoch über dem Menschen, dass er persönlich nicht erfahrbar ist.
" La ilaha illa Allah", (es gibt) kein (en) Gott außer Gott.
2. Die Engel: Die Existenz von Engeln ist ein wichtiger Bestandteil der islamischen Lehre. Gabriel, der leitende Engel, erscheint Mohammed und dient Allah als Werkzeug, um Mohammed die Offenbarungen des Korans zu vermitteln. Der Teufel wird 'Al Schaitan' genannt und ist wahrscheinlich ein gefallener Engel oder Dschinn. Dschinnen sind Wesen, die zwischen den Engeln und den Menschen stehen und entweder gut oder böse sein können.
3. Die Schriften: Der Islam kennt vier inspirierte Bücher: die Thora des Mose (Torat), die Psalmen Davids (Zabur), das Evangelium Jesu Christi (injil) und den Koran Mohammeds. Nach moslemischer Meinung sind die ersten drei Bücher von Juden und Christen gefälscht worden, so dass wenig von der Originalfassung übriggeblieben ist. Da also der Koran das den Menschen zuletzt offenbarte und endgültige Wort Gottes ist, ist er allen übrigen Schriften überlegen.
4. Die Propheten. Im Islam soll Gott im Laufe der Jahrhunderte durch zahlreiche Propheten gesprochen haben. Die sechs bedeutendsten sind: Adam, Noah, Abraham, Mose, Jesus und Mohammed.
5. Der Jüngste Tag: Dies ist der Tag der Auferstehung und des Gerichts. Wer Allah und Mohammed gehorsam nachfolgt ist, wird in das islamische Paradies aufgenommen, einen Ort der Freuden. Wer sich widersetzt hat, wird eine Zeitlang den Qualen der Hölle ausgeliefert.
"Einige erhalten die Zulassung zum Paradies, wo sie sich auf weichen Liegen zurücklehnen und in großen Zügen Becher voll Weins Leeren können, die ihnen von den Huris den paradiesischen Jungfrauen, gereicht werden. Im Paradies darf jeder Mann so viele dieser unberührten Frauen heiraten, wie er möchte, auf ewig."
6. Der Glaube zu Gottes Ratschluß: Gott entscheidet über das Schicksal von Menschen und Engeln und ist für Gutes und Böses verantwortlich.

Mohammeds Aussage im Koran über die Frauen:

"Die Männer stehen über den Frauen, weil Gott sie (von Natur vor diesen) ausgezeichnet hat und wegen der Ausgaben, die sie von ihrem Vermögen (als Morgengabe für die Frauen?) gemacht haben. Und die rechtschaffenen Frauen sind (Gott) demütig ergeben und geben acht auf das, was (den Außenstehenden) verborgen ist, weil Gott (darauf) acht gibt (d.h. weil Gott darum besorgt ist, dass es nicht an die Öffentlichkeit kommt). Und wenn ihr fürchtet, dass (irgendwelche) Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch (daraufhin wieder) gehorchen, dann unternehmt (weiter) nichts gegen sie! Gott ist erhaben und Groß (Sure 4, 34).

Ramadan

Der Ramadan ist der Fastenmonat der Moslems. In manchen Orten, beispielsweise in heiligen Städten wie Konya, ist es schwierig essen oder zu trinken zu bekommen. Das Ramadafest richtet sich nach dem Mondkalender. Das Datum ändert sich so jedes Jahr. Moslems fasten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Das Fasten wird jeden Abend durch ein Festessen unterbrochen, das bis lang in die Nacht hinein gefeiert wird. Kinder, schwangere Frauen, alte, kranke Menschen und Reisende sind vom Fasten ausgenommen.

Die Spaltung in Sunniten und Schiiten

99 Prozent aller Türken sind sunnitische Moslems, gehören also der konservative, ortodoxen Mehrheit an, die sich nach >> Sunna << richtet, neben dem Koran die wichtigste Überlieferung der islamischen Glaubenslehre.
Die Unterscheidung zwischen Sunniten und Schiiten ist die größte Aufspaltung im Islam, sie ist in etwa vergleichbar mit der zwischen Katholiken und Protestanten im Christentum. Die Spaltung geht auf das Jahr 632 zurück, unmittelbar nach Mohammeds Tod.
Die Schiiten hielten Mohammeds Schwiegersohn Ali und dessen Nachkommen für die direkten Nachfolger Mohammeds, während die Sunniten meinten, die Nachfolge müsse vom islamischen Klerus entschieden werden, Weltweit sind ungefähr zehn Prozent aller Moslems Schiiten. Die meisten Schiiten leben im Iran und Irak, in Pakistan und Indien.

Das türkische Bad

Mehr als hundert alte osmanische Bäder soll es in Istanbul geben. Sie heißen >> hamam <<, und 80 dieser alten Badeanstalten sind noch heute in Betrieb. Es besteht kaum ein Zweifel, dass sich die alten Bäder noch bis ins 21. Jahrhundert halten werden, da ihre Anziehungskraft ungebrochen ist. Der Anspruch der Ganzkörperhygiene eines Türkischen Bads ist weit mehr als das, was die meisten von uns mit dem Bad der täglichen Dusche erreichen können. Ein britischer Geistlicher beschrieb es 1930 während eines Istanbuhl-Aufenthaltes folgendermaßen: >> Sie halten einen unreinen Körper für abstoßender als eine unreine Seele. Die Waschung ist so wichtig, dass ohne sie ein Gebet in den Augen Gottes keinen Wert hätte. << In einem Osmanischen Ehevertrag war festgelegt, dass der Ehemann der Ehefrau >> Badegeld << zu geben hatte. Wenn sich der Mann nicht an die Bestimmung hielt, so war dies ein Scheidungsgrund.
Gemischtes Baden ist nicht erlaubt, außer in einigen größeren Hotels, um den Ansprüchen der ausländischen Gäste gerecht zu werden. Betrat früher ein Mann das Bad der Frauen, konnte er dafür zum Tode verurteilt werden. Der hamam der Frauen ist ein Ort der Entspannung mir dicken, gemütlichen Masseusen in schwarzen Gewändern. Nacktsein ist die Norm unter Frauen in einem Damenhamam. Das Schrubben mit einem rauhen Handschuh, das Ihre Haut gründlich reinigen wird, das Einseifen, die Gesichts- und die Fußmassage sind sehr entspannend. Jeder Besucher kann in einem Spind seine Wertsachen verstauen.
Das Männerbad ist im Gegensatz zu dem der Frauen weniger amüsant. Es wird nicht gesungen, und Handtücher sind züchtig um die Taille geschlungen.

Zum Schluss dieses Referats wird ein spezieller Blick im Detail auf das Teppichhandwerk gewrofen - das könnte man in einem Vortrag zur Türkei  einbringen, wenn man die Themenwahl relativ frei gestalten kann.

Türkische Teppiche - das Handwerk der Teppichweberei in der Türkei

Die Teppichweberei ist ein traditionelles türkisches Handwerk, das im 12. Jahrhundert von den Seldschuken eingeführt wurde. Diese Kunst war Teil ihres nomadischen Daseins, da der Teppich der wichtigste Gegenstand der Inneneinrichtung eines Zeltes war. Es gibt drei Arten von Teppichen: Knüpfteppiche (hali), flachgewebte Teppiche ohne Noppen (Kelim), meist so groß wie ein Vorleger, und schließlich Seidenteppiche, die eine Klasse für sich sind. Sie sind die teuersten und edelsten.
Die Feinheit des Garnes ermöglicht dem Weber winzige Muster in vielen Farben, Kelims wurden traditionell von Frauen für den Hausgebrauch gefertigt, nicht für den Verkauf. Muster und Farbe richteten sich daher nicht nach dem Geschmack des Käufers sondern nach dem persönlichen Geschmack der Herstellerin, ihrer Familie und ihres Stammes. Die meisten Kelims sind aus Schafswolle, manche auch aus Ziegenhaar oder Baumwolle.
Im Haus wurden sie meist als Bodenbelag oder Wandbehang benutzt, aber auch als Türvorhang, Gebetsteppich, Kissenüberzug, Satteltasche oder Tasche zur Aufbewahrung von Salz, Brot, Korn oder Kleidung. Die natürlichen Farbmittel wurden traditionsgemäß aus Wurzeln, Rinden, Beeren, Gemüse Mineralien gewonnen.

In der zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts entdeckte man die chemische Färbung mit Anilin. Sie ersetzte die alten, natürlichen Farbstoffe. Rosa und Orange konnten aus natürlichen Substanzen nie gewonnen werden. Deshalb ist jede grelle Farbe in einem Kelim ein Hinweis darauf, dass er chemisch eingefärbt wurde. Heutzutage verwenden die Weber meistens zur Arbeitserleichterung chemische Farben Sie sind daher nicht mehr von bestimmten Pflanzen einer Region abhängig.
In der Vergangenheit hätte das zu regional vorherrschenden Farben geführt. Die Muster und Modelle geben auch Aufschluß über das Herkunftsgebiet des Teppichs. Man braucht jedoch viele Jahre Erfahrung, um die Herkunft eines Teppichs danach bestimmen zu können. Einige Muster sind in allen Gegenden gleich, insbesondere bei einem Gebetsteppich mit seinem einfachen bogenförmigen Farbenblock, der die Gebetsnische (mihrab) einer Moschee darstellt, die in Richtung Mekka weist. Es gibt eine begrenzte Anzahl an Symbolen, an denen sie zu erkennen sind; betende Hände, die Moscheelampe, der Lebensbaum, der Wasserkrug, der Juwel Mohammeds oder der Stern Abrahams.

Hilf uns und deinen Freunden, indem du diese Seite teilst, verlinkst und bewertest

- Noch keine Bewertung -
  • Autor: Nicht angegeben
  • Fach: Geschichte
  • Stufe: 13. Klasse
  • Erstellt: 2009
  • Note: 1
  • Aktualisiert: 18.07.16

Schreibe jetzt deine Meinung

    Was ist 4 plus 4? Ergebnis:  
Wähle dein Bild:
  • henrik gammrath reisejournalist/autor deutschland schrieb am 13.08.2011:

    hallo, ich finde diese art von artikel sehr aufschlussreich und informativ zur geschichter der türkei.

Mitmachen

Drag & Drop oder: Durchsuchen... Endungen: .doc(x) .xls(x) .ppt(x) .pdf .txt .rtf .jpg .gif .png .bmp

Danke für deinen Besuch bei Schulzeux.de

Zeig diese Seite deinen Freunden

Mithelfen ist ganz einfach

Du hast sicher auch noch Hausarbeiten, Vorträge etc. auf deinem PC. Veröffentliche sie in wenigen Sekunden und hilf damit tausenden Mitschülern.

Mehr Infos

Schulzeux.de auf Facebook

Schulzeux.de bei Google+